Kommt Hochheide wieder zur Ruhe?!

7. Januar 2008

Jeden Tag Polizei!

Am alltäglichen Anblick der Einsatzwagen der Polizei und den Polizisten in Kampfmontur hat man sich schon gewöhnt. Und viele Bürger sind auch froh, dass den pöbelnden Jugendgruppen in der Hochheider Ladenstadt Einhalt geboten wird.

Nur kann das jetzt eine dauerhafte Lösung sein alleine mit Repression den Stadtteil zu befrieden?! Ich finde es auch beunruhigend wenn jetzt öfters Jugendliche und Polizei aneinanderrasseln wie heute abend, wo die Polizei wieder Platzverweise aussprach und mancher Jugendliche sich heftige Wortgefechte mit den Beamten lieferte („…was wollt ihr denn, ich habe doch gar nichts gemacht…„). Während mancher Bürger dann murmelt „…endlich wird mal was gegen die gemacht…„, „…jetzt kriegen sie das Pack mal an den Kragen…“ und ähnlich wenig freundliche Gedanken halblaut äußern.

Das, und die leider nicht selten rassistisch gefärbten Meinungen im Internetportal „derWesten“ lassen nichts Gutes für das künftige Zusammenleben im Stadtteil erwarten. Da bricht bei vielen Bürgern wohl der Frust über den Niedergang des Stadtteils Hochheide leider auch in pauschalen Schuldzuweisungen gegenüber Menschen ausländischer Herkunft oder pauschal gegen Muslime aus.

Dass Kriminalität nicht mit Herkunft oder Religionszugehörigkeit zu tun hat wird jetzt ausgeblendet weil leider viele zwielichtige Gestalten in Hochheide ausländischer Herkunft sind. Und mancher sieht da seine Vorurteile (gerne?) bestätigt.

Die herrschende Politik im Homberger Rathaus hat dieser Entwicklung lange tatenlos zugesehen und wurde durch die Silvesterkrawalle unsanft geweckt und will jetzt mit neuen Vorschlägen die jahrelange Untätigkeit vergessen machen. Aber wo bleiben neben mehr Polizei die sozialen Maßnahmen um die Jugend im Stadtteil wieder aufzubauen und ihr legale Perspektiven anzubieten? Von „paradiesischen Zuständen“ wird ein Jugendamtsleiter Krützberg jetzt wohl nicht mehr reden. Aber sind er und seine Behörde bereit mal endlich Streetworker in den Stadtteil zu schicken und mit anderen Behörden und Institutionen Maßnahmen zu entwickeln um die Jugend von der Straße zu holen?!

Diese Frage stelle ich mir, bin ich es alleine?

12 Antworten to “Kommt Hochheide wieder zur Ruhe?!”

  1. Hans - J. Paschmann Says:

    Lieber Rainer Grün,
    wir kennen uns schon lange und haben gemeinsam auch schon Aktionen (im Namen der SPD , AfA usw.) durchgeführt.
    Die Aktionen der Jugendlichen in der Sylvesternacht in Hochheide sind bedauerlich und sicher nicht alleine durch Polizeipräsenz zu beheben.
    Für dieses Verhalten gibt es sicherlich viele Ursachen:
    – verfehlte Integration
    – Niedergang der zwei geschlossenen Hochhäuser (nicht alle sind schlecht)
    – Perspektivlosigkeit mancher Jugendlichen usw.
    Hier müssen die Aktionen und Aktivitäten aller Agierenden gebündelt und die Ursachen analysiert und behoben werden.
    Du selber hast doch an vielen Versuchen die Ursachen anzugehen teilgenommen und auch keinen Durchbruch erreicht(Streetwork – Community trennte sich im Streit und die Akteure bekämpfen sich teilweise noch heute).
    Jetzt aber wieder deine, bekannten, negativen bzw. unrealistischen und verunglimpfenden Tiraden( aSozialdemokraten, Schuldzuweisungen an immer die gleichen Personen) los zu lassen, bringt uns da auch nicht weiter.
    Kurzfristige Lösungen wird es nicht geben, aber die vielfältigen Organisationen (Vereine, Kirchen, Schulen, Jugendamt, Parteien usw.) müssen, an einen Tisch(teilweise schon in Arbeit) und nach mittelfristigen bzw. langfristig angelegten Lösungen suchen.

  2. rai30 Says:

    Verantwortliche zu benennen hat nichts mit „Verunglimpfung“ zu tun werter Hans Paschmann!

    Du bist ja selbst erst seit wenigen Jahren SPD-Vorsitzender in Homberg. Aber deine Vorgänger sind für den Bau der Weißen Riesen voll verantwortlich und auch für die Ignoranz gegenüber den Bürgern, die auf die Problematik hingewiesen haben.

    Du selbst sitzt im Homberger Rathaus und hast gegen Bürgeranregungen gestimmt und mitgeholfen die gefährliche Situation in Hochheide schönzureden und zu verharmlosen. Hoffentlich bist du jetzt wachgeworden!

    Und wenn ich von aSozialdemokraten rede meine ich deren asoziale Politik. Ihr seid die Vertreter des Apparates. Die Helfer der bürgerfernen Bürokratie! Und in Homberg und Hochheide habt ihr, also auch du, schon soviele Anregungen aus der Bürgerschaft abgelehnt, dass ihr eigentlich vor Scham in den Boden versinken müsstet!

  3. Grit Langner Says:

    Herr Paschmann, ein großes Lob dafür, dass Sie sich in diesem weblog äußern! Ich wäre positv überrascht, wenn sich noch mehr Genossen hier zu Wort melden würden.

    Glück auf!

  4. Grit Langner Says:

    Herr Grün, Ihre Reaktion ist mir zu emotional.

    Ihren Vorwürfen gegenüber den Genossen stimme ich inhaltlich zwar zu, aber den Stil lehne ich ab. Ich glaube nicht, dass Sie so neue Diskussionsteilnehmer in dieses Forum ziehen werden, sie vertun eine einmalige Chance wieder mit den Politikern und unabhängigen Bürgern in`s Gespräch zu kommen.

  5. rai30 Says:

    @ Gritt Langner

    Was soll denn da zu emotional sein wenn man der örtlichen SPD ihre jahrelange Untätigkeit vorwirft?!

    Es gab schon soviele Warnungen aus der Bürgerschaft über die Zustände in Hochheide, dass sich unsere örtlichen Provinzpolitiker von SPD und CDU eigentlich schämen müssten, dass ihnen erst jetzt einfällt was in Sachen Sicherheit für den Stadtteil zu tun.

    Über Jahre wurde behauptet es wäre gar nicht so schlimm, ein Amtsleiter (mit SPD-Parteibuch) sprach sogar von „paradiesischen Zuständen“ in Hochheide!

    Das gilt es zu kritisieren, und das ist eine Tatsache, dass die SPD in ihrer jahrzehntelangen Herrschaft vor Ort nicht nur die Weißen Riesen zu verantworten hat sondern auch die Verwahrlosung des Stadtteils!

    Da die parteihörige Lokalpresse das nicht schreiben darf tue ich es hier und habe interessanterweise auch viele Leser in meinem Blog!

  6. Der zornige Bürger Says:

    @ Hans – J. Paschmann Sagt:

    Du selber hast doch an vielen Versuchen die Ursachen anzugehen teilgenommen und auch keinen Durchbruch erreicht(Streetwork – Community trennte sich im Streit und die Akteure bekämpfen sich teilweise noch heute).

    Jetzt aber wieder deine, bekannten, negativen bzw. unrealistischen und verunglimpfenden Tiraden (aSozialdemokraten, Schuldzuweisungen an immer die gleichen Personen) los zu lassen, bringt uns da auch nicht weiter.
    Kurzfristige Lösungen wird es nicht geben, . . .

    ——————–

    . . . weil in der gesamten Politik und Verwaltung und dazu gehört vorrangig der SPD-Jugendamtsleiter Thomas Krützberg aus in alter Harmonie mit dem Duisburger politischen Stil alles kaputt macht, wenn sich ein Funke Kritik meldet.

    Krützberg ist doch überall in Homberg und Hochheide rumgezogen und hat die erste Generation der Streetwork Community schlecht gemacht. Er hat sabbotiert und demontiert, statt Hilfe an zu bieten, wenn es Probleme gab.

    Jetzt sitzen die Homberger Parteivorsitzenden Paschmann und Hartl in ihren einsamen Zirkeln und grübeln, wie die örtlichen Parteigruppen vor dem Aussterben gerettet werden können, weil keiner mehr mitmacht.

    Herr Paschmann und Herr Hartl, glauben Sie tatsächlich nach Ihrer jetzigen Notbesetzung der Wahllisten für 2009 in den darauf folgenden fünf Jahren für 2014 noch Kandidaten zu finden? Wollen sie den Bürger etwa die Frieda oder Änne anbieten?

    Erzählen Sie doch mal Herr Paschmann und Herr Hartl, wie Sie den seit Jahren dramatischen Parteimitgliederverlust stoppen wollen.

    Herr Rainer Grün hat viele Sympathisanten. Jeder Angriff auf ihn stellt die SPD in ein schlechtes Licht. Die SPD Homberg wird weiter schrumpfen. Ihr Angriff war gut, so wird das Leid der Bürger durch das politisches Versagen der SPD noch schneller beendet.

    Sie sehr geehrter Herr Paschmann wollen Hochheide und Homberg retten? Gut, dass Sie den ehemaligen Oberstadtdirektor Jürgen C. Brandt als Mitglied des Ortsvereins haben! Der arbeitslose Brandt hat seit Jahren Zeit, die SPD Homberg zu retten.

    War wohl nichts?! Was?!

    Und unserer Oberbefehlshaber der CDU Homberg Dr. Manfred Hartl wütet weiterhin wie eine Planierraupe: keine 90 Mitglieder in 2008; die Senioren-CDU Duisburg rühmt sich ja über kräftigen Zuwachs.

    Jetzt wird es langsam Zeit für Bürger und Parteien, sich hinzusetzen und nachzudenken, eine bisher ungewöhnliche Tätigkeit für Homberg und Hochheide.

    Doch es gibt Hoffnung für Paschmann und Hartl. Homberg und Hochheide werden ihnen immer ähnlicher.

    @ Paschmann

    Kurzfristige Lösungen wird es nicht geben, . . .

    ——————–

    Klar, die politische Arbeit an der Endlösung ist Hochheide und Homberg heute und morgen.

  7. Ich will etwas Glück Says:

    Liebe Homberger, ich hoffe euch geht es gut, auch wenn viele schlimme Dinge in Bezirk geschehen. Wir müssen doch alle versuchen, ein bisschen glücklich zu sein.

    Um das mit dem Herrn Hartl und Herrn Paschmann etwas zu verstehen, ist vielleicht dieser Link interessant: http://www.mein-parteibuch.com/wiki/Madenwerk

  8. Grit Langner Says:

    @ Rainer Grün
    Sie haben mich nicht verstanden!
    Der Ton macht die Musik!
    Wer hier im Netz „angepisst“ wird, schreibt vielleicht nicht mehr. In Ihrem Blog wird zwar gelesen, aber es gibt kaum Diskutanten. Schade!

  9. Grit Langner Says:

    @ Ich will etwas Glück

    Albert wird Dir an anderer Stelle etwas zum Thema Glück in Dein Tagebuch schreiben!

  10. rai30 Says:

    @ Grit Langner

    Wer sich durch Kritik als verantwortlicher Politker „angepisst“ fühlt ist wohl nicht zur kritischen Diskussion bereit. Ich habe Fakten genannt wenn ich auf die jahrelange Ignoranz im Homberger Rathaus gegenüber den Interessen der Bürger in Hochheide hinweise! Und dafür steht insbesondere die Homberger SPD und auch deren Vorsitzender Hans Paschmann, der ja auch Bezirksvertreter ist und mehrfach gegen Bürgeranregungen gestimmt hat!

    In der Lokalpresse mag die Kritik daran verboten sein hier darf man sie äußern. Deshalb gibt es auch das Stadtteilblogging!

  11. Fish Says:

    >>Grit Langner Sagt am 9. Januar 2008 um 11:36

    @ Ich will etwas Glück

    Albert wird Dir an anderer Stelle etwas zum Thema Glück in Dein Tagebuch schreiben!<<

    Treffer! Sag, hast Du auch den WAZ-Artikel von Seite 1 in guter Erinnerung, so Anfang Dezember? Das war echt Secret, aber nur für Fish-Leute.

  12. Prospero Says:

    Hmm – in der Kritik von Rai sehe ich nun nichts, was man als „Verunglimpfung“ bezeichnen könnte. Als Politiker steht man in der Öffentlichkeit und wer mit Reaktionen nicht umgehen kann, der sollte sich überlegen ob er im richtigen Job ist. (Dass man es nicht allen Leuten rechtmachen kann ist sowieso ein Weisheit, die überhaupt nicht in die Binsen gegangen ist.)

    Kurzfristige Maßnamen helfen vorerst die Situation zu beruhigen, fragt sich natürlich auf welche Kosten, dass sie keine Lösung auf Dauer anbieten können steckt schon im Adjektiv drin. Allerdings wer sowas schreibt:

    Für dieses Verhalten gibt es sicherlich viele Ursachen:
    – verfehlte Integration
    – Niedergang der zwei geschlossenen Hochhäuser (nicht alle sind schlecht)
    – Perspektivlosigkeit mancher Jugendlichen usw.
    Hier müssen die Aktionen und Aktivitäten aller Agierenden gebündelt und die Ursachen analysiert und behoben werden.

    ohne direkt darauf hinzuweisen was man in der Vergangenheit denn schon getan hat, sprich Argumente zu geben die mehr als die schwache Sprechblase „ist schon in Arbeit“ zur Basis haben – natürlich ist das „schon in Arbeit“, weil es akut ist! – wer also anscheinend keine Erfolge oder Beweise für seine Tätigkeiten in dieser Richtung anzugeben hat in einer Diskussion sollte sich nicht darüber wundern dass man ihm anscheinend nicht so recht glauben möchte.
    Ad Astra


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