Heute hat das Opferfest begonnen, und die Verwandten aus der Türkei rufen an um ihre Grüße und Segnungswünsche zu übermitteln.

Nach dem Zuckerfest ist das Opferfest der wichtigste religiöse Höhepunkt im Islam. Der theologische Hintergrund für diese drei Feiertage im Islam lässt sich übrigens sogar in der Bibel finden! Die Stelle im alten Testament in der Abraham seinen eigenen Sohn opfern soll und dann doch in letzter Sekunde auf göttlichen Befehl hin ein Opfertier an seiner Stelle darbringt ist für Juden, Christen und Muslime wichtig!

Jedenfalls bedeuten diese Tage auch Verwandten- und Nachbarschaftsbesuche. Und an ärmere Familien wird ein Teil des Fleisches der Opfertiere verschenkt. Letztes Jahr brachte der Nachbar sogar uns ein Kilo vorbei. Und so arm bin ich zum Glück (noch?) nicht!

Bis Sonntag ist jetzt jedenfalls Feststimmung angesagt, nur der Kindergarten meines Sohnes will am Montag das Opferfest feiern wenn schon alles vorbei ist. Offensichtlich kennen die sich nicht aus. Einer der Erzieher will sich jetzt immerhin einen Kalender besorgen wo alle wichtigen Feiertage verzeichnet sind!

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Oskar kommt unters Messer!

25. November 2009

Gerade habe ich in den Nachrichten gehört, dass Oskar Lafontaine morgen operiert wird!

Die traurige Nachricht, dass er Prostatakrebs hat hörte ich schon vorgestern. Auch wenn es wohl Heilungschancen geben soll bin ich doch ein wenig erschrocken. Schließlich habe ich Oskar immer als sehr profilierten und mutigen Politiker geschätzt, der auch keine Angst vor Kontroversen hat und ein begnadeter Rhetoriker ist.

In Zeiten wo man bei vielen Politikern nicht mehr weiß wofür sie eigentlich stehen ist der ehemalige SPD-Chef und heutige Spitzenmann der Linken ein echtes Kontrastprogramm, wenn auch nicht selten mit populistischen Zügen. Man mag ihn, oder hasst ihn!

Ich wünsche ihm jedenfalls viel Glück morgen in der OP!

„Money from SaddamHussein“

24. November 2009

Jeder kennt die nervigen eMails, die Geld und Potenzsteigerungen versprechen und jeden Tag unsere elektronischen Briefkästen verstopfen. Manche dieser obskuren Mails lesen sich aber trotzdem interessant und erzählen nicht selten recht skurrile Geschichten!

Eine der zahlreichen Spammails, die ich heute las kommt angeblich von US-Soldaten aus dem Irak, die Hilfe von außen benötigen um das übriggebliebene Vermögen von Saddam Hussein aus dem Lande zu schaffen. Immerhin versprechen sie einem 40% der Beute dafür, neben dem Abenteuer riesige Geldsummen zu verschieben!

Originalmail:

Thema: Greetings!
Datum: 23.11.2009 10:59:14 Westeuropäische Normalzeit
Von: info@iraq.com
Antworten an: contactsgtjoeyjones@yahoo.com.hk

 

 

Hello,
I hope my e-mail find you well. I need your assistance. My name is Sgt Joey Jones, I am an American soldier with the 3rd Armored Cavalry Regiment in IRAQ for the United States, we have $25,000,000.00, that is in our Possession and we are ready to move it out of the country.

The Money is part of the one we seized from late SaddamHussein, but was not declared. My colleague and I need a good partner someone we can trust to actualize this Venture,but we are moving it through Diplomatic way to your house directly. Your share is 40% while 60% is for me and my colleague.

Sincerely,
Sgt Joey Jones.

 

Ich rechne mir übrigens gerade meinen Anteil von den 25 Millionen US-Dollar aus ;-)!

Das Gerücht, dass Politiker nichts tun und es sich nur gutgehen lassen, auf Kosten des Steuerzahlers natürlich, haben ich und meine Fraktionskollegen tatkräftig widerlegt!

Schreibtisch und Bürostühle von IKEA haben wir günstig eingekauft und selbst zusammengebaut. Sogar mit dem LKW selbst abgeholt haben wir die Klamotten um Kosten zu sparen und das Geld der Steuerzahler zu schonen. Nach stundenlangem nicht immer einfachem Zusammenbau der Möbel haben wir dann auch noch unsere Computer selbst eingerichtet.

Auch wenn ich ein fleißiger Mensch bin, aber nach gut 9 Stunden Arbeit habe ich mich manchmal gefragt warum wir nicht einfach einen professionellen Einrichtungsdienst engagiert haben, was natürlich teuer geworden wäre.

Aber was soll´s, immerhin hat es ja auch Spass gemacht mal wieder mit dem LKW durch die Gegend zu fahren und meine Fahrkünste auszuprobieren! Ohne irgendeinen Kratzer am 7,5 Tonner!

Die Schoko-Nikoläuse in den Supermärkten zeigen es ja schon seit Wochen, dass Weihnachten nicht mehr fern ist! Und gestern eröffnete der Duisburger Weihnachtsmarkt seine Attraktionen!

Die von den letzten Jahren gewohnte Deko mit den blau-leuchtenden Bäumen und dem Riesenrad auf der Kö sorgten wieder für eine festliche Stimmung. Dementsprechend voll war es auch gestern nachmittag gegen 17:00 Uhr als der Weihnachtsmarkt offiziell eröffnet wurde.

Ich spazierte mit Benny an den zahlreichen Buden vorbei. Wobei ich den bunten Vogel sehr vermisste, der sonst immer am großen Brunnen als Wahrzeichen der Duisburger Innenstadt über der Kö thronte. Ebenso ärgerlich fand ich den Umstand, dass ich für Benny nirgendwo auf dem großen Weihnachtsmarkt frische Waffeln fand, die er so gerne mag. Die findet man doch sonst auf jedem kleinen Straßen- oder Kindergartenfest!

Am Wochenende werde ich mir mit meiner Familie nochmal Zeit nehmen die ganze Kö von Anfang bis Ende abzulaufen und mir alle Stände genauer anzusehen!

Gerade habe ich im Nachtjournal auf VOX gehört, dass die großen Konzerne RWE, Vattenfall & Co. uns Bürger wieder abkassieren wollen. Angeblich um bis zu 40% (!!!) sollen die Strompreise erhöht werden!

Diese drastische Abzocke werde ich nicht hinnehmen. Im Moment überlege ich schon mal wie ich noch mehr Strom sparen kann. Aber wenn die Masse der Verbraucher diese Preiserhöhung einfach schluckt bewirkt das natürlich nicht viel. Ich hoffe, dass es wieder mal Boykottaktionen gegen die Energiemonopolisten geben wird um diesen Räubern in Nadelstreifen ihr Tun wenigstens zu erschweren.

Vielleicht könnte es ja mal wieder zu massenhaften Stromabschaltaktionen kommen um die Macht der Verbraucher zu demonstrieren und den Konzernen zu zeigen, dass sie auch auf ihren Stromkontingenten sitzen bleiben könnten. Ist zwar illusorisch, aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben!

Gestern hatte ich meine zweite Ratssitzung, und sie war ähnlich kontrovers wie die erste!

Vor allem das Auftreten der SPD und ihres tonangebenden Vortuners, Ex-Stadtdirektor Brandt, waren mal wieder denkwürdig. Der verhinderte Rechtsprofessor gefiel sich natürlich wieder in seiner Rolle als Rechtsgutachter und gab ungefragt seinen reichhaltigen Fundus an juristischen Spitzfindigkeiten den versammelten Ratsmitgliedern zur Kenntnis.

Auf einmal wollte der frühere Stadtdirektor und langjährige Kommunalpolitiker die Vertreter der Wohlfahrtsverbände nicht im Jugendhilfeausschuss berücksichtigen. Zumindestens sollte die SPD keine Sitze dafür abtreten. Dafür war sich die zahlenmäßig größte Ratsfraktion wohl nicht sozial genug. Stattdessen sollten die kleinen Fraktionen ihre wenigen Sitze abgeben. Besonders dreist sprach er dann auch noch von einer Falle, in die er und seine SPD angeblich gelockt worden wären. Hätte der große Rechtsprofessor und allwissende Jurist doch mal seine Vorlagen gelesen und sich mit der Gemeindeordnung beschäftigt, dann hätte er wissen müssen, dass die Ausschussmitglieder in einem Wahlgang nach Listenverbindungen zu wählen sind, ebenso die Stellvertreter. Zähneknirchend musste er dann auch nach einer kleinen Denk- und Sitzungspause von 15 Minuten das Wahlverfahren akzeptieren und auch Vertreter der Wohlfahrtsverbände über die SPD-Liste in den Ausschuss schicken, die CDU hatte das auch schon vorher so angeboten.

Zu allem Überdruss hatten sich auch Grüne, Linke und SPD zu einer Listenverbindung zusammengeschlossen um möglichst viele Aufsichtsräte und kommunale Sondergremien beherrschen zu können. Die kleinen Fraktionen wollte man so wohl auch heraushalten.

Bezeichnenderweise gab es manchmal auch ein Grummeln in den Reihen der SPD/Linken wenn auch unsere DWG-Fraktion Vertreter in verschiedene Aufsichtsräte und Beiräte entsandte.

Und kurz vor Schluss zeigte unsere Fraktion auch wie aufmerksam und kritisch wir die städtischen Vorlagen betrachten: es war nämlich keiner anderen Fraktion aufgefallen, dass die Bilanzübersicht der Duisburger Marketing Gesellschaft (DMG) hinten und vorne nicht stimmte. Die Zahlen waren offensichtlich selbst bei oberflächlicher Prüfung erkennbar fehlerhaft.

Da hatte unser Ratsherr Hagenbuck in ein Wespennest gestochen als er die Klärung der Ungereimtheiten verlangte. Auf einmal erzählte der Stadtkämmerer es seien doch sowieso nicht alle Angaben vorhanden und alles nur Formalie. Wir sahen das natürlich nicht ein, dass wir der DMG-Geschäftsführung Entlastung erteilen wenn in der Bilanz zweifelhafte Angaben stehen. Da ging es mal eben um mehr als 100.000 EURO! Grüne, Linke und FDP schlossen sich unserer Auffassung an. Nur SPD und CDU setzten dann die Entlastung dann doch durch. Die wollten wohl nicht zugeben, dass ihre Vertreter bei der DMG nicht aufgepasst haben!

Wir haben gestern jedenfalls gezeigt, dass wir unsere kommunalpolitische Arbeit sehr ernst nehmen und mit kritischem Blick die Arbeit der Verwaltung und städtischen Gesellschaften begleiten!

Um ca. 21:11 Uhr war dann auch die Sitzung vorbei!

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