Kleingeld

Letzte Woche habe ich mal interessehalber beim Amt für Grundsicherung (früher auch als Sozialamt bekannt) mal nachgefragt ob meine Mutter mit ihrer mickrigen Rente nicht auch einen Anspruch auf Grundsicherung hat!

Doch die Rente meiner Mutter gilt schon als zu hoch. Denn 523 EURO Monatsrente sind nach der asozialen Gesetzgebung in diesem Land schon zuviel Geld! Der Sachbeabeiter rechnete einen Grundsicherungsbedarf von sage und schreibe 422 EURO aus und meinte auch noch allen Ernstes das dies großzügig(!) gerechnet sei! Immerhin weiß ich jetzt, dass die sogenannte „Grundsicherung im Alter“ nichts anderes als „HARTZ IV“ für Rentner ist. Denn weil meine Mutter bei mir zuhause wohnt wird der Mietbedarf auf alle Bewohner verteilt. Selbst mein zweieinhalbjähriger Sohn bekommt da seinen Mietanteil zugerechnet. Das sieht doch ganz nach der berühmt berüchtigten „Bedarfsgemeinschaft“ aus!

Dass meine kranke Mutter gar nicht alleine wohnen kann ist unerheblich. „Da müssen Sie mit der Krankenkasse reden!“ meinte der freundliche Sachbearbeiter. Und mit ehrlichem Bedauern sagte er dann noch dass die Politik diese Regeln gemacht hätte und dass es ja gewollt sei, dass die Familien sich stärker um ihre Angehörigen kümmern um den Staat nicht zu belasten. Nur zu dumm, dass ich selbst mit meinem Hungerlohnjob kaum über die Runden komme und Probleme habe meine Familie durchzubringen.

Wenn ich daran denke wie die aSozialdemokraten vor wenigen Jahren die Einführung dieser „Grundsicherung“ für Rentner als großen sozialpolitischen Fortschritt gefeiert haben wird mir übel. Ich schäme mich heute dafür auch wegen der diversen Rentenkürzungen 18 Jahre lang in einer solchen elenden Partei wie der SPD Mitglied gewesen zu sein!

aSozialdemokraten

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