Bald wieder arbeitslos – Falschaussagen bringen mich um den Job!

9. November 2007

Das ist echt deprimierend und macht mich wütend: letzte Woche habe ich noch bei der Thyssen-Werksfeuerwehr in Beeckerwerth den Lehrgang als Brandsicherungsposten als Bester bestanden und nun erfahre ich, dass ich nicht auf das Werksgelände darf…

…weil ein altes Werkbetretungsverbot aus dem Mai 2005 noch besteht und nicht aufgehoben wird was praktisch meine Arbeitslosigkeit zu Folge haben wird! Es macht mich vor allem wütend, dass dieses Werkbetretungsverbot durch Falschaussagen von früheren (türkischen) Kollegen zustande gekommen ist!

Bei einem Streit im Mai 2005 ist ein Vorgesetzter durchgedreht und mit dem Messer auf mich losgegegangen mit der festen Absicht mich zu erstechen. Er drohte mir lautstark mich umzubringen und konnte nur durch das Eingreifen von drei Kollegen mit Müh und Not daran gehindert werden. Mit großem Glück kam ich mit nur leichten Verletzungen davon.

Verletzung durch Fausthieb!

Ich meldete den Vorfall sofort dem Werkschutz bei Thyssen und wurde auch von den Pförtnern wegen meiner blutenden Verletzung sofort ins Krankenhaus zur Behandlung geschickt. Der Personaldisponent mit dem Messer wurde auch sofort vom Gelände geholt und ging unverletzt nach Hause! Doch dummerweise ist der gefährliche Vorgesetzte auch mit dem Regionalleiter der Firma verwandt und alle Kollegen sagten Tage später beim Werkschutz gegen mich aus und behaupteten ich hätte mich mit dem Vorgesetzten geprügelt. Besonders bitter dabei war der Vorwurf ich hätte rassistische Beschimpfungen von mir gegeben. Obwohl ich selbst türkischer Herkunft bin soll ich andere Türken rassistisch beschimpft haben, was für eine elende Lüge!

Ich stand alleine da und war auf einmal der Schuldige. Keiner von den Kollegen wollte es sich wohl mit dem großen Chef der Firma verderben und die Wahrheit sagen. Und obwohl ich den Vorfall gemeldet und auch Strafanzeige bei der Polizei gestellt habe bin ich jetzt für den Thyssen Werkschutz wohl immer noch der Hauptschuldige und darf nie wieder auf dem Thyssen Werksgelände arbeiten! Und das kostet mich jetzt zum zweiten mal den Arbeitsplatz. Dass der Kollege mit dem Messer schon vorbestraft ist wegen Körperverletzung spielt da auch keine Rolle. Weil er (falsche) Zeugen auf seiner Seite hat zählt meine Aussage nicht viel!

Das ist so bitter und macht mich dermaßen wütend, dass ich mir schwöre von nun an alle Thyssen-Vorhaben auf politischer Ebene zu bekämpfen. Ich vergesse niemals! Und mit meiner Stimme werde ich jetzt gegen das Grüngürtel-Projekt des Thyssen Krupp-Konzernes im Duisburger Norden stimmen!!!

Das ist wohl der einzige Weg, der mir bleibt um mich bei Thyssen für die schreiende Ungerechtigkeit zu revanchieren!

Kleiner Zusatz:

Wie ich von einem türkischen Bekannten erfahren habe soll das Werksverbot des Messerstechers schon wieder aufgehoben worden sein! Das noch als kleine „Krönung“….

12 Antworten to “Bald wieder arbeitslos – Falschaussagen bringen mich um den Job!”

  1. liram Says:

    Machet Otze.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Rutemöller

    Und: niemals aufgeben. Hilft nix.

  2. Stephanie Says:

    Nun hör mal, lieber Herr Störenfried. Du lebst auf dem falschen Planeten. Willst du die Hölle bekehren? Den Siff musst du dir nicht antun! Lass die Scwhachköpfe doch verrecken. Krieg deinen Hinter hoch und schau dich in Deutschland um. Deutschland ist schön. Mit Co-Pipeline und Kraftwerk Ürdingen solltest du echt Duisburg den Türken überlassen. Diese Eingewanderten sind ziemlich dumm (das sagen ihre Landsleute, die ein bischen pfiffiger sind) und die sich den politischen Schwachsinn weiter gefallen gefallen – wie die Häsener und Alt-Homberger. Im Süden von Deutschland herrscht Arbeitskäftemangel. Duisbug, Ruhrgebiet und NRW ist kaputt. Auf die Muschiee musst du allerdings verzichten.

  3. rai30 Says:

    Ich lebe gerne hier, in meiner Rheinpreussensiedlung und ich will nicht einfach aufgeben.

    Ein alter Spont-Spruch lautet „der Klügere gibt nach, aber warum sollen immer die Dummen gewinnen?!“.

    Deswegen kämpfe ich weiter und bleibe in Homberg trotz der vielen Schwachmaten in Wirtschaft, Parteien, Politik und Verwaltung!

  4. Stephanie Says:

    Lieber Herr Störenfried, an anderer Stelle schreibst du, dass es sicherlich zehn Jahre dauern wird und du solange durchhalten willst, bis sich hier was ändert. Überlege bitte wie Duisburg in zehn Jahren aussieht. Als heutige Trendsetter setzen sich setzen sich die Fischersleut und andere Co-Zicker weiterhin durch – als Bewohner im Altenheim. Duisburg ist nicht nur Spitzenreiter bei der Überschuldung der Stadt und seiner Bevölkerung sondern lebt auch unter dem brüchigen Faden des Damoklesschwertes der Demographie. Ich habe euer Stadtteilblogging beobachtet. Bitte beantworte mir die Frage: „Was ist das Ziel?“ Einfach nur rummeckern? „Und wer soll davon angesprochen werden?“ Sicherlich mögt ihr etliche hundert oder tausend Besucher auf euren Seite täglich haben. Entschuldige bitte, aber ich kann bei den Kommentaren nicht erkennen, dass sich hier ein neuer Kern im Duisburger Western bildet, der die Geschicke eurer Stadtteile zum Guten wendet. Wo ist denn eure Verwurzelung in der Bevölkerung, die es kaum zu einem zart gehauchten Ja in den Kommentaren schafft? Für die wollt ihr paar bloggende Hanseln den Kopf hinhalten? Der neue Duisburgblog hat eine Position eingenommen, was er schreiben wird muss abgewartet werden, die vor der Verfolgung vorerst etwas sicher erscheint. Da stehst du auf einem bedrohten Posten und absolut allein. Bringst du demnächst dein rechtes blaues Auge als Bild? Mir tut dies weh, wenn ich mir die Zukunft euer Bloggerszene in Gedanken vorstelle. Dann schmerzt mich meine Beobachtung, die ich gern mit dem Kollegen liram teile. Eine Schlagzeile wird daraus nicht, ihr werdet auf subtile Weise kalt gestellt. Euer neuer SPD-Oberstadtdirektor Brandt hat bestimmt schon bei Thyssen angerufen. Lieber Herr Störenfried, die Zukunft ihres Sohnes ist nicht Duisburg.

    Sehr geehrter liram, ich mische mich jetzt ein. Den Störenfried dürfen wir nicht ins Messer laufen lassen. An anderer Stelle kann er wertvolle Arbeit leisten. In Duisburg reibt der sich nur auf. Die Lethargie der Bevölkerung in diesem Stadtteil und die Macht der herrschenden Eliten ist zu groß. Den Alleingang hält er nicht durch.

  5. Wuerde Says:

    Dieser Brandt hat doch immer noch einen Aufsichtsratsposten bis 2011 in der örtlichen Industrie. Das wird ihm leicht gelingen, seinen ehemaligen Schriftführer im Ortsverein SDP Homberg fertig zu machen.

  6. Ich bin ausgestiegen Says:

    Rainer,

    kannst Du Dich noch erinnern?

    2004: Homberger BürgerInnen-Netzwerk, HBN-Forum, Bürgerbefragung durch die Uni Duisburg, Widerstand gegen den Aufstellungsbeschluss Sportplatz Haesen?

    Alles für Nobbes und Co-Zicker.

    Alles kaputt. Diese Typen sitzen jetzt in Ihren Haesener Villen und lachen sich kaputt.

  7. Stephanie Says:

    Mit meinem Kollegen liram glaube ich zu erkennen dass aus euch doch ein Bericht werden könnte.

    Demokratie ist Faktor der Demografie.

    Wenn bei euch das Stadtteilblogging zusammenbrechen sollte, sind die Verhältnisse bei euch in Duisburg ein klarer historischer Indikator dass der „Widerstand für den Fortschritt“ und auch eure Innovationen wie das Abo-Sharing zur falschen Zeit am falschen Ort eingesetzt wurden.

    Das ist berichtenswert, um andere Städte vor dem Duisburger Fehler zu bewahren.

    Ich drück euch trotzdem die Daumen.

  8. rai30 Says:

    @Stephanie

    Irgendein schlauer Mensch hat mal gesagt, dass Zukunft das ist was man daraus macht!
    Deswegen kämpfe ich auch weiter! Weglaufen ist nicht meine Sache, und Arbeit kann ich auch außerhalb von Thyssen finden! Und die nächsten 50 Jahre werde ich dafür in politischen Gremien alle Thyssen-Projekte ablehnen!

    Im Übrigen muss man im Leben wohl auch immer und überall mit Ungerechtigkeiten rechnen. Insofern hätte ich das gleiche auch in Süddeutschland oder sonstwo erleben können.

  9. Castor Says:

    Wir sind das Volk!

    Ganz schönes Volk hier in Duisburg.

  10. Stepahnie Says:

    Prospero schrieb am 14. Nov. 2007:

    Hier stehe ich, ich kann nicht anders
    Filed under: World Wide Web — Prospero at 9:35 am on Wednesday, November 14, 2007

    Liebe Stephanie,

    wir kennen uns weder persönlich noch lesen wir unsere Blogs sofern du eins haben solltest und ich vermute mal stark, dass wir uns auch weder in diesem noch im nächsten Leben wirklich begegnen werden. Das macht aber nichts.

    Denn die Fragen die du stellst beschäftigen mich seit einiger Zeit schon – von daher sei es mir gestattet dein Statement ausführlich zu beantworten. Und zwar Satz für Satz.

    _ Ich habe euer Stadtteilblogging beobachtet. Bitte beantworte mir die Frage: „Was ist das Ziel?“ Einfach nur rummeckern? „Und wer soll davon angesprochen werden?“

    Das Stadtteilblogging in Homberg ist damit gemeint. Nein, beantworten kann ich die Frage nach dem Ziel auch nicht. Dass müssten die Blogger irgendwie gemeinsam beantworten – aber bloggen ist in erster Linie Kommunikation. Sich mitteilen. Zu sagen: “Hier bin ich. Das ist meine Stimme. Das ist meine Meinung. Und ich wäre froh wenn ihr mir zuhört und mir mir darüber redet.” DAS ist in erster Linie Ziel und Absicht eines Blogs: Kommunikation. Einige erzählen gerne lange Geschichten, anderer nutzen es nur als reinen Linkmerkzettel, aber in erster Linie ist die Absicht eines Bloggers die, sich mitzuteilen. Das kann auch schon mal meckern über die politischen Verhältnisse in Homberg sein. So einfach ist das: “Das ist meine Stimme, das ist ihr Klang und das meine ich zur Welt.” Und wer davon angesprochen ist? Die ganze weite Welt – sofern sie deutsch lesen kann.

    _ Sicherlich mögt ihr etliche hundert oder tausend Besucher auf euren Seite täglich haben. Entschuldige bitte, aber ich kann bei den Kommentaren nicht erkennen, dass sich hier ein neuer Kern im Duisburger Western bildet, der die Geschicke eurer Stadtteile zum Guten wendet.

    Mal ehrlich – in einer Zeit in der die Menschen aus den Parteien AUS- statt eintreten zu hoffen, dass die hundert und tausend Besucher des Blogs jetzt auf einmal aufstehen und Rathäuser stürmen ist wohl ein wenig naiv. Du solltest auch bedenken, dass nur die wenigsten Blogleser auch wirklich aktiv kommentieren. Das ist so. Die weitaus größere schweigende Mehrheit liest nur einfach mit – du wärst überrascht. Die Wenigsten äußern sich dann auch. Daraus zu schließen, dass es sich dort nichts tut wäre also sehr verkehrt. Und nicht jeder, der eine Initiative gründet oder sich engagiert sagt: “Ich tue das weil es da diesen Blogger gibt…”

    _ Wo ist denn eure Verwurzelung in der Bevölkerung, die es kaum zu einem zart gehauchten Ja in den Kommentaren schafft?

    Entschuldige. Das ist einfach Dummfug. Man kann nicht wegen einer zarten Kommentatorlage davon ausgehen, dass man als Blogger nichts erreicht. Unsinn. Natürlich erreicht man was. Man wird gelesen. Und bis Blogs als Massenmedium wirklich angekommen sind in den Köpfen der Bevölkerung – ich höre heute noch die Nachfrage: “Du machst WAS?” wenn ich sage, ich blogge – wird es noch eine Weile dauern. Aber: Auch wir sind Medien. Wenn auch nicht die Tageszeitung so kann man sich aus Blogs doch ortsnäher informieren als bei Der Westen. Mächtiger als das Schwert ist die Feder und einfach zu sagen: “Hallo, hier vor Ort wachsen die Müllberge und kein Politiker tut was” ist immerhin besser als sich stillschweigend in eine Ecke zu verkriechen, oder?

    _ Der neue Duisburgblog hat eine Position eingenommen, was er schreiben wird muss abgewartet werden, die vor der Verfolgung vorerst etwas sicher erscheint. Da stehst du auf einem bedrohten Posten und absolut allein.

    Nochmal Unsinn. Was das noch junge Angebot des Duisblogs werden wird muss man sehen. Ich denke, dass man dort auch rasch Einschüchterungsversuche zu spüren bekommen wird wenn man wider den Stachel löcken sollte. Kompletter Unsinn ist dann der letzte Satz: Solange man bloggt ist man nicht alleine. Solange man sich ausdrücken und schreiben und kommunzieren kann ist man nicht alleine. Solidarität mag vielleicht im realen Leben anders aussehen als im Netz aber verzeih mir, du führst wohl kein Blog, daher kannst du das nicht so ganz nachvollziehen – aber es reicht auch schon in einem Forum aktiv zu sein um zu erfahren, dass man immer ein Gegenüber hat wenn man im Netz aktiv ist. Immer. Selbst mit abgestellter Kommentarfunktion ist man nicht alleine. Daher: Unsinn hoch drei.

    _ Eine Schlagzeile wird daraus nicht, ihr werdet auf subtile Weise kalt gestellt.

    Aber es ist doch schon eine Schlagzeile geworden! Sicher, keine in schwarzen gedruckten Lettern aber im Blog ist es doch ebenso eine Schlagzeile wie anderswo auch! Vielleicht nicht mit dem Resonanz der BLOED-Zeitung, aber doch wohl weitreichend genug, oder? Und hats in diesem Fall nicht sogar schon was bewirkt? Sonst hättest du doch gar nicht kommentiert, oder?

    Lass es mich nochmal zusammenfassen: Bloggen ist das Erheben der eigenen Stimme, ist das Kommunizieren miteinander und ist vor allem das gemeinsame Erlebnis an etwas, was man als soziales Gewebe gut und gerne bezeichnen kann. Es ist in einem Blog gar nicht möglich allein zu sein – in dem Moment in dem das erste “Hallo World”-Posting zu sehen ist habe ich als Blogger Leser. Die größte Mehrheit nehmen still hin, dass ich schreiben. Das ist okay. Einige kommentieren aktiv und kommunizieren mit mir – so wie ich das jetzt über eine Ecke mit dir tue, Stephanie. DAS ist alleine Sinn und Ziel und Zweck eines Blogs. Manche sehen das freilich anders und die Blogbar kann da einige Dinge erzählen, manche Blogs sind auch nur reine Notizstützpunkte im Netz um Links nicht zu vergessen. Es mag noch ein anderes Ziel daneben geben: Politisch, musikalisch oder das Teilen von Wissen mit anderen – wie ich das gerne tue.

    Luther soll in Worms gesagt haben: “Hier stehe ich, ich kann nicht anders.” Und genau deswegen blogge ich. Weil ich nicht anders kann. Weil es noch andere Stimmen in dem großen Medienrauschen geben muss, die auf Dinge hinweisen, die man sonst nicht bemerkt. Wenn das nicht Ziel genug ist – was dann?

    __________________

    Ich meine dazu: Hi Prospero und liebe Kommentatoren,

    das ist eine interessante Sichtweise. Wer zusätzliche Informationen möchte, könnte sich z.B. an die Chefins der Duisburger Lokalmedien wie WAZ und RP wenden.

    Die „Homberger Art“ war über viele Monate so friedlich, dass jedeR behaupten konnte: „Und ich würde nur noch hinzufügen: Bloggen macht Spaß!“

    Wenn es darum ginge, könnte der Homberger Blogger Tenrix froh sein; er machte 200.000 Seitenaufrufe in 1000 Tagen.

  11. music Says:

    very interesting.
    i’m adding in RSS Reader


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