Von FAZ bis TAZ ‒ alles außer WAZ!

23. August 2010

Als Zeitungsleser in Duisburg hat man es nicht leicht: der WAZ-Medienmonopolist beherrscht Duisburg und betreibt in seinen Publikationen dreiste SPD-Propaganda sowie seit einigen Wochen auch eine mediale Menschenjagd auf den Oberbürgermeister. Die Rheinische Post ist keine wirkliche Alternative da CDU-lastig und für meinen Geschmack auch zu konservativ!

Kurzum es gibt keine unabhängige und qualitativ gute Berichterstattung in dieser Stadt. In meiner Not habe ich mir gestern sogar eine FAZ gekauft, auch wenn es sich dabei um das Zentralorgan des konservativen Bildungsbürgertums handelt ist die Zeitung wenigstens seriös und bietet auch interessante und offensichtlich gut recherchierte Artikel. Ich habe jedenfalls gerne die FAZ gelesen da auch zwischen Bericht und Meinung unterschieden wird. Das sollten die SPD-Parteischreiber des WAZ-Konzerns mal lernen!

Auch wenn es Leute gibt, die mich überreden wollen doch WAZ zu lesen („…man muss wissen was der Gegner denkt!„), so weigere ich mich doch diese mediale Parteiwerbung zu kaufen. SPD-Flugblätter finanziere ich nicht!

Ich werde mir daher notgedrungen öfters Qualitätszeitungen aus anderen Städten und Regionen kaufen müssen da in Duisburg leider keine Zeitung existiert, die auch diesen Namen verdient.

Und so kaufe ich mir nun der Meinungspluralität wegen FAZ, TAZ, SZ, Die Zeit oder auch mal das „Neue Deutschland“ (aber das Original, nicht die NRZ!). So ist auch sichergestellt, dass ich unterschiedliche Sichtweisen zu bedeutenden Themen kennenlerne! Auf lokale Berichterstattung kann ich dabei natürlich nicht setzen, das bleibt ein Problem. So wie mir geht es auch anderen Leuten, die gerne eine unabhängige Lokalberichterstattung in Duisburg hätten. Ich suche seit längerem Mitstreiter, die bereit wären an einer freien lokalen Alternative zu den Parteiblättern des WAZ-Konzerns mitzuarbeiten.

Aber auch wenn die Leute sich über die miese Qualität der Artikel in WAZ/NRZ ärgern und ihre Abos kündigen so scheuen doch alle das Risiko selbst zu schreiben, und so stirbt die lokale Presse in der Stadt langsam aus wenn nicht ein mittelgroßes Wunder passiert.

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25 Antworten to “Von FAZ bis TAZ ‒ alles außer WAZ!”

  1. Rainer Unfug Says:

    Ich kann dir

    http://www.xtranews.de/

    empfehlen, die schreiben auch lokale Dinge.

  2. jakobswege Says:

    Das WAZ-/NRZ-Problem löst sich von alleine.

    Der OV SPD Hochemmerich hat eine Mitgliederversammlung einberufen: „SPD – ein Auslaufmodell?“

    siehe Update bei Das Ende der Volkspartei SPD

    http://jakobswege.wordpress.com/2010/06/23/das-ende-der-volkspartei-spd/

    Es ist das gemeinsame Schicksal der drei Revier-Monopole Montanindustrie, Parteihochburg und WAZ/NRZ.

    • Rainer Unfug Says:

      Teilweise muss ich dir ja Recht geben, aber

      „die alten Böcke unter den Genossen werden ihren Platz nicht für frische Köpfe wie Smaczny räumen.“

      Frische Köpfe wie Smaczny? Der ist doch schon mehr als 25 Jahre SPD-Mitglied, warum ist der in deinen Augen ein ‚frischer‘ Kopf? Junge Leute müssen ran und damit meine ich Leute unter 40!

      • rai30 Says:

        Das Alter ist nicht unbedingt entscheidend was die geistige Frische angeht! Ich finde den Smaczny auch dynamischer und unverkrampfter als viele andere Genossen. Und das ist auch einer der mit Andersdenkenden reden kann ohne in den üblichen parteipolitischen Fronten zu verharren!

      • Rainer Unfug Says:

        Richtig, das Alter selbst hat damit nichts zu tun, aber die Jahre der Zugehörigkeit zur SPD! Je mehr je unbrauchbarer wird man!

        So Typen wie der Smaczny, die sind schön farblos in der SPD und deshalb werden die ja erst Ortsvereinsvorsitzender, dann kommen die in die BV und dann in den Rat! Aber immer schön unauffällig sein, nicht aufmucken und dann ist man spätestens mit 50 im Rat! Diesen Posten verlässt man dann ja auch nicht mehr! Genau so sieht es doch bei der SPD aus!

        Genau das ist doch das was du immer beklagst!

      • Rainer Unfug Says:

        Ich denke gerade noch einmal drüber nach, für die DaL natürlich der optimale Kandidat! 😉

        Durch solche Typen gehen die Mitgliederzahlen natürlich noch mehr in den Keller 😉

        ich spreche da aus Erfahrung, ich war auch mal SPD-Mitglied und habe mich an den Warte-Strukturen aufgerieben, bis ich dann keinen Bock mehr hatte! Damals hätte ich weiter schön Plakate kleben sollen bzw. immer schön Tische tragen bei Veranstaltungen, dann wäre ich jetzt auch in der BV 😉

      • rai30 Says:

        Man sollte nicht über Leute urteilen, die man nicht kennt.
        Ein Dirk Smaczny war immer auch kritisch und nicht nur angepasst. Außerdem hat der gar kein Mandat weil er bei der Stadt arbeitet!

        Aber den Vorschlag ihn für die DAL zu werben greife ich gerne auf.

      • rai30 Says:

        Da fällt mir noch ein, dass ich vor einiger Zeit einen Bekannten aus dem SPD-OV Homberg beim Einkaufen getroffen habe, der mir erzählte das die SPD einfach nur noch unerträglich geworden ist und er deswegen auch sein Parteibuch zurückgegeben hat!

        Also selbst viele Jahre in der SPD können den Verstand nicht völlig benebeln!

      • Rainer Unfug Says:

        Nur zur Info: ich kenne den besser als du!

      • rai30 Says:

        Das bezweifele ich!

      • Rainer Unfug Says:

        Warst du im OV Hochemmerich?

      • Rainer Unfug Says:

        Da du den Dirk ja so gut kennst:

        „Ein Dirk Smaczny war immer auch kritisch und nicht nur angepasst.“

        Welche kritische These hat der denn in seinen 25 Jahren SPD vertreten?

      • rai30 Says:

        So einige! Aber das kommt jetzt hier vom Thema ab!
        Hier geht es um die lokale parteiabhängige Presselandschaft, und nicht um Dirk Smaczny!

      • Rheinhauser Says:

        Dein guter Bekannter und von dir sehr geschätzter Dirk Smaczny hat sich mal wieder zu Wort gemeldet

        „Bürger sollen ihren Oberbürgermeister künftig nicht nur wählen, sondern auch abwählen können. Das will die SPD Hochemmerich mit einem entsprechenden Antrag an den SPD-Landesvorstand und die Landesfraktion initiieren

        Die Bürger müssten eine Möglichkeit bekommen, ihren Bürgermeister abzusetzen

        Bei der Debatte um die Übernahme der moralischen Verantwortung der Loveparade-Tragödie lag die Abwahl des OB alleine in den Händen der Ratsmitglieder. “

        Herr Grün – Sie haben vollkommen Recht, kritisch und nicht nur angepasst ist der!

      • rai30 Says:

        Grundsätzlich habe ich kein Problem mit der Idee, dass die Bürger auch über eine Abwahl des Oberbürgermeisters entscheiden können.

        Das ist schon jetzt so!

        Wenn es auch ein Initiativrecht geben soll muss aber genau definiert werden wieviele Bürger dazu ihre Stimme abgeben müssen. Und es müsste dann auch ein bedeutsamer Anteil der Wahlberechtigten sein!

        Sonst kriegen wir einen jahrelangen Dauerwahlkampf vor Ort wenn bei jedem strittigen Thema gleich nach der Abwahl gerufen wird!

      • Rheinhauser Says:

        Die Abwahl in Gang setzten oder auch wirklich über die Abwahl entscheiden?
        Soll der Rat das noch umbiegen können?

        Zur Anzahl, kann ich auch nur sagen, muss man festlegen z.B. 20% oder so müssen an der Abstimmung teilgenommen haben.


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