„Hornitex“-Ende ist nah!

23. September 2008

Es geht wohl nun dem Ende zu: mein Informant hat sich nach Monaten wieder gemeldet und mitgeteilt, dass morgen der Aufsichtsrat der Sonae wahrscheinlich das baldige Ende des ehemaligen „Hornitex“-Werkes in Duisburg-Baerl beschließen wird!

Er nennt mir zwar nicht seinen Namen aber wenn ich ihn richig verstanden habe ist er selbst auf der Vorstandsebene tätig und kennt die internen Entscheidungsabläufe ganz gut, jedenfalls habe ich einige Merkwürdigkeiten erfahren wie das geplante „Freistellen“ der Mitarbeiter um das Werk eventuell noch dieses Jahr zu schließen.

Die Beschäftigten werden dann mit gekürzten Löhnen zuhause bleiben und zusehen dürfen wie ihr eigentlich recht produktives Werk geschlossen wird weil entschieden wurde mit weniger Produktionsstätten noch effizienter zu produzieren. Vorrausgesetzt natürlich die Info stimmt!

Angeblich tut der Sonae-Konzern das alles um seinen dramatisch gefallenen Aktienkurs wieder zu stabilisieren und drastische Gewinneinbrüche zu kompensieren. Wahrscheinlich ist die kurz bevorstehende Beschäftigungslosigkeit der Mitarbeiter im ehemaligen „Hornitex“-Werk dann auch eine Folge der derzeitigen Finanzkrise und gestiegener Rohstoffpreise.

Falls das wirklich so eintrifft ist das für die noch verbliebenen Mitarbeiter im Werk in Gerdt eine traurige Nachricht! Morgen wird sich ja zeigen ob das wirklich so eintrifft!

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Rot ist die Hoffnung?!

22. September 2008

Rot ist eine schöne intensive Farbe! Rot soll ja auch symbolisch für Liebe, Brüderlichkeit und fortschrittliche Politik stehen!

Warum schreibe ich das jetzt wohl? Irgendwie weiß ich nicht wie ich mich bei der nächsten Kommunalwahl verhalten soll: die SPD in Duisburg kann man voll vergessen, durch und durch asozial eingestellt und zentral von einem rechten „Seeheimer“ und seinen Gehilfen beherrscht. Die Duisburger Linke macht zwar viel gute Arbeit, viele Anträge finde ich auch durchsetzungswürdig, aber ich befürchte, dass die Duisburger Linke sich dazu hergeben könnte die alte asoziale Beton-SPD mit ihrem „Seeheimer“-Chef wieder im Rathaus ans Ruder zu bringen!

Eine schwierige Situation für die es wohl keine Lösung gibt solange die SPD nicht wieder lernt sozialdemokratisch zu sein und mit der asozialen „Reform“politik zu brechen oder die Linke alleine mehrheitsfähig wird, was aber etwas unrealistisch sein dürfte.

Als politisch aktiver parteiloser Bürger frage ich mich also wie ich dazu beitragen kann bürgernahe fortschrittliche Politik in Duisburg zu verwirklichen?! Die Lösung ist sicher nicht einfach, ich weiß nur es muss irgendwie ohne die aSozialdemokraten gehen, und natürlich auch ohne die Rechten, denn die werden leider auch bei der nächsten Kommunalwahl auftreten.

Wahrscheinlich kann man nur wieder hoffen, dass es auch im nächsten Rat für keine der großen Parteien eine klare Mehrheit gibt und kleine Parteien und Wählergemeinschaften die Mehrheiten sichern müssen. Die nächsten Monate werden spannend wenn sich zeigt wer da mit welcher Mannschaft auftritt.

Vielleicht trete ich sogar wieder mit der DaL an um im Rathaus für mehr Bürgernähe zu sorgen und die üblichen politischen Frontenstellungen zu überwinden. Aber linke Politik will ich so natürlich auch verwirklichen.

Vielleicht höre ich aber für einige Jahre auch ganz mit der Politik auf und widme mich meiner Familie, spätestens im Dezember werde ich mich entscheiden müssen. Bis dahin überlege ich…

Bei der Duisburger SPD liegen nun die Nerven blank: der „Pflug“-Block hat auf dem Parteitag die derzeitige Bundestagsabgeordnete Weis geschasst und auch viele nicht genehme Ratskandidaten kalt gestellt. Und nebenbei sind nun zwei amtierende Ratsherren der SPD-Fraktion im Duisburger Ratshaus verlustig gegangen!

Kurzum ein Hauen und Stechen um die Mandate mit aktiver intriganter Beteiligung der SPD-Spitze, die nun ihr missliebige Mandatsträger in die Wüste schickt! Das Ganze wird dann auch noch wohlwollend von der SPD-Propagandaabteilung des WAZ/NRZ-Monopols begleitet und jeder Hintergrund einfach ausgeblendet!

Dabei sollten die Bürger ruhig wissen, dass die Duisburger SPD sich in zwei Lager teilt: die Pflug-Getreuen um den derzeitigen Bundestagsabgeordneten Pflug (auch „Fluch“ genannt), der im rechten „Seeheimer Kreis“ tätig ist, und die alte Zieling-Garde um den abgewählten Stadtdirektor und Möchtegern-OB Brandt sowie die Landtagsabgeordnete Walsken und die Noch-Bundestagsabgeordnete Weis.

Und es rummst ordentlich und zerreist die Duisburger aSozialdemokraten so heftig, dass nicht wenige SPD-Mitglieder ihre Partei so beschädigt sehen, dass der nächste Wahlkampf eigentlich schon jetzt erledigt ist. Denn sowas wie eine Basis gibt es jetzt kaum noch. Jetzt laufen auch die wenigen verbliebenen Aktiven weg und der Möchtegern-OB Brandt muss sich wohl mit Geld und Geschenken seine eigene Wahlkampftruppe zusammen stellen. Das ist auch eine Strafe für eine solche Partei Wahlkampf zu machen, die sogar ihre guten Leute in die Wüste schickt um prinzipienlose Karrieristen aufs Schild zu heben!

Um Petra Weis tut es mir sogar ein bischen leid, denn wenn sie auch die falsche asoziale „Reform“politik mitgetragen hat, so war sie doch auch aktiv für ihre Heimatstadt in Duisburg in Berlin tätig und konnte zumindestens auch menschlich mit Andersdenkenden umgehen, ganz im Gegensatz zu einem Hans Pflug, der sich als rechter „Seeheimer“ in Duisburg nur durch Intrigen seiner Helfer Jäger, Link und Bas hervortat und seit langem den Plan verfolgte alle nicht genehmen „Genossen“ aus Ämtern und Funktionen zu drängen!

Überhaupt ist nun gerade die Duisburger SPD zu einem Haufen der angepassten Schleimer verkommen, die ohne eigene Ideen, geschweige denn inhaltliche Prinzipien, nur noch nachäffen was ihnen von oben vorgeben wird. Bis auf ganz wenige Ausnahmen echte karierregeile aSozialdemokraten eben, ganz dem Interesse des Kapitals und ihrer Parteispitze verpflichtet was auf dasselbe herauskommt.

Der einzige, der sich in Duisburg freuen kann, ist unser OB Sauerland, der von einem verbrandten Kandidaten einer gespaltenen Partei kaum noch was zu befürchten hat außer hohlem Geschwätz und vielen leeren Versprechungen!

Arbeit in Gefahr?

19. September 2008

Die Konzerne werden geiziger! Angeblich werden jetzt bald wieder weniger Leute gebraucht weil die Kunden auch bei den billigen Sicherheitskräften Geld einsparen wollen!

Ein Kollege aus meiner alten Firma hat mich heute angerufen und mich gefragt ob er nicht auch zu meinen jetzigen Arbeitgeber wechseln kann. Denn der große Weltkonzern an dessen Toren er noch seinen Dienst versieht braucht viel weniger Leute. Nur die ganz billigen Jobs sind noch zu haben.

So sieht es leider auch bei meinen derzeitigen Arbeitgeber aus. Dass man da irgendwann die Motivation verliert ist unserer asozialen Wirtschafts“elite“ und ihren bezahlten Dienern in der Politik wohl egal. Da kann man nur auf den näher rückenden Wahltermin hoffen um den Kapitaldienern in Parlament und Regierung Angst einjagen zu können.

Aber auf besserbezahlte Arbeit brauche ich wohl nicht zu hoffen, denn auch das Rechenzentrum in dem ich jetzt meinen Dienst versehe baut jetzt sein Stammpersonal ab und verkauft einzelne Abteilungen. Der Haustechniker hat auch schon Angst um seinen Job!

Kleingeld

9,2 Milliarden EURO Steuergelder sind nur bei der IKB verbrannt worden laut Experten in der Fernsehsendung „Hart aber Fair“. Von den ganzen Milliarden bei WestLB und anderen Landesbanken mal nicht zu reden!

Da frage ich mich schon wo ich und meine Frau noch für unseren Sohn das mühsam angesparte Kleingeld anlegen können, und von meinem früheren Arbeitgeber habe ich meine Lohnforderungen erfüllt bekommen und könnte auch das Geld für schlechte Zeiten zurücklegen.

Aber bei der Sparkasse müssen wir neben den niedrigen Zinsen fürchten, dass das Geld für die Fehlleistungen der Banker bei der WestLB und anderen Landesbanken verwendet wird. Bei den privaten Banken muss man fürchten, dass die so profitgierigen wie wohl auch unfähigen Banker ebenfalls in undurchsichtigen Immobiliengeschäften verstrickt sind.

Kurzum unsere asoziale „Elite“ verzockt unser Geld um sich noch mehr zu bereichern und der Staat ist nicht willens diesen Herrschaften das Handwerk zu legen. Trotz aller scheinheiligen Rhetorik passiert nichts. Ich und meine Familie jedenfalls vertrauen den Banken und Sparkassen nicht mehr.

Wer soviele Milliarden verspekuliert und nicht einmal handfeste Lehren daraus zieht verdient kein Vertrauen mehr und keine Spargroschen!

Rathaus in Duisburg

Weiß der städtische Bildungsdezernent Jansen nicht mehr was er sagt? Oder hat er voreilig etwas versprochen was er nicht halten kann?

Vor zwei Monaten hatten sich viele arme Familien gefreut über die Aussage des städtischen Bildungsdezernenten, dass auch für ihre Kinder ein Mittagessen ermöglicht wird. Das sollte sogar bis zu einer Jahreseinkommensgrenze von 24.000 EURO möglich sein, also auch für Leute wie mich mit wenig Einkommen.

Pustekuchen heißt es nun wohl, das Versprechen musste Dezernent Janssen gestern im Schulauschuss zurückziehen! Es wird also doch etwas kosten. Nun habe ich kein Problem damit für meinen Sohn das Essen zu bezahlen, aber ich denke an die Familien mit noch weniger Einkommen und frage mich wieso ein Dezernent unhaltbare Versprechungen in offiziellen Gremien macht. So kann man natürlich auch schnell seine Glaubwürdigkeit verspielen!

Aus dem Blog des Homberger Signals:

Duisburg, 15. Sept. 2008

Pressemitteilung

Eklat im Schulausschuss

Verwaltung verweigert Kindern kostenloses Mittagessen

In der letzten Sitzung des Schulausschusses ist es zu einem Eklat gekommen. Auf Anfrage und
Antrag der LINKEN musste die Verwaltung einräumen, dass es kein kostenloses Mittagessen für Kinder in Ganztagsschulen geben wird. Das widerspricht der Aussage von Schuldezernent Janssen, der die kostenlose Speisung in der letzten Ratssitzung bestätigt hatte. Janssen behauptete anschließend, dies nie gesagt zu haben, und wurde von Ratsfrau Diesterhöft an seine Einlassungen erinnert, die auch im Ratsprotokoll nachzulesen sind.

Wörtlich wird Janssen dort zitiert, „dass es die empfohlene Einkommensgrenze von bis zu 24.000.00 Euro ermögliche, alle HARZ IV-Empfänger zu berücksichtigen und somit von einer Beteiligung an der Bezahlung von Essen zu befreien.“

Zuvor versuchte das Schulverwaltungsamt den Schulausschuss zu täuschen. Auf Anfrage der LINKEN wurde berichtet, dass die Mitteilung über die kostenfreie Mahlzeit bereits an die Eltern verschickt sei. Dies ist natürlich nicht möglich, wenn es kein kostenloses Mittagessen gibt, folgert DIE LINKE. Dass die Benachrichtigung sich auf einen Elterneigenanteil von jährlich 200 Euro beläuft musste das Schulverwaltungsamt anschließend in der hitzigen Diskussion einräumen.

Das Schulverwaltungsamt konnte diese Falschauskunft nicht erklären und erläuterte das Verhalten auch nach Nachfrage nicht.

Auch nach dem Desaster für die Verantwortlichen bei der Stadt fordert DIE LINKE gemäß der Härtefallregelung ein kostenloses Mittagessen für Kinder bereitzustellen, deren Eltern weniger als 24.000 Euro im Jahr verdienen. „Gleichzeitig erwarten wir Auskunft darüber, warum Herr Janssen dem Schulausschuss offensichtlich die Unwahrheit gesagt hat. Vielleicht hat er aber auch im Rat nicht gewusst worüber gerade die Rede ist“, vermutet Roland Busche, der DIE LINKE im Schulausschuss vertritt. „Aufgrund der Aussagen des Beigeordneten haben wir Anträge zurückgezogen, die das kostenlose Mittagessen beantragt hatten, der Schaden für die betroffenen Eltern, aber auch die Glaubwürdigkeit der Verwaltung ist immens.“

Aus http://homberger-signal-die-linke.blog.de/

Neue Arbeit

Seit einigen Tagen bin ich nun auf mehreren verschiedenen Einsatzorten für meinen neuen Arbeitgeber tätig, und ich kann mich über Abwechslung nicht beklagen!

Da sitze ich mal in Konzernzentralen an der Außenpforte gezwungenermaßen mit Krawatte um am nächsten Tag auf einem stillgelegten Teil eines Stahlwerkes in Kampfmontur Jagd auf Kabeldiebe zu machen.

Und da gibt es dann auch noch ein Rechenzentrum das einem großen Telekommunikationsunternehmen gehört wo auch viele Beamte arbeiten. Deren Status lautet offiziell „in sich beurlaubt“ was wohl nur ein Bürokrat logisch nachvollziehen kann. Denn natürlich ist die Arbeit dort kein Urlaub.

Aber dafür stimmt die Atmosphäre und die Kollegen verhalten sich auch einem Neuling gegenüber offen. Jedenfalls habe ich innerhalb der letzten Tage eine Menge Sicherheitseinrichtungen kennengelernt und erfahren, dass überall gute Arbeitsplätze in billige Hungerlohnjobs umgewandelt werden. Die Technik und der Service werden auf Fremdfirmen übertragen während die eigene Truppe von der Konzernspitze abgebaut wurde. Da haben nur noch die Beamten die Sicherheit vor der drohenden Arbeitslosigkeit.

Interessanterweise sind manche Konzerne auch so geizig, dass sie sich sogar lieber die Kupferkabel in gewaltigen Dimensionen klauen lassen anstatt ihren Werkschutz mal auszubauen oder mehr Leute vom Sicherheitsdienstleister zu bestellen. Aber obwohl der Schaden schon Millionenhöhe erreicht haben soll lässt sich der betroffene Stahlkonzern von gerade mal zwei Sicherheitsfachkräften seine kilometerlangen Kabelstränge bewachen. Und natürlich zum niedrigen Wachtarif von 7,53 EURO die Stunde!

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