Meinungsfreiheit gilt auch für Brandstifter!

8. April 2010

Die Angst- und Hetzkampagne von islamfeindlichen rechten Gruppierungen geht jetzt leider in eine intensive Phase über. Die ersten Freunde melden sich schon bei mir und wollen wissen was wir gegen die verleumderischen Angriffe auf unseren Glauben machen können!

Einer gestand mir, dass er Plakate von „ProNRW“ abgerissen hat weil er ihren Anblick auf der Straße nicht ertragen wollte. Ich habe ihn darauf aufmerksam gemacht, dass das Sachbeschädigung ist und Meinungsfreiheit leider auch für Idioten und geistige Brandstifter gilt!

Aber widerspruchslos hinnehmen werden wir diese Hetze gegen uns und unsere Glaubenszugehörigkeit nicht, nur was kann man dagegen tun???

Ich werde morgen mit Leuten aus Moschee- und Kulturvereinen gemeinsam beraten welchen Weg wir gehen wollen. Ich denke auch, dass wir darüber nachdenken müssen warum bei vielen Bürgern eine negative Stimmung gegenüber Muslimen und den Islam besteht und wie sich das ändern lässt! Denn es gibt Ängste gegenüber unseren Glauben!

Leider ist zu befürchten, dass die vielen Plakate mit der durchgestrichenen Moschee als Motiv auf den Straßen genau solche Ängste in der Bevölkerung bedienen werden.

Manchmal frage ich mich ja was wohl passieren würde wenn auf solchen Hetzplakaten anstelle von Moscheen durchgetrichene Kirchen oder Synagogen abgebildet wären!

Immerhin gibt es auch positives zu vermelden: Sowohl christliche Kirchen als auch jüdische Gemeinden haben ganz klar ihre Ablehnung gegen die islamfeindliche Angstkampagne von „ProNRW“ öffentlich und unmissverständlich bekannt gegeben!

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18 Antworten to “Meinungsfreiheit gilt auch für Brandstifter!”

  1. El Tiburon Says:

    Manchmal frage ich mich ja was wohl passieren würde wenn auf solchen Hetzplakaten anstelle von Moscheen durchgetrichene Kirchen oder Synagogen abgebildet wären!

    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX
    XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX

    ———— Verleumdungen werden hier nicht geduldet!

    rai30 —————————-

  2. DuisburgerBürger Says:

    „Aber widerspruchslos hinnehmen werden wir diese Hetze gegen uns und unsere Glaubenszugehörigkeit nicht, nur was kann man dagegen tun???“

    Wenn ich deine Aussage richtig interpretiere, setzt du die Moschee mit deinem Glauben gleich?! Ist das denn so richtig? Funktioniert dein Glaube nicht ohne Moschee?

    Warum muss denn eine Moschee unbedingt die Größenordnung wie die in Duisburg haben? Warum dürfen sich denn die Menschen in Köln nicht gegen eine Moschee in der Nachbarschaft aussprechen? Ich verstehe das ganze Problem nicht, man muss eine geheime Abstimmung in dem Viertel machen und wenn mehr als 5% dagegen sind, dann wird die Moschee halt nicht gebaut – Problem gelöst!

    ProNRW ist eine rechte Gruppierung – ohne wenn und aber -, hier aber wird falsch damit umgegangen. Je mehr Moscheen gegen den Willen der dort wohnenden Bürger gebaut werden, desto mehr Zulauf haben diese rechten Gruppen. Also mehr den Bürgerwillen akzeptieren und die rechten haben gar keine Chance!

    Ich persönlich möchte weder neben einer Moschee noch einer Kirche wohnen, habe aber beides im Umkreis von 500m 😉 Täglich läuten die Glocken mehrfach und die Straßen hier sind total zu geparkt, wenn in der Moschee eine Veranstaltung ist. Warum muss ich mit den Konsequenzen leben?

    Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt!

    • rai30 Says:

      Mit solch einem Rechtsverständnis gäbe es für Minderheiten bald gar kein Grundrecht mehr!

      • DuisburgerBürger Says:

        „Mit solch einem Rechtsverständnis gäbe es für Minderheiten bald gar kein Grundrecht mehr!“

        Da sind wir ja gleicher Meinung, denn ich habe ja geschrieben, wenn eine Minderheit von 5% gegen die Moschee ist, sollte diese nicht gebaut werden. Mehr Rechte für Minderheiten!

      • rai30 Says:

        Da hat jemand aber etwas völlig falsch verstanden!

        Weil jemand anderen etwas verbieten möchte sollen die ihre Rechte verlieren??? Dann gibt es wirklich keine Grundrechte mehr!

  3. DuisburgerBürger Says:

    ?
    In Marxloh sind doch die Moscheegegner in der Minderheit, oder? Dann müssen diesen doch die besondere Rechte einer Minderheit zustehen, oder?

    Oder gelten die besonderen Rechte für Minderheiten nur für Moschee-Freunde?

    Wenn das so ist befinden wir uns scheinbar jetzt schon nicht mehr in einer Demokratie!

    Man kann sich nicht immer das Beste aussuchen, wie es einem gerade passt – Leider!

    Deine Meinung ist also keine Rechte für die minderheit der Moscheegegner?

    • rai30 Says:

      Bei Ihnen gehen die Maßstäbe etwas durcheinander:
      Grundrechte dürfen nicht eingeschränkt werden wenn es keine besonderen Gründe dafür gibt! Sie gelten für jeden!!!

      Wer die Mehrheit oder die Minderheit ist spielt also gar keine Rolle. Auch die Minderheit darf der Mehrheit nicht die Religionsausübung verbieten, genauso wenig wie umgekehrt!

      • DuisburgerBürger Says:

        Wenn die Religionsausübung aber dann andere in Ihren Rechten einschränkt?
        Ist die Religionsfreiheit ein so hohes Gut, dass diese andere Menschen einschränken darf?

        Da du aber die Religionsfreiheit angesprochen hast wiederhole ich meine frage von oben: Kann man ohne große Moschee den Islam nicht ausüben? Benötigt jeder eine Moschee zur Ausübung der Religion? Da sind die Christen schon etwas weiter, denn in der Bibel steht schon das man kein Gotteshaus braucht um den christlichen Glauben zu leben!

      • rai30 Says:

        Wieso werden andere in ihren Rechten eingeschränkt wenn Muslime in der Moschee beten???

        Jede Religionsgemeinschaft kann ihre Gotteshäuser oder Tempel errichten. Das ist in einer modernen Gesellschaft völlig selbstverständlich und entspricht unserer freiheitlichen Verfassung.

        Detailfragen wie Lautstärke, Parkplatzprobleme und ähnliches lassen sich am besten im Dialog vor Ort lösen. Ich bin sowieso immer wieder erstaunt wieso die Leute nicht einfach mehr miteinander reden statt nur übereinander!

      • DuisburgerBürger Says:

        „Detailfragen wie Lautstärke, Parkplatzprobleme und ähnliches lassen sich am besten im Dialog vor Ort lösen.“

        Wenn das Parkplatzproblem da ist, dann ist ja auch die Moschee schon da. Würdest du denn die Moschee wieder schließen lassen, wenn das Parkplatzproblem nicht in den Griff zu bekommen ist? Können sich die Bürger in solchen Fällen an die DWG wenden?

        „Jede Religionsgemeinschaft kann ihre Gotteshäuser oder Tempel errichten. Das ist in einer modernen Gesellschaft völlig selbstverständlich und entspricht unserer freiheitlichen Verfassung.“

        Kannst du das einmal belegen? Ich finde das nirgendwo?

        Was ist eigentlich mit der Frage „Kann man den Islam auch ohne Moschee ausüben“? Dazu schreibst du die ganze Zeit nichts, soll man daraus schließen das dieses nicht möglich ist?

  4. rai30 Says:

    „…Wenn das Parkplatzproblem da ist, dann ist ja auch die Moschee schon da. Würdest du denn die Moschee wieder schließen lassen, wenn das Parkplatzproblem nicht in den Griff zu bekommen ist?…“

    Die Fragen werden immer seltsamer! Wegen fehlenden Parkplätzen sollen Grundrechte eingeschränkt werden???!!!

    Ich empfehle mal mit offenen Augen durch die Welt zu laufen und selbst zu gucken wieviele unterschiedliche Gotteshäuser von Katholiken, Protestanten, Zeugen Jehovas, Hindus, Buddhisten und eben auch Muslimen stehen.

    Und das kann man in allen modernen Staaten beobachten! Keine Religion ist gezwungen sich zu verstecken!

  5. DuisburgerBürger Says:

    „Die Fragen werden immer seltsamer!“

    Sie wollen es aber auch wirklich nicht verstehen, oder?
    Es geht nicht um fehlende Parkplätze, sondern darum warum die Rechte von anderen eingeschränkt werden sollen, damit andere ihre Religion ausüben können. Es geht hier nicht um Katholiken, Protestanten, Zeugen Jehovas, Hindus, Buddhisten oder Muslime!

    Auch antworten Sie hartnäckig nicht auf die Frage ob eine Moschee für die Ausübung des Glaubens vorgeschrieben ist?! Warum weichen Sie aus?

    • rai30 Says:

      Ihre Argumentation ist nicht nachvollziehbar: erst wollen Sie Moscheen schließen wenn nicht genug Parkplätze da sind, dann bestreiten Sie das, und nun erzählen Sie ganz abstrakt was von Rechten einschränken!

      Ich glaube wir können alle froh sein, dass Sie nicht in diesem Lande regieren. Sonst dürfte kein Bauprojekt realisiert werden das irgendjemanden stört!

      Nebenbei bemerkt hat jede Religionsgemeinschaft ihre Kultstätten. Und das sollte in einer freien Gesellschaft auch möglich sein!

  6. DuisburgerBürger Says:

    Also interpretiere ich einmal aus Ihren Antworten, dass Rechte anderer nicht so hoch anzusehen sind wie Rechte von Religionsgemeinschaften.

    „Sonst dürfte kein Bauprojekt realisiert werden das irgendjemanden stört!“
    Sehr interessante Aussage, bin mal gespannt, wenn Sie sich demnächst gegen eine Bebauung aussprechen 😉 Oder gilt diese Aussage nur für Kultstätten von Religionsgemeinschaften?

    • rai30 Says:

      Bei Ihnen scheinen die Maßstäbe zu fehlen!
      Grundrechte wiegen besonders schwer, deshalb sind Fragen wie Parkplätze und Lautstärke da eher von nachrangiger Bedeutung.

      Sie kennen offenbar nicht den Unterschied zwischen den in der Verfassung festgelegten Grundrechten und den „einfachen“ Gesetzesbestimmungen!

      Im Übrigen gilt Baurecht auch für Kultstätten. Aber Sie wollen ja laut eigener Aussage gleich jedes Bauprojekt verbieten wenn es Leute gibt, die es nicht wollen. Und das geht ja wohl eindeutig zu weit!

  7. feydbraybrook Says:

    Dieser ganze unsägliche Aktionismus wird von zwei Motoren angetrieben:

    1. die Angst vor dem Terror
    2. die angebliche Verbindung von Islam und Islamismus und letzterem mit dem Terrorismus.

    Das ist so abwegig… die SINUS-Studie (2009) belegt das Gegenteil: gerade mal 7 % der Migranten in Deutschland sind fundamentalistisch-religiös geprägt. Macht umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung also weniger als 2 %, und selbst unter denen ist es höchst fraglich, ob sie eine Nähe zum Terrorismus haben.

    • rai30 Says:

      Leider haben sachliche Argumente in der vorherrschenden Angstdiskussion um den Islam in Deutschland kaum eine Chance!

      Ich habe irgendwo gelesen, dass über 30% der Deutschen Angst vor dem Islam hätte. Und diese Angst versuchen nun Gruppierungen wie NPD und „ProNRW“ für ihren Wahlkampf zu nutzen!

      Das ist die große Gefahr für unsere offene Gesellschaft!

      • Rheinhauser Says:

        30% finde ich noch sehr wenig, da glaube ich ist die Dunkelziffer noch höher!


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