Internetfund: Boykottaufruf gegen Israel

4. März 2009

Wenn ich daran denke, dass wegen solch einem Boykottaufruf selbst ein erklärter Antifaschist in Duisburg vor kurzem in die Antisemitenecke gerückt wurde zeigt dass doch auch die Unfähigkeit der deutschen Öffentlichkeit und ihrer großen Mainstream-Medien sachlich mit dem Nahost-Konflikt umzugehen und den Staat Israel auch kritisch zu bewerten.

Die kanadische Intellektuelle Naomi Klein hat keine Scheu den Staat Israel und seine Politik auch mit deutlichen Worten zu kritisieren und selbst sogar einen Boykott israelischer Waren zu fordern (was ich persönlich für falsch halte!):

Israel: Boycott, Divest, Sanction
By Naomi Klein – January 8th, 2009

It’s time. Long past time. The best strategy to end the increasingly bloody occupation is for Israel to become the target of the kind of global movement that put an end to apartheid in South Africa.

In July 2005 a huge coalition of Palestinian groups laid out plans to do just that. They called on „people of conscience all over the world to impose broad boycotts and implement divestment initiatives against Israel similar to those applied to South Africa in the apartheid era.“ The campaign Boycott, Divestment and Sanctions—BDS for short—was born.

Every day that Israel pounds Gaza brings more converts to the BDS cause, and talk of cease-fires is doing little to slow the momentum. Support is even emerging among Israeli Jews. In the midst of the assault roughly 500 Israelis, dozens of them well-known artists and scholars, sent a letter to foreign ambassadors stationed in Israel. It calls for „the adoption of immediate restrictive measures and sanctions“ and draws a clear parallel with the antiapartheid struggle. „The boycott on South Africa was effective, but Israel is handled with kid gloves.… This international backing must stop.“

Yet even in the face of these clear calls, many of us still can’t go there. The reasons are complex, emotional and understandable. And they simply aren’t good enough. Economic sanctions are the most effective tools in the nonviolent arsenal. Surrendering them verges on active complicity. Here are the top four objections to the BDS strategy, followed by counterarguments.

1. Punitive measures will alienate rather than persuade Israelis. The world has tried what used to be called „constructive engagement.“ It has failed utterly. Since 2006 Israel has been steadily escalating its criminality: expanding settlements, launching an outrageous war against Lebanon and imposing collective punishment on Gaza through the brutal blockade. Despite this escalation, Israel has not faced punitive measures—quite the opposite. The weapons and $3 billion in annual aid that the US sends to Israel is only the beginning. Throughout this key period, Israel has enjoyed a dramatic improvement in its diplomatic, cultural and trade relations with a variety of other allies. For instance, in 2007 Israel became the first non–Latin American country to sign a free-trade deal with Mercosur. In the first nine months of 2008, Israeli exports to Canada went up 45 percent. A new trade deal with the European Union is set to double Israel’s exports of processed food. And on December 8, European ministers „upgraded“ the EU-Israel Association Agreement, a reward long sought by Jerusalem.*

It is in this context that Israeli leaders started their latest war: confident they would face no meaningful costs. It is remarkable that over seven days of wartime trading, the Tel Aviv Stock Exchange’s flagship index actually went up 10.7 percent. When carrots don’t work, sticks are needed….

………

3. Why single out Israel when the United States, Britain and other Western countries do the same things in Iraq and Afghanistan? Boycott is not a dogma; it is a tactic.(!!!) The reason the BDS strategy should be tried against Israel is practical: in a country so small and trade-dependent, it could actually work….

Der ganze Artikel unter http://www.naomiklein.org/articles/2009/01/israel-boycott-divest-sanction

P.S.: Da ich selbst kein guter Übersetzer bin habe ich den englischen Originaltext hier reingestellt. Wer Probleme mit der englischen Sprache hat kann auf den Übersetzerdienst „Babel Fish“ zurückgreifen. Die Übersetzung liest sich allerdings leider ziemlich holprig lässt aber den Sinn des Textes erkennen!

6 Antworten to “Internetfund: Boykottaufruf gegen Israel”

  1. schweizerkrieger Says:

    Die Meinungsfreiheit ist das in einer Demokratie gewährleistete subjektive Recht auf freie Rede, Äußerung und (öffentliche) Verbreitung einer Meinung in Wort, Schrift und Bild sowie allen weiteren verfügbaren Übertragungsmitteln. Leider ist es nicht immer Garantiert, es wirklich zu tun. Die Meinungsfreiheit ist ein Menschenrecht und wird in einer Verfassung als ein gegen die Staatsgewalt gerichtetes Grundrecht garantiert, um zu verhindern, dass die öffentliche Meinungsbildung und die damit verbundene Auseinandersetzung mit Regierung und Gesetzgebung beeinträchtigt oder gar verboten wird. In engem Zusammenhang mit der Meinungsfreiheit sichert die Informationsfreiheit den Zugang zu wichtigen Informationen, ohne die eine kritische Meinungsbildung gar nicht möglich wäre; das Verbot der Zensur verhindert die Meinungs- und Informationskontrolle durch staatliche Stellen. Auch bei Sachlich Diskussionen und Argumentationen ist die Zensur in gewissen Medien leider immer noch an der Tagesordnung. Egal ob war oder nicht war, sofern es keine Beleidigungen einzelner Personen Z.B. „Herr Müller ist ein Schweinehund“ sind, sollte jede art von Äusserungen zugelassen sein. Egal ob Religionen Zugehörigkeit oder endliches. Ich übe diese recht jeden Tag aus und halte auch andere Personen an das gleiche zu tun. Ich Decke nicht mein Mund zu beim diskutieren.

  2. jakobswege Says:

    Rai, lass den Quatsch, Du Stadtteil-Blogger! Es geht um die Rettung von Hochheide. Meinst Du doch: „Ähh, iss doch schön hier!“

    Und ich sage Dir: „Du irrst Dich!“


  3. […] bookmarks tagged broad Internetfund: Boykottaufruf gegen Israel saved by 2 others     itachi12123 bookmarked on 03/04/09 | […]

  4. easy Says:

    „..selbst ein erklärter Antifaschist in Duisburg vor kurzem in die Antisemitenecke gerückt wurde..“

    Da fehlt mir der Zusammenhang, ein selbst erklärter Antifaschist kann kein Antisemit sein?
    Und ein Antisemit muss immer ein Faschist sein?

  5. easy Says:

    Eine Frage noch: du bist also für einen Boykott israelischer Waren?

  6. rai30 Says:

    @ easy

    Antifaschismus bedeutet auch ganz klar eine Ablehnung von Hass gegen Juden. Ein Antifaschist kann nicht gleichzeitig ein Antisemit sein. Das widerspricht sich!

    Und deine Frage wie ich zu einem Boykottaufruf gegen Waren aus Israel stehe ist überflüssig. Ich habe schon im Artikel geschrieben, dass ich solche Boykottaufrufe für falsch halte!


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