Die Arbeit ruft!

Ich brauche so dringend Geld, dass ich dafür nun auch meinen Sonntag 12 Stunden auf der Arbeit verbringe! Die Firma kommt mir nach meinen heftigen Beschwerden über die niedrige Lohnzahlung nach Vermittlung des Betriebsrates zwar finanziell entgegen und verspricht jetzt auch ausreichend Arbeitsstunden, aber trotzdem muss ich daran denken, dass spätestens im Juni schon wieder der alte Ärger losgehen wird! Zudem habe ich diese Versprechen auch schon vor zwei Monaten gehört!

Vielen Kollegen geht es ähnlich, und einer soll sogar schon absichtlich die fällige Sicherheitsprüfung vergeigt haben um eine Kündigung zu provozieren weil er sich auch über die niedrigen Lohnzahlungen der letzten Monate geärgert hat. Denn unsere werte Firma weigert sich die Mitarbeiter zu kündigen und hält die Kollegen billig unterhalb des Sozialhilfeniveaus in Reserve.

Telefonisch habe ich heute die Kollegen vom Tor über meinen Auftritt am Freitag beim Chef im Büro informiert und ihnen geraten das Gleiche zu tun! Denn wie heißt es so schön: „Nur das schreiende Baby bekommt die Milch!“ (türkisches Sprichwort). Der Kollege am Tor stimmte mir da auch zu, hatte aber gleichzeitig Angst davor mit den Chef einen Streit zu riskieren. Erst als ich ihm sagte, dass bis Juni jeder Mann gebraucht wird und die Firma bis dahin garantiert niemanden rausschmeißen kann wurde er mutiger. Denn jetzt fehlen schon Leute, die gekündigt haben oder dafür gesorgt haben, dass sie nicht eingesetzt werden können!

Bis Juni können wir also auch Contra geben und mit Kündigung drohen. So lange dauern die Sondereinsätze im Werksgelände. Und bis dahin versuche ich soviel Kohle wie möglich zu verdienen während ich gleichzeitig einen neuen Job suche und meine Lohnklage vorbereite. Die heutige Arbeitswelt ist schon fast zum Kriegsschauplatz geworden!

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Ein Bäumchen für die Zukunft

Der Bürgerverein Haesen und Gerdt hatte die schöne Idee zur einer Aktion „Papa, wir pflanzen einen Baum“ zu der auch viele Familien am Samstagmorgen erschienen.

Eine bunte Kinderschar aus den Kindergärten St. Peter und Liebfrauen hatte da ihre Freude. Es kamen sogar die Vertreter der Provinzpolitik, wobei die SPD aber recht schwach vertreten war! Dafür haben die Linken bei dieser Aktion aufgetrumpft mit ihren eigenen Rotbuchen, die sie für die Aktion spendeten. Als aktiver Bürger im „Homberger Signal“ habe ich beim Pflanzen der kleinen Bäumchen natürlich mitgeholfen. Das hat Spaß gemacht und die Fotos dazu werde ich hier bald reinstellen sobald der Film entwickelt ist! Und der sonst eher konservative Bürgerverein hat sich über diesen aktiven Beitrag auch sehr gefreut.

Wirkliche glückliche Gewinner an diesem Samstagvormittag waren aber die Kinder, die sich in dem leicht schlammigen Boden richtig ausgetobt haben. Schade nur, dass ich meinen Benny nicht mitbringen konnte da er morgens gerne lange schläft.

Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die vielen hundert Bäumchen auch noch groß werden. „Tausend Bäume für den Üttelsheimer See“ sollen in nicht allzu ferner Zukunft den nördlichen Bereich des Uettelsheimer Sees verschönern!

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