Kleingeld

Wofür arbeite ich eigentlich?! Was nützt mir ein solcher Arbeitsplatz?!

Das war ein Schock als ich die Post öffnete und die Lohnabrechnung sah: ganze 372 EURO Monatslohn kriege ich da raus. Weil im Januar nichts los war hat mich mein „werter“ Arbeitgeber, dem ich am liebsten das Büro xxxxxxxx jagen würde, zu hause warten lassen. Trotz ständigen Nachfragens wurde ich nicht zum Dienst bestellt. Aber anstatt wegen Arbeitsmangels zu kündigen hat man mich mit Ausreden und falschen Hoffnungen hingehalten! Die ganze Zeit durfte ich mich bereit halten um jetzt einen absolut schäbigen Hungerlohn zu bekommen!

Nun darf ich wohl zum ersten Mal in meinem Leben mit „HARTZ IV“ Bekanntschaft machen. Es sei denn mein Arbeitgeber lässt sich wirklich was einfallen denn ich habe ihm klar gesagt, dass ich nun kein Geld mehr für Benzin habe und nicht weiß ob ich es noch schaffe zur Arbeit zu kommen. Im Übrigen ist mein Wagen jetzt auch kaputt! Ab sofort!

Doch der Bereichsleiter vertröstet mich schon wieder und faselt was von Gesprächen mit der Geschäftsleitung und möglichen Fehlern in der Abrechnung nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich diese Abrechnung als Kündigungsgrund ansehe und nicht mehr zur Arbeit kommen kann da mein Autotank leer ist. Am Montag soll alles geklärt werden höre ich da. Offenbar nur damit ich meinen Dienst auch übers Wochenende weitermache. Ich spüre nur noch Wut in mir!

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Abzocker Nokia

Da können Wirtschaftsvertreter und Manager noch so sehr die „freie Marktwirtschaft“ loben und vor staatlicher Regulierung warnen, die millionenschweren Subventionen vom Staat nehmen sie gerne und rücken sie auch trotz milliardenschweren Rekordgewinn nicht wieder raus!

Und so ist es eben auch normal, dass ein Unternehmen trotz Rekordgewinn einen profitablen Produktionsstandort schließt, die Leute auf die Straße schmeißt und in Billiglohnländer zieht um dort billiger zu produzieren und nochmal Subventionen zu kassieren!

Wirtschaftslobbyisten finden das sicher ganz normal und üblich, ich finde es asozial weil rücksichtslos gegenüber den Arbeitnehmern, die den Rekordgewinn erwirtschafteten! Vielen bleibt nur die Arbeitslosigkeit oder ein Hungerlohnjob als Perspektive!

Übrigens ist nächste Woche Samstag am 16. Februar eine Menschenkette am Nokia-Werk in Bochum vorgesehen. Und zur Zeit finden auch ständig Mahnwachen statt. Die Arbeitnehmer wehren sich so gut sie können gegen ihren Abstieg. Aber die Chefetage wird es wohl nur dann kümmern wenn es Folgen für den Absatz hat und damit auch für zukünftige Gewinne!

Infos über weitere Prostestaktionen finden sich auf dem Blog des Homberger Signals!

Protest gegen Nokia

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