Meinungsfreiheit gilt auch für Brandstifter — Teil 2: Offener Brief

24. April 2010

Es ist fast schon Sommer, und wir haben herrliches sonniges Wetter! Wenn nicht die dämmlichen Plakate der Islamhasser von „ProNRW“ an fast jedem Laternenmast hingen könnte man sich richtig wohlfühlen!

Wie sagt doch ein altes Sprichwort so richtig: es kann der Frömmste nicht in Frieden leben wenn es der böse Nachbar nicht will!

Nicht nur, dass sich viele Freunde über diese Hetzplakate mit der durchgestrichenen Moschee aufregen, jetzt schicken die geistigen Brandstifter von „ProNRW“ sogar großformatige Flyer mit diesem schrecklichen Motiv an Moscheevereine(!) um so auch noch mehr Öl ins Feuer zu gießen!

Ich wollte meinen Augen nicht trauen als mir Freunde aus einer Moscheegemeinde den Flyer zeigten auf dem sich die Anführer von „ProNRW“ sogar vor der Merkez-Moschee in Marxloh ablichten ließen. Direkt vorm Eingang zum Gebetsraum! Unverschämter geht es kaum noch!

Heute hatten wir dazu auch ein Pressegespräch mit türkischen Medienvertretern, die deutschen Medien beachten das ganze Thema leider überhaupt nicht!

Offensichtlich ist aber eine Auseinandersetzung mit den Islamhassern immer schwieriger zu vermeiden, und ich glaube auch, dass die Islamhasser von „ProNRW“ diese vorsätzlich provozieren wollen!

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20 Antworten to “Meinungsfreiheit gilt auch für Brandstifter — Teil 2: Offener Brief”

  1. feydbraybrook Says:

    Angesichts soolcher Unverschämtheit bleibt einem die Spucke weg.

    Es ist nicht zu glauben, wer so alles seine demokratische Gesinnung vorschiebt, um blanken Fremdenhaß zu propagieren.

    Dazu habe ich auf tagesschau.de einen interessanten Artikel zum neuen Gesicht des Ku-Klux-Klans gefunden.

    Dabei fallen mir frappierende Parallelen zu Deutschland auf:

    http://feydbraybrook.wordpress.com/2010/04/25/the-kkk-took-sarrazin-away/

    Es ist ja so schön, daß die bösen Neonazis alle weit, weit weg in den USA sind.

    • rai30 Says:

      Die „bösen Menschen“ sitzen an den Stammtischen und behaupten fast alle, dass sie tolerant sind.
      Aber wenn sie das Wort „Islam“ hören denken sie sofort an „Ehrenmorde“, „Zwangsheirat“ und „Islamisten“.

      Dass Muslime ganz normal und unauffällig leben und arbeiten um sich und ihren Kindern eine bessere Zukunft aufzubauen gerät da schnell in Vergessenheit. Ebenso, dass das die übergroße Mehrheit der Muslime ist!!!

      Ich glaube auch, dass der Rassismus sich heute als „Islamkritik“ tarnt um so größere Kreise in der Bevölkerung zu erreichen und bis weit nach links vorzustoßen! Und das leider mit Erfolg!

  2. Rheinhauser Says:

    „Die “bösen Menschen” sitzen an den Stammtischen und behaupten fast alle, dass sie tolerant sind.
    Aber wenn sie das Wort “Islam” hören denken sie sofort an “Ehrenmorde”, “Zwangsheirat” und “Islamisten”.“

    Da bin ich ganz auf deiner Seite!

    Um solchen Sachen nun eine neue Seite zu geben, würde es ja mal was bringen, wenn mal z.B. eine Demo von Hochfeld oder Marxloh ausgeht die gegen „Ehrenmorde“ und „Zwangsheirat“ ist. Organisiert von einer türkischen Organisation, dann würden die Menschen auch mal merken das es sich bei mehr als 95% der Migranten nicht um Islamisten handelt! Man sollte mal neue Akzente setzen!

    • jakobswege Says:

      > “Ehrenmorde”, “Zwangsheirat” und “Islamisten”

      Reizworte für die Deutschen sind das „Dritte Reich des Nationalsozialismus“ und das „Vierte Reich des Regionalsozialismus“ – oder?

      Weg mit der Gesinnung von einem Jahrhundert Schwerindustrie und fünfzigjähriger Großpartei.

      • Rheinhauser Says:

        Da lebst du aber noch in der Vergangenheit, die neuen Reizworte sind doch “Ehrenmorde”, “Zwangsheirat” und “Islamisten”!

        Wen interessiert denn das Dritte Reich noch, da haben doch nicht einmal meine Eltern gelebt! Warum sollte das für mich ein Reizwort sein?

      • rai30 Says:

        Reizworte hin oder her! Ich würde mir sachlichere Diskussionen mit weniger Angst und ohne Panik in diesem Lande wünschen!

      • Rheinhauser Says:

        Wie sollte denn so eine sachliche Diskussion aussehen? Oder besser gefragt worüber sollte diese deiner Meinung nach sein?

      • rai30 Says:

        Eine sachliche Diskussion sollte nicht auf Ängsten und Panik aufbauen sondern nach Gründen für die Probleme im Zusammenleben von Zuwanderern und Alteingesessenen suchen und diese analysieren.

        Natürlich muss man auch darüber diskutieren wie unterschiedliche Glaubensformen und Kulturen in diese Gesellschaft integriert werden können und welche Eigenheiten anderer toleriert werden können und welche nicht!

        Für mich ist unsere Verfassung die Richtschnur der öffentlichen Ordnung, das bedeutet Religionsfreiheit gilt für alle(!), aber innerhalb der von der Verfassung festgelegten Grenzen! Soweit war auch schon der Preussenkönig vor 250 Jahren!

        Nebenbei bemerkt bin ich auch dafür Gesichtsverschleierungen in unserem Land zu verbieten. Ich denke sogar, dass das über das Vermummungsverbot eigentlich schon geschehen ist!

        Im öffentlichen Leben hat jeder sein Gesicht zu zeigen!

      • Tenrix Says:

        Unsere Diskussionen im Revier sind von entweder – oder geprägt. Die Monopol-Strukturen des Ruhrgebiets in Wirtschaft und Politik haben so den Reviergeist geprägt. Vielfalt (diversity) ist für uns noch ein Fremdwort.

  3. rai30 Says:

    @ Rheinhauser

    Die Leute haben von diesen Schlagwörtern die Schnauze voll und wollen diese Themen nicht noch weiter in die Öffentlichkeit tragen.

    Es gab übrigens mal eine Demo gegen islamistischen Terror, von der DITIB mit zahlreichen Moscheegemeinden organisiert, auch wird immer wieder in den Moscheen und auch in der Öffentlichkeit immer deutlich gesagt, dass die Religion nicht als Vorwand für Gewalt missbraucht werden darf!

    Aber die Öffentlichkeit nimmt das nicht wahr und lässt sich lieber von irgendwelchen extremistischen Gruppierungen, die über keinen Rückhalt bei der übergroßen Mehrheit der Muslime verfügen weismachen sie würden „den Islam“ vertreten.

    Ich habe schon lange den Verdacht, dass diese Extremisten für viele Politiker ein willkommener Vorwand sind um die Gleichberechtigung von Migranten zu verhindern!

  4. Rheinhauser Says:

    Genau aus diesem Grund muss mal ein wirksames öffentliches Statement her! Wenn z.B. eine türkische Demo von Marxloh aus gegen “Ehrenmorde” und “Zwangsheirat” organisiert wird, dann kommen die Themen mal positiv für die islamischen Mitbürger rüber! Die Themen nun tot zu schweigen und zu versuchen das Thema nicht noch mehr in die Öffentlichkeit zu tragen ist genau der falsche Weg! So bekommt man doch den Eindruck das von diesen Gruppen das geduldet wird und die das totschweigen wollen! Genau das ist der falsche Weg! Die islamischen Mitmenschen müssen zeigen das Sie wie wir sind!

    So können die rechten Gruppen immer wieder Öl ins Feuer gießen und das Thema neu anfachen!

    • rai30 Says:

      Wie schon gesagt: die Öffentlichkeit nimmt nur das wahr, was sie wahrnehmen möchte!

      Gegen die groß angelegten Medienkampagnen kommen die islamischen Verbände sowieso nicht an!

      • Rheinhauser Says:

        Resignation?

      • rai30 Says:

        Die Erkenntnis, dass man gegen die mediale Verzerrung der Wirklichkeit nicht viel tun kann!

        Ansosnsten hoffe ich, dass die vielen kleinen Aktionen und Begegnungen langfristig was bewirken!

      • Rheinhauser Says:

        Komische Einstellung!

        Was meinst du denn wie viele Menschen anderer Glaubensrichtungen sich da beteiligen würden! Der Islam muss aus seinem Hinterhofdasein raus und das geht nur so!

        Sich nun hinzustellen und zu sagen wir können nichts tun ist genau der falsche Weg!

        Da hätte ich gerade von Dir mehr erwartet!

        Einerseits schreibst du öffentliche Briefe und auf der anderen Seite sagst du „Die anderen sind sowieso zu stark, da können wir nichts machen – warten wir mal ab was die anderen für uns machen“!

        Wenn du nichts machen willst, warum sollten denn wir dann für Dich demonstrieren?

      • rai30 Says:

        Niemand will nichts tun! Es gibt Möglichkeiten jenseits von Demos um Menschen zu überzeugen!

        Die kleinen alltäglichen Aktivitäten sind wahrscheinlich weitaus nützlicher als große Demos.

        Offene Briefe dienen übrigens auch dazu Nachdenklichkeit zu bewirken. Das bringt vielleicht mehr als jede Demo!

      • Rheinhauser Says:

        Ok, wenn du das so siehst!
        Warst du eigentlich bei der Gegendemo zur PRO-NRW-Demo?

      • rai30 Says:

        Ich war bei der Gegendemo in Marxloh! Und ich bin heute der Ansicht, dass diese Gegendemo besser nicht stattgefunden hätte.

        Es hätte fast Krawall zwischen rivalisierenden Gruppen von Migranten gegeben und „ProNRW“ bekam noch mehr Aufmerksamkeit und indirekte Werbung geschenkt.

      • Rheinhauser Says:

        Was sind denn rivalisierende Migrantengruppen?

  5. Tenrix Says:

    Zum zweiten Mal in Folge fehlte Herr Roland Busche (Die Linke.) in der Bezirkvertreter-Versammlung, beim letzten Mal unentschuldigt.

    Busche hatte die Rücknahme des Bebauungsbeschluss Sportplatz Haesen von Paschmann „schriftlich“ und gab Hans-Joachim Paschmann die fehlende Stimme zur Wahl des Bezirksbürgermeister Hochheide.

    Neue Monate nach der „schriftlichen“ Zusage hat die SPD Homberg immer noch „Beratungsbedarf“. Roland Busche (Die Linke Duisburg) hat sich trotz aller Warnungen über den Tisch ziehen lassen. Das wird wohl anlässlich der Landtagswahl gemeint, wenn festgestellt wird, Die Linke Duisburg ist nicht regierungsfähig.


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