Klimaschutz richtig gemacht! Eine 5 Minuten Symbolaktion ist zuwenig!

5. Dezember 2007

Licht an! Aber richtig!

Am Samstag will eine ganz große Koalition aus Umweltverbänden, Massenmedien und Großkonzernen mit einer symbolischen „5-Minuten-Aktion“ auf die drohende Klimakatastrophe hinweisen! Greenpeace, BLÖD-Zeitung, ProSieben und einige große Wirtschaftskonzerne bilden da eine überraschende Allianz! Doch es gibt auch Leute, die das seltsam finden wenn da ausgerechnet die großen Umweltsünder aus der Wirtschaft mit einer groß angekündigten Mini-Aktion ihr Image aufpolieren!

http://www.licht-an.info

Liebe Freundinnen und Freunde

Sehr geehrte Damen und Herren

Die BILD-Zeitung ist angetreten, das Klima zu retten.

Und wer hätte gedacht, dass es so einfach ist: Für 5 Minuten soll in der Bundesrepublik am Abend des 8. Dezember das Licht ausgehen, als „eindringliche Mahnung, die national und international zu mehr Klimaschutz aufruft“.

Mehr zu dieser Aktion „Licht aus“, die in Kooperation von BILD mit dem WWF, Greenpeace, BUND, google und Pro Sieben stattfindet unter:

http://www.lichtaus.info

Toll, wer alles mitmacht: BMW, Mercedes-Benz und Porsche beispielsweise, das sind die mit den besonders klimaschonenden Autos, oder Evonik, die Ex-Steag, die gerade in Duisburg, Lünen und Herne drei neue Steinkohlekraftwerke bauen will. Alle machen sie 5 Minuten das Licht aus.

Am 8.12. ist internationaler Klimaaktionstag. Die Umweltbewegung ruft weltweit zu Protesten auf, um Regierungen und Wirtschaftsunternehmen zum Umdenken zu bringen, aber auch, um den Menschen auf der Erde klarzumachen, dass es politischen Druck und eigenes konsequentes Handeln braucht, damit sich wirklich was bewegt.

Möglicherweise macht die Aktion von BILD und Partnern am 8.12. mehr Schlagzeilen, als alle diese Demonstrationen zusammen. Uns hat dieser Widerspruch keine Ruhe gelassen und wir haben überlegt, was die Menschen tun können, um den Klimaschutz wirklich voranzubringen – während, vor und nach diesen 5 Minuten.

So ist sehr spontan die Aktion „Licht an – aber richtig!“ entstanden.

Und auch hier tritt eine ganze Kooperation aus Medien und Organisationen an:

– taz, die tageszeitung

– jetzt.de, Jugendplattform der Süddeutschen Zeitung

– Naturschutzbund NABU

– attac

– campact

– Robin Wood

– Grüne Liga

– und die Autoren des Buches „Wir Klimaretter“

Wir wollen die Menschen motivieren, deutlich mehr zu tun, als 5 Minuten Licht aus fürs Weltklima. Wir wollen den Protest stärken, die persönliche Energiewende im Haushalt und den Abschied von den vier großen Stromkonzernen. Deshalb gibt es jetzt eine der BILD-Aktion nur auf den ersten Blick ähnliche Webseite. Sie heißt

http://www.licht-an.info

Schaut sie Euch an und macht mit! Und vor allem: Leitet diese E-Mail bitte an alle Menschen weiter, von denen Ihr glaubt, dass sie mehr wollen und mehr können, als den Lichtschalter zu betätigen, um diese Erde zu retten.

Zünden wir gemeinsam eine E-Mail- und Aktions-Lawine für mehr Klimaschutz!

Danke!

Jochen Stay (für die Initiatoren)

PS: Bitte verlinkt diese Aktion auch auf Eurer Webseite. Entsprechende Banner zum Herunterladen gibt es hier: http://www.licht-an.info/banner

Weitere Infos auch unter: http://www.wir-klimaretter.de/lichtan/

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23 Antworten to “Klimaschutz richtig gemacht! Eine 5 Minuten Symbolaktion ist zuwenig!”

  1. liram Says:

    >Jochen Stay (für die Initiatoren)

    Tsch. Das habe ich gehofft, wenn ichs nicht schon gewußt hätte. (:

    Übrigens ist Jochen Stay, nicht irgendwer:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Jochen_Stay

  2. Beobi Says:

    Hi Rai,

    das ist Teamwork.

    Danke für die vollständige Widergabe.

    LG
    Beobi

  3. Beobi Says:

    Oh, es ist wohl schon sehr spät.

    WIEDERGABE muss es heißen.

  4. rai30 Says:

    @ beobi

    Danke für den Hinweis mit der „Licht AN-Aktion“! Ich hatte schon befürchtet, dass ProSieben und BLÖD-Zeitung auch schon die Umweltbewegung übernommen haben!

  5. liram Says:

    >Oh, es ist wohl schon sehr spät.

    Nicht für die Nachtschicht. (:

    Von der taz lernen, heißt siegen lernen. (:

    http://shorl.com/stubyvopefrubu

  6. liram Says:

    >Oh, es ist wohl schon sehr spät.

    Nicht für die Nachtschicht. (:

    Von der taz lernen, heißt siegen lernen. (:

    http://shorl.com/stubyvopefrubu

  7. liram Says:

    Von der taz lernern, heißt siegen lernen.

    (:

    http://shorl.com/mygidojutufa

  8. liram Says:

    Von der taz lernen, heißt siegen lernen.

    (:

    http://shorl.com/mygidojutufa

  9. Beobi Says:

    Hi Rai,

    nee, vor der vollständigen Übernahme gibt’s ja noch attac, BUND, campact, NABU, robin wood u. a., um nur die bekanntesten zu nennen.

    Aber solange es noch Menschen gibt, die die BLÖD-Zeitung „nur wegen des Sportteils“ kaufen/lesen und ihren Voyeurismus mit den täglichen Prol-Shows befriedigen …

    Da haben es kritische Medien wie http://www.taz.de http://www.jungewelt.de http://www.nachdenkseiten.de halt besonders schwer gegen die geballte Medienmacht des Springer-Konzerns (BLÖD und Pro7) sowie RTL (Bertelsmann) mit deren Milliarden schweren Kapital anzukommen.

    Aber: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    LG
    Beobi

    PS: Hi liram, willkommen im Club. *gähnkämpfgegendeckelschwerewosinddiestreichhölzer*

  10. liram Says:

    >Aber solange es noch Menschen gibt, die die BLÖD-Zeitung “nur wegen des Sportteils” kaufen/lesen und ihren Voyeurismus mit den täglichen Prol-Shows befriedigen […]

    Wir sollten nicht vergessen, daß dies vermutlich keine freiwillige Entscheidung ist und daß Armut da eine Rolle spielt.

    Springer hat aber einen großen Stein im Brett, für mich:

    Der Konzern ist *für* Israel. Das mag ich.

    Und die WELT ist ein seriöses Blatt. Zugestandenermaßen für Großbürger. Aber seriös.

    Außerdem sind die Dinge manchmal nicht so, wie sie scheinen:

    Wußtet Ihr übrigens, daß der NRW-Teil ehemals BILD-Kettwig) der BILD-Zeitung den härtesten und unangefochtensten Betriebsrat aller NRW-Zeitungen hat?

    Dann sind da noch die DruckerInnen, die jederzeit zweidrittel der Auflage bestreiken können.

    Damit wäre die BILD-Zeitung als Verkaufszeitung, also kein Abo, innerhalb von Tagen ziemlich schnell vergessen.

    Also, die Jungs und Mädels rund um Kettwig haben ein ziemlich großes Drohpotential.

    Und wir kennen doch die Nummer: DruckerInnen sind im Zweifel immer links, weil die können lesen.

    (:

    Übrigens, beobi: ‚Die Hoffnung stirbt zuletzt.‘ – das ist auch nur eine besinnungslose Frase des linken Kitsches, die man scharf kritisieren muß.

    Weil, stürbe die Hoffnung, es gäbe keine Entwicklung zum Guten hin mehr.

    Deswegen kann die Hoffnung – metaphysisch und megapraktisch gesehen – auch nie sterben, sofern man an das Gute glaubt und dieses schafft – (:

    Kannste jeweils bei Thomas von Aquin, Descartes, Feuerbach, Marx, Brecht, Proudhoun, den üblichen Klassikern also, nachlesen. (:

    Und,
    *gähnkämpfgegendeckelschwerewosinddiestreichhölzer*

    Ich mach oft Nachtschichten, verschiedene Zeitzonen halt.

    Ganz gut, ist dann, etwa Dylan zu hören.

    (:

    So, jetzt muß ich die Lampen in mein Arbeitszimmer anflanschen, die ich demnächst nicht ausmachen werde.

    Nicht mal für fünf Minuten.

  11. rai30 Says:

    Mal sehen ob am Samstag wirklich überall die Lichter ausgehen!
    Ich muss meine Frau noch überrreden mal für ein paar Minuten auf ihre Lieblingsserie zu verzichten!

  12. liram Says:

    >Mal sehen ob am Samstag wirklich überall die Lichter ausgehen!

    Ach was. Die Lichter gehen doch nur im Kopp der Deppen für die Galerie aus.

    Obschon: Der Hanukkaleuchter auf dem Brandenburger Tor wird erlöschen. Bin schon gespannt, was der Rabbi sagt. (:

    >Ich muss meine Frau noch überrreden mal für ein paar Minuten auf ihre Lieblingsserie zu verzichten!

    Niemals. Soweit darf der Liebesdienst für die Energie nie gehen.

    Ich würde beispielsweise niemals für sonne Lichterkette auf die Lindestraße verzichten. Oder auf Dittsche.

    Obwohl, das kommt Sonntags.

    Und meine Tochter niemals auf ‚Happy Tree Friends‘.

    Ok, die is innem Internat. Die kriegen eh nur Aufzeichnungen gezeigt.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Happy_Tree_Friends

  13. rai30 Says:

    @ liram

    „…So, jetzt muß ich die Lampen in mein Arbeitszimmer anflanschen, die ich demnächst nicht ausmachen werde.

    Nicht mal für fünf Minuten….“

    Hoffentlich sind es wenigstens Energiesparlampen! Damit kann man seinen Energieverbrauch auch schon deutlich senken!

  14. liram Says:

    >Hoffentlich sind es wenigstens Energiesparlampen!

    Ich habe hier nicht mal welche.

    Nur einen Deckenfluter, gedimmt.

    Drei Rechner, drei Screens, ein Laptop, im Rücken ein Sony-Monitor, der BBC’s World Service vorhält, ein TV, der gerade Simpsons auf Pro 7 überträgt, nachher schalte ich auf AKS um, eine Denon-Anlage mit einem Rechner verbunden. Ein winziger Kühlschrank für den Matetee.

    Der übliche Mikrokosmos halt, hunderttausend Arbeitszimmer sehen so ähnlich aus.

    Alles aus Ökostrom gezapft.

  15. Tenrix Says:

    > im Rücken ein Sony-Monitor

    Ich noch ´nen Rückspiegel übrig, für Leute mit nem Blick für Re-New Journalism.

  16. liram Says:

    Tscha.

    Irrwitzigerweise läuft auf der
    Anlage gerade, codiert ‚Shuffle 70er‘ eine Wiedergabeliste, auf die ich gerade Bock habe:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Keine_Macht_für_Niemand

    ‚Komm rüber Alter, wir wolln das Gleiche – mach ne Faust aus Deiner Hand.‘

    http://lirama.net/song/33929

    Ich fürchte, ich muß sofort auf Jaco Pastorius umsteigen.

    Sonst werd‘ ich noch wach.

    (:

  17. rai30 Says:

    @ liram

    „…Alles aus Ökostrom gezapft…“

    Na wenigstens etwas. Dann hilfts du ja wenigstens der Ökobranche ein wenig gegen die Energiemultis zu bestehen!

    Keine Macht für Niemand!

  18. liram Says:

    >Na wenigstens etwas. Dann hilfts du ja wenigstens der Ökobranche ein wenig gegen die Energiemultis zu bestehen!

    Yes. Indeed.

    Ich zeig‘ Dir sogar, wie das Arbeitszimmer von uns Klimaschützern aussieht; hier das von Al Gore:

    http://shorl.com/rejogralasypu

    Meines ist, ehrlich gesagt, viel kleiner, mit doppelt soviel bedrucktem Papier drin – aber ich habe auch ein Whiteboard. (:

  19. Tenrix Says:

    @liram

    nur für Flachhänder:

    Änne, Menne, Muh, und raus ist DU.

  20. liram Says:

    Tenrix:

    Tausend schöne Sachen,

    hamwa wir überall gesehen,

    manchmal muß man fragen,

    um sie zu verstehen,

    wieso, weshalb, warum,

    wer nicht fragt, bleibt dumm.

    (Der deutsche Titelsong der alten Sesamstraße)

    Übrigens mein Credo.

    Mehr hammwer nich.

    Oder – weißte mehr?

    (:

  21. rai30 Says:

    @ liram und Tenrix

    Jeder ist hier willkommen (außer „bissig“en Pöblern). Also freue ich mich auch weiter auf interessante Kommentare von euch beiden.
    Und inhaltliche Diskussionsbeiträge. Denn raus ist hier niemand!

    Und das Arbeitszimmer von Al Gore sieht interessant aus. Obwohl ich mich frage wieviel Wälder wohl für die Papierberge auf seinem Schreibtisch dran glauben mussten! Es sei denn das war alles aus Recyclingpapier. Glaube ich nur irgendwie nicht…

  22. Bericht einer Tellerwäscherin bei der CDU und SPD Says:

    > Mehr hammwer nich. Oder – weißte mehr?

    Ich werd immer wieder gefragt, ob ich mithelfen kann.

    Ich bin auf den Parties von SPD und CDU in Duisburg dabei oder wenn große Ausflüge anstehen. Eine Spur ehrenamtlicher Tätigkeit wird immer noch gebraucht, wenn die Feste steigen.

    Aber ich mach das nicht mehr mit, mich widert das an. Meine Mutter war im Krankenhaus. Die Ärzte und Schwester haben keine Zeit mehr.

    Ich find es beschämend, wie die Duisburger Bozen von SPD und CDU unser Bürgergeld verprassen, wo an anderer Stellen das Geld fehlt. Selbst der kleinste Parteifurzknubbel langt in den großen Topf und stopft sich die Backen und Taschen voll.

    Das wäre wirklich mal eine Aufgabe der Presse, diesen Selbstbedienungsladen von den Hombergern Smejkal und Pollmann und Brinskelle zu entlarven.

  23. rai30 Says:

    @ „Bericht einer Tellerwäscherin bei der CDU und SPD“

    Ich kann das irgendwie nachempfinden. Ich habe in meiner 18-jährigen SPD-Parteimitgliedschaft auch immer für die Partei geackert und gekämpft während sich andere mit Beziehungen und ohne viel Anstregung nach oben geschleimt haben.

    Die Ehrenamtlichen sind in den Parteien nur noch die nützlichen Idioten, die allenfalls darüber bestimmen dürfen welche Tischdecken und Kuchensorten bei der nächsten Parteifete verwendet werden sollen!

    Die politischen Entscheidungen werden nur noch von einer kleinen abgehobenen Kaste an der Spitze getroffen. Die Mitglieder dürfen das dann nur noch abnicken!

    Deswegen sollten sich alle Parteimitglieder mal fragen ob sie sich das noch weiterhin antun wollen. Oder nicht zumindestens mal eine Revolte anzetteln.

    Welcher echte Sozialdemokrat kann denn noch mit der Politik der SPD einverstanden sein?! Bei Umfragen erklären mehr als die Hälfte aller SPD-Anhänger, dass sie unzufrieden sind mit ihrer Partei! Warum hat das keine praktischen Folgen?

    Irgendwo funktioniert da doch nicht die Demokratie wenn die Bundestagsabgeordneten eine andere Politik machen als es die Wähler und die Anhänger der eigenen Partei wollen!


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