„Ich bin auch nur ausgeliehen…!“

9. April 2008

Die Arbeit ruft

Es wird hart und lange im Betrieb gearbeitet, besonders wenn neue Produktionsanlagen errichtet werden. Das heißt für viele Arbeiter jede Menge Überstunden kloppen!

Auf meinen Kontrollgängen im Areal komme ich auch öfters mit den Arbeitern ins Gespräch, und da höre ich auch schon mal Sätze wie „Heute reichts mir, 12 Stunden sind genug!“ Bisher dachte ich immer, dass es nur im Wachgewerbe regelmäßig 12-Stunden-Schichten gibt. Aber auch Schweißer, Elektriker, Schlosser und Anlagenbauer müsen wohl bei Termindruck mal 12 Stunden oder sogar mehr arbeiten.

Auf die Frage von mir ob das denn überhaupt erlaubt sei kriege ich die Antwort „wo kein Kläger, da kein Richter„. Mehr Leute einzusetzen um die Arbeit besser aufzuteilen und ein Mehrschichtsystem um extrem lange Arbeitszeiten zu vermeiden ist wohl unrealistisch. Jedenfalls meint der sehr erschöpft wirkende Kollege nur „Ich bin auch nur ausgeliehen. Das bestimmen andere wie lange wir arbeiten müssen. Dafür können die uns von ein auf den anderen Tag wieder nach Hause schicken!„.

Für „Fremdfirmenmitarbeiter“ gelten Arbeitsschutz- und Arbeitszeitgesetze wohl nicht so sehr! Dafür dürfen sie aber mit weniger Geld glücklich werden und in der Kantine ordentlich mehr bezahlen.

Teuer Essen für Arme!

Es lebe die Klassengesellschaft!

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