Nach der Trauerfeier…

1. August 2010

Die Trauerfeiern und Trauermärsche sind vorbei und es kamen wesentlich weniger Menschen als erwartet. Offensichtlich wollten viele Bürger nicht zu den offiziellen Veranstaltungen kommen!

Morgen setzen sich die Fraktionen zusammen um mögliche Konsequenzen aus der Katastrophe zu diskutieren. Vielleicht gibt es auch schon konkrete Anträge. Angeblich wird die SPD einen Abwahlantrag gegen den OB stellen, aber das ist auch noch nicht sicher.

Die Linke hat sich da auch schon positioniert, nur die Grünen sind auffällig still. Sie gehörten auch zu den entschiedensten Befürwortern der Loveparade. Ich und meine Fraktion stecken auch noch voll in der Diskussion. Nach so einer verheerenden Katastrophe wie der letzten Loveparade steckt der Schrecken auch noch immer in den Knochen.

Ich für mich denke, dass schleunigst die Umstände und Ursachen, die zur Tragödie führten restlos aufgeklärt werden müssen. Es ist immer noch zu fragen ob Polizei, städtisches Ordnungsdzernat oder Veranstalter versagt haben, oder vielleicht auch alle zusammen!

Die WAZ/NRZ-Propagandablätter reiten ihre mediale Kampagne gegen den OB anstatt mal energischer auf Aufklärung zu drängen und auch das Geschehen zu analysieren. Ich glaube jedenfalls nicht, dass es einen Alleinschuldigen gibt. Und wenn schon Rücktritte, dann sollten es aus moralischen Gründen alle Beteiligten sein! Denn das erzürnt die Menschen wohl am meisten, das niemand sich verantwortlich fühlt und sich keiner von sich aus vor die Öffentlichkeit stellt und sagt „es tut mir leid ich trage Verantwortung für das Geschehene und ziehe Konsequenzen„.

Im Moment schimpfen alle auf den OB, ich aber frage mich wieso die Polizei keinerlei Verantwortung tragen soll?! Das ist doch die oberste Behörde wenn es um öffentliche Sicherheit geht. Jede Demo kann aus Sicherheitsgründen ganz schnell verboten werden. Der Veranstalter trägt mit Sicherheit auch viel Verantwortung, von einem Kollege habe ich erfahren, dass ganz kurzfristig Sicherheitskräfte von unserer Firma geordert wurden. Und es wurde jeder genommen der geradeaus laufen konnte!

Es gibt leider noch soviele offene Fragen und Missstände aufzuklären, ich schließe mich einer email-Kampagne an, die das Motto „Auklärung statt Vorverurteilung“ trägt. Sowohl an Stadt als auch an die Medien schicken einige hundert Leute folgenden Text:

Aufklärung statt Vorverurteilung

Duisburg und NRW trauern um die Opfer der Massenpanik auf der Loveparade am letzten Samstag. Auch ich bin immer noch fassungslos über diese Katastrophe und möchte den Angehörigen der Opfer mein tiefes Beileid ausdrücken.

Die Umstände und Ursachen, die zum Tode von mittlerweile 21 Menschen und zu über 340 Verletzten führten müssen schonungslos aufgeklärt und die Schuldigen für Versäumnisse und Fehler benannt werden. Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft dies mit ihren Ermittlungen leisten wird.

Ohne den Ermittlungen vorgreifen zu wollen erkläre ich aber auch, dass ich mir sicher bin, dass unser Oberbürgermeister und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alles menschenmögliche getan haben, um das schreckliche Unglück auf der Loveparade zu verhindern. Deshalb wende ich mich mit dieser Erklärung gegen die mediale Aburteilung von Adolf Sauerland, wie sie derzeit in einigen Rundfunkanstalten und Zeitungen stattfindet. Auch für den Duisburger Oberbürgermeister gilt die Unschuldsvermutung bis zum Beweis des Gegenteils! Adolf Sauerland hat als Duisburger Oberbürgermeister seit 2004 viel für unsere Stadt geleistet. Er hat eine faire Behandlung verdient!

Bei aller verständlichen Bestürzung und Wut über das grausige Geschehen vom letzten Samstag darf es nicht zu willkürlichen Vorverurteilungen und Anfeindungen kommen.

Beschimpfungen oder gar Morddrohungen dürfen wir in unserer Gesellschaft niemals dulden. Leider muss ich feststellen, dass einige Medienorgane mit unbewiesenen Behauptungen und Mutmaßungen das Klima für diese schlimme Entwicklung in Duisburg geschaffen haben!

Ich rufe daher alle Bürger, Medien und politische Parteien dazu auf, erst die Ergebnisse der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen abzuwarten, bevor öffentliche Urteile gefällt und Rücktrittsforderungen gestellt werden.

Angesichts der vielen Toten und Verletzten müssen die Ursachen und Gründe für die blutige Tragödie auf der letzten Loveparade rest- und schonungslos aufgeklärt werden, damit sich eine solche Katastrophe nie wiederholen wird und die Verantwortlichen Ihre gerechte Strafe erhalten. Das sind wir den Angehörigen der Opfer und den vielen Verletzten schuldig!

Vielleicht hilft es ja die Diskussion um das Loveparade-Desaster zu versachlichen, auch wenn das bei 21 Toten und hunderten Verletzten nicht leicht sein wird!

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33 Antworten to “Nach der Trauerfeier…”

  1. haesener Says:

    Herr Grün, ihre Position zu Sauerlands Verhalten wurde auch in ihrem Leserbrief sehr deutlich.

    Politische Verantwortung und die juristische Schuldfrage sind zwei aber völlig verschiedene Dinge! Warum vermischen sie diese ständig?

    Wenn sich dann noch das Gefühl verfestigt, dass es um Renten- und Versorgungsansprüche geht, wird das Aussitzen und Abtauchen der Verantwortlichen zur politischen Zeitbombe.

    Eine Polizistin, die dabei war, hat diesen Kommentar verfasst und dem kann ich mich nur anschließen:

    Jede Katastrophe ist eine Verkettung von Fehlern. Diese aufzuarbeiten ist wichtig!
    Genauso wichtig ist aber die Übernahme von Verantwortung und die Information der Menschen.
    Hier hat von Schmeling schlichtweg genauso versagt wie Rabe und Sauerland.
    Alle müssen allein aufgrund ihrer jämmerlichen Haltung NACH dem 24 Juli 2010 ihren Hut nehmen.
    An die Herren von Schmeling, Rabe und Sauerland: Bitte erspart uns euer Herumgeeier. Ihr müßt gehen!

    • Easy Says:

      —- „Easy“ ist hier nicht erwünscht! Das wurde hier schon vor einiger Zeit bekanntgegeben, und daran hat sich nichts geändert!

      rai30 —-

    • rai30 Says:

      @ haesener

      Auch wenn Prediger und Philosophen immer behaupten es gäbe keinen Zusammenhang zwischen Verantwortung und Schuld, die meisten Menschen sehen das nicht so, sondern würden jeden Rücktritt auch als Schuldeingeständnis werten.

      Offensichtlich fühlt sich keiner der oberen Beteiligten schuldig.

      Im Übrigen denke ich, dass die Aufklärung der Ursachen und Umstände, die zur Katastrophe führten viel wichtiger ist als symbolische Rücktritte, die keinen Toten wieder lebendig machen.

      Was würde eigentlich alle Welt sagen wenn sich herausstellen würde, dass ein Einsatzleiter der Polizei und Ordner des Veranstalters die Katastrophe durch Fehlverhalten auslösten?!

      Wieso sollte dann der OB zurücktreten?

      Ich denke, nicht dass wir hier schon jetzt den Ermittlungsergebnissen vorgreifen sollten. Aber dass die Rolle der Polizei total heruntergespielt wird und in der Öffentlichkeit ein Mensch wie ein Alleinschuldiger dargestellt wird finde ich ziemlich daneben!

      Auch befürchte ich, dass die Öffentlichkeit nach einem Rücktritt ihr Interesse an der Aufklärung in großen Teilen verlieren würde. Und das wäre wirklich schlimm, denn dann würden diejenigen die die Katasrophe auslösten eventuell davonkommen!

  2. jakobswege Says:

    Loveparade: Über die Rolle der Duisburger Presse

    FAZ.NET am 1. Aug. 2010

    http://m.faz.net/RubCCB49507459C498F8E6FA9E990486D14/Doc~E9A34C147432A446B8BE34E4E43B7C974~ATpl~Epartner~Ssevenval~Scontent.xml

    Götz Middeldorf (NRZ Duisburg) wird entlarvt. (Ich zweifele jedoch an einer Metamorphose des Madenwerks von Systemfuzzies.)

  3. Sandra Says:

    Der OB ist in euren Augen nicht verantwortlich für das was seine Mitarbeiter machen?

    In den Medien liest man auch immer wieder das der OB sagt er hätte von nichts gewusst und hinterher stellt sich raus er hat doch alles gewusst?

    Wie können wir in Duisburg so einen OB dulden?

    Hast du auch einen Link für die Kampagne „Aufklärung statt Vorverurteilung“?

    • rai30 Says:

      @ Sandra

      Die Verantwortlichkeiten und wer was wusste werden gerade von der Staatsanwaltschaft ermittelt.

      Ebenso sollte auch geklärt werden wo die Fehler gemacht wurden.

      Wieso sollte denn der OB zurücktreten wenn auf Seiten der Polizei und des Veranstalters Fehler gemacht wurden?!

      Bevor hier vorschnelle Schuldzuweisungen ausgesprochen werden sollten die Ursachen der Katastrophe geklärt werden!

      Wenn die Fakten auf dem Tisch liegen können immer noch Rücktritte erfolgen.

      Was ich aber auch ärgerlich finde ist, dass keiner der Vernatwortlichen von selbst aufsteht und sagt „ich habe Fehler gemacht“!

      Aber das hat wahrscheinlich auch was damit zu tun, dass auf denjenigen millionenschwere Schadensersatzforderungen zukämen der das zugibt.

      So schrecklich profan ist die Welt auch bei Katastrophen!

  4. rai30 Says:

    @ Sandra

    Die Kampagne „Aufklärung statt Vorverurteilung“ läuft als eMail-Kampagne. Da ist keine Website.

    Mehrere Leute haben die Mails rumgeschickt und dazu aufgefordert den Text an Stadt, Medien und OB zu schicken!

  5. haesener Says:

    Lesen sie eigentlich die Kommentare? Nochmal zur Verdeutlichung:
    „Jede Katastrophe ist eine Verkettung von Fehlern. Diese aufzuarbeiten ist wichtig!
    Genauso wichtig ist aber die Übernahme von Verantwortung und die Information der Menschen.
    Hier hat von Schmeling schlichtweg genauso versagt wie Rabe und Sauerland.
    Alle müssen allein aufgrund ihrer jämmerlichen Haltung NACH dem 24 Juli 2010 ihren Hut nehmen.
    An die Herren von Schmeling, Rabe und Sauerland: Bitte erspart uns euer Herumgeeier. Ihr müßt gehen!“
    Von Schmeling ist übrigens der derzeitige PP in Vertretung, da Cebin ja auf den Tag in den Ruhestand mußte, wegen seiner Kritik.
    Siehe das Mahlbergschreiben.

    VOR dem Unglück galt diese Aussage:

    Ohne Sauerland, keine Loveparade

    Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Das gilt uneingeschränkt, ABER auch, wer Verantwortung in guten Zeiten übernommen hat, trage sie auch in den schlechten.
    Wie stellt sich der Rat der Stadt Duisburg seiner Verantwortung?
    Haben nicht alle dort die Hand für die LP gehoben? Ich habe von keinem einzigen Rücktritt dort bisher gehört. Das finde ich ebenfalls negativ bemerkenswert.

    • rai30 Says:

      @ haesener

      Das finde ich auch negativ, dass praktisch kaum ein Ratsmitglied zur seiner Mitverantwortung steht. Es muss nämlich heißen: ohne Rat der Stadt keine Loveparade!

      Jetzt will es keiner gewesen sein! Aber auch der Versuch der Polizei jede Mitverantwortung von sich zu schieben ist unverschämt. Da fordert seltsamerweise niemand einen Rücktritt!

      Im Übrigen muss auch noch geklärt werden in wessem Verantwortungsbereich die entscheidenden Fehler gemacht wurden!
      Mein Befürchtung ist, dass nach einem Rücktritt das Interesse der Öffentlichkeit an der Aufklärung nachlassen würde, und das wäre dann die zweite Katastrophe: dann würden die Schuldigen an der Tragödie eventuell davon kommen!

      • Sandra Says:

        Wie sieht es denn mit deiner Mitverantwortung aus?

      • rai30 Says:

        Ich trage die gleiche Verantwortung wie alle Ratsmitglieder!

        Wir haben alle der Loveparade zugestimmt. Insofern fühle ich mich moralisch mitverantwortlich. Ich und alle anderen Ratsleute haben uns auf die Experten der Verwaltung und Polizei verlassen.

        Das ärgert mich jetzt auch, und ich überlege auch welche Schlüsse ich daraus ziehe.


  6. […] Abo-Shunning sind Wolfgang Gerrits (WAZ Duisburg) und Götz Middeldorf (NRZ Duisburg) verantwortlich. Sie müssen abberufen […]


  7. […] der SPD Duisburg Jürgen C. Brandt (Oberstadtdirektor Duisburg a.D.) eingesetzt. Der Parteichef der SPD Duisburg ist Ralf Jäger (SPD Duisburg), jetzt Innenminister […]

    • Sandra Says:

      Hat also die SPD die Loveparade nach Duisburg geholt? Oder wie ist der Artikel zu verstehen?

      Stimmt es, dass die DAL/DWG nicht für die Abwahl des OB stimmen wird? Wenn ja würde mich interessieren ob für die DAL/DWG der OB gar keine Schuld hat?

      • rai30 Says:

        @ Sandra

        Der ganze Rat der Stadt hat die Loveparade nach Duisburg geholt. Das wurde sogar schon vor über zwei Jahren beschlossen und im letzten Februar auf Antrag der SPD sogar nochmal konkretisiert!

        Und im Moment bin ich und meine Fraktion gegen eine Abwahl da die Katastrophe auf der Loveparade noch gar nicht aufgeklärt wurde und eben noch nicht feststeht wer dafür verantwortlich ist, dass es zur Tragödie kam.

        Wir sehen es nicht ein, dass hier jemand zum Sündenbock gemacht wird bevor Fakten auf dem Tisch liegen!

      • Sandra Says:

        Verstehe ich nicht.

        Es geht doch nicht um einen Schuldigen, sondern um jemanden der die politische Verantwortung für die Katastrophe übernimmt. Nach deiner Aussage hat also Herr Sauerland nicht die politische Verantwortung für diese Katastrophe? Wenn nicht, wer dann?

      • rai30 Says:

        @ Sandra

        Wer die Verantwortung trägt ist gerade sehr umstritten.
        Politik? Stadtverwaltung? Polizei? Veranstalter? Oder alle?

        Traurig finde ich, dass niemand von sich aus eine Verantwortung zugibt!

      • jakobswege Says:

        @ Sandra

        Der Oberbürgermeister Adolf Sauerland hat immer verantwortlich gehandelt.

        Das unterscheidet Sauerland von Zieling und Brandt. Jetzt übernimmt Sauerland wiederum verantwortung und setzt sich für eine gerechte Aufklärung der Katastrophe ein.

        Die Opfer mahnen uns, dass Fehler und Schuldige benannt werden.

      • Tenrix Says:

        Jürgen C. Brandt hat nie politische Verantwortung für seine Niederlage als Oberbürgermeisterkandidat der SPD Duisburg übernommen und musste gegen seine Machtansprüche mühsam von den eigenen Genossen abgesägt werden, damit er nicht Fraktionsvorsitzender der SPD Duisburg im Stadtrat wurde.

        Mit Unterstützung der SPD-Mietfingern Wolfgang Gerrits (WAZ Duisburg) und Götz Middeldorf (NRZ Duisburg) lechtst jetzt der Homberger Jürgen C. Brandt nach dem Blut der Macht.

      • Sandra Says:

        Ok, bei der Stadtverwaltung siehst du bis jetzt also keine Schuld, mal abwarten wie es in 3 Wochen aussieht.

        „Traurig finde ich, dass niemand von sich aus eine Verantwortung zugibt!“

        Wer soll Sie denn zugeben? Irgendwie verstehe ich deine Argumente nicht? Einerseits sagst du der OB kann die Verantwortung nicht zugeben, weil alles noch nicht aufgeklärt ist und andererseits willst du jemanden der die Verantwortung übernimmt?! Die Logik will mir irgendwie nicht in den Kopf, das klingt so als wenn du einen Schuldigen für den OB suchst.

        Aber davon mal abgesehen, wie stellst du dir denn für Duisburg den weiteren Verlauf vor? Kann der OB seinen Posten behalten? Ist der OB noch tragbar für Duisburg? Alt-OB-Krings hat das richtig gesagt, als der meinte der OB MUSS zurück treten FÜR Duisburg!

        Wenn ich mir nun morgens die Nachrichten im Fernsehen anschauen, dann kommen durch diese Hängepartei jeden Morgen nur negative Nachrichten über die Stadt Duisburg! Den Imageschaden den der OB uns mit seiner ‚Pressekonferenz‘ und seinen Äußerungen für Duisburg hergestellt hat, ist in den nächsten 10 bis 20 Jahren nicht mehr zu reparieren!

        Sollte die CDU sich nun wirklich auch noch hinter den OB stellen, ist die CDU in Duisburg verbrannt. Dann bekommen wir in den nächsten 10 bis 20 Jahren wieder SPD in Duisburg und da frage ich mich ob das Duisburg weiter bringt.

      • rai30 Says:

        @ Sandra

        Vielleicht sollte man erst mal gründlich lesen lernen!
        Ich habe immer die ganze Zeit gesagt, dass erst die Umstände und Ursachen die zur Katastrophe führten aufgeklärt werden müssen bevor man sagen kann wer Schuld oder Verantwortung für die Tragödie am 24.07.2010 trägt!

        Mich widert es an wie ohne Beleg ein einzelner als Sündenbock in der Öffentlichkeit zum Abschuss freigegeben wird. Die Morddrohungen gegen den OB gehen meiner Meinung nach auch auf das Konto der SPD-gesteuerten WAZ-Medien mit ihrer publizistischen Menschenjagd auf Adolf Sauerland.

        Sofort wurde der OB ohne Beweise als Schuldiger ausgemacht und vorverurteilt. Die Rolle der Polizei und des Veranstalters wurden und werden von den Medien des WAZ-Konzerns kaum hinterfragt.

        Ich bin mal gespannt ob es auch zu Rücktrittsforderungen gegen den Duisburger Polizeipräsidenten und den Innenminister kommen wird falls sich die Hinweise für eine Mitverantwortung der Polizei an der Katastrophe verdichten sollten???!!!

      • Sandra Says:

        Vielleicht sollte man erst mal gründlich lesen lernen! – Genau das würde ich dir auch mal vorschlagen!!!!!

        Schuld und Verantwortung MUSS man trennen!!!

        In meinen Beiträgen habe ich von politischer Verantwortung gesprochen und nicht von Schuldzuweisungen!
        Du gehörst wohl scheinbar auch der politischen Kaste an, die keine Verantwortung mehr übernehmen will, sondern einfach nur ‚regieren‘ um jeden Preis!

        Meine Frage nach der politischen Verantwortung hast du immer noch nicht beantwortet – schon klar – wirst du wohl auch nie!!!

        Sehr merkwürdig in deiner Argumentation finde ich den Vergleich mit dem Innenminister, denn von dem verlangst du ja, nachdem der 1 Woche im Amt ist, das dieser seinen Posten aufgibt um politische Verantwortung zu zeigen?! Du scheinst auf dem CDU-Auge blind zu sein, aber dafür meinst du auf dem SPD-Auge sehr wachsam zu sein!

      • rai30 Says:

        @ Sandra

        Du kannst wohl wirklich nicht lesen! Es ist immer noch nicht geklärt in wessen Verantwortungsbereich(!) die verhängnisvollen Fehler gemacht wurden die zur Katastrophe führten!!!

        Ist das so schwer zu verstehen?! Oder soll der OB für alles verantwortlich sein?! Also auch für Polizei und Veranstalter! Vielleicht hat er auch die Ordner und Polizisten persönlich an diesem Tag ausgesucht!

        Die Frage muss im Übrigen erlaubt sein: wenn der OB sofort zurücktreten soll weil eventuell Fehler gemacht wurden, muss dann nicht auch der Polizeipräsident und der Innenminister zurücktreten wenn die Polizei Fehler gemacht hat?! Es gab ganz nebenbei schon am Tage der Loveparade nach der Tragödie ganz schwere Vorwürfe gegen die Polizei, von Teilnehmern der Loveparade!!!

        Das haben die WAZ-Medien nur irgendwie vergessen zu erwähnen!

      • Sandra Says:

        Da du immer noch die Frage nach dem Verantwortungsbereich stellst, merkt man ja das du kein Interesse an politischer Verantwortung hast! Leider!

        Dir scheint der Imageschaden den Duisburg durch den OB erlitten hat wohl egal zu sein!

        Deshalb breche ich jetzt auch hier die Diskussion ab, es hat keinen Sinn, du bist scheinbar zu sehr vom OB abhängig, sonst hättest du wenigsten einmal eine meiner Fragen beantwortet 😦

        Ach ja zur Info, der Polizeichef sollte auch die Verantwortung übernehmen und seinen Rücktritt einreichen! Beim Innenminister ist das natürlich nach einer Woche fragwürdig, ob der die Verantwortung von seinem Vorgänger übernehmen muss!

      • rai30 Says:

        @ Sandra

        Was für eine dämliche Unterstellung! Oder glaubst du wirklich jeder von uns ist für alles verantwortlich?!
        Wer keine Argumente hat sollte lieber wo anders seinen Blödsinn kundtun!

  8. haesener Says:

    Duisburg. Duisburgs Alt-Oberbürgermeister Josef Krings (83) fordert im NRZ-Gastkommentar OB Sauerland auf, als Konsequenz des Loveparade-Dramas zurückzutreten. Krings war von 1975 bis 1997 ehrenamtlicher Oberbürgermeister der Stadt Duisburg.

    „Es ist sicher ungewöhnlich, einem Nachfolger öffentlich Ratschläge zu erteilen. Ratschläge sind auch Schläge, sagte Johannes Rau zutreffend. Und trotzdem: Das Ausharren im Amt des Oberbürgermeisters zerschlägt politische Kultur. Darum ein klares Wort von mir.

    Ich persönlich bekenne gerne, dass Adolf Sauerland mit mir stets freundschaftlich umging. Ich bewerte seine Integrationspolitik sehr positiv. Sauerland war mutig und erfolgreich. Seine Arbeit durchbrach die Phase einer autistischen Kommunalpolitik.

    Doch seit dem 24. Juli ist die Stadt aus ihrem Gleichgewicht geraten. Die persönlichen Verunglimpfungen und Bedrohungen des Oberbürgermeisters zeigen den Verfall der politischen Kultur. In diesen Prozess werden schon jetzt die städtischen Mitarbeiter einbezogen. Das muss ein Ende finden.

    Duisburg ist kopflos
    Es geht gar nicht mehr um Kommunikationsfehler. Um das Versagen von Polizei oder Feuerwehr. Um Planungsfehler zur Loveparade. Es geht auch nicht um Schuld und Sühne. Es geht allein um politische Verantwortung. Diese Verantwortung kann von einem Politiker nicht „übernommen werden“. Wer ein politisches Amt übernimmt, der hat die Verantwortung. Er trägt auch die Verantwortung für die Fehler seiner Organisation.

    Ein Oberbürgermeister prägt das Gesicht der Stadt. Er kann politisch gestalten. In der Regel stützt der Rat seinen Oberbürgermeister, und der hat zur Umsetzung seiner politischen Ideen eine hochqualifizierte Verwaltung. Das macht den Charme des Amtes aus.

    Jetzt ist Duisburg kopflos. Bürgern, Vereinen, Organisationen fehlt der unumstrittene Ansprechpartner. Sowohl national als auch international ist das Ansehen der Stadt beschädigt. Ein kompliziertes Abwahlverfahren, begleitet von Untersuchungsausschüssen und Experten, verlängert diese Kopflosigkeit drastisch. Wird die Stadt in einen Bürgerentscheid hineingetrieben, wächst der Schaden erheblich. Parteipolitische Abwägungen gehören dann zu den Spielregeln. Die politische Kultur wird dann endgültig zerschlagen.

    Wer es gut mit der Stadt meint, wer für politische Kultur streitet, wer Adolf Sauerland mag, der sollte ihm sagen, erspare der Stadt und dir das Abwahlverfahren. Margot Käßmann zeigte, ein Rücktritt kann auch ehrenvoll sein.“

    Dem kann ein politisch interessierter Bürger sich nur anschließen.
    „Schaden von der Stadt zu nehmen“ hat auch dieser OB Sauerland einst versprochen und nun haben wir tagtäglich neuen Schaden durch Herrn Sauerland zu vermelden. Weltweit!

    • rai30 Says:

      @ haesener

      ich habe großen Respekt vor Jupp Krings, aber hier irrt er sich: jeder Rücktritt würde nach der Medienhetze der letzten anderthalb Wochen als Schuldeingeständniss gewertet werden!

      Und Verantwortung für die Loveparade trägt eben nicht nur einer!!!

      Dass alle Welt auf einen Menschen schimpft und die ganze Stadt in Jagdstimmung auf den OB verfallen ist hat im Übrigen auch viel mit der unverantwortlichen medialen Hetze der Medien des WAZ-Konzerns zu tun!

    • Tenrix Says:

      Mir erscheint es, als spräche hier jemand mit dem Herzen und Erfahrungen aus dem Vorstand eines Homberger Bürgervereins.

      Wie wahr !!!

      Die Bürger haben versagt! Die Bürger haben sich schon seit vielen Jahren versteckt und verkrochen! Und dazu zählt auch der Vorstand eines gewissen Homberger Bürgervereins!


  9. […] Redaktionsleiter Götz Middeldorf (NRZ) vermag keine journalistische Verantwortung zu übernehmen, wenn es um die Wirklichkeit bei der eigenen Person oder um die Loveparade […]

  10. haesener Says:

    —- Auf Wunsch des Kommentators gelöscht!
    rai30 —-

    • Sandra Says:

      🙂

    • rai30 Says:

      @ haesener

      Eine Vermutung, die wahrscheinlich auf alle Beteiligten zutrifft. Auch ein Ralf Jäger soll sich laut Zeugen auf der Loveparade gut amüsiert haben!

      Und nochmals: alle wollten die Loveparade, und alle hätten sich bei einem Erfolg darin gesonnt.

      Wieso will alle Welt immer nur einen Sündenbock abschießen ohne das Geschehene richtig zu hinterfragen???!!!

      • Sandra Says:

        Wenn also Ralf Jäger als Innenminister zurücktreten würde, dann würdest du auch OB Sauerland abwählen?

        PS: Das ist aber auch wirklich eine Unverschämtheit von Ralf Jäger sich auf der Loveparade gut zu amüsieren! Gut das es Zeugen gibt!!!


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