Rheinische Pest will mehr Armut!

7. Februar 2008

Die Zeitung gehört in den Müll!

1205 EURO im Monat sind Luxus für eine dreiköpfige Familie wenn es nach der kapitalorientierten Rheinischen Pest geht! Und 1474 EURO für eine vierköpfige Familie!

In diesen luxuriös hohen Summen nach „HARTZ IV“ steckt übrigens schon die Miete plus Heizkostenanteil drin! Das soll dann eine derart gute finanzielle Ausstattung sein, dass angeblich Langzeitarbeitslose deswegen keine Arbeit suchen wollen. Zwischen den Zeilen gelesen kann das ja nur bedeuten, dass die Löhne in diesem Lande auf ein Niveau abgesunken sind das sich zwischen 1200 und 1474 EURO im Monat bewegt oder sogar darunter liegt. Nach der Logik der „Zeitung für christliche Kultur“ soll das wohl heißen, dass die Armut noch verschärft werden muss damit die Leute auch für noch weniger Geld arbeiten!

Und wenn man weiter liest erkennt man auch sofort den Auftraggeber dieser Hetze gegen Langzeitarbeitslose: die Arbeitgeber und ihre eigenen Institute, die die Menschen in Hungerlohnjobs zwingen möchten! Da wird dann im letzten Drittel des Artikels geschwärmt, dass es leichter geworden ist Kandidaten für „schwer besetzbare“ Stellen zu finden seit „HARTZ IV“ eingeführt wurde und die Zahl der Langzeitarbeitslosen gesenkt wurde, wenn auch um den Preis der Armut! Eben durch so Superjobs bei den modernen Sklavenhändlern unserer Zeit mit 7 EURO die Stunde, brutto natürlich! Komisch nur, dass am Anfang des Artikels noch das Gegenteil behauptet wurde mit der angeblich „gebremsten“ Jobsuche durch „HARTZ IV“!

So ist das nunmal mit den journalistischen Auftragsarbeiten, wenn die Wirklichkeit dem Kapitalinteresse angepasst werden muss bleibt die Logik auf der Strecke.

4 Antworten to “Rheinische Pest will mehr Armut!”

  1. Prospero Says:

    Heizkosten sind da mit drin? Wirklich? Momentan versuche ich das auch meiner ARGE zu erklären – die hat immer nur das Nötige für die Miete überwiesen bisher, Heizung durfte ich selber zahlen. Dass das EINE Rechnung ist und somit auch der Strom, den ich dann ja wirklich selber zahle, mit drin ist und ich zudem hier Erdgas habe – das muss ich denen wohl nochmal lang und breit in einem Einschreiben erklären…
    Ad Astra

  2. rai30 Says:

    @ Prospero

    Frag mal die Rheinische Pest! Die schreiben was von einem Heizkostenanteil. Noch kenne ich mich mit HARTZ IV nicht so gut aus. Ich weiß nur, dass ich von den Beträgen garantiert keine Familie ernähren kann!

  3. nobby Says:

    Egal, wie man es dreht und wendet, wer sich über unseren Sozialstaat aufregt, scheint globale Realitäten ausklammern zu wollen.

    Mehr als die Staaten Westeuropas zahlt KEIN Staat weltweit für arme Bürger.

    Es geht nicht um das gedanklich machbare, sondern um das faktisch finanzierbare, ohne diejenigen zu vertreiben, die durch ihre Transferleistungen das Sozialsystem am Leben halten.

    Es geht auch nicht um das, was uns gefällt oder nicht gefällt.

    Die richtig Reichen Westeuropas sind schon lange fiskalisch gesehen weg, wenn die Steuerlast so bleibt, wird auch der Mittelstand versuchen zu fliehen.
    In der Geschichte zeigt sich, dass Kapital in Minuten reagieren kann, Staaten aber nur in Jahren!

    Zur Zeit hängt unsere Alters- und Medizinversorgung am seidenen Faden. Wenn diese Systeme zusammenbrechen, ist HARTZ IV unser geringstes Problem.

  4. rai30 Says:

    @ nobby

    Was habe ich von den „globalen Realitäten“ wenn ich meine Familie nicht ernähren kann?!
    Und Reiche gibt es durchaus noch, sie sind nicht alle weg! Aber sie verweigern sich dem Sozialsystem!

    Was mich aber wirklich ärgert ist der Umstand, dass heute immer mehr Arbeitsplätze nur auf Hungerlohnbasis bestehen und Arbeitnehmer trotz Arbeitsstelle auf staatliche Hilfe (HARTZ IV) angewiesen sind. Mit dem Ergebnis, dass noch nie soviele Menschen von staatlicher Fürsorge abhängig waren. Denn bei „HARTZ IV“ landen wir eventuell alle mal wenn es so weitergeht mit Rentenkürzung und Ausweitung von Hungerlöhnen!


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