Zwischenbericht!

5. August 2010

Langsam aber sicher kommt wohl die Wahrheit ans Licht. Jedenfalls gibt es nach dem Bericht der Polizei von letzter Woche nun auch einen externen Bericht aus Düsseldorf, der im Auftrag der Stadt erstellt wurde!

Ich konnte den ausführlichen Bericht bis jetzt nur überfliegen, aber alle die sich eine eigene Meinung bilden wollen anstatt der allgemeinen Hetze der WAZ-Medien Glauben zu schenken können sich auch den Zwischenbericht von der Webseite der Stadt runterladen: http://www.duisburg.de/news/medien-12/Zwischenbericht_Loveparade.pdf

Auch wenn es natürlich nur ein vorläufiger Zwischenbericht ist so hilft er doch auch bei der Aufklärung der Tragödie auf der Loveparade und rückt das einseitige Bild der letzten Tage in den Medien etwas zurecht!

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38 Antworten to “Zwischenbericht!”

  1. Martin Says:

    Hallo erstmal

    Mal von der Diskussion Wer hat und Schuld und sollte den Hut nehmen abgesehen. (glaub da ist schon überall alles gesagt worden) hab ich mal eine Frage an dich, als Ratsmitglied.

    Bin jetzt selbst aus Frankfurt/M aber in DU-Buchholz aufgewachsen. Ich kenne den Tunnel und das Gelände von früher noch. Das Gelände hab beim letzten Besuch in DU im Mai noch von Zug aus gesehen. Hab gar nicht jetzt so verfolgt gehabt das die LP nach Duisburg kommen sollte.

    Habt ihr, die da zugestimmt habt, das Gelände überhaupt gekannt? Wer hat überhaupt dieses Gelände für so eine Veranstaltung freigegeben? Kann mich als Kind/Jugendlicher noch erinnern das ich diesen Tunnel nur einmal mit dem Rad durchgefahren bin und fast erstickt ( so ist mir damals 70iger J) gefühlt ergangen.

    Hier in Frankfurt hat man damals die LP angelehnt weil es hier kein Gelände für so was gibt. Und hier gibt es mehr Massenveranstaltungen in einem Monat als in Duisburg in einem Jahr.

    Achja….es sollte alle die den Hut nehmen die sich im Falle eines Erfolges in ihm gesonnt hätten.

    Gruß aus FFM

    Martin

    Achja… mit Möbel Höpfner auf dem Gelände tut ihr auch keinen gefallen.

    • rai30 Says:

      @ Martin

      Wir wussten, dass die Loveparade auf dem alten Güterbahnhofgelände stattfinden sollte. Nur die Details der Veranstaltung haben wir ganz kurzfristig erfahren, und das Sicherheitskonzept, das Veranstalter, Stadt, Polizei und der Experte von der Uni erarbeitet haben, haben wir bis heute nicht bekommen!

      Ich war vor kurzem in dem Tunnel auf der Karl-Lehr-Straße, als erfahrener Sicherheitsmann bin ich der Ansicht, dass bei vernünftiger Zuflusssteuerung die Katastrophe hätte verhindert werden können! Bis ca. 16:00 Uhr funktionierte das auch.

      Aber danach muss es zu erheblichen Verständigungsschwierigkeiten zwischen Polizei und Veranstalter gekommen sein. Obwohl die Leute im Tunnel immer mehr wurden weil es vorne auf der Rampe nicht voranging hat die Polizei die Leute einfach weiter in den Tunnel gelassen.

      Es wäre gut möglich gewesen die Zufahrtsstraßen zum Tunnel einfach abzusperren. Warum das nicht geschah muss aufgeklärt werden!

      • Sandra1 Says:

        Welche Erfahrungen als Sicherheitsbeamter hast du denn?

        In deinen anderen Posts schreibst du immer du musst auf einen Haufen Schrott aufpassen, bzw. bist als Aufpasser bei irgendwelchen Versammlungen eingestellt.

        Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber du bist nun einer der Sicherheitsexperten, welche die Berechnungen für den Abfluss von Personen bei Massenveranstaltungen berechnen können?

      • rai30 Says:

        @ Sandra1

        Ich bin schon bei einigen Großveranstaltungen gewesen. Und was die Zuflussregelung angeht gibt es deutliche Hinweise, dass die in den ersten Stunden funktionierte und erst nach 16:00 Uhr die Probleme begannen weil die Absprachen zwischen Polizei und Veranstalter nicht klappten.

        Die Staatsanwaltschaft wird sicher einiges dazu feststellen!


  2. […] diese Polizeikette? Diese Frage versuchen Lagepläne der Rampe im zeitlichen Ablauf zu beantworten. Ein Augenzeuge stand in der Todesfalle und berichtete der […]

  3. asc Says:

    Die Stadt hat einen Gutachter beauftragt und bezahlt und als Gegenleistung das gewünschte Ergebnis erhalten. Dieses Gefälligkeitsgutachten wird wohl niemanden beeindrucken.

    • rai30 Says:

      @ asc

      Ein Gutachter haftet auch für sein Gutachten, und ich würde mir das Gutachten erst gut durchlesen bevor ich was unterstelle!

      • Sandra1 Says:

        Ein Gutachter haftet für sein Gutachten, aber nicht für seinen Zwischenbericht. In dem Zwischenbericht wird ja auch deutlich darauf hingewiesen, dass es sich um kein Gutachten handelt!

  4. asc Says:

    Frontal21 liegen sowohl das achtseitige „Sicherheitskonzept“ als auch die 24-seitige „Veranstaltungsbeschreibung“ des Love Parade-Veranstalters Lopavent GmbH vor.
    (…)
    So werden in den Sicherheitsdokumenten des Veranstalters zwar die Risiken an den Engstellen im Bereich der Tunnel beschrieben, eine „logische Machbarkeitsanalyse“ fehle jedoch.
    (…)
    So rechnete die Lopavent GmbH laut eigenen Unterlagen zum Höhepunkt der Katastrophe gegen 17 Uhr mit 90.000 Besuchern pro Stunde, die durch die Tunnel auf das Gelände zugehen und gleichzeitig mit 55.000 Personen, die den Festplatz verlassen. Die Kapazität der Tunnel lag jedoch bei maximal 30.000 Personen pro Stunde.
    (…)

  5. asc Says:

    „All diese Ungereimtheiten hätten der Stadt Duisburg als Genehmigungsbehörde bei einer gründlichen Überprüfung des Sicherheitskonzeptes auf jeden Fall auffallen müssen“
    (…)
    Stattdessen hat die Stadt sowohl das mangelhafte Sicherheitskonzept als auch die Veranstaltungsbeschreibung abgestempelt und genehmigt.

    http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,8095843,00.html

    • rai30 Says:

      @ asc

      Alle Beteiligten haben das Sicherheitskonzept beschlossen! Nicht nur die Stadt!

      Im Übrigen deutet vieles darauf hin, dass bei der Durchführung der Veranstaltung große Fehler gemacht wurden!

  6. haesener Says:

    —- Auf Wunsch des Kommentatoren gelöscht!
    rai30 —-

    • rai30 Says:

      @ haesener

      Wenn die Stadt ihr Gutachten selbst erstellt hätte würde jeder sagen, die stellen sich ihr eigenes Unschuldszeugnis aus! Externe Gutachten sind gerade bei komplexen Untersuchungen nichts Ungewöhnliches.

      Manchmal glaube ich, der OB muss immer schuld sein, egal was er tut es wird negativ bewertet. Da helfen auch keine Sachargumente weiter, das Urteil ist schon gesprochen!

      Wer hier schon mit Hitler und Milosevic ankommt will wohl Gegenargumente nicht mehr wahrnehmen!

    • Duisburger Says:

      > Wir Bürger haben unseren Verstand nicht abgegeben!

      @ haesener

      Das hat sich mittlerweile zu uns nach Duisburg herumgesprochen, wie viele Polizeibeamte in den Haesen leben.

      Gerade in diese Polizeibeamte müssen wir Bürger Vertrauen haben, dass Tatsachen objektiv ermittelt werden.

      Unbefangenheit ist beim „haesener“ nicht zu erkennen.

      Der „Loveparade Ablauf Augenzeugenbericht aus FAZ“ stellt die Ereignisse sehr plastisch dar. Mich würde interessieren, was der „haesener“ dazu meint.

      Oder müssen die Haesener aus persönlichen Motiven rücksichtvoll sein?

  7. Befangene Hasen Says:

    Ich empfinde momentan auch ein G`schmäckle bei den Stellungsnahmen des Haeseners.

    • Tenrix Says:

      @ haesener

      > fast keinen Beleg, dass z.B. Hitler oder Milosevic irgend eine Straftat begangen

      Ich bin sehr betroffen, wie Hitler oder Milosevic als Verantwortliche an einem Genozid in den gedanklichen Zusammenhang mit der Katastrophe Loveparade gebracht werden.

      Und es mach mich sehr besorgt, wie sich so etwas im demographischen Hinblick weiterentwickeln wird. Haesen ist schon jetzt der Vorreiter bei der Überalterung von Duisburg.

      Wird die Duisburger Jugend in zwanzig Jahren argumentativ überhaupt eine Chance haben, wenn die politische Kultur durch eine vergreiste Bevölkerung „ganz demokratisch“ entschieden wird?

      Duisburg 2030: „Also, jetzt hör mal zu. Also früher … Hitler oder Milosevic …“

  8. Cider Island Says:

    Schaut euch bitte STERN vom 29.7. in Printform an, Bild mit dem abgesperrten Bereich. Irgendwie kommt mir der vollbärtige Mann auf dem Photo bekannt vor.

  9. Sandra Says:

    Ich hab mir die FAZ-Dokumentation angeschaut und auch ich frage mich: „Warum nur gab es diese Polizeikette?“

    Zu eurem Haesener kann ich nur sagen. Das ist halt so. Mit alten Leute, die von Ereignissen wie Hilter oder Milosevic geprägt sind, muss man auch irgendwie zurecht kommen.

    Und eins kann man sicherlich sagen. Diese Leute haben gewiss viel Lebenserfahrung und sind als Kriminalkommisare vorzüglich ausgebildet Menschen zu manipulieren. So soll es ja auch Roland Busche von den Linken Duisburg und vom Homberger Signal erwischt haben.

    Jedenfalls erzählt man das so bei uns, dass immer einer für die Haesen gefunden wird, der vor den alten, morschen Karren gespannt werden kann.

    Und mal ganz ehrlich: Wie sollte man als Greiser oder Kranker auch anders überleben? Freiwillig hilft doch keiner mehr. Da muss man schon Tricks anwenden.

    Wisst ihr was, so pervers es auch klingt. Über den Kommentar des haeseners muss man doch irgendwie nachdenken, schließlich haben es die Haesener doch alle zu etwas gebracht mit ihren Villen und Vierrad-Autos – und der linke Roland Busche steht ihnen sogar bei. RESPEKT

  10. Sandra1 Says:

    Ich habe mal eine 1 hinter meinen Namen gemacht, damit nicht, wie es hier ja üblich zu sein scheint, jeder mit anderen Namen hier Kommentare schreibt!

    Also wenn hier ein G`schmäckle entsteht,dann ja wirklich bei dem Gutachten welches ja keines ist, sondern nur ein Zwischenbericht!!! Komisch das der OB und die DAL das als Gutachten titulieren? Ein Schelm wer böses dabei denkt!

    Aber kurz noch zur Vita von der Erstellerin des ‚Gutachtens‘ von Wikipedia

    „Jens Baganz unterstützte die Vergabe der Müllentsorgung an den Unternehmer Hellmut Trienekens und den Verkauf städtischer Anteile an der Wassergesellschaft RWW für 118 Mio. Euro an die RWE-(RWE Aqua). Über den Verkaufspreis wurde im Auftrag der Stadt Mülheim von Ute Jasper ein Gutachten erstellt. Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Ute Jasper, die zu diesem Zeitpunkt bereits privat mit Baganz liiert war, gleichzeitig einen Beratervertrag mit dem Kaufinteressenten RWE hatte. Baganz trat am 22. November 2002 aus privaten Gründen als Oberbürgermeister zurück. Es wurden aber keine juristische Ermittlungen gegen Ute Jasper eröffnet.“

    • rai30 Says:

      @ „Sandra1“

      Was hat das mit dem Thema „Loveparade“ zu tun???

      Wenn einem ein Gutachten oder meinetwegen ein Zwischenbericht nicht gefällt wird einfach der Gutachter schlecht gemacht!

      Und diejenigen die hier und anderswo ständig den Rücktritt des OB fordern haben außer Unterstellungen und Vermutungen gar nichts vorzuweisen!

  11. Sandra1 Says:

    „Wenn einem ein Gutachten oder meinetwegen ein Zwischenbericht nicht gefällt wird einfach der Gutachter schlecht gemacht!“

    Für dich ist da kein G`schmäckle dran?
    Ich bitte dich, bleib bitte realistisch!

    Hat Herr Sauerland eigentlich Berater oder berät der sich selbst? Bei der pressekonferenz oder bei der Wahl der Gutachter hätte der auf jeden Fall einen richtigen Berater gebraucht!

    Der Zwischenbericht wirkt soooo hilflos, der wirkt schon lächerlich! Hast du den in der Zwischenzeit schon einmal gelesen?

  12. asc Says:

    Die Dame braucht niemand schlecht „machen“. Ihren zweifelhaften Ruf hat sie sich selbst erworben. Aber sie paßt sehr gut zu der erbärmlichen Show der gegenseitigen Schuldzuweisungen.

    • rai30 Says:

      Die Dame hat vielleicht das Gutachten gar nicht selbst geschrieben! Da steht auch noch eine zweite Unterschrift!

      Ich lese mir das heute auch nochmal gründlich durch und achte auf eventuelle Schwachstellen.

      Ansonsten würde ich raten mit Unterstellungen vorsichtig zu sein!

      Zudem wird es auch noch einen Bericht der Staatsanwaltschaft geben, dann werden ja alle sehen können ob das Gutachten stimmig ist!

      • Sandra1 Says:

        Das Gutachten ist nur ein Zwischenbericht!
        Dieser Zwischenbericht enthält nur eine Auflistung von Protokollen die der ‚Gutachterin‘ zur Verfügung stehen, mehr nicht! Daraus nun die Unschuld vom OB abzuleiten steht auf wackeligen Füßen!

        PS Ich bin nicht der Typ aus Homberg mit dem roten Liegefahrrad! Ich bin übrigens eine Frau 😉 Auch Frauen interessieren sich für Kommunalpolitik!

      • rai30 Says:

        @ „Sandra1“

        Immerhin hast du schon von dem Typen mit dem Liegefahrrad gehört, falls du es nicht selbst bist!

        Was das Gutachten angeht: das ist vorläufig. Die fertige Version kommt wahrscheinlich in zwei Wochen!

        Und der Bericht der Staatsanwaltschaft wird ja noch zeigen ob das Gutachten stimmig ist und wer Schuld und Verantwortung für die Tragödie auf der Loveparade tragen muss!

  13. Sandra1 Says:

    —- „Easy“ ist hier auch unter anderem Namen nicht erwünscht!

    rai30 —-


  14. […] Lageplan-Serie zum Ablauf der Kastastrophe Loveparade 2010. Warnung an die WAZ und NRZ Duisburg: Loveparade Journalismus, der sich der Aufdeckung von Ungerechtigkeit und Wirklichkeit […]


  15. […] unbestätigten Berichten auf politischen Widerstand gestoßen sei. Vor allen der mittlerweile (Anm.: seit 26.05.2010) in Ruhestand befindliche Polizeipräsident Rolf Cebin soll Ärger auf sich […]

    • rai30 Says:

      Cebin war grundsätzlich gegen die Loveparade in Duisburg. Zu einem Zeitpunkt als noch keine konkrete Veranstaltungsplanung vorlag.
      Das sollte man auch wissen.

      Wie dem auch sei, es steht inzwischen fest, dass die Polizei auch in die Planung der Loveparade miteingebunden war und sie mittrug.

      Der Innenminister hat sogar einen Tag vor der Loveparade per Presseeklärung der Öffentlichkeit mitgeteilt, dass alle erforderlichen Maßnahmen getroffen wurden um die Sicherheit auf der Veranstaltung zu gewährleisten (Zitat: „…Damit sind wir in der Lage, schnell zu helfen und den bestmöglichen Schutz für die Menschen zu gewährleisten, stellte Jäger fest…“).

      Wir können nur hoffen, dass die Staatsanwaltschaft sich trauen wird schonungslos die Fehler und Versäumnisse zu benennen, die zur Katastrophe führten. Damit dann die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können!


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