Nie wieder Nokia!

17. Januar 2008

Nokia-Müll

Das ist Marktwirtschaft und Kapitalismus in einer nicht so schönen Form: da schmeißt der milliardenschwere NOKIA-Konzern einfach mal eben 2300 Arbeitnehmer in Bochum raus um mit Fördergeldern in Osteuropa billiger zu produzieren!

Und das Beste ist ja auch noch, dass wir dieses asoziale Verhalten über die EU auch noch mitfinanzieren! Selbstverständlich hat NOKIA auch noch vom Land NRW Fördergelder bekommen um in Bochum zu produzieren. Dem „armen“ Konzern war das wohl aber nicht genug.

Im Radio beschwerte sich heute abend auf WDR 2 ein Kleinunternehmer darüber, dass die Politik solchen Großkonzernen Steuermillionen, also unser aller Geld hinterherwirft während kleine Betriebe völlig im Stich gelassen werden. Da zeigt sich wiedereinmal für wen die Politik gemacht wird. Das müssten die meisten Menschen jetzt begreifen, dass die asoziale kapitalhörige Politik keine Rücksicht auf unsere Interessen nimmt.

Gegen das asoziale Kapital und seine inoffiziellen Mitarbeiter in Parlamenten und Regierung hilft nur noch massiver Widerstand! Als Verbraucher kann man da am ehesten was bewirken wenn möglichst viele Menschen nun NOKIA-Produkte ächten und liegenlassen! Es gibt auch andere Hersteller, und das Geld sollten wir auch lieber festhalten denn sicher ist heute niemand mehr vor Arbeitsplatzabbau und erhöhten Lebenshaltungskosten!

Dazu ist ein Vorschlag im Blog des Bürgervereins Haesen und Gerdt aufgetaucht am Valentinstag alle Handys aus Protest auszuschalten und so den Netzbetreibern klarzumachen, dass NOKIA bei uns, den Verbrauchern, nicht mehr so gerne gesehen ist. Dann werden die Kapitalisten im NOKIA-Konzern lernen das asoziales Verhalten zu Umsatzeinbußen führt wenn die großen Netzbetreiber dann deren Produkte nicht mehr ins Angebot nehmen. Ich mache da auch mit und spare so auch ein bischen Geld!

Morgen früh und in den kommenden Tagen soll es auch am NOKIA-Werk in Bochum und am Bochumer Rathaus zu Protestaktionen kommen. Ministerpräsident Rüttgers will jetzt für die Beschäftigten kämpfen, hoffentlich auch nicht nur zur Schau. Solidaritätsbekundungen kann man an den Betriebsrat unter christian.latuner@nokia.com schicken! Und die Linke lädt zur Teilnahme an Protestaktionen ein und bildet dazu Fahrgemeinschaften. Näheres dazu auf dem Blog des Homberger Signals!

Selbst SPD und CDU, die dem Konzern die millionenschweren Subventionen hinterhergeworfen haben sind jetzt schockiert über das Konzernverhalten. Aber diesen Kapitaldienern traue ich keinen Zentimeter über den Weg

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Gleiche Überschrift in der Rheinischen Post

Wenn ich böse wäre würde ich ja jetzt von Plagiat und geistigem Diebstahl reden, da ich aber positiv schreiben möchte nehme ich mal an, dass die Lokaljournalistin der Rheinischen Post einfach nur die gleiche Idee wie ich hatte. Erstaunt war ich auf jeden Fall meine Überschrift vom vorgestrigen Blogeintrag heute im Lokalteil der Rheinischen Post wiederzufinden.

Nur leider ist der Artikel der werten „Kollegin“ etwas ungenau geraten. Daher empfehle ich demnächst meine Blogeinträge richtig zu lesen und nicht alles zu glauben was einem Amtsleiter und Provinzpolitiker erzählen! Kritische Distanz nennt man sowas!

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