Kleingeld

Möchten kapitalhörige Zeitungen die Armen gegeneinander aufhetzen?! Wenn ich mir die Schlagzeilen von konservativen Blättern so ansehe kommt mir dieser Verdacht!

Dass sowohl „Hartz IV“-Empfänger wie Kleinrentner kaum genug Geld zum Leben haben wird da einfach verschwiegen. Stattdessen wird der Eindruck erzeugt als ob 647 EURO Rente im Monat zuviel Geld wären. Und die schreibenden Kapitaldiener aus der Zeitungsredaktion der Rheinischen Pest verbreiten die Weisheit, dass die „Mär vom armen Hartz-IV-Empfänger“ nicht wahr ist.

Dass sowohl der Kleinrentner als auch der Hartz IV-Empfänger von Leistungen abhängig ist um zu überleben schert die „Zeitung für christliche(?) Kultur“ nicht und veröffentlicht auch gerne Behauptungen der OECD dass „Hartz IV“ viel zu üppig sei! Natürlich sollen die Arbeitslosen auch für Hungerlöhne arbeiten gehen, denn Mindestlöhne sind gefährlich für die Gewinnerwartungen der Kapitalbesitzer. Und wenn Mindestlöhne schon durch den Druck der öffentlichen Meinung unvermeidlich werden dann nur auf Hungerlohnniveau zwischen 4 und 7 EURO die Stunde, brutto selbstverständlich! Dass der Arbeitnehmer dann wieder Geld vom Staat bekommen muss um zu überleben ist für die schreibenden Kapitaldiener nicht weiter schlimm. Schließlich hat ja auch der Kapitalpräsident Köhler jetzt wieder gegen den Mindestlohn Stellung bezogen und indirekt für mehr Armut geworben.

Eigentlich kann man als einfacher Arbeitnehmer nur noch dazu raten den Konsum möglichst ganz einzustellen oder zumindestens auf das allernotwendigste zu reduzieren! So kann man den ganzen gut bezahlten Experten aus Wirtschaft und Politik mal die Sinnhaftigkeit ihrer Ideologie vor Augen führen und die Waren in den Regalen liegen lassen oder schnell wieder umtauschen („…die Digicam ist nicht gut…“). Denn wenn Gewinne und Umsätze einbrechen wird die Wirtschaft ihren inoffiziellen Mitarbeitern im Bundestag und in der Bundesregierung schon klar machen, dass ein bischen mehr „sozial“ doch besser für die Bilanzen ist!

Und auf die Wirtschaft hören „unsere“ Politiker eh mehr als auf uns Wähler!

P.S.: Das Abo der Rheinischen Pest habe ich natürlich gekündigt. Als Hungerlöhner ist diese Zeitung für mich ein permanenter Schlag ins Gesicht!

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