Zuckerfest — Seker Bayram

30. September 2008

Heute ist der Fastenmonat Ramazan zu Ende gegangen und alle Muslime feiern das mit dem sogenannten „Zuckerfest“ (Seker Bayram).

Das ist ein Fest, dass man mit Familie, Freunden und guten Nachbarn zusammen feiert. Für die Kinder bedeutet es jede Menge Süßigkeiten und Geschenke, vergleichbar mit Weihnachten.

Ich habe zwar aufgrund meiner Arbeit nicht viel Gelegenheit zum Feiern, aber die Süßigkeiten genieße ich trotzdem!

Die Banken sind in Not! Und damit auch das ganze System mitsamt Wirtschaft! Deswegen werden jetzt von unserem besonders „fähigen“ Finanzminister Steinbrück(aSozialdemokraten) auch nochmal 35 Milliarden EURO verbraten!

Der gleiche „fähige“ Bundesfinanzminister hat ja schon Erfahrung darin den Spekulanten bei der staatseigenen KfW und IKB das Geld hinterherzuwerfen. So sieht heute Marktwirtschaft aus: wir die dummen Steuerzahler sollen für den Schaden gerade stehen den die Banker offenbar unkontrolliert angerichtet haben. Seien es diverse Landesbanken oder aber eben die KfW, auf einmal ist nun doch der Staat gefragt.

Als ob die staatlichen Zuschüsse für den ganzen „Riester“-Humbug nicht schon genug Geld in die Kassen der Spekulanten gespült hätten wird heute mal eben ganz schnell von unserer asozialen Bundesregierung der Beschluss gefasst für eine private(!) Hypothekenbank Verluste in Höhe von sagenhaften 35 Milliarden EURO abzusichern. Mit unserem Steuergeld natürlich!

Früher habe ich mal geglaubt, dass die Unternehmen für ihre Verluste haften und Verantwortliche bei Misswirtschaft zur Rechenschaft gezogen werden. Jeder einfacher Arbeitnehmer wäre wohl fristlos gefeuert worden wenn er auf seiner Arbeit solche Schäden anrichten würde. Aber die Nieten in Nadelstreifen bekommen selbst bei Entlassung noch großzügige Übergangsgelder und „Bonus“!

Jeder Normalsterbliche würde fragen was die Verursacher, also die Spekulanten beitragen müssen um wenigstens eine kleinen Teil der Verluste gut zu machen, aber ich habe noch nicht gehört, dass irgendwelchen Bankdirektoren und Fondsmanagern die Villa oder das Mercedes Coupe gepfändet wurde.

Warum auch, unsere Kapitaldiener in der Bundesregierung haben ja kein Problem damit etliche Milliarden an Spekulanten zu verschwenden! Möglicherweise ist das ja auch nur ein Anfang was an möglichen Pleiten noch auf uns zukommt.

Wenn ich daran denke, dass im Frühling monatelang darüber diskutiert wurde ob das Kindergeld erhöht werden kann werde ich richtig wütend auf diese verlogene Bande von Kapitaldienern namens Bundesregierung! Für 2 Milliarden EURO wurde eine richtige Grundsatzdiskussion geführt und auf die Lage des Bundeshaushaltes verwiesen. Aber die 9 Milliarden für die KfW und IKB sowie heute die 35 Milliarden Euro für die private Hypothekenbank werden ganz schnell mal eben beschlossen! Das zeigt einmal mehr in wessen Auftrag unsere politische „Elite“ handelt!

Hoffentlich vergessen die Menschen das nicht so schnell!

Deutschland im Herbst

29. September 2008

Was ist los im deutschen Herbst des Jahres 2008?! Es gibt kein Normalbenzin mehr, die CSU regiert nicht mehr allein in Bayern, vielleicht sogar bald gar nicht! Und die sonst markthörigen Banker schreien nach staatlicher Hilfe und haben Angst vorm Markt!

Das ist irgendwie ein seltsam anmutender Herbst mit seinen vielen Veränderungen. Dabei ist das fehlende Normalbenzin an der Tankstelle noch die kleinste Neuerung! Beim Studieren der Nachrichten zeigt sich vor allem wie nun auch der Kapitalismus und seine mächtigsten Divisionen, die Banken und Finanzdienstleister nun um ihre Existenz kämpfen müssen weil die Spekulationsblasen platzen und Billionen im Nirvana verschwinden!

Kurzum die alten Parolen von „heilenden Kräften des Marktes“ und den Segnungen der Marktwirtschaft haben ziemlich viel Glaubwürdigkeit verloren. Da denke ich bei schönem Herbstwetter lieber an regulierte Märkte und Finanzminister, die nun ihre eigene Unfähigkeit vorgehalten bekommen staatseigene Banken zu kontrollieren. Niemand glaubt jetzt noch an die Fähigkeiten der Kapitaldiener und daran, dass Privatvorsorge wirklich das bessere System sei um seinen Lebensabend zu sichern und das Gesundheitssystem zu finanzieren.

Eigentlich finde ich sind das gute Voraussetzungen um die ganze jahrelange Kapitalpropaganda in den Massenmedien mitsamt ihrer Auftraggeber der Lächerlichkeit preiszugeben. Jeder, der logisch denken kann müsste nun merken, dass wir alle über viele Jahre mithilfe der konzertierten Aktion aus Politik und Kapitalmedien dazu gebracht wurden unser Geld auf Jahrzehnte hinaus in „Riester“-Verträgen den Bankern zum Spekulieren zur Verfügung zu stellen ohne wirklich sicher sein zu können, dass wir es auch in 30 oder 40 Jahren in Form von mickrigen Zusatzrenten wiedersehen.

Lasst uns also unser weniger werdendes Geld lieber in Sparstrümpfen verstecken oder Bundesschatzbriefe kaufen, dann gehört uns den kleinen Bürgern irgendwann ja vielleicht auch dieses Land und wir können dem Finanzminister und seiner Regierung kündigen!

Ein schöner Gedanke bei dem herrlichen Herbstwetter!

Bei den „NachDenkSeiten“ gibt es übrigens auch einen passenden Artikel zum Thema:

„Washington Mutual bricht zusammen“

CSU ist nicht mehr Bayern!

28. September 2008

Das ist doch mal eine gute Nachricht: sogar die Bayern werden vernünftig und beenden die jahrzehntelange Alleinherrschaft der CSU-Amigos!

Das hätte vor kurzem kaum noch einer für möglich gehalten, dass die allmächtige CSU, die ja schon fast mit Bayern gleichgesetzt wurde so tief stürzen kann. Offenbar haben auch die Menschen in Bayern erkannt, dass es genug ist mit der Speziewirtschaft. Für die Demokratie kann das nur gut sein wenn absolute Mehrheiten nicht mehr sicher sind und selbst ewig sichere Hochburgen von den Wählern gestürzt werden!

Interessant, dass auch die verlogenen aSozialdemokraten mit ihren mickrigen 18% keinen Vorteil aus dem CSU-Dilemma ziehen konnten. Die Leute wissen schon, dass die SPD für die kapitalhörige Politik auch mitverantwortlich ist! Große Gewinner waren interessanterweise die „Freien Wähler“, ein Hinweis dafür, dass die Menschen wohl generell den Parteien misstrauen und Wählergemeinschaften durchaus Chancen haben wenn sie attraktive Konzepte anbieten.

Schade finde ich nur, dass die Linke es knapp nicht in den bayerischen Landtag geschafft hat. Bayern ist für Linke eben ein schweres Pflaster und die „Freien Wähler“ mit ihrem sehr guten Ergebnis haben wohl viele enttäuschte Wähler an sich gezogen. Nun bin ich ja mal gespannt was für Konstellationen in Bayern möglich werden und ob es wirklich auch zu einem Politikwechsel kommt!

Da habe ich wohl zuviel verraten als ich schrieb, dass mein anonymer Informant wahrscheinlich auf der Vorstandsebene tätig sei…

Jedenfalls habe ich nun erfahren, dass bei der Glunz AG hektisch nach der undichten Stelle gesucht wird, der ich meine Infos über die nun kurz bevorstehende Schließung des früheren „Hornitex“-Werkes zu verdanken habe. Das wird nun wohl auch zu einer früheren öffentlichen Erklärung führen da jetzt auch die Belegschaft Wind von der Sache bekommen hat.

Ich habe mich auch schon gewundert warum ich auf einmal von einem Tag auf den anderen über 40 Leser mehr auf diesem Blog hatte, die sich laut Blogstatistik für die „Hornitex“-Artikel interessierten. Nur, liebe Vorstandsmitglieder der Glunz AG, wenn Sie schon so eifrig bei mir mitlesen, warum lassen Sie nicht auch wenigstens mal einen Kommentar dazu hier stehen. Ist das so schwer?!

Ich bin jetzt auf jeden Fall neugierig mal was offizielles vom Unternehmen zu hören, die Infos von meinem anonymen Tippgeber scheinen ja zu stimmen. Also rufe ich mal morgen früh beim Betriebsrat im „Hornitex“-Werk an und frage ganz offiziell nach was denn nun Sache ist!

Der Herbst bringt naturgemäß eine menge fallende Blätter mit sich. Sowie fallende Bankkurse und platzende Immobilienfonds!

Die Blätter kann man aber wenigstens wegfegen und durch die Wirtschaftsbetriebe wegbringen lassen. Aber was uns die Spekulanten und ihre unfähigen Kapitaldiener in der Politik eingebrockt haben werden wir wohl nie so ganz durchschauen können!

Ich nutze daher lieber den Herbst in meiner freien Zeit für Aktivitäten mit meinem Sohn. Auch wenn die 12-Stunden-Schichten wenig Zeit dafür lassen. An Geld denke ich eh nicht mehr und unserer unfähigen „Elite“ in Politik, Wirtschaft und Medien sollten wir alle nicht mehr vertrauen.

Diese Finanzkrise hat da vielleicht sogar was Gutes bewirkt wenn wir alle nun sehen von was für unfähigen Kapitaldienern wir in Berlin regiert werden und das man den Managern besser nicht huldigen sollte! Bei einem Herbstspaziergang bei schönem Wetter können wir ja mal alle darüber nachdenken!

Ausgerechnet wenige Monate vor den Kommunalwahlen scheint das Stadtteilblogging einzuschlafen! Oder liegt es an den Wahlen? Oder ist die Lust am Schreiben vergangen?…..

Ich habe dazu einen Gastbeitrag auf dem „Homberg-Duisburg“-Blog von Tenrix geschrieben:
http://homberg-duisburg.blog.de/2008/09/24/gastbeitrag-geht-stadtteilblogging-4772497

Dort habe ich mein Unbehagen über das langsame Einschlafen des Stadtteilbloggings in Homberg, Hochheide und den Haesen zum Ausdruck gebracht!

„Hornitex“-Ende ist nah!

23. September 2008

Es geht wohl nun dem Ende zu: mein Informant hat sich nach Monaten wieder gemeldet und mitgeteilt, dass morgen der Aufsichtsrat der Sonae wahrscheinlich das baldige Ende des ehemaligen „Hornitex“-Werkes in Duisburg-Baerl beschließen wird!

Er nennt mir zwar nicht seinen Namen aber wenn ich ihn richig verstanden habe ist er selbst auf der Vorstandsebene tätig und kennt die internen Entscheidungsabläufe ganz gut, jedenfalls habe ich einige Merkwürdigkeiten erfahren wie das geplante „Freistellen“ der Mitarbeiter um das Werk eventuell noch dieses Jahr zu schließen.

Die Beschäftigten werden dann mit gekürzten Löhnen zuhause bleiben und zusehen dürfen wie ihr eigentlich recht produktives Werk geschlossen wird weil entschieden wurde mit weniger Produktionsstätten noch effizienter zu produzieren. Vorrausgesetzt natürlich die Info stimmt!

Angeblich tut der Sonae-Konzern das alles um seinen dramatisch gefallenen Aktienkurs wieder zu stabilisieren und drastische Gewinneinbrüche zu kompensieren. Wahrscheinlich ist die kurz bevorstehende Beschäftigungslosigkeit der Mitarbeiter im ehemaligen „Hornitex“-Werk dann auch eine Folge der derzeitigen Finanzkrise und gestiegener Rohstoffpreise.

Falls das wirklich so eintrifft ist das für die noch verbliebenen Mitarbeiter im Werk in Gerdt eine traurige Nachricht! Morgen wird sich ja zeigen ob das wirklich so eintrifft!

Rot ist die Hoffnung?!

22. September 2008

Rot ist eine schöne intensive Farbe! Rot soll ja auch symbolisch für Liebe, Brüderlichkeit und fortschrittliche Politik stehen!

Warum schreibe ich das jetzt wohl? Irgendwie weiß ich nicht wie ich mich bei der nächsten Kommunalwahl verhalten soll: die SPD in Duisburg kann man voll vergessen, durch und durch asozial eingestellt und zentral von einem rechten „Seeheimer“ und seinen Gehilfen beherrscht. Die Duisburger Linke macht zwar viel gute Arbeit, viele Anträge finde ich auch durchsetzungswürdig, aber ich befürchte, dass die Duisburger Linke sich dazu hergeben könnte die alte asoziale Beton-SPD mit ihrem „Seeheimer“-Chef wieder im Rathaus ans Ruder zu bringen!

Eine schwierige Situation für die es wohl keine Lösung gibt solange die SPD nicht wieder lernt sozialdemokratisch zu sein und mit der asozialen „Reform“politik zu brechen oder die Linke alleine mehrheitsfähig wird, was aber etwas unrealistisch sein dürfte.

Als politisch aktiver parteiloser Bürger frage ich mich also wie ich dazu beitragen kann bürgernahe fortschrittliche Politik in Duisburg zu verwirklichen?! Die Lösung ist sicher nicht einfach, ich weiß nur es muss irgendwie ohne die aSozialdemokraten gehen, und natürlich auch ohne die Rechten, denn die werden leider auch bei der nächsten Kommunalwahl auftreten.

Wahrscheinlich kann man nur wieder hoffen, dass es auch im nächsten Rat für keine der großen Parteien eine klare Mehrheit gibt und kleine Parteien und Wählergemeinschaften die Mehrheiten sichern müssen. Die nächsten Monate werden spannend wenn sich zeigt wer da mit welcher Mannschaft auftritt.

Vielleicht trete ich sogar wieder mit der DaL an um im Rathaus für mehr Bürgernähe zu sorgen und die üblichen politischen Frontenstellungen zu überwinden. Aber linke Politik will ich so natürlich auch verwirklichen.

Vielleicht höre ich aber für einige Jahre auch ganz mit der Politik auf und widme mich meiner Familie, spätestens im Dezember werde ich mich entscheiden müssen. Bis dahin überlege ich…

Bei der Duisburger SPD liegen nun die Nerven blank: der „Pflug“-Block hat auf dem Parteitag die derzeitige Bundestagsabgeordnete Weis geschasst und auch viele nicht genehme Ratskandidaten kalt gestellt. Und nebenbei sind nun zwei amtierende Ratsherren der SPD-Fraktion im Duisburger Ratshaus verlustig gegangen!

Kurzum ein Hauen und Stechen um die Mandate mit aktiver intriganter Beteiligung der SPD-Spitze, die nun ihr missliebige Mandatsträger in die Wüste schickt! Das Ganze wird dann auch noch wohlwollend von der SPD-Propagandaabteilung des WAZ/NRZ-Monopols begleitet und jeder Hintergrund einfach ausgeblendet!

Dabei sollten die Bürger ruhig wissen, dass die Duisburger SPD sich in zwei Lager teilt: die Pflug-Getreuen um den derzeitigen Bundestagsabgeordneten Pflug (auch „Fluch“ genannt), der im rechten „Seeheimer Kreis“ tätig ist, und die alte Zieling-Garde um den abgewählten Stadtdirektor und Möchtegern-OB Brandt sowie die Landtagsabgeordnete Walsken und die Noch-Bundestagsabgeordnete Weis.

Und es rummst ordentlich und zerreist die Duisburger aSozialdemokraten so heftig, dass nicht wenige SPD-Mitglieder ihre Partei so beschädigt sehen, dass der nächste Wahlkampf eigentlich schon jetzt erledigt ist. Denn sowas wie eine Basis gibt es jetzt kaum noch. Jetzt laufen auch die wenigen verbliebenen Aktiven weg und der Möchtegern-OB Brandt muss sich wohl mit Geld und Geschenken seine eigene Wahlkampftruppe zusammen stellen. Das ist auch eine Strafe für eine solche Partei Wahlkampf zu machen, die sogar ihre guten Leute in die Wüste schickt um prinzipienlose Karrieristen aufs Schild zu heben!

Um Petra Weis tut es mir sogar ein bischen leid, denn wenn sie auch die falsche asoziale „Reform“politik mitgetragen hat, so war sie doch auch aktiv für ihre Heimatstadt in Duisburg in Berlin tätig und konnte zumindestens auch menschlich mit Andersdenkenden umgehen, ganz im Gegensatz zu einem Hans Pflug, der sich als rechter „Seeheimer“ in Duisburg nur durch Intrigen seiner Helfer Jäger, Link und Bas hervortat und seit langem den Plan verfolgte alle nicht genehmen „Genossen“ aus Ämtern und Funktionen zu drängen!

Überhaupt ist nun gerade die Duisburger SPD zu einem Haufen der angepassten Schleimer verkommen, die ohne eigene Ideen, geschweige denn inhaltliche Prinzipien, nur noch nachäffen was ihnen von oben vorgeben wird. Bis auf ganz wenige Ausnahmen echte karierregeile aSozialdemokraten eben, ganz dem Interesse des Kapitals und ihrer Parteispitze verpflichtet was auf dasselbe herauskommt.

Der einzige, der sich in Duisburg freuen kann, ist unser OB Sauerland, der von einem verbrandten Kandidaten einer gespaltenen Partei kaum noch was zu befürchten hat außer hohlem Geschwätz und vielen leeren Versprechungen!

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