Seit ca. 15 Jahren bin ich nun AWO-Mitglied, aber jetzt reicht es mir! Dass die AWO sich selbst heute noch als Wahlkampfhelfer für die asozialdemokratischen HARTZ-IV-Erfinder hergibt finde ich einfach nur noch ekelhaft!

Gestern habe ich mir die Einladung zur Jahresberichtsversammlung angesehen, und da fiel mir dann auch noch ein kleiner gelber Zettel aus dem Umschlag, der die Einladung zur einer gemeinsamen Veranstaltung von AWO und SPD enthielt.

Der örtliche AWO-Vorsitzende schreibt da gemeinsam mit dem örtlichen SPD-Vorsitzenden was von klugen Wahlentscheidungen, die notwendig wären und hält eine kleine Lobhudelei auf den Apparatschik und Möchtegern-OB der Duisburger SPD, Brandt! Der darf sich dann auf der AWO-SPD-Wahlkampfveranstaltung auch noch als jemand präsentieren, der „unsere Heimatstadt mit Kraft, Mut und Leidenschaft wieder nach vorne bringt„.

Ausgerechnet der alte abgewählte Stadtdirektor wird da als der kommende Heilsbringer für Duisburg dargestellt. Das Symbol der jahrzehntelangen bürgerfeindlichen SPD-Herrschaft in dieser Stadt unter deren Folgen wir heute noch leiden wird als Lösung für die Probleme angeboten, die er selbst mitzuverantworten hat.

Dass die AWO eine Nähe zur SPD hat ist mir ja bekannt, aber dass man sich selbst heute noch für diese verlogene asoziale Schröderpartei stark macht, die mit ihrer Bundespolitik Armut und Rentenkürzungen zu verantworten hat finde ich auch den eigenen Mitgliedern gegenüber unverschämt. Denn viele von denen sind nicht in der SPD und auch nicht selten von der asozialen „Reform“politik der SPD direkt betroffen.

Wie kann man nur die Zunahme von Armut und Perspektivlosigkeit für die Jugend beklagen sowie ein schweres Jahr für unsere Stadt beschwören und gleichzeitig mit den politischen Verursachern gemeinsame Sache machen?!

Vielleicht gehe ich ja mal am 14.03. zu Jahresberichtversammlung der Homberger AWO und frage nach wieso man immer noch einer Partei hilft, die den Normalverdienern und Armen das Geld aus der Tasche zieht während milliardenschwere Steuergeschenke an die Reichen in diesem Lande verteilt wurden. Die AWO heißt ja eigentlich „Arbeiterwohlfahrt“, wie kann sie sich da einer Partei noch andienen, die die rechtliche Situation der Arbeitnehmer verschlechtert hat?!

Das werde ich, wenn mir meine Arbeit am 14.03. keinen Strich durch die Rechnung macht, mal fragen, und dann werde ich aus diesem Verein austreten!


Homepage der Linken in Duisburg

Jetzt ist der Rücktritt von Hermann Dierkes als OB-Kandidat und Fraktionsvorsitzender der Duisburger Linken auch offiziell! Von WAZ, SPD und BLÖD-Zeitung wurde er zur Strecke gebracht!

Hier die Originalpresseerklärung:

Von: Pressedienst DIE LINKE. NRW [mailto:pressedienst@dielinke-nrw.de]
Gesendet: Donnerstag, 26. Februar 2009 15:48
An: pressedienst@dielinke-nrw.de
Betreff: Pressemitteilung: DIE LINKE. NRW bedauert den Rücktritt von Hermann Dierkes

DIE LINKE. Landesverband NRW, Corneliusstr. 108, 40215 Düsseldorf, Tel. 0211-358903

c/o Ralf Michalowsky, Pressesprecher DIE LINKE. NRW

Düsseldorf, 26. Februar 2009

Pressemitteilung

NRW – Linke bedauern den Rücktritt von Hermann Dierkes

In den vergangenen zwei Tagen wurde in der Presse – und auch in der Partei – Aussagen von Hermann Dierkes, Oberbürgermeisterkandidat für DIE LINKE in Duisburg zum Israel/ Palästina Konflikt diskutiert, in denen auch die Forderung nach einem Israel-Boykott auftauchten. Hermann Dierkes hatte sich dabei auf eine Position aus dem Weltsozialforum bezogen. Es gab auf die Zeitungsartikel und die Erklärungen dazu eine Fülle von Reaktionen aus der gesamten Republik, sowohl aus der Partei als auch von WählerInnen und natürlich auch von politischen GegnerInnen. Dazu gehörte solidarische Kritik ebenso wie Wut und Enttäuschung sowie auch Zuspruch und Unterstützung jeweils aus unterschiedlichen politischen Richtungen und mit unterschiedlichen Argumenten. Es gab aber auch zahllose Mails und Anrufe an Hermann, teilweise mit wüsten Beschimpfungen bis hin zu Morddrohungen. Heute hat er seinen Rücktritt erklärt.

In der Presse und auch aus der Partei heraus wurde Hermann aufgrund seiner Aussagen Antisemitismus unterstellt. Solche Schlüsse kann nur ziehen, wer politisch absolut verblendet ist und die Lebensleistung von Hermann Dierkes nicht kennt. Dierkes ist ein engagierter Kämpfer für den Frieden, für Opfer der NS-Zeit und das Lebensrecht aller Völker – in Duisburg gehört er zu den ersten, die einen Stolperstein zum Gedenken an die Opfer der NS-Zeit gesetzt hat.

Wir möchten in dieser Situation folgendes klarstellen:

Wir teilen die Auffassung vieler Menschen in- und außerhalb der Partei, dass die Unterstützung eines Boykotts gegen die israelische Regierung und Wirtschaft nicht nur vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte schwierig ist. Ein Boykott gegen Israel ist keine Position der LINKEN und soll es auch nicht werden. Ein Boykott muss in erster Linie der deutschen und internationalen Rüstungsindustrie gelten. Wir fordern einen sofortigen Stopp aller Waffenlieferungen an beide Konfliktparteien und einen sofortigen Stopp des Krieges gegen die Menschen in Gaza. Das Existenzrecht Israels ist für uns ebenso unantastbar, wie das Existenzrecht der Palästinenserinnen und Palästinenser.

Wir erleben mit der Presseberichterstattung gegen unsere Partei in diesem Fall erneut, was uns von Seiten der bürgerlichen Medien in den kommenden Monaten blühen wird. Ein Blick nach Hessen genügt, um zu wissen, dass die Medien vor allem den Zweck verfolgen, die Partei zu spalten, indem sie einzelne Sätze von Einzelpersonen ins Zwielicht rückt und damit die Partei unter Druck setzt. Wir erleben das nicht zum ersten Mal. Immer wieder werden dabei Personen der LINKEN und mit diesen die gesamte Partei zur Zielscheibe von Pressekampagnen, denen es nicht um die Menschen im Krieg oder um reaktionäre Tendenzen wie etwa den Antisemitismus geht, sondern darum, uns als politische Kraft mit allen Mitteln zu bekämpfen.

Wir können verstehen, dass Hermann von seiner Kandidatur zurücktritt, weil er dem Druck nicht standhalten kann: Aber wir bedauern seinen Rücktritt sehr und hoffen, dass er die Ruhe und die Kraft findet, weiterhin auch mit und in der Partei DIE LINKE für eine solidarische Welt zu kämpfen, in der die Menschenrechte für alle gelten und von allen geachtet werden!

Kontakte:

o Lamdessprecherin DIE LINKE. NRW: Katharina Schwabedissen, Mobil: 0176-80101671

o Landesprecher DIE LINKE. NRW: Wolfgang Zimmermann, Mobil: 0170-5623323

o Pressesprecher DIE LINKE. NRW: Ralf Michalowsky, Mobil: 01577-3298765

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Termine unserer Partei finden Sie hier: http://www.dielinke-nrw.de/1010.html

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Mit freundlichen Grüßen und der Bitte um Veröffentlichung

Ralf Michalowsky

Stellvertretender Landessprecher und Pressesprecher DIE LINKE. NRW

—– __@

— _`-,_

– (*)/ (*)

Ralf Michalowsky

Grüner Weg 19

45966 Gladbeck

Tel. 02043-56706

Handy: 01577-3298765

FAX und AB: 01212-5-103-47-038 (kommt per Mail bei mir an)

Mail: ralf@michalowsky.de

http://www.dielinke-nrw.de


Spätestens jetzt hat die Linke begriffen, dass die großen Medien in diesem Lande vom Kapital und seinen Parteien gesteuert werden und es dringend notwendig wird alternative bürgernahe Medien zu schaffen.

Von der WAZ abgeschossen!

26. Februar 2009

Gerade höre ich, dass Hermann Dierkes als OB-Kandidat der Duisburger Linken und auch als Fraktionsvorsitzender zurücktritt!

Das finde ich bedauerlich und für die Duisburger Linke wird das auch sicher noch negative Folgen haben wenn ihr profilierter Frontmann im Duisburger Rathaus wegen der der medialen Kampagne von WAZ, BLÖD-Zeitung und SPD zurücktritt.

Ich fand das zwar blödsinnig zum Boykott von israelischen Waren aufzurufen, aber deswegen zurücktreten???

Offenbar war der öffentliche Druck der bundesweiten Medienkampagne zu groß geworden. Und das SPD-Propagandaorgan „WAZ“ tat sich da besonders hervor mit mehreren Artikeln in denen dem überzeugten Antifaschisten Dierkes subtil unterstellt wurde er würde antisemitische Parolen verbreiten. Als ob jede Kritik an Israel gleich mit Antisemitismus gleichzusetzen sei!

Die Duisburger aSozialdemokraten nutzten die Gelegenheit um den linken OB-Kandidaten zu demontieren um so die Chancen für den Wiedereinzug eines BRANDTstifters ins Duisburger Rathaus zu erhöhen.

SPD und WAZ sind eben immer noch ein fast unschlagbares Duo um die öffentliche Meinung zu manipulieren.

Jeden Morgen bekomme ich auf der Arbeit einen ganzen Stapel neuer Zeitungen auf meinem Schreibtisch. Und über manche Schlagzeile wundere ich mich auch!

3 Schlagzeilen mit schlechtem Inhalt fielen mir sofort auf. Wobei mich die mit dem OB-Kandidaten der Duisburger Linken am meisten verwunderte: die Forderung nach einem Boykott israelischer Waren um eine bessere und friedlichere Politik im Nahen Osten zu bewirken schien mir fast surreal.

Man kann ja drüber streiten, ob solche Boykotte irgendeinen Sinn machen aber dass man auch gerade als Linker mit solchen Forderungen ziemlich in „die Sch..ße packen“ kann wird der Kollege Dierkes jetzt auch gemerkt haben.

So wie die Medien darauf abfahren und die WAZ als SPD-Propagandaorgan nun die Gelegenheit nutzt die linke Konkurrenz publizistisch abzufertigen ist doch erstaunlich. Mehrere Berichte mit Kommentar in der überregionalen Ausgabe zeigen schon die Wichtigkeit. Selbst die BLÖD-Zeitung freut sich über die Gelegenheit die Linke nun in die Antisemiten-Ecke zu stellen. Ich halte die Boykottaufforderung des Kollegen Dierkes auch für verfehlt, aber diese mediale Kampagne gegen die Duisburger Linke und ihren OB-Kandidaten wirkt auch übertrieben inszeniert.

Die zwei anderen Schlagzeilen werden da schnell übersehen obwohl sie eigentlich wichtiger und realer sind. Denn wenn Arbeitnehmer wegen 1,30 EURO fristlos gefeuert werden während asoziale Spekulanten Milliardenschäden ungestraft und mit lukrativen Boni obendrauf anrichten dürfen zeigt das die Verkommenheit des Kapitals. Aber der kleine Arbeitnehmer zählt eben nicht viel.

Nur die dritte schlechte Schlagzeile beschämte mich: ein türkischer Ehemann, dessen Macho-Ehre es wohl nicht zuließ, dass seine Frau sich von ihm getrennt hatte und der deswegen die gemeinsame Tochter entführte. Dass selbst heute im 21. Jahrhundert manche Männer nicht in der Lage sind vernünftiger mit Familienproblemen umzugehen ist wohl nur durch falsch verstandenes Ehrgefühl und großem Mangel an Bildung zu erklären. Ich hoffe, dass dieser Macho in der Türkei gefasst und empfindlich bestraft wird!

Ob ich mir morgen noch die Zeitungen näher ansehe überlege ich mir jetzt erstmal!

„Von wo kommen Sie?“

24. Februar 2009

Am frühen Morgen um ca. 4 Uhr überraschte mich heute einer der (türkischen) Putzfrauen auf der Arbeit mit so einer Frage als ich ihr die Schlüssel für die Büros aushändigte.

Meiner Antwort, dass ich Deutscher bin wollte sie keinen Glauben schenken, und dann erzählte sie mir, dass sie mit ihrer Kollegin gewettet hätte, dass ich Jugoslawe sei. Ihre Kollegin glaubte allen Ernstes ich sei aus Indien!

Ist schon merkwürdig was die Leute so alles aus dem Aussehen eines Menschen heraus deuten! Dass ich nicht gerade wie ein Urgermane aussehe ist mir ja auch klar, aber dass man mich herkunftsmäßig schon nach Indien versetzt ist doch neu für mich!

Als ich vor über 25 Jahren zum ersten Male meine Verwandten in der Türkei besuchte wurde ich an der Schwarzmeerküste auch von fremden Leuten gefragt ob ich Araber sei. Aber das lag sicher an meiner damaligen intensiven Sonnenbräune und den schlechten Türkischkenntnissen meiner Jugend.

Da fällt mir übrigens auch noch ein, dass mich ein früherer Arbeitskollege vor Jahren für einen Italiener hielt.

Vielleicht sollte ich mich mit meinem südländischen Allerweltsgesicht beim Geheimdienst bewerben da ich wohl durch die Straßen vieler südlich gelegener Länder spazieren könnte ohne als Ausländer aufzufallen.

Nur in meiner Heimatstadt halten mich wohl leider einige Leute für einen Ausländer. Aber gut, ich bin ja auch ein gebürtiger Moerser!

Geld für Duisburg!

23. Februar 2009

Endlich mal eine gute Nachricht! Knapp 67 Millionen EURO bekommt unsere Stadt um die Konjunktur anzukurbeln. Davon muss sie aber auch 12,5% ab dem Jahr 2012 als Eigenanteil wieder zurückzahlen.

Immerhin ist das ein notwendiger Geldregen auf den sich jetzt gerade die kleinen Betriebe freuen dürften wenn es daran geht marode Schulgebäude und Kitas zu sanieren.

Natürlich finde ich das toll, dass Duisburg auch mal Geld aus Berlin bekommt angesichts der klammen Stadtkasse, zumal Bund und Land ja sonst immer gerne Gesetze zu lasten der Stadt beschließen.

Was mich aber an der ganzen Angelegenheit irritiert ist der Umstand, dass die konkrete Verteilung des Geldes irgendwie nebulös wirkt. Heute habe ich mal den Karneval vergessen und mir stattdessen die städtische Beschlussvorlage zur Verteilung des Geldkuchens angesehen.

Positiv ist schon mal, dass der Großteil der Mittel für Schulen und Kitas ausgegeben werden soll. Negativ finde ich das nun Luxussanierungen von Sportplätzen von nicht gerade armen Vereinen auch daraus finanziert werden dürften. Da bekommt das neue(!) PCC-Stadion in Homberg nun auch noch 440.000 EURO für eine neue Beleuchtungsanlage spendiert. Ich habe ja den Verdacht, dass hier die Beziehungen eines gewissen Herrn Grindberg von den örtlichen aSozialdemokraten ausschlaggebend waren. Jedenfalls erschließt sich mir nicht ein notwendiger Sanierungsbedarf.

Überhaupt sehe ich in der Beschlussvorlage keine Begründungen für die Ausgaben. Alle Angaben sind dürftig und ziemlich allgemein gehalten: „energetische Sanierung“ steht da häufig als einzige Beschreibung. Ein bischen mehr Angaben oder gar eine ordentlich formulierte Begründung für die Maßnahme wäre doch nicht schlecht gewesen. Hier geht es doch auch um unsere Steuergelder!

Und ich sehe es nicht ein, dass für Vereine jetzt nun Kunstrasenflächen damit finanziert werden nur weil sie gute Beziehungen zu SPD und CDU haben!

Helau in Hochheide

21. Februar 2009

Heute hat Benny zum ersten Mal richtig „Helau“ gerufen! Ich, meine Frau, mein Sohn und Nachbarn sind heute zum Nelkensamstagszug nach Hochheide gegangen.

Und es hat Spass gemacht in der fröhlichen Menge „Helau“ zu rufen und nach den vielen Wurfgeschenken zu greifen. Benny konnte sich nach der dreiviertel Stunde, die der Zug ungefähr dauerte über eine volle Tasche freuen. Auch wenn es ihm manchmal zu laut wurde!

Aber wie pflegte ein berühmter Altkanzler mal zu sagen: „wichtig ist was hinten raus kommt!“

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