Amok! Dreht die Gesellschaft durch???

12. März 2009


YouTube – ein Hort von Amokvideos!

„Amok (malaiisch: meng-âmok, in blinder Wut angreifen und töten) ist eine psychische Extremsituation, die durch Unzurechnungsfähigkeit und absolute Gewaltbereitschaft gekennzeichnet ist.“So die Definition des Begriffes „Amok“ in Wikipedia!

Was passierte eigentlich mit den Jungs aus der Oberschicht, die bisher in Erfurt, Emsdetten und nun Winnenden bei Stuttgart durchdrehten. Unauffällig und meist aus gutem Elternhaus ballern sie auf einmal wild und rücksichtslos um sich.

Rücksichtslosigkeit und offensichtliche Verachtung für das Leben anderer Menschen können nicht von selbst gekommen sein. Das muss was mit dieser Gesellschaft zu tun haben wenn männliche Jugendliche trotz guter Bildung und sicherem sozialem Umfeld dermaßen brutal Blutbäder anrichten.

Ich bin ja mal gespannt ob es auch darüber eine öffentliche Diskussion geben wird, oder wie nach den letzten Amokläufen alles auf Versäumnisse bei Familie und Schule abgeschoben wird!!!

Auf „YouTube“ finden sich übrigens jede Menge Videoclips, die das Amoklaufen verherrlichen und eine brutale kalte Weltsicht offenbaren:

…An irgendeinem Platz wo viele Leute sind egal ob Alte, Kranke oder Frauen mit Kind schiesse ich einfach in die Menge rein die Menschen sind entsetzt und fangen an zu schreien…

Textbeispiel aus einem Musikclip einer Gruppe „mono“!
Im selben Stück finden sich auch Passagen in denen beschrieben wird wie schön es ist Polizisten zu erschiessen und Angst und Schrecken zu verbreiten!

4 Antworten to “Amok! Dreht die Gesellschaft durch???”

  1. juan dijo Says:

    nur mal zur Info, der Song „Amoklauf“ von der Band, die sich übrigens nicht „Mono“, sondern „Mono Für Alle!“ nennt, verherrlicht in keinster Weise Amokläufe. Diese tatsache kann man sich zu Gemüte führen, wenn man sich einmal den Rest des Albums anhört.
    Das Lied „Amoklauf“ ist lediglich ein Versuch, sich in den Täter, während der Tat hineinzu versetzen. Es ist ein Versuch, den Menschen darzustellen, den man bei all dem Medienrummel um solche Taten allzu oft vergisst, ihn abstempelt und gleich in eine bestimmte Ecke drängt., weils Quote bringt. Dass die Band damit sehr provoziert, ist natürlich gewollt, erstrecht, durch die hohe Stimme des Sängers, um eine gewisse Unschuld hineinzubringen. Jedoch ist die Band absolut likspolitisch, und dazu erklärterweise pazifistisch. Von einer Verherrlichung kann also nicht die Rede sein. Manchmal sollte man eben von den Worten einen gewissen Abstand nehmen, um tiefer blicken zu können.

    Grüß,
    juan

    • rai30 Says:

      @ juan dijo

      Ich habe mir das Lied angehört, und ich höre da nur Verständnis für den Täter heraus. Das Gefährliche an solchen Songs ist eben auch, dass der Eindruck entsteht der Song würde solche Amokläufe gutheißen!

  2. juan dijo Says:

    Verständniss, nicht für die Tat an sich, sondern für den Täter ist eben genau das, was, wie ich denke, der Täter bräuchte. (..liebe Güte, natürlich vor solch einer Bluttat..)
    Das Lied endet außerdem, damit, dass sich niemand seiner Verantwortung entziehen kann (der Täter richtet sich am Ende selbst). Der letze Satz (außer dem letzten Refrain) ist damit der Wichtigste. Er beschreibt eine unendliche Traurigkeit. Ich wurde als Kind oft wegen meiner Herkunft gemobbt und ich habe solche Untaten oft im Kopf durchgespielt. Ich habe es (unter Anderem) nicht in die Tat umgesetzt, weil es eben solche Lieder gibt. Das heißt: „da ist jemand, der mich versteht und ich bin nich allein“. Der Kummer, den dieser Mensch in diesem Lied durchmacht, wird ausgesprochen, geteilt, und (so hoffe ich es zumindest, von vielein) gehört. Allein das ist es, was einsamen, gemobbten Menschen ( und vor allem Teenagern) trost spendet, und sie, hoffentlich von solch einer Tat abhält. Jedes mal, wenn ich dieses Lied höre, muss ich weinen. Aus Mitleid für den Täter, denn: am Ende ist er der Einsamste Mensch auf Erden, weil es keine Rettung, kein Verständniss gibt. Der Schluß impliziert also damit eine Warnung.
    Am Ende ist und bleibt es ein (für mich persönlich) wunderschönes, gefühlvolles Lied, das nicht mit dem Zeigefinger droht, sondern in den Arm nimmt, statt zu schlagen.
    Außerdem gibt es zeitgenössische Musik, die sehr viel gewaltverherrlichender, und sehr viel bedenklicher ist. Glücklicherweise erschießt sich auch nicht jeder Liebeskranke,wie etwa
    Goethes Werther;)

  3. Tim Says:

    HAHA ;D


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