„…„Hartz-IV- Empfänger, Arbeiterinnen, Arbeiter, Rentner und Alleinerziehende im Dreck,…“

Seit es „HARTZ IV“ gibt ist die Armut in diesem Lande explodiert und viele Menschen stehen außerhalb dieser Gesellschaft und unterhalb des Existenzminimums!

Doch es gibt auch Widerstand gegen Ausgrenzung und Entrechtung:

„Hartz-IV- Empfänger, Arbeiterinnen, Arbeiter, Rentner und Alleinerziehende im Dreck,

die Bonzen im Speck“

Die Arbeiterführer Schröder, Clement und Fischer haben uns mittels Agenda 2010 und Hartz-IV das Fell über die Ohren gezogen.

Genosse Sozialdemokrat was sagst Du dazu!

10 Millionen Arbeitslose gibt es in unserem Land. Zu den veröffentlichten 3,434 Millionen Arbeitslosen gehören 350.000 Rentner zwischen 60 und 65 Jahren und 480.000 Vorruheständler nach § 428 SGB III, die, mindestens 58 Jahre alt und meist unfreiwillig in den Vorruhestand gegangen sind, und völlig entnervt am Arbeitsmarkt kapituliert haben. Weiterhin fehlen 1.200.000 Maßnahmeteilnehmer. Es fehlen ca. 80.000 krank gemeldete Arbeitslose und etwa 3,8 Millionen geringfügig Beschäftigte die in sogenannten Minijobs untergebracht sind. Wenn man das alles zusammenrechnet, waren damit über 9,5 Millionen Menschen ohne einen richtigen Arbeitsplatz. Darin sind noch nicht einmal die befristeten Jobs erfasst und die min. 400.000, die irgendwie zwischen den Rost gefallen sind

Genosse Sozialdemokrat, Arbeitslose und Ihr, die ihr am Rande der Gesellschaft lebt,

wollt Ihr noch immer dieser Partei angehören?

Schämt Ihr Euch nicht einer Partei anzugehören die uns Arbeiter schamlos belogen und betrogen hat?

Genosse Sozialdemokrat, Dein Arbeiterführer Beck beschimpft uns als am Rande der  Gesellschaft lebendes Prekariat, danke Euch (a)Sozialdemokraten.

Eure Parteiführer beschimpfen uns und unsere Kinder als bildungsferne Masse und nicht mehr den Ansprüchen der Gesellschaft vermittelbar.

Was ist das für eine verkommene Gesellschaft?

Diese hat uns und unsere Kinder erfolgreich mit Hilfe diabolischer Tricks erfolgreich von der Bildung ferngehalten.

Arbeiterführer Beck sagt: „Kein Kind soll von einem Essen ausgeschlossen werden, weil es sich seine Eltern nicht leisten können.“

Stell Dir vor Du gibst Deinem Kind bis zum Alter von 13 Jahren nur so viel zu essen und zu  trinken, wie es im Säuglingsalter bekommen hat.

Wenn die Presse das erfahren würde, würde sie Ihre Verantwortungslosigkeit anprangern und  mehr  Kontrollen durch Jugendämter und Ärzte fordern.

Was aber, wenn CDU, SPD, FDP und  Grüne dasselbe machen?

Diese Parteien haben nämlich 7 bis 13-jährigen Schulkindern aus Hartz IV-Familien  keinen  höheren Bedarf zugestanden als Säuglingen. Vor Hartz IV bekamen sie noch rd. 20% mehr. 7 bis 13-Jährigen sind erhebliche Mittel für Essen und Trinken entzogen worden.

Wenn sich Eltern beklagen, dass sie zu wenig Geld für ihre schulpflichtigen Kinder bekommen, hören sie von gutverdienenden VertreterInnen der Hartz IV-Parteien, sie müssten sich das Geld eben besser einteilen.

Kinder im Alter von 7 bis 13 brauchen im Schnitt rd. 2.050  kcal  an  Energiezufuhr pro Tag,  Kinder  unter 7 nur 1.250.  Die Bundesregierung stellt Kindern unter 14  für  den täglichen  Ernährungsbedarf aber nur  die Einheitssumme von 2,28 Euro pro Tag zur Verfügung. Altersgerechte Förderung? Pustekuchen.

Für gesunde Ernährung brauchen Menschen 2,16 Euro pro 1.000  kcal, wenn sie den  Energiewert von Lebensmitteln zu 100%  nutzen. Kinder von 7 bis 13 Jahren bräuchten 4,43   Euro

Wie sollen Eltern 2,28 Euro einteilen, um den Bedarf an gesunder Ernährung in Höhe von 4,43 Euro zu decken?

Wachstumsbedarf von Kindern ab 14 gestrichen. Kinder hören bekanntlich erst zwischen 16  und 19 Jahren auf zu wachsen. Deshalb wurde bisher anerkannt, dass Kinder bis 18 einen höheren Bedarf als Erwachsene haben. Die Hartz IV-Parteien haben das abgeschafft. Sie setzen den Bedarf von Heranwachsenden mit dem von erwachsenen Haushaltsangehörigen gleich und gestehen ihnen nicht mehr  90%, sondern nur noch 80% des Eckregelsatzes zu. Sie meinen also, dass man ab 14 nicht mehr wächst.

Die Gleichsetzung des Bedarfs von Schulkindern und Säuglingen war die Regel in der Weimarer Republik zur Zeit des Faschismus und in der Nachkriegszeit. Erst mit Einführung  des Bundessozialhilfegesetzes im Jahre 1962 wurde diese kinderfeindliche Praxis aufgegeben. Die Nicht-Anerkennung des Wachstumsbedarfs von Schulkindern seit Hartz IV ist ein Schritt zurück in die Vergangenheit.

In einer Klassengesellschaft, in der Millionen Familien von Armutslöhnen leben, in Existenzunsicherheit und beengten Wohnverhältnissen, in Unwissenheit gehalten durch die Medien, die Parteien des Kapitals und das Bildungssystem, eingeschüchtert durch die Abhängigkeit von den Käufern ihrer Arbeitskraft, kann es für die Kinder, die in solchen Verhältnissen leben, keine gleichen Bildungschancen mit den Kindern der Familie von Frau von der Leyen und ihresgleichen geben.

„Hartz-IV- Empfänger, Arbeiterinnen, Arbeiter wollt Ihr warten bis Eure Kinder

wegen Nahrungsmangel bzw. einseitiger Ernährung einen Dachschaden bekommen.

Deshalb steht auf und geht mit uns jeden Montag auf die Straße.

Entscheidet Euch!

Kommt am 08.11. 2008 nach Berlin zur 5. bundesweiten Demonstration gegen die Regierung,

Hans-Jürgen Vollmer, Berliner Montagsdemo

Ich weiß noch nicht ob ich extra nach Berlin fahren werde, denn heute entscheidet sich wahrscheinlich ob ich ab 1. September arbeitslos sein werde. Aber ich werde auf jeden Fall hin und wieder bei der Duisburger Montagsdemo vor dem Lifesaver vorbei schauen! Die ist jeden Montag ab 18:00 Uhr! Das ist nicht so weit!

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