Das Duisburger Rathaus!

Normalerweise bin ich kein großer Fan von Gedenkveranstaltungen mit ihren steifen Zeremonial von Reden, Betroffenheit und Honoratiorenauftritten…

…aber diesmal war es stimmig und dem Anlass entsprechend auch nachdenklich ohne aufgesetzt und pflicherfüllend zu wirken! Gestern abend gedachten vor allem Schülerinnen und Schüler im Duisburger Rathaus der Reichsprogromnacht vom 9. November 1938, dem ersten Höhepunkt der Verfolgung von Juden in Nazi-Deutschland! Das Musikprogramm und viele Redebeiträge wurde von Schülern bestritten, die sich erkennbar mit dem Schicksal der Opfer von 1938 beschäftigten und den Bezug zu heute erkennbar machten.

Der Oberbürgermeister hielt mit leichter Verspätung eine Eröffnungsrede in der er betonte dass die Geschichte uns nicht loslässt und wir kein Recht auf Vergessen haben sondern eine Verpflichtung zum Erinnern und Mahnen weil Geschichte auch das Fundament der Zukunft ist! Und mit einem Zitat von Jean Paul Sartre machte er klar, dass niemand sich sicher fühlen darf solange Menschen nur aufgrund ihrer Herkunft oder Religionszugehörigkeit verfolgt werden! Das passte in diese Zeit wo es wieder schick zu werden droht auf andere Menschen pauschal wegen ihrer Andersartigkeit einzudreschen!

Ich war ergriffen von der Veranstaltung und werde sicher auch nächstes Jahr wieder hingehen!

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Das ist echt deprimierend und macht mich wütend: letzte Woche habe ich noch bei der Thyssen-Werksfeuerwehr in Beeckerwerth den Lehrgang als Brandsicherungsposten als Bester bestanden und nun erfahre ich, dass ich nicht auf das Werksgelände darf…

…weil ein altes Werkbetretungsverbot aus dem Mai 2005 noch besteht und nicht aufgehoben wird was praktisch meine Arbeitslosigkeit zu Folge haben wird! Es macht mich vor allem wütend, dass dieses Werkbetretungsverbot durch Falschaussagen von früheren (türkischen) Kollegen zustande gekommen ist!

Bei einem Streit im Mai 2005 ist ein Vorgesetzter durchgedreht und mit dem Messer auf mich losgegegangen mit der festen Absicht mich zu erstechen. Er drohte mir lautstark mich umzubringen und konnte nur durch das Eingreifen von drei Kollegen mit Müh und Not daran gehindert werden. Mit großem Glück kam ich mit nur leichten Verletzungen davon.

Verletzung durch Fausthieb!

Ich meldete den Vorfall sofort dem Werkschutz bei Thyssen und wurde auch von den Pförtnern wegen meiner blutenden Verletzung sofort ins Krankenhaus zur Behandlung geschickt. Der Personaldisponent mit dem Messer wurde auch sofort vom Gelände geholt und ging unverletzt nach Hause! Doch dummerweise ist der gefährliche Vorgesetzte auch mit dem Regionalleiter der Firma verwandt und alle Kollegen sagten Tage später beim Werkschutz gegen mich aus und behaupteten ich hätte mich mit dem Vorgesetzten geprügelt. Besonders bitter dabei war der Vorwurf ich hätte rassistische Beschimpfungen von mir gegeben. Obwohl ich selbst türkischer Herkunft bin soll ich andere Türken rassistisch beschimpft haben, was für eine elende Lüge!

Ich stand alleine da und war auf einmal der Schuldige. Keiner von den Kollegen wollte es sich wohl mit dem großen Chef der Firma verderben und die Wahrheit sagen. Und obwohl ich den Vorfall gemeldet und auch Strafanzeige bei der Polizei gestellt habe bin ich jetzt für den Thyssen Werkschutz wohl immer noch der Hauptschuldige und darf nie wieder auf dem Thyssen Werksgelände arbeiten! Und das kostet mich jetzt zum zweiten mal den Arbeitsplatz. Dass der Kollege mit dem Messer schon vorbestraft ist wegen Körperverletzung spielt da auch keine Rolle. Weil er (falsche) Zeugen auf seiner Seite hat zählt meine Aussage nicht viel!

Das ist so bitter und macht mich dermaßen wütend, dass ich mir schwöre von nun an alle Thyssen-Vorhaben auf politischer Ebene zu bekämpfen. Ich vergesse niemals! Und mit meiner Stimme werde ich jetzt gegen das Grüngürtel-Projekt des Thyssen Krupp-Konzernes im Duisburger Norden stimmen!!!

Das ist wohl der einzige Weg, der mir bleibt um mich bei Thyssen für die schreiende Ungerechtigkeit zu revanchieren!

Kleiner Zusatz:

Wie ich von einem türkischen Bekannten erfahren habe soll das Werksverbot des Messerstechers schon wieder aufgehoben worden sein! Das noch als kleine „Krönung“….

Luxusgut Bier

Als ob es nicht schon schlimm genug wäre mit den vielen Preiserhöhungen der letzten Zeit! Man hat sich ja schon fast daran gewöhnt, dass man für Lebensmittel und Sprit ordentlich draufzahlen muss aber jetzt wird es doch wirklich unerträglich wenn der Kasten Bier bald 15 EURO kosten soll wie der Präsident des Deutschen Brauerbundes ankündigt!!!

Da lese ich in den Nachrichten bei AOL dass wir uns schon bald auf heftige Preiserhöhungen gefasst machen dürfen, und Schuld daran ist auch wieder die Politik mit ihren falschen Entscheidungen zu Steuern, Energie und Subventionen zugunsten von Großkonzernen.

Da sind die Tage meines Bierkonsums wohl bald gezählt, ich habe schon drastisch reduziert und werde es nochmal tun. Dumm nur für die vielen Kneipen, die jetzt nochmehr Probleme bekommen werden sich zu halten!

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