Fastenbrechen in Marxloh

29. August 2010

Gestern abend hatte die Duisburger Alternative Liste — DAL zum gemeinsamen Fastenbrechen viele Gäste aus Kommunalpolitik und Verwaltung eingeladen!

In meiner Eigenschaft als Vorsitzender der DAL und Ratsherr durfte ich dann auch an die 40 Leute in der Merkez-Moschee begrüßen. Pünktlich um 20:37 Uhr ging nach dem Abend-Ezan bei lockerer Atmosphäre das Essen los.

Natürlich wurde auch in den zahlreichen Gesprächen wieder über die Loveparade-Katastrophe und die beantragte Abwahl des Oberbürgermeisters diskutiert. Wobei mir sofort auffiel, dass die anwesenden Migranten sich nicht der medialen Stimmungsmache gegen Adolf Sauerland anschließen. In sachlicher ruhiger Stimmung wurden die Argumente für und wider bei einem heißen Glas Tee ausgetauscht.

Meine Vermutung, dass die ganze Anti-Sauerland-Stimmung von den WAZ-Medien künstlich erzeugt wurde teilten viele Anwesende, die mediale Menschenjagd auf den OB ist einfach erschreckend und abstoßend.

Selbst Befürworter einer Abwahl waren erschrocken über die teils hasstriefende Stimmung, die insbesondere der WAZ-Medienkonzern mit seinen Propagandablättern WAZ und NRZ zu verantworten hat! Zum Glück lassen sich die Migranten davon nicht beeinflussen. Mein Eindruck gestern abend war jedenfalls wieder einmal, dass der Oberbürgermeister immer noch hohes Ansehen und viel Sympathien bei den Migranten hat!

Natürlich wurden aber auch andere Themen gestreift, schließlich geht das Leben in Duisburg auch weiter und es gibt viele andere wichtige Dinge zu besprechen wie die Verhältnisse in Hochfeld, die auch ein wichtiges Gesprächsthema waren.
Dazu werden wir auch aktiv an Konzepten arbeiten.

Es war auf jeden Fall ein produktiver und lockerer Abend mit einigen Überraschungsgästen!


Sarrazin als Finanzsenator auf der Homepage von Berlin

Und wieder hat der Pulloverexperte und nebenberufliche Islamhasser Sarrazin zugeschlagen. Der Mensch, der seit 1975 im öffentlichen Dienst mit Hilfe seines SPD-Parteibuches ordentlich Karriere machte und heute einen gutdotierten Posten im Bundesbankvorstand hat, hetzt wieder medienwirksam gegen Migranten, und vor allem natürlich gegen Muslime!

Das tut er ja immer wieder gerne und öffentlichkeitswirksam, seine Partei, die SPD, hat ihn trotzdem nach Kräften gefördert. Selbst gegen heftige Kritik aus den eigenen Reihen wurde er von der Parteispitze bisher in Schutz genommen. Wenigstens scheint das aber jetzt vorbei zu sein und der Parteivorsitzende soll Sarrazin auch schon zum Parteiaustritt aufgefordert haben. Hätten er und andere Spitzengenossen letztes Jahr mal nicht den beantragten Parteiausschluss verhindert, dann hätten sie jetzt dieses Problem nicht.

Ein Karrierebeamter und Politiker, der wiederholt gegen „HARTZ IV“-Empfänger und Migranten hetzt ist für die SPD mit Sicherheit keine gute Werbung. Warum nur wird so einer aber gefördert und bis in den Bundesbankvorstand gebracht??? Oder haben die fragwürdigen Thesen des SPD-Bankers doch nicht wenige Fans auch in SPD-Kreisen sowie in weiten Teilen der Bevölkerung???

So borniert und selbstherrlich wie ein Herr Dr. Thilo Sarrazin ist scheint er auch davon auszugehen. Da stört es ihn auch nicht wenn ihn der Zentralrat der Juden auffordert den Neonazis der NPD beizutreten! Immerhin soll die NPD auch schon erklärt haben, dass sie ihn gerne aufnehmen würde!

Als Zeitungsleser in Duisburg hat man es nicht leicht: der WAZ-Medienmonopolist beherrscht Duisburg und betreibt in seinen Publikationen dreiste SPD-Propaganda sowie seit einigen Wochen auch eine mediale Menschenjagd auf den Oberbürgermeister. Die Rheinische Post ist keine wirkliche Alternative da CDU-lastig und für meinen Geschmack auch zu konservativ!

Kurzum es gibt keine unabhängige und qualitativ gute Berichterstattung in dieser Stadt. In meiner Not habe ich mir gestern sogar eine FAZ gekauft, auch wenn es sich dabei um das Zentralorgan des konservativen Bildungsbürgertums handelt ist die Zeitung wenigstens seriös und bietet auch interessante und offensichtlich gut recherchierte Artikel. Ich habe jedenfalls gerne die FAZ gelesen da auch zwischen Bericht und Meinung unterschieden wird. Das sollten die SPD-Parteischreiber des WAZ-Konzerns mal lernen!

Auch wenn es Leute gibt, die mich überreden wollen doch WAZ zu lesen („…man muss wissen was der Gegner denkt!„), so weigere ich mich doch diese mediale Parteiwerbung zu kaufen. SPD-Flugblätter finanziere ich nicht!

Ich werde mir daher notgedrungen öfters Qualitätszeitungen aus anderen Städten und Regionen kaufen müssen da in Duisburg leider keine Zeitung existiert, die auch diesen Namen verdient.

Und so kaufe ich mir nun der Meinungspluralität wegen FAZ, TAZ, SZ, Die Zeit oder auch mal das „Neue Deutschland“ (aber das Original, nicht die NRZ!). So ist auch sichergestellt, dass ich unterschiedliche Sichtweisen zu bedeutenden Themen kennenlerne! Auf lokale Berichterstattung kann ich dabei natürlich nicht setzen, das bleibt ein Problem. So wie mir geht es auch anderen Leuten, die gerne eine unabhängige Lokalberichterstattung in Duisburg hätten. Ich suche seit längerem Mitstreiter, die bereit wären an einer freien lokalen Alternative zu den Parteiblättern des WAZ-Konzerns mitzuarbeiten.

Aber auch wenn die Leute sich über die miese Qualität der Artikel in WAZ/NRZ ärgern und ihre Abos kündigen so scheuen doch alle das Risiko selbst zu schreiben, und so stirbt die lokale Presse in der Stadt langsam aus wenn nicht ein mittelgroßes Wunder passiert.

DGB=SPD

17. August 2010

Gerade habe ich auf dem Heimweg im Autoradio den Duisburger DGB-Vorsitzenden Bischoff gehört wie er den Oberbürgermeister zum Rücktritt aufgefordert hat.

Nun wissen wir alle welches seit Wochen diskutierte Thema da als Rücktrittsgrund herhalten soll. Aber als Arbeitnehmer frage ich mich auch ob eine Gewerkschaft oder ein Gewerkschaftsbund sich wirklich für kommunalpolitische Angelegenheiten hergeben muss wenn Arbeitnehmerinteressen überhaupt nicht tangiert sind?!

Natürlich spielt das in Wirklichkeit keine Rolle denn der DGB-Vorsitzende ist ja auch gleichzeitig SPD-Landtagsabgeordneter und seit vielen Jahren auch parteipolitisch engagiert. Nur warum verschweigt er das im Interview mit Radio Duisburg und erweckt den Eindruck er würde als Gewerkschafter reden. Beim Mieterbund sieht es genauso aus, Funktionäre, die gleichzeitig auch parteipolitische Gründe für ihre Position haben benutzen ihre Verbände um der Öffentlichkeit vorzutäuschen es gäbe eine breite Mehrheit für ihre Verlautbarungen. Die bürokratischen Apparate der Verbände manipulieren so in Zusammenarbeit mit den SPD-Propagandamedien des WAZ-Konzerns die Bürger. Oder sie versuchen es, denn laut WAZ(!)-Umfrage möchte die Mehrheit der Befragten, dass Adolf Sauerland Oberbürgermeister bleibt!

Und dem Kollegen Bischoff kann ich nur sagen, dass er nicht für die Arbeitnehmer sprechen kann wenn es um Themen geht, die nichts mit Arbeitnehmerinteressen zu tun haben!

Rücksichtslosigkeit

16. August 2010

Es gibt schon rücksichtslose A….löcher! Als ich vorgestern mit Benny auf den Spielpatz ging wäre er fast in die Überreste einer Glasflasche getreten!

Offensichtlich haben irgendwelche rücksichtslosen Typen ein kleines Besäufniss auf dem Kinderspielplatz abgehalten, denn ich fand noch etliche Glasscherben, die wohl von einer Proseccoflasche stammten.

Der nur wenige Meter entfernte Abfallbehälter war den Trinkern wohl schon zu kompliziert, und auf Kinder Rücksicht zu nehmen ist heutzutage auch aus der Mode gekommen. Überhaupt ist Rücksichtsnahme kein beliebter Wert wenn ich mir am Essenberger See und anderswo die Hinterlassenschaften einiger Mitmenschen ansehe, die wohl nicht fähig sind den Sperrmüllservice der Wirtschaftsbetriebe anzurufen und stattdessen lieber ihre alten Geräte und Kleinmüll in die Landschaft werfen.

Wenn die Müllgebühren aber wieder steigen weil die Entsorgung der wilden Müllkippen auch was kostet und Kinder verletzt werden wenn sie in Scherben oder weggeworfene Spritzen treten ist das Geschrei groß und niemand fühlt sich dafür mitverantwortlich!

Gestern hat der Fastenmonat Ramazan begonnen und ich hatte meine erste Einladung zum Fastenbrechen in einem befreundeten Verein in Rheinhausen.

Nach dem gemeinsamen Essen und Tischgebet begann auch die Diskussion um die Katastrophe auf der Loveparade. Einige meinten, die Leute die dahin gingen seien selbst schuld gewesen und hätten ja nicht in den überfüllten Tunnel reinlaufen müssen. Es hätte auch außerhalb des Veranstaltungsgeländes gefeiert werden können. Ihren eigenen Kindern hätten sie verboten zu so einer drogengeschwängerten Veranstaltung wie der Loveparade hinzugehen.

Ich wies daraufhin, dass da auch ganz „normale“ Jugendliche waren, die nur feiern wollten und dann als die Massenpanik ausbrach in einem tödlichen Sog mitgerissen wurden. Ich denke das verstanden die meisten. Aber ihre generelle Abneigung gegen eine Veranstaltung wie die Loveparade lässt sich natürlich nicht so leicht abbauen.

Einig waren wir uns alle darin, dass die Rücktrittsforderungen gegen den Oberbürgermeister Sauerland von uns abgelehnt werden solange die Umstände die zur Katastrophe führten nicht aufgeklärt sind. Da bekam ich auch völlige Rückendeckung für meine Ablehnung des von der Linken eingebrachten Abwahlantrages.

Die DAL-Mitglieder hatten mir da auch schon am Montag klar ihre Unterstützung gegeben. Allerdings fragen sich viele bis heute warum der Oberbürgermeister nicht offensiver seine Position vertritt und den meist SPD-gesteuerten Kritikern nicht energischer Paroli bietet. Diese allgemeine mediale Hetze gegen einen einzelnen Entscheidungsträger ruft in der DAL-Basis großen Widerspruch hervor.

Alle waren der Ansicht, dass es hier nur um Machtpolitik ginge und die SPD mit ihren Propagandamedien die Loveparade-Katastrophe ausnützen würde um sich den Sessel des Oberbürgermeisters in Duisburg zurückzuerobern! Deswegen würde wohl auch niemand die Polizei kritisieren, die ja auch am Tag der Katastrophe eine wichtige Rolle spielte.

Irgendwie finde ich das auch ermutigend, dass viele Menschen sich von dem publizistischen Dauerfeuer von WAZ/NRZ und Radio Duisburg nicht in die Irre führen lassen!

Da der Ramazan bis Mitte September andauert werde ich wegen des Themas „Loveparade“ sicher noch so manche Diskussion führen dürfen!

!!! Aktuelle Frage !!!

Jakobswege hat noch eine Bitte an alle Leser hier:

> Entscheidung nach Faktenlage

Die Fakten müssen geklärt werden!

Ich suche Fotos und Videos von der Loveparade am Tag davor.

Es muss herausgefunden werden, wer die nicht-genehmigten Bauzäune auf der Rampe zur Loveparade 2010 aufgestellt hat. Dadurch wurde der Zugang auf der Rampe von geplanten 175.000 Besuchern auf 120.000 pro Stunde gedrosselt.

Die Rampe war der Fluchtweg Nummer 15 bei der Katastrophen-Planung der Feuerwehr und wurde durch Bauzäune und Polizeifahrzeuge verstellt.

Wer kann helfen? Antworten bitte beim Duisburger-Blog http://jakobswege.wordpress.com

Wenn jemand mit seiner IP absolut anonym bleiben möchte, bitte GUARDSTER benutzen.

Danke für Eure Unterstützung. JAKOBSWEGE

Heute habe ich einen Blog entdeckt, der minutiös die Loveparade-Katastrophe dokumentiert. Videos von verschiedenen Quellen zeigen die Ereignisse teilweise hautnah.

Der Blog heißt „Dokumentation der Ereignisse zur Loveparade 2010 in Duisburg„.

Der Blogautor bemüht sich das Geschehen zwischen Tunnel und Rampe sowie den Treppenaufstieg genau zeitlich korrekt wiederzugeben. Wer sich also eine Meinung bilden will und dabei nicht den Schlagzeilen der WAZ-Propagandamedien vertrauen will sollte einen Blick auf diesen Blog werfen sowie die zahlreichen YouTube-Videos betrachten.

In vielen Kommentaren berichten und diskutieren Augenzeugen kontrovers was sie erlebten, hier ein Beispiel:

„…Die verhängnisvollen 8 Minuten von 16:54 bis 17:02

Als Grundlage für die folgenden Schilderungen dienen u. a. die Videos von pizzamanne, struppi04, coolwojtek, mbreezer1, backtony (new assembled von helgem612), bstadtfilms und weitere Videos.

Phase 1: 16:54 bis 16.56
Um 16:54 verliert der erste Besucher die Nerven. Er hechtet sich vom Sockel unter dem rosa Plakat auf die Köpfe der Eingezwängten, versinkt aber aufgrund seiner geringen Körperfülle selbst in der Menge. In den nächsten 2 Minuten folgen 5 weitere Übersteigungen, welche die Lage in der Nähe der Treppe dramatisch verschärfen. Der Filmer Pizzamanne z. B. versinkt dabei selbst in der Menge.

Phase 2: 16:56 bis 17:00
Um 16:56 erfolgt der 1. Absturz des weißen Kletterers mit der kurzen Hose in der Mitte vor dem rosa Plakat, als er versucht sich an einem Seil hochzuziehen. Dadurch kommen weitere Personen vor dem Plakat in Schieflage. Bis 17:00 gibt es 5 dokumentierte Übersteigungen, darunter auch 2 Frauen. Zwischendurch etwa um 16:57 gibt es noch den Absturz des Kletterers mit dem knallgrünen Shirt und der weißen Hose von dem Schild links neben der rosa Tafel. Sofort danach erklimmt das grüne Männchen abermals das Schild und verharrt am rechten Rand des rosa Plakats.

Phase 3: 17:00 bis 17:02
Ziemlich genau um 17:00 setzt der parkende grüne Polizeiwagen, der etwa in Höhe des rosa Plakats steht, seine Fahrt fort. Im zügigen Schritttempo fährt er in Richtung Rampe. Genauso zügig gehen die Gäste hinter dem Wagen her. Der Strom hinter dem Wagen wird schnell immer breiter, da die bis dahin eingekeilten Menschen aus beiden Tunneln endlich weiter gehen können. Insbesondere die aus dem von Westen kommenden Tunnel nachströmende Menschenmenge baut Druck auf. Es gibt eine regelrechte Wellenbewegung, die von den eingekeilten Leuten vor der Treppe und denen vor dem dreieckförmig angeordneten Absperrgitter rechts von der Treppe zurück geworfen wird. Die zurück laufende Menschenwelle dauert etwa 4 Sekunden und wirft eine Traube von Menschen zwischen Plakat und Treppe um. Sie verknäulen sich ineinander. Einige erkennen ihre Chance jetzt die Treppe zu erreichen, indem sie die gestapelten, gegeneinander versetzten Menschen als Rampe benutzen. Kurz darauf gibt es mindestens weitere 8 dokumentierte Übersteigungen. Um 17:02 stürzt zu allem Überfluss das ursprünglich grüne Männchen jetzt mit weißem Shirt mitsamt der oberen Metallleiste des rosa Plakats in die bereits am Boden Liegenden und wird kurz darauf selbst zum Überkletterer…“


Eine Polizeisperre vor der Rampe (Quelle: unbekannt, im Google-Cache gefunden)


Sperrlinienplan der Polizei (Quelle: NRW-Innenministerium)

Eigentlich wäre es ja die Aufgabe der Presse möglichst genau zu recherchieren wie es zur Tragödie kommen konnte anstatt schnelle Urteile zu fällen. Aber leider haben wohl viele Journalisten keine Zeit oder kein Interesse an der Aufklärung und Information der Bürger. Da kann man als kritisch denkender Mensch nur froh sein, dass es im Netz viele engagierte Leute gibt, die ihren Beitrag zur Information der Menschen leisten!

Heute wissen es alle besser, aber am 23. Juli also einen Tag vor der Katastrophe auf der Loveparade waren eigentlich alle guter Hoffnung, dass das Raverfestival ein großartiges Ereignis werden würde!

Die Presseerklärung des NRW-Innenministers ist da nur ein Beispiel, egal ob Stadt, IHK, Lopavent, Medien oder eben die Landespolitik: alle hatten große Erwartungen. Nur jetzt will keiner verantwortlich sein oder aber man war schon immer sehr kritisch gegenüber der Loveparade eingestellt!

Um das Gesamtbild nicht zu stören hat der WAZ-Konzern, dessen Redakteure die Loveparade noch am 23. Juli als „Glücksfall“ bezeichneten, auch die entsprechenden Artikel aus dem Netz genommen. Nur die Datenbanksuche über „derWesten.de“ zeigt noch, dass diejenigen die angeblich schon immer wussten, dass die Loveparade nicht nach Duisburg gehört, vor dem 24. Juli 2010 selbst noch ganz begeistert von dem Technospektakel waren.

Angesichts der Katastrophe ehrlich zu bleiben und frühere Fehleinschätzungen zuzugeben ist eben für viele sehr schwer!

Zwischenbericht!

5. August 2010

Langsam aber sicher kommt wohl die Wahrheit ans Licht. Jedenfalls gibt es nach dem Bericht der Polizei von letzter Woche nun auch einen externen Bericht aus Düsseldorf, der im Auftrag der Stadt erstellt wurde!

Ich konnte den ausführlichen Bericht bis jetzt nur überfliegen, aber alle die sich eine eigene Meinung bilden wollen anstatt der allgemeinen Hetze der WAZ-Medien Glauben zu schenken können sich auch den Zwischenbericht von der Webseite der Stadt runterladen: http://www.duisburg.de/news/medien-12/Zwischenbericht_Loveparade.pdf

Auch wenn es natürlich nur ein vorläufiger Zwischenbericht ist so hilft er doch auch bei der Aufklärung der Tragödie auf der Loveparade und rückt das einseitige Bild der letzten Tage in den Medien etwas zurecht!

Nach der Trauerfeier…

1. August 2010

Die Trauerfeiern und Trauermärsche sind vorbei und es kamen wesentlich weniger Menschen als erwartet. Offensichtlich wollten viele Bürger nicht zu den offiziellen Veranstaltungen kommen!

Morgen setzen sich die Fraktionen zusammen um mögliche Konsequenzen aus der Katastrophe zu diskutieren. Vielleicht gibt es auch schon konkrete Anträge. Angeblich wird die SPD einen Abwahlantrag gegen den OB stellen, aber das ist auch noch nicht sicher.

Die Linke hat sich da auch schon positioniert, nur die Grünen sind auffällig still. Sie gehörten auch zu den entschiedensten Befürwortern der Loveparade. Ich und meine Fraktion stecken auch noch voll in der Diskussion. Nach so einer verheerenden Katastrophe wie der letzten Loveparade steckt der Schrecken auch noch immer in den Knochen.

Ich für mich denke, dass schleunigst die Umstände und Ursachen, die zur Tragödie führten restlos aufgeklärt werden müssen. Es ist immer noch zu fragen ob Polizei, städtisches Ordnungsdzernat oder Veranstalter versagt haben, oder vielleicht auch alle zusammen!

Die WAZ/NRZ-Propagandablätter reiten ihre mediale Kampagne gegen den OB anstatt mal energischer auf Aufklärung zu drängen und auch das Geschehen zu analysieren. Ich glaube jedenfalls nicht, dass es einen Alleinschuldigen gibt. Und wenn schon Rücktritte, dann sollten es aus moralischen Gründen alle Beteiligten sein! Denn das erzürnt die Menschen wohl am meisten, das niemand sich verantwortlich fühlt und sich keiner von sich aus vor die Öffentlichkeit stellt und sagt „es tut mir leid ich trage Verantwortung für das Geschehene und ziehe Konsequenzen„.

Im Moment schimpfen alle auf den OB, ich aber frage mich wieso die Polizei keinerlei Verantwortung tragen soll?! Das ist doch die oberste Behörde wenn es um öffentliche Sicherheit geht. Jede Demo kann aus Sicherheitsgründen ganz schnell verboten werden. Der Veranstalter trägt mit Sicherheit auch viel Verantwortung, von einem Kollege habe ich erfahren, dass ganz kurzfristig Sicherheitskräfte von unserer Firma geordert wurden. Und es wurde jeder genommen der geradeaus laufen konnte!

Es gibt leider noch soviele offene Fragen und Missstände aufzuklären, ich schließe mich einer email-Kampagne an, die das Motto „Auklärung statt Vorverurteilung“ trägt. Sowohl an Stadt als auch an die Medien schicken einige hundert Leute folgenden Text:

Aufklärung statt Vorverurteilung

Duisburg und NRW trauern um die Opfer der Massenpanik auf der Loveparade am letzten Samstag. Auch ich bin immer noch fassungslos über diese Katastrophe und möchte den Angehörigen der Opfer mein tiefes Beileid ausdrücken.

Die Umstände und Ursachen, die zum Tode von mittlerweile 21 Menschen und zu über 340 Verletzten führten müssen schonungslos aufgeklärt und die Schuldigen für Versäumnisse und Fehler benannt werden. Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft dies mit ihren Ermittlungen leisten wird.

Ohne den Ermittlungen vorgreifen zu wollen erkläre ich aber auch, dass ich mir sicher bin, dass unser Oberbürgermeister und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles menschenmögliche getan haben, um das schreckliche Unglück auf der Loveparade zu verhindern. Deshalb wende ich mich mit dieser Erklärung gegen die mediale Aburteilung von Adolf Sauerland, wie sie derzeit in einigen Rundfunkanstalten und Zeitungen stattfindet. Auch für den Duisburger Oberbürgermeister gilt die Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils! Adolf Sauerland hat als Duisburger Oberbürgermeister seit 2004 viel für unsere Stadt geleistet. Er hat eine faire Behandlung verdient!

Bei aller verständlichen Bestürzung und Wut über das grausige Geschehen vom letzten Samstag darf es nicht zu willkürlichen Vorverurteilungen und Anfeindungen kommen.

Beschimpfungen oder gar Morddrohungen dürfen wir in unserer Gesellschaft niemals dulden. Leider muss ich feststellen, dass einige Medienorgane mit unbewiesenen Behauptungen und Mutmaßungen das Klima für diese schlimme Entwicklung in Duisburg geschaffen haben!

Ich rufe daher alle Bürger, Medien und politische Parteien dazu auf, erst die Ergebnisse der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abzuwarten, bevor öffentliche Urteile gefällt und Rücktrittsforderungen gestellt werden.

Angesichts der vielen Toten und Verletzten müssen die Ursachen und Gründe für die blutige Tragödie auf der letzten Loveparade rest- und schonungslos aufgeklärt werden, damit sich eine solche Katastrophe nie wiederholen wird und die Verantwortlichen Ihre gerechte Strafe erhalten. Das sind wir den Angehörigen der Opfer und den vielen Verletzten schuldig!

Vielleicht hilft es ja die Diskussion um das Loveparade-Desaster zu versachlichen, auch wenn das bei 21 Toten und hunderten Verletzten nicht leicht sein wird!

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