Das Duisburger Rathaus

Gerade habe ich im Radio die freudige Nachricht gehört, dass die Duisburger SPD heute in der Sitzung des Rates der Stadt eine empfindliche Niederlage einstecken musste!

Zunächstmal freue ich mich darüber, dass der alte Zieling-Vertraute und SPD-seilschaftserprobte Geschäftsführer der stadteigenen GfB nicht wieder bestätigt wurde und seinen Sessel räumen muss. Mit diesem Scherschel verbinde ich noch unangenehme Erinnerungen aus meiner Juso-Zeit: als ich ihn zum Beispiel mal bat an einer Sitzung des SPD-Fraktionsarbeitskreises „Jugend“ teilnehmen zu dürfen wies er mich in seiner damaligen Funktion als Fraktionsgeschäftsführer barsch zurück mit den Worten „…da könnte ja jeder ankommen!„. Das ich damals Vorstandsmitglied der Duisburger Jusos war spielte überhaupt keine Rolle für ihn. Die Jusos waren Anfang der neunziger Jahre eben noch nicht so lammfromm und harmlos wie heute.

Genauso erbärmlich scheiterte der Versuch der SPD den Stadtdirektor und Umweltdezernenten Greulich zu stürzen: mit einer Stimme Mehrheit wurde er heute im Stadtrat bestätigt.

Aus rein machttaktischen Gründen wollten die aSozialdemokraten den Dezernenten stürzen den sie selbst noch vor wenigen Jahren ins Amt gehievt hatten. Die SPD kann es immer noch nicht verschmerzen, dass sie auch in der Stadtverwaltung eine Machtposition nach der anderen räumen muss. Ich hoffe nur, dass es nicht allzu lange dauert bis der SPD-Filz in den Amtsstuben mal seine Macht verliert. Insofern ist die Nichtwahl des Zieling-Intimus Scherschel ein gutes Zeichen!

CDU und Grüne sollten aber auch darauf achten nicht in die gleiche bürgerferne Machtarroganz wie zu Zeiten der SPD-Herrschaft zu verfallen und sollten jetzt ihre Kommunalpolitik bürgernäher aufstellen. Denn jetzt haben sie dazu auch die notwendige Ruhe und Stabilität.

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So sieht das moderne Arbeitsleben aus: Arbeitgeber, die einfach keinen Lohn zahlen aber nicht kündigen wollen und potentielle Arbeitgeber, die erwarten, dass man sofort „Gewehr bei Fuß“ bereit steht für einen eventuellen Einsatz!

So rief mich heute ein Vertreter einer Zeitarbeitsfirma wo ich mich vor fast einem halben Jahr beworben hatte heute an und fragte erstmal ob ich arbeitslos sei. Er schien enttäuscht zu sein als ich ihm sagte, dass ich immer noch eine Arbeitsstelle habe. Ich suche aber einen neuen Job. „Wann können Sie anfangen?“ wollte er nur schnell wissen. Frühestens in 3 Tagen sagte ich ihm. Denn schließlich gibt es auch in der Probezeit Kündigungsfristen.

Nachdem ich ihm versichert hatte, dass ich in meiner früheren 15-jährigen Tätigkeit im Bergbau unter tage auch Schlossertätigkeiten ausgeführt habe meinte er nur hastig: „Wir rufen Sie an wenn es soweit ist! Achten Sie darauf telefonisch erreichbar zu sein! Halten Sie sich bereit!“

Dann warte ich mal ab was da kommt. Und dann werde ich aber erstmal fragen wie hoch der Lohn ist und wie die Arbeitsbedingungen aussehen! Das zu sagen hatte der werte Herr am Telefon leider keine Zeit!

Aber jetzt schreibe ich erstmal weiter Bewerbungen!

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