Leidensfähigkeit – Was Sparmaßnahmen auch bewirken!

25. Mai 2008

Ausblick aus dem Fenster!

Leider hat sich der Gesundheitszustand meiner 82-jährigen Mutter deutlich verschlechtert. Und so liegt sie nun seit zwei Tagen wieder im Homberger Krankenhaus!

Jeden Morgen nach der Nachtschicht besuche ich sie nun. Heute kam ich dabei auch mit ihrer Zimmernachbarin ins Gespräch als ich fragte wo denn das Frühstück bleibe. Da meine zuckerkranke Mutter regelmäßig essen muss um den Zuckerspiegel nicht fallen zu lassen ist das ja auch medizinisch wichtig. Die Nachbarin meinte nur, dass es an Sonntagen sogar normal sei, dass nur Frühstück und Abendbrot ausgegeben würde. Und die Dame ist ebenfalls zuckerkrank und fühlte sich auch schon flau nach längerem Warten auf was Essbares!

Überhaupt war sie auf die Verhältnisse im Krankenhaus nicht gut zu sprechen und deutete an, dass sie die Stationsärztin kaum zu Gesicht bekäme. Es seien viel zuwenig Leute da um sich um die Kranken zu kümmern. Die Krankenkassen hätten nicht genug Geld um auch Hustensaft zu finanzieren meinte sie ernsthaft als ich nach längerem Husten meiner Mutter auf die Idee kam mal bei der Stationsleitung danach zu fragen, „sowas gibt es längst nicht mehr im Krankenhaus„!

Ich weiß nicht ob es stimmt, aber das Personal ist wirklich knapp und hatte viel zu tun. Jedenfalls liefen die Schwestern und Pfleger ziemlich hektisch von einem Zimmer zum anderen und waren sichtbar im Stress. Nach einer Weile des Wartens vor der leeren Stationsleitung gab ich dann auch auf.

Angesichts solcher Verhältnisse kann ich nur hoffen und beten, dass mir das Krankenhaus erspart bleiben wird. Meine Mutter dagegen muss es ertragen sowie die anderen Patienten, dass Ärzte, Schwestern und Pfleger kaum Zeit für sie haben und das Essen auch schon mal verspätet ausgeteilt wird.

Eine Antwort to “Leidensfähigkeit – Was Sparmaßnahmen auch bewirken!”

  1. Schwester Says:

    > Überhaupt war sie auf die Verhältnisse im Krankenhaus nicht
    > gut zu sprechen und deutete an, dass sie die Stationsärztin kaum
    > zu Gesicht bekäme. Es seien viel zuwenig Leute da um sich um
    > die Kranken zu kümmern.

    Hier gibt es mehrere Entwicklungen. Einmal gibt es generell Personalmangel bei Ärzten und Schwestern. Die Arbeit wird schlecht bezahlt. Dann macht der Malteserkonzern seine Gewinne dadurch, eben bei Personal zu sparen. Und durch den Chefarztwechsel laufen zusätzlich Ärzte weg. Die sind nämlich Mangelware und müssen sich mehr alles gefallen lassen.


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