372 EURO Monatslohn!!! Ich möchte wieder arbeitslos sein!

8. Februar 2008

Kleingeld

Wofür arbeite ich eigentlich?! Was nützt mir ein solcher Arbeitsplatz?!

Das war ein Schock als ich die Post öffnete und die Lohnabrechnung sah: ganze 372 EURO Monatslohn kriege ich da raus. Weil im Januar nichts los war hat mich mein „werter“ Arbeitgeber, dem ich am liebsten das Büro xxxxxxxx jagen würde, zu hause warten lassen. Trotz ständigen Nachfragens wurde ich nicht zum Dienst bestellt. Aber anstatt wegen Arbeitsmangels zu kündigen hat man mich mit Ausreden und falschen Hoffnungen hingehalten! Die ganze Zeit durfte ich mich bereit halten um jetzt einen absolut schäbigen Hungerlohn zu bekommen!

Nun darf ich wohl zum ersten Mal in meinem Leben mit „HARTZ IV“ Bekanntschaft machen. Es sei denn mein Arbeitgeber lässt sich wirklich was einfallen denn ich habe ihm klar gesagt, dass ich nun kein Geld mehr für Benzin habe und nicht weiß ob ich es noch schaffe zur Arbeit zu kommen. Im Übrigen ist mein Wagen jetzt auch kaputt! Ab sofort!

Doch der Bereichsleiter vertröstet mich schon wieder und faselt was von Gesprächen mit der Geschäftsleitung und möglichen Fehlern in der Abrechnung nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich diese Abrechnung als Kündigungsgrund ansehe und nicht mehr zur Arbeit kommen kann da mein Autotank leer ist. Am Montag soll alles geklärt werden höre ich da. Offenbar nur damit ich meinen Dienst auch übers Wochenende weitermache. Ich spüre nur noch Wut in mir!

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4 Antworten to “372 EURO Monatslohn!!! Ich möchte wieder arbeitslos sein!”

  1. Marxty Says:

    Hallo, wenn ich richtig mitbekomme habe, bist du doch bei einer Zeitarbeitsfirma. Wenn die keinen Auftrag für dich haben, dann müssen sie dir trotzdem den Lohn weiterzahlen, entweder durch aufbrauchen deines Zeitkontos oder wenn da nichts ist, aus ihrer Tasche. Oder halt kündigen. Leg da mal schön Einspruch ein

  2. Prospero Says:

    Ich glaube Rai hat diverse Angebote bekommen, aber momentan ist er noch beim alten Arbeitgeber. War das nicht auch so, dass du nicht von selbst kündigen dürftest laut Gewerkschaft?
    Ad Astra

  3. Beobi Says:

    Lieber Rai,
    ich denke mal, es handelt sich um die Abrechnung 1/08. Heb‘ Dir den Briefumschlag mit dem Poststempel auf! (heute ist ja schon der 8.2.)
    Ich kann Dir nur raten:
    a) Vertrag und Abrechnung schnappen und am Montag zur ver.di Rechtsberatung gehen, und prüfen lassen, ob man dagegen klagen kann.
    b) Bei der ARGE auflaufen und ergänzende Leistungen beantragen – auch möglichst Montag.
    c) Zur Beratung für Berufstätige beim Arbeitsamt gehen (Donnerstagnachmittag). Deinen Fall schildern und sich erkundigen, ob es in diesem Härtefall möglich ist, dass Du selbst kündigen kannst. Lass‘ Dir bescheinigen, dass sie Dir nicht die Leistungen für drei Monate sperren.
    Wegen ver.di kannst Du mich ja anrufen oder mir mailen.
    LG
    Beobi

  4. rai30 Says:

    Tja liebe Leute,

    ich habe mich entschlossen zu kündigen, denn aus dem Vertrag komme ich wohl anders nicht heraus! Denn auch die Gewerkschaft hat mir vor zwei Monaten gesagt, dass das rechtens ist wenn der Arbeitgeber bei fehlender Arbeit nur einen kleinen Mindeststundensatz auszahlt.

    Das hat ver.di sogar selbst mitunterzeichnet in einem der miesesten Tarifverträge dieser Republik. Eine Schande für jeden Gewerkschafter! Niemals werde ich bei ver.di eintreten wenn die so elendige Tarifverträge abschließen. Sollten sich was schämen so was zu unterzeichnen! Ist eben doch eine Gewerkschaft für den öffentlichen Dienst und nicht für Hungerlöhner. Wenn Gewerkschaften solche Hungerlöhne und miesen Arbeitsbedingungen absegnen sind sie in meinen Augen keine Vertreter von Arbeitnehmerinteressen!

    Wahrscheinlich muss ich eine Zeit ohne Geld auskommen bis ich möglichst schnell woanders was finde, aber bei einem Arbeitgeber zu bleiben der mir keinen menschenwürdigen Lohn zahlt ist für mich unerträglich. Wahrscheinlich werde ich meinem Arbeitgeber einen äußerst unangenehmen Besuch abstatten und ihm meine Kündigung lautstark auf den Tisch werfen nachdem ich alle Kollegen informiert habe. Mehr kann man in einer solchen Situation nicht machen. Denn leider ist es in dieser asozialen Wirtschaftsordnung erlaubt Arbeitnehmer mit Hungerlöhnen nach Hause zu schicken.


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