Gibt es noch Arbeit?

Heute werde ich mal wieder ordentlich Akkquise betreiben und ein paar Bewerbungen loslassen.

Das ist zwar ziemlich ermüdend wenn man noch 10-Stunden-Nachtschichten zu bewältigen hat, aber schließlich rückt ja auch der 1. September immer näher, also der erste Tag meiner Arbeitslosigkeit.

Das bedeutet für mich jetzt viel telefonieren und ordentlich Bewerbungen schreiben. Vielleicht gehe ich auch schon deswegen heute abend nicht mehr zur Arbeit, denn meine Motivation für meinen Noch-Arbeitgeber arbeiten zu gehen ist gleich null!

Ich möchte jetzt lieber meine ganze Kraft und Zeit der Arbeitssuche widmen. Die Zeit läuft mir schließlich sonst davon!

Ist schon deprimierend wenn man trotz guter Arbeitsleistung kaum noch Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat und nur Hungerlohnjobs angeboten werden. Aber noch habe ich ja anderthalb Wochen Zeit um einen vernünftigen Arbeitsplatz zu finden. Von meiner derzeitigen Firma habe ich jetzt jedenfalls nach den falschen Versprechungen der letzten Tage definitiv die Schnauze voll!

Falls jetzt hier übrigens ein Kollege mitlesen sollte: ich rufe natürlich vorher(!) an wenn ich mich entschließen sollte nicht mehr zur Arbeit zu kommen!!!
Also kein Grund Schweißperlen auf der Stirn zu kriegen!

Und natürlich gehe ich doch zur Arbeit, auch wenn die Firma und insbesondere ihr Betriebsrat absolut Scheiße sind!

Oder gehe ich vielleicht doch nicht…?!

Satire

Der Möchtegern-OB und alte geschasste Stadtdirektor verspricht jetzt jeden Tag Dinge, die er als Stadtdirektor niemals getan hat: mehr Geld für die Bezirke, mehr Bürgernähe, mehr soziale Wohltaten etc. So hofft er wohl auch die Linke als zukünftigen Partner umgarnen zu können!

Doch die Linken sind zumindestens in Homberg nicht so dumm auf die windigen Versprechen des alten Stadtdirektors und Zieling-Vertrauten hereinzufallen:

Brandt und Dressler widersprechen sich zur Stadtteilentwicklung
Dressler soll in der Bezirksvertretung Stellung nehmen

DIE LINKE im Bezirk fordert von der SPD ein klares Bekenntnis zur Bezirksentwicklung in Homberg und Hochheide und will Herrn Dressler in die Bezirksvertretung einladen.

„Während Herr Dressler beschlossene Anträge für einen Bezirksentwicklungsplan verschleppt, macht OB Kandidat Brandt mit großen Versprechungen ungeniert Wahlkampf.
Während Herr Dressler verkündet, dass die Stadtteile der Ort für Experimente von Spekulanten sein sollten, kündigt sein Parteigenosse Brandt »blühende Wiesen« für unseren Bezirk an“, so Bezirksvertreter Roland Busche.

„Wir wollen Herrn Dressler in der Bezirksvertretung Gelegenheit geben zu seinen Äußerungen
Stellung zu nehmen“, so das Bündnis aus DIE LINKE und „Homberger Signal“.
„Herrn Brandt laden wir nicht ein, denn das Problem der Sozialdemokratie besteht darin, dass sie nur gut in Ankündigungen ist, in der Realität ihre Politik aber ganz anders aussieht.

Die SPD hat die Situation in Homberg und Hochheide 5 Jahre schöngeredet. Die verheerenden
Folgen der Ankoppelung Hombergs an Duisburg sind in der SPD Regierungszeit entstanden; und die „Weißen Riesen“ sind Produkt der SPD Politik.

Wenn Herr Brandt jetzt die Not der Stadtteile entdecken sollte, dann entdeckt er das Werk seiner eigenen Misswirtschaft. Der Stadtteil Homberg benötigt Taten und keine Ankündigungen im Bierzelt.

Wir fordern die SPD auf, endlich damit aufzuhören, den Bauplatz Haesen und das Homberger
Rathaus ortsfremden Spekulanten anzudienen, denn nur dann hätte Herr Brandt, wenn er wollte,
vielleicht die Möglichkeit die Situation im Stadtteil zu verbessern und die »Massenflucht«
zustoppen.“

DIE LINKE OV H/R/B c/o Roland Busche, Bergstr. 9, 47198 Duisburg

Das ist doch ein gutes Zeichen wenn die Linke sich von den falschen Versprechungen der aSozialdemokraten nicht blenden lässt!

Aus der Traum!

20. August 2008

Da hatte ich mich schon auf meinem neuen Job in einer Konzernzentrale gefreut…

…doch nun wird nichts daraus! Denn angeblich hat ausgerechnet der BETRIEBSRAT(!) seine Zustimmung zur Neueinstellung verweigert um älteren Mitarbeitern mehr Arbeitsstunden zu sichern.

Wenn das stimmt was mir da gestern der Kollege erzählt hat verdanke ich also auch dem Betriebsrat meine nun kurz bevorstehende Arbeitslosigkeit!

Der Kollege meinte dann auch resigniert, dass das ein “perverses System” sei da die älteren Mitarbeiter überhaupt nicht für den stressigen Job mit seinen langen Schließ- und Kontrollgängen geeignet seien. Einige dieser Kollegen waren schon dort und haben nach kurzer Zeit schon aufgegeben. Deswegen wurde ich dorthin ausgeliehen da mein derzeitiger Arbeitgeber demselben Konzern gehört.

Da haben sich die Kollegen schon gefreut nach langem Suchen wie sie sagen endlich einen geeigneten Kandidaten für den Job gefunden zu haben und da funkt der Betriebsrat dazwischen und verbietet die Neueinstellung.

Da ich ja nur von meinem derzeitigen Noch-Arbeitgeber seit 3 Wochen an die Schwesterfirma ausgeliehen wurde versucht jetzt deren Objektleiter meinen Chef zu überreden meinen auslaufenden Arbeitsvertrag wenigstens für einen Monat noch weiter zu verlängern. Denn sonst fehlt ihm im nächsten Monat ein Ersatzmann.

Ist schon irgendwie verrückt, dass eine Firma dringend einen Mitarbeiter sucht, ihn aber nicht einstellen darf weil der Betriebsrat das nicht will.

Auf jeden Fall ist meine schlechte Meinung über Betriebsräte jetzt nicht besser geworden!!!

“Feine” Kollegen! Danke für euren Einsatz damit ich arbeitslos werde! :-(


Nato-Logo

Es ist wieder in Mode gekommen die Russen an den Pranger zu stellen: alle Welt macht jetzt Russland als Schuldigen aus und droht nun mit Konsequenzen weil die russische Armee nicht aus Georgien abzieht!

Und in den Nachrichten können wir jetzt mitverfolgen wie die USA, Frankreich und natürlich auch unsere Super-Merkel offen Partei für Georgien ergreifen. Da wird dann schnell vergessen, dass Georgien diesen Krieg mit seinem Einmarsch in Süd-Ossetien begonnen hat. Aber da es USA-Verbündeter ist übersieht man eben den agressiven Umgang der Georgier mit ihren abtrünnigen Provinzen und deren Einwohnern. Viele tausend Menschen starben beim Angriff georgischer Truppen auf zivile Städte! Da hat keiner unserer Staatsmänner mit Konsequenzen gedroht.

Sogar die NATO-Mitgliedschaft wird den Kriegstreibern angeboten. Wenn das nicht mal der Einstieg in einen neuen Konflikt wird, und das mit Russland! So verrückt können unsere politischen Anführer doch eigentlich nicht sein!

Nicht, dass ich das Vorgehen der russischen Armee gutheiße aber die Berichterstattung hier unterschlägt den Umstand, dass es in Georgien auch viele Russen gibt und viele Bevölkerungsgruppen sich nicht als Georgier sehen. Ebenso haben sich auch georgische Truppen schlimme Übergriffe gegen Zivilisten erlaubt. Davon erfährt man in unseren Medien seltsamerweise so gut wie gar nichts.

Hier ein Bericht vom amerikanischen Sender FoxNews:
Bericht über georgische Übergriffe

Schwarz-Weiß oder Gut-und-Böse helfen hier nicht. Es bleibt nur zu hoffen, dass wir uns nicht in diesen Konflikt als Beteiligte mit hineinziehen lassen!

Auf den NachDenkSeiten findet sich auch ein sehr guter Artikel zum Thema:

Neue Konfrontation Ost-West! Haben wir dafür 40 Jahre gearbeitet?

Benny auf dem Arbeitsamt!

17. August 2008

Ich könnte jetzt ja schreiben man kann gar nicht früh genug mit der Arbeitssuche anfangen aber das wäre natürlich vollkommen übertrieben!

Nur fragte ich mich schon ob mein Sohn eines Tages bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben wird wie ich heute als er anfing mit dem Computer auf dem Arbeitsamt zu spielen. Denn in diesem Land hat sich ja laut Sozialforschern eine strukturelle Benachteiligung von Menschen mit wenig Einkommen herausgebildet. Und sowas wie sozialer Aufstieg soll auch noch kaum möglich sein. Laut Sozialstudien!

Arm geboren und arm geblieben sozusagen! Doch dagegen kämpfe ich trotzdem an und versuche meinem Kleinen eine möglichst gute Bildung und Erziehung zu geben. Denn schlau ist er, jedenfalls findet er immer einen Weg um Kekse und Schokolade aus dem oberen Fächern des Wohnzimmerschranks zu stehlen, und am Computer spielt er natürlich auch schon herum.

Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass er später keine Benachteiligungen wegen Herkunft oder sozialer Stellung erdulden muss. Denn auch wenn es altmodisch und “sozialromantisch” sein sollte denke ich doch, dass alle Kinder diesem Land gleich viel wert sein sollten!

Auch wenn die Wirklichkeit (siehe Erziehungsgeld) leider anders aussieht!

Darf ich bald mein Auto (Baujahr 1993) beim Schrotthändler abliefern?! Oder werden nur weite Teile der Stadt Duisburg für mich zur No-Go-Area?!

Ich fürchte, dass meine alte japanische Reisschüssel trotz Katalysators nur eine schlechte oder sogar gar keine “Feinstaubplakette” bekommen wird! Denn während Großkonzerne wie ThyssenKrupp ruhig einige Tonnen Feinstaub mitsamt Schadstoffen in die Luft blasen dürfen müssen jetzt die privaten PKW der Bürger schön sauber sein.

Ich finde, dass ja auch richtig auf Umwelt und saubere Atemluft zu achten. Aber dass nun die Bürger in die Pflicht genommen werden während die Großindustrie ungeschoren bleibt finde ich schon sehr bemerkenswert!

Für mich und viele andere Menschen mit geringem Einkommen bedeutet das aber auch den Ausschluss aus der automobilen Gesellschaft in weiten Teilen der Stadt. Denn wer kann es sich schon leisten einen neuen Wagen zu kaufen, der auch die Umweltnormen erfüllt. So wichtig der Umweltschutz auch ist, hier führt er dazu, dass gerade Menschen mit geringem Einkommen von der autofahrenden Gesellschaft ausgeschlossen werden und damit auch von vielen Möglichkeiten!

Und über die Qualität des ÖPNV muss ich ja wohl nichts sagen!

Neue Arbeit!

14. August 2008

Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben: ich habe mit großer Wahrscheinlichkeit schon eine neue Arbeitsstelle gefunden!

Es wird zwar weniger als der Werkschutztarif bezahlt aber dafür liegt der Einsatzort ganz in der Nähe, so spare ich auch ordentlich Fahrkosten! Jetzt nur noch ein Gespräch mit den neuen oberen Chefs und ich habe ab September einen neuen interessanten Job in einer Konzernzentrale.

Die neuen Kollegen sind auch ganz okay, und was natürlich sehr wichtig aber leider heutzutage nicht selbstverständlich ist: die Lohnabrechnungen stimmen, niemand wird um seine Euros betrogen!

Jetzt kann ich auch wohl hoffentlich die Arbeitsplatz”angebote” des Arbeitsamtes in die Mülltonne werfen. Denn das waren aus Sicht eines Arbeitnehmers keine guten Jobs!

Webseite der EG DU
Webseite der EG DU

Gestern abend nahm ich zum ersten Mal an der Sitzung des Sanierungsbeirates für den Grüngürtel in Bruckhausen teil, und das erste was mir auffiel war eine sehr geladene Atmosphäre zwischen den betroffenen Bürgern, Hausbesitzern und den Funktionsträgern aus Stadtverwaltung, EG DU und Politik!

Da nahm ich nun als Mitglied des Beirates für Zuwanderung und Integration an der Sitzung im Kulturbunker Bruckhausen teil und durfte erleben wie sofort die ersten Auseinandersetzungen um das letzte Protokoll begannen. Die Vorsitzende des Sanierungsbeirates bescheinigte der EG DU eine “katastrophale” Protokollführung was dann die SPD-Mandatsträger auf den Plan rief, die sich schützend vor die EG DU stellten und empfahlen doch im kleinen Kreis Protokollprobleme zu lösen.

Die Stimmung im Bunker war schon geladen da monierte ein SPD-Ratsherr auch noch die Filmaufnahmen eines anwesenden lokalen Filmteams. Das war dann die zweite kontroverse Diskussion!

Diese Diskussionen raubten gut 50 Minuten der Sitzung und vertrieben die ehrenamtlichen Filmkünstler aus dem Saal!

Auch danach gingen die Kontroversen munter weiter: denn das eigentlich heikle Thema waren natürlich die Gutachten zur Wertfeststellung der Häuser, die dem “Grüngürtel” im Duisburger Norden weichen müssen. Deren Besitzer befinden sich nicht selten in existenzieller Not, da sie ihr Eigentum weder nutzen noch verkaufen können. Wer zieht denn schon in ein Gebiet, das bald geräumt wird! Und so werden die Hausbesitzer durch langwierige Entscheidungswege mürbe gemacht ihr Eigentum auch weit unter Wert zu verkaufen. Denn nur die Stadt bestimmt den Preis letzten Endes!

Auf der gestrigen Sitzung bekam ich auch einen wahren Einblick in dem Kampf zwischen Hausbesitzern, die natürlich möglichst viel Geld für ihre Immobilien haben wollen, und der Stadt, der vorgeworfen wird das Verfahren lange schleppend laufen zu lassen um den Kaufpreis zu drücken. Dazu sollen dann auch Gutachter, die zuvor noch auf der Empfehlungsliste der Stadt gestanden haben auf einmal abgelehnt worden sein wenn ihre Schätzungen den Verantwortlichen des Bauamtes missfielen! Angeblich waren die Gutachten laut anwesendem Amtsvertreter fehlerhaft. Trotzdem wurden sie aber bezahlt!

Da erst ein Drittel der notwendigen Gutachten bis jetzt erstellt wurden soll die Stadt sogar mit den 30 Millionen EURO für das Grüngürtel-Projekt ordentlich Zinsen verdienen wie ein Vertreter der Betroffenen meinte. Es war ein großes Mißtrauen gegenüber Stadt und EG DU mit Händen greifbar.

Ich muss ja zugeben, dass ich der Idee mit dem “Grüngürtel” im Duisburger Norden positiv gegenüberstand, aber offensichtlich haben die Verantwortlichen aus den Ämtern und der EG DU es vor allem geschafft große Teile der Bevölkerung gegen sich aufzubringen und dadurch auch das Projekt in Mißkredit gebracht.

Inzwischen denke ich auch das diese “Grüngürtel”-Idee nur den Interessen von ThyssenKrupp und der EG DU mit ihren vielen SPD-Funktionären dient. Die Interessen der Einwohner und der Hausbesitzer spielen da keine große Rolle. Ich hoffe natürlich, dass die engagierten Bürger im Sanierungsbeirat es schaffen werden den Bürokraten und Mandatsträgern möglichst viele Zugeständnisse abzuringen. Das wird sicher ein harter Kampf. Aber er ist berechtigt und er sorgt auch dafür, dass das “Grüngürtel”-Projekt im Sinne der Bürger verwirklicht wird!

Hoffentlich!

Ein altes Flugblatt!

12. August 2008

HBN-Flugblatt aus 2005
HBN-Flugblatt vom April 2005

Wie die Zeit doch vergeht! Bei einer meiner Datensicherungsaktionen bin ich auf meinem MAC auf dieses alte HBN-Flugblatt gestoßen!

Im Jahre 2005 lehrte das Homberger Bürgernetzwerk den bürgerfeindlichen Provinzpolitikern und ihren Verwaltungsdienern im Homberger Rathaus noch das Fürchten!

Schade, dass davon nicht viel übrig geblieben ist. Immerhin konnten aber die Herren Hartl und Grindberg (Homberger SPD und Homberger CDU) bis heute ihre Betonpläne für den Haesener Sportplatz (noch?) nicht umsetzen. Bleibt nur zu hoffen, dass die Bürger ihnen nächstes Jahr bei der Kommunalwahl einen ordentlichen Strich durch ihre falsche Rechnung machen!

Was wird?

Diese Woche muss ich eine Menge Entscheidungen treffen: Friehofsgebühren müssen bezahlt werden obwohl ich dafür eigentlich nicht genug Geld habe, 2305 EURO für ein einfaches Reihengrab sind auch ganz schön happig. Und Benny kommt nun in den Kindergarten, aber auch 30 EURO im Monat sind für einen bald arbeitslosen Hungerlöhner wie mich nicht leicht zu bewältigen,….

….wieso das heute alles so teuer ist verstehe wer will. Und da ist auch noch die örtliche Politik mit ihren ganzen Sitzungen: Sanierungsbeirat für den Duisburger Norden, Vorbereitung für die nächste Sitzung des Beirates für Zuwanderung und Integration der Stadt Duisburg, Entscheidungsfindung über die Teilnahme der DaL an der nächsten Kommunalwahl, Anträge und Vorlagen aus anderen Ausschüssen etc. Nebenbei noch die Arbeitsplatzsuche um im September nicht wieder arbeitslos zu sein und natürlich die letzten Nachtschichten auf einem neuen Einsatzort!

Es wird also keine ruhige Woche werden! Da kommt Stress auf!