CSU ist nicht mehr Bayern!

28. September 2008

Das ist doch mal eine gute Nachricht: sogar die Bayern werden vernünftig und beenden die jahrzehntelange Alleinherrschaft der CSU-Amigos!

Das hätte vor kurzem kaum noch einer für möglich gehalten, dass die allmächtige CSU, die ja schon fast mit Bayern gleichgesetzt wurde so tief stürzen kann. Offenbar haben auch die Menschen in Bayern erkannt, dass es genug ist mit der Speziewirtschaft. Für die Demokratie kann das nur gut sein wenn absolute Mehrheiten nicht mehr sicher sind und selbst ewig sichere Hochburgen von den Wählern gestürzt werden!

Interessant, dass auch die verlogenen aSozialdemokraten mit ihren mickrigen 18% keinen Vorteil aus dem CSU-Dilemma ziehen konnten. Die Leute wissen schon, dass die SPD für die kapitalhörige Politik auch mitverantwortlich ist! Große Gewinner waren interessanterweise die „Freien Wähler“, ein Hinweis dafür, dass die Menschen wohl generell den Parteien misstrauen und Wählergemeinschaften durchaus Chancen haben wenn sie attraktive Konzepte anbieten.

Schade finde ich nur, dass die Linke es knapp nicht in den bayerischen Landtag geschafft hat. Bayern ist für Linke eben ein schweres Pflaster und die „Freien Wähler“ mit ihrem sehr guten Ergebnis haben wohl viele enttäuschte Wähler an sich gezogen. Nun bin ich ja mal gespannt was für Konstellationen in Bayern möglich werden und ob es wirklich auch zu einem Politikwechsel kommt!

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13 Antworten to “CSU ist nicht mehr Bayern!”

  1. jakobswege Says:

    Meinst Du, wir können von den Bayrischen Wählern lernen?

    Ich behaupte: „Politik ist Gestaltung des Gemeinwesens! Wer daran nicht teilnimmt, haftet persönlich für die Folgen.“

    Es wird zunehmend kein Verständnis mehr dafür geben, dass Schäden durch lokale politische Dummheit und Arroganz regionalisiert und nationalisert werden dürfen.

    Das hat wohl auch der Kreis Wesel begriffen. Leider gelang ihm nicht die zeizdrittel Mehrheit für einen Ausstieg aus dem RVR – der Revier-Geist einer verfilzten SPD im Ruhrgebiet sehnt sich immer noch nach fetten Trögen. Das die fast leer sind, interessiert die alt-gestrigen Genossen mit einem RuhrNormalVerstand nicht.

  2. Sparbanklümmel Says:

    Ich finde daß ist unfair. Was soll ich denn als Genosse machen? Im Revier fehlen hunderte von Ingenieuren und anderen Akademikern. Klar: Unser Ortsverein hat die galoppierende Schwindsucht, die normalen Bürger machen doch längst bei der Kommunalpolitik nicht mehr mit und der Mangel an Qualifizierten kommt auch bei den Parteien an. Und im übrigen war die CDU in Homberg über Jahrzehnte mit dabei – siehe Ratsherr Alois Fischer und Bezirksvorsteherin Hildegard Fischer. Ehrlich gesagt: Die Sache ist doch einfach, über die Jahre haben wir uns als Politik eine Bürgerschaft gezüchtet, die heute vorzüglich zu uns als Mandatsträgern passt. Ich mach trotzdem Politik und wem´s nicht passt, der kann ja abhauen. Scheint nur, dass der Rest es nicht richtig kapiert, wie das geht, obwohl es zehntausende vorgemacht haben. Deshalb bin ich Politiker in Hochheide. Irgendwer muss es ja schließlich machen! Und da bin ich mir sicher, bayrische Verhältnisse mit diesen Wählergemeinschaften gibt es bei uns nicht. Wir waren und sind die SPD im Ruhrgebiet.

  3. Beobi Says:

    @ Rai,
    die Freie Wählergemeinschaft ist eine Abspaltung der CSU – Spitzenkandidatin Frau Pauli. Das ist die, die den Stoiber zu Fall gebracht hat.

    Und neue Konstellationen? Da wird’s wohl nur CSU/FDP geben.

    Und genau das wird es auch nach der Bundestagswahl werden, wenn die WählerInnen weiterhin den neoliberalen Parteien ihre Stimme geben.

    @Sparbanklümmel
    Da muss sich die SPD mal selbst fragen, warum machen normale Bürger nicht mehr mit?

    1. Kann es sein, dass das daran liegt, dass die SPD die Drecksarbeit für die CDU/FDP gemacht hat, indem sie die sozialen Sicherungssysteme zerschlug? Stichworte: Hartz-Gesetze mit Hartz IV, Gesundheitsreform und Rente mit 67. Was dem Lohndumping mit Billiglöhnen, Leiharbeit und 1-Euro-Kräften Tür und Tor geöffnet hat. Nicht zu vergessen die MwSt., Abschaffung der Pendlerpauschale und die Steuerpolitik für die Konzerne und Superreichen.

    2. Kann es sein, dass das auch daran liegt, dass die SPD wie auch CDU/FDP/Grüne sich so sehr auf die „repräsentative Demokratie“ berufen; was nichts anderes heisst als, wählt uns und dann lasst uns 5 Jahre in Ruhe bzw. danach habt ihr 5 Jahre nichts mehr zu sagen.

    3. Macht weiter so – mit Münte habt Ihr dem Rückschritt und der weiteren neoliberalen Politik wieder „aufs Pferd“ geholfen. Holt Euch noch Clement und Schröder zurück und der Absturz ist perfekt.

  4. rai30 Says:

    @ jakobswege

    Ich denke auch, dass das ein gutes Zeichen ist wenn Bürger über Wählergemeinschaften auch direkt ins Geschehen eingreifen. Denn die „Freien Wähler“ sind schon länger dabei und spielen auch in vielen bayerischen Kommunen eine wichtige Rolle.

    Ob es in Bayern mit der FDP und der CSU zwei passende Koalitionspartner gibt ist natürlich noch abzuwarten. Es wäre auch was anderes möglich.

    Wichtig ist das Signal, dass viele Wähler nicht mehr für die Alleinherrschaft einer Partei zu haben sind und auch die Regierenden ordentlich abstrafen können wenn sie nicht auf die einfachen Menschen hören.

    Und nicht zu vergessen: die Rechtsradikalen haben bei dieser Wahl keinen Erfolg gehabt!

  5. rai30 Says:

    @ Sparbanklümmel

    Auch wenn es viele SPD-Funktionäre bis heute nicht wahrhaben wollen: die Zeiten sind auch im Revier längst vorbei als es noch zum guten Ton gehörte SPD zu wählen!

    Eine Partei, die ihre treuesten Wähler, nämlich die Arbeitnehmer und Sozialschwachen dermaßen bestraft hat indem sie ihnen mit einer asozialen „Reform“politik die Leistungen kürzt, zu Hungerlohnjobs zwingt, Renten kürzt und Beitragssätze bei Kranken- und Rentenversicherung in die Höhe treibt und die Verbrauchssteuern erhöht während den Vermögenden gleichzeitig milliardenschwere Steuererleichterungen geschenkt werden hat es verdient ganz tief abzustürzen!

    Da spielt es auch keine große Rolle ob da ein Münte, Steinmeier, Steinbrück (der nicht mal staatseigene Banken kontrollieren kann) oder Clement an der Spitze der aSozialdemokraten steht. Schröder soll ja schon als „Zugpferd“ für die nächsten Wahlkämpfe eingeplant sein.

    Die heutige SPD hat es verdient unterzugehen solange sie nicht endlich kapiert, dass sie für Menschen mit Normaleinkommen Politik machen sollte und nicht für die Apparate und das Kapital.

  6. Tenrix Says:

    Die heutige SPD hat es verdient unterzugehen solange sie nicht endlich kapiert, dass sie für Menschen mit Normaleinkommen Politik machen sollte und nicht für die Apparate und das Kapital.

    Die Bezirksamtleitung (SPD Homberg) ist wahrhaftig ein gut bekanntes „Politisches Gesöcks“, wenn ich einen Spruch des ehemaligen Bezirksvertreters des OV SPD Homberg zitieren darf, wie er als Bezeichnung eines politischen Gegners auf der ersten Seite der WAZ Duisburg abgedruckt wurde.

    Es gibt ein administrativ-politisches Lumpengesindel, dass auf eine Anfrage in der Einwohnerfragestunde des Bezirks antwortet: „Begriff Leistungsträger? Kemmer nich!“ Die betrügerischen Vorgänge der Bezirksamtleitung beim Aufstellungsbeschluss Sportplatz Haesen wurden an anderer Stelle vertieft.

    Nehmen wir die letzten Wahlen, war das eine Ohrfeige für das Madenwerk der sog. großen Volksparteien. Die Systemfuzzies spalten die Nation – gerade dem(ent)okratische Mandatsträger wie das Politehepaar Hildegard und Alois Fischer, CDU Duisburg. Ein Fünftel der Wähler unserer Nation wurden durch Systemfuzzies und Parteiparasiten an die Ränder des politischen Spektrums getrieben.

    Ich erkenne darin eine Parteidem(ent)ographie.

    Deshalb kann ich mir gut bei der nächsten Einwohnerfragestunde in der Bezirksvertretung Homberg,Ruhrort,Baerl die Frage zu stellen: „Wie wurden die Erkenntnisse der Bürgerbefragung durch die Universität Duisburg unter Leitung von Professor Oelschlägen von Euch einfältigen dummen Madenwerk als Systemfuzies, meine lieben Madantsträger, umgesetzt?

    Obwohl ihr damit als Parteidem(ent)okraten völlig überfordert sein werdet, stelle ich die Frage: „Was wollt Ihr für ein „Qualitätsmanagement an der Schnittstelle Bürger | Parteiortsvereinigung tun?“

    Dabei gehe ich davon aus, dass Hermann Grindberg (SPD Homberg) als Rentenhai völlig überfordert ist. Der ehemalige Gesamtschuldirektor der Erich-Kästner-Gesamtschule in Hochheide wurde wegen eines Hirnschadens frühpensioniert und ist jetzt Fraktionschef der SPD Homberg im Bezirksrat.

    Stellt Eure Einwohnerfragestunde! Dazu fordere ich Euch auf. Lasst Euch nicht von Dem(ent)okraten wie den Fischers und Grindberg einlullen!

  7. Tenrix Says:

    Die Bezirksverweser der neuen Dimension könnten wir auch fragen: „Nach welchen Gesetzen haften Sie als Bezirksvertreter der ehemalig großen Volksparteien für die Bezirksschäden Ihrer Politik? Befürchten Sie HOMBERGER PROZESSE nach dem Dreiviertel Reich im Revier?“

    Das politische Verbrechergesindel im Ruhrgebiet hat die 100 Milliarden Subventionen, die von der nationalen deutschen Volksgemeinschaft für das Revier aufgebracht wurden, einfach verschleudert.

    Ich rufe auf zum Kampf gegen das Madenwerk der Systemfuzzies.

  8. Marxty Says:

    *nationalen deutschen Volksgemeinschaft* aua… tiefes Nazijargon *Kotz*

  9. rai30 Says:

    @ Tenrix

    Ich denke mal alle Steuerzahler haben da mehr oder weniger freiwillig Solidarität gezeigt bei der Subventionierung des Ruhrgebietes. Das geht über eine „nationale deutsche Volksgemeinschaft“ weit hinaus!
    Zumal der Terminus auch ziemlich seltsam klingt, um es zurückhaltend auszudrücken!

  10. Tenrix Says:

    Wie lautet denn der Begriff *nationale deutsche Volksgemeinschaft* heute beim geltenden Sprachgebrauch des Madenwerk der Systemfuzzies, diesen DreiDreiviertel-Reich des Reviers?

    Wer interessiert sich für die „neo-NSPD“ im Revier?

  11. Tenrix Says:

    Falsch: Wer interessiert sich für die “neo-NSPD” im Revier?

    Richtig: Wer interessiert sich für die “neo-NSDAP” im Revier?

    Pardon.

  12. Tenrix Says:

    Übrigens: Pogo (RP) ist weg. … nach Xanten scheint´s. Die neue heißt Sandra Kaisers.

  13. Beobi Says:

    @ Tenrix

    Deinen verständlichen Groll auf die örtlichen Politiker in allen Ehren, aber bitte unterlasse doch Deine vermeintlichen Neu-Wort-Kreationen, die ohnehin nur Du verstehst.

    Bei vielen MitbürgerInnen kommen sie überhaupt nicht gut an, erst recht nicht, wenn sie Sprachregelungen aus der Zeit von 1933-1945 wiedergeben.

    Und noch etwas, mehrfach haben wir Dich auch gebeten, menschenverachtende Bezeichnungen wie „Parasiten“ und „Madenwerk“ zu unterlassen, ebenso das Abheben auf körperliche Gebrechen bzw. Krankheiten einzelner Personen. Lieber Tenrix, das ist einfach nur schlechter Stil, und der sollte für Dich als Akademiker doch vermeidbar sein.


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