Hilfe und Service im ARGEn! Oder wenn Arbeitgeber partout nicht kündigen wollen!

28. November 2007

Heute hatte ich das „Vergnügen“ zum Arbeitsamt rennen zu dürfen um diesen Monat überhaupt noch sowas wie ein Einkommen zu haben. Da mein „armer“ Arbeitgeber mir keinen ausreichenden Lohn zahlen will muss ich jetzt die öffentliche Kasse anbetteln und Bedürftigkeit nachweisen!

Doch erstmal wurde ich nur abgewimmelt: in der Agentur für Arbeit erklärte man sich nicht für zuständig und verwies auf die ARGE, und bei der ARGE wurde heute niemand bedient, der nicht schon vorher einen Termin hatte. Da die Information auch nicht belegt war bin ich einfach unverschämterweise in die ARGE Rheinhausen reingegangen und habe eine Mitarbeiterin dort angesprochen. „Sie haben keinen Termin, kommen sie morgen wieder!“ bekam ich hastig entgegengehalten. Doch so lasse ich mich nicht einfach abspeisen und wies daraufhin, dass ich dringend Hilfe brauche und erst gestern nachmittag über meine Notlage informiert wurde! Das interessierte die junge hastige Mitarbeiterin überhaupt nicht und knallte mir vor der Nase die Tür zu! Eine ältere Kollegin war wenigstens noch so höflich darauf hinzuweisen, dass es heute leider nicht ginge ich aber morgen ab 07:30 Uhr mein Anliegen vorbringen könnte. Aber dass ich nicht mal Antragsunterlagen bekam fand ich trotzdem ärmlich und wenig kundenfreundlich!

Dann fuhr ich zum Arbeitsgericht um Klage einzureichen nicht ohne vorher meinen „werten“ Arbeitgeber anzurufen und ihn daran zu erinnern, dass er mich gefälligst sofort zu kündigen habe wenn er keine Arbeit und keinen Lohn für mich hat. Da müsse er aber erst mit dem Niederlasungsleiter reden meinte er nur. Und Nachmittags rief mich dann noch ein Arbeitsvermittler der Firma an der mich darum bat es nochmal bei der ARGE zu versuchen und dort wohl auch schon die Mitarbeiter näher kennt. Nur kündigen wollen mich die Chefs wohl immer noch nicht. Trotz Ankündigung einer Lohnklage!

Jetzt werde ich erstmal alle Abos und Versicherungen kündigen, denn das wenige Geld wird von nun an nur noch für das physische Überleben meiner Familie benötigt. Ich muss immer noch damit rechnen den Dezember mit 300 EURO zu überleben. Das werden wahrhaft magere Weihnachten!

Jetzt schreibe ich gleichmal mein erstes Kündigungsschreiben an das Propagandablatt für asoziale „Reform“politik namens Rheinische Post. Das ist schon lange überfällig!

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3 Antworten to “Hilfe und Service im ARGEn! Oder wenn Arbeitgeber partout nicht kündigen wollen!”

  1. duisburgblog Says:

    Rai, es gibt Bundesländer mit einer Arbeitslosigkeit, die deutlich geringer ist als in Duisburg und NRW.

    Denk an die Zukunft deines Sohnes!

    Es hat keinen Zweck keinen Zweck zehn Jahre in Duisburg auszuharren, bis du auch an die Fleischtöpfe ran kommst.

    Bei der heutigen Kommunalen Gesundheitskonferrenz wurde ein multikulti-Imbiss serviert, der die Stadt Duisburg € 1060 kostet.

    Wartest du darauf, bis du jeden Abend deine Mahlzeit umsonst bekommst?

  2. rai30 Says:

    Ich kämpfe für eine bessere Zukunft und laufe deshalb auch nicht weg!


  3. […] Hilfe und Service im ARGEn! Oder wenn Arbeitgeber partout nicht kündigen wollen! Ohne Worte… (tags: duisburg politik) […]


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