„Sexsteuer“

14. März 2010

Die Folgen der Wirtschaftskrise werden immer schlimmer: selbst die schönste Nebenbeschäftigung der Welt wird vielleicht teuerer weil nun auch bald das älteste Gewerbe der Welt in Duisburg seinen Beitrag zum städtischen Haushalt leisten soll! Und das eventuell pünktlich zur Loveparade!

Gerade habe ich einige neue städtische Beschlussvorlagen für die nächste Ratssitzung durchgelesen, da fällt mir bei einer die Überschrift „Haushaltssicherungskonzept….Vergnügungssteuer für sexuelle Vergnügungen und sexuelle Handlungen…“ auf.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich in offiziellen Beschlussvorlagen der Stadt jemals Sätze wie „…Steuergegenstand Einräumung der Gelegenheit zu sexuellen Vergnügungen…“ lesen würde. Und es soll dann in „Bars, Sauna-, FKK und Swingerclubs sowie ähnlichen Einrichtungen“ eine neue „Sexsteuer“ erhoben werden. In Köln gibt es so eine Steuer schon seit 2004, andere Städte wollen folgen.

Immerhin bleibt die „Straßenprostitution in Verrichtungsboxen“ verschont, was immer auch mit „Verrichtungsboxen“ gemeint sein könnte! Und ein Quicki in der Besenkammer a la Boris Becker dürfte auch steuerfrei bleiben, da droht bei Erfolg höchstens Alimente!

Immerhin kann jetzt jeder, sobald die „Sexsteuer“ auch gültig wird, den Besuch in einschlägigen Vergnügungsstätten mit dem guten Gefühl absolvieren was für den städtischen Haushalt zu tun, und der Kämmerer freut sich wenn im Rotlichtviertel die Post abgeht! „Anhaltspunkte für eine erdrosselnde Wirkung sind nicht bekannt“ steht da auch. Es wird also wohl nicht allzu teuer. 2 EURO je angefangene 10 Quadratmeter „Veranstaltungsfläche„!

Ich bin schon jetzt gespannt welche Redebeiträge es zu dieser Beschlussvorlage am 22. März im Rat der Stadt geben wird!

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