Die „Grauen Wölfe“

28. Oktober 2010


Copyright: http://www.graue-woelfe.de, BdP Stamm Graue Wölfe Friedrichsdorf e.V.

Aus gegebenem Anlass stelle ich hier mal „Graue Wölfe“ vor: ein Pfadfinderverein und Fußballer! Es gibt ja Leute, die glauben, dass überall gefährliche „Graue Wölfe“ lauern. Jetzt habe ich sogar gleich zwei Organisationen gefunden, die sich selbst so nennen! Wenn das die WAZ sehen würde!!!


Copyright: http://www.grauewoelfe.de, Turnverein Lampertheim e.V.

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Heute habe ich mich mit Freunden in Rheinhausen über ihre Probleme mit der Bauordnungsbehörde unterhalten!

30 Jahre lang hat ihr Verein aktiv gearbeitet und stets mit Politik und Stadtverwaltung gut zusammengearbeitet. Alle Parteien und viele gesellschaftliche Gruppen im Bezirk waren schon in den Vereinsräumen zu Gast. Jetzt auf einmal ist jemanden aufgefallen, dass Genehmigungen fehlen und es sicherheitsrelevante Probleme gibt.

Inzwischen habe ich erfahren, dass der Verein von einem Mitglied der SPD-Fraktion angeschwärzt wurde was auch erklärt warum die SPD-Propagandamedien WAZ, NRZ und Radio Duisburg die baurechtlichen Probleme des Vereins medial groß ausschlachten.

Und das obwohl auch ein gewisser Jürgen C. Brandt schon öfters im Verein zu Gast war. Dieser Mensch ist nicht nur SPD-Fraktionsvorsitzender im Duisburger Rathaus sondern war auch mal Stadtdirektor und Rechtsdezernent der Stadt. Und als solcher war er auch vor Jahren in den Vereinsräumlichkeiten sowie der Moschee zu Besuch. Als Fachdezernent für rechtliche Fragen und Ordnung also!

Doch jetzt scheint es so als würde er seine Leute gegen die Moschee losschicken weil er wohl den Verein dafür bestrafen will, dass der bei der letzten Kommunalwahl die DAL unterstützt hat. Wieso hat sonst der Ex-Rechtsdezernent nicht während seiner langjährigen Amtszeit bemerkt, dass es ordnungsrechtliche Fragen zu klären gibt???!!!

Wie dem auch sei, der Kultur- und Moscheeverein braucht jetzt in mehrfacher Hinsicht ganz dringend Brand(t)schutz um der SPD-Rache zu entkommen und baut nun seine Räume um um die Auflagen der Behörden so schnell wie möglich zu erfüllen! Ob andere Vereine das nun auch tun werden?

Wann ist man zu alt?!

12. Oktober 2010

Gerade habe ich in den Fernsehnachrichten erfahren, dass eine Arbeitnehmerin vor dem Arbeitsgericht erfolgreich gegen ein Universitätsklinikum geklagt hat, dass ihre Bewerbung ablehnte weil sie wohl mit 49 Jahren als zu alt galt!

Ich freue mich für die Frau und frage mich auch schon seit langem warum so viele Arbeitgeber glauben man seie zu alt für einen Arbeitsplatz sobald man sich dem fünfzigsten Lebensjahr nähert und die vierzig überschritten hat. Da fällt mir mein eigenes Erlebnis mit einem Arbeiterverleiher, auch Zeitarbeitsunternehmen genannt, ein, der vor Jahren zu mir meinte „…was wollen Sie denn? Sie sind doch schon bald vierzig, und dann will Sie keiner mehr!…“, so als Motivation auch einen Job für 6,50 EURO die Stunde anzunehmen. Zum Glück habe ich mich nicht davon einschüchtern lassen und habe trotzdem einen besser bezahlten Arbeitsplatz gefunden. Aber der Umgang der Firmen mit „älteren“ Arbeitnehmern hat sich wahrscheinlich nicht gebessert.

Vor Jahren erzählte mir auch ein Abteilungsleiter bei Thyssen, dass die Chefetage angeblich allen Abteilungsleitern über 50 horrende Abfindungen angeboten haben soll damit sie ihre Arbeitsplätze freiwillig räumen. Wieso macht ein Weltkonzern so etwas? Zählen Erfahrung und jahrzehntelange Loyalität heute so wenig, oder ist das immer noch der Irrglaube, dass die Jugend alles besser kann, der die Verantwortlichen in den Chefetagen zu so einem hirnrissigen Verhalten verleitet?!

Dabei gibt es sicher genug Beispiele dafür, dass auch Menschen über vierzig, fünfzig oder gar über sechzig noch sehr produktiv und zuverlässiger als manch junger Schnösel arbeiten können. Ich habe jedenfalls als früherer Projektleiter häufig die Erfahrung gemacht, dass die älteren Kollegen fleißiger und engagierter arbeiteten als manch junger, der sein Handy auch während der Arbeit nie aus der Hand legte!

Hoffentlich lernt die Wirtschaft mal langsam umzudenken!

Seit 3 Monaten hat Nordrhein-Westfalen eine neue Landesregierung, und alles sollte besser werden. Insbesondere für Städte und Gemeinden!

„…Wir brauchen Mut zu strukturellen Veränderungen. Was wir heute in vorsorgende Strukturen investieren wird sich für uns mittel- und langfristig im Bildungs- und Sozialbereich auszahlen. Das entlastet zukünftig unsere Kommunen und stärkt uns als Gesellschaft. Daher werden wir die kommunale Selbstverwaltung wieder stärken und die Handlungsfähigkeit unserer Kommunen erweitern…“ heißt es im rot-grünen Koalitionsvertrag vom 07. Juli 2010.

Das liest man als Kommunalpolitiker gerne, nur wo bleibt das Geld? Bis jetzt hat sich nichts für Duisburg verbessert! Weder hat die Kommunalaufsicht mit der neuen grünen Regierungspräsidentin das Haushaltssicherungskonzept der Stadt bis heute genehmigt (obwohl es im Rat der Stadt mit rot-rot-grüner Mehrheit beschlossen wurde), noch sind mehr Mittel in die Stadt geflossen. Laut Medienberichten droht unserer Stadt sogar eine deftige Kürzung der Mittel für HARTZ IV!

Mich beschleicht da der Verdacht, dass der jahrelange Trend auf Kosten der Kommunen Politik zu machen auch unter Rot-Rot-Grün in NRW anhalten wird und Versprechungen aus dem Wahlkampf besser nicht für bare Münze genommen werden!

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— Und gleich werde ich mal im Fernsehen gucken ob Mesut Özil auch für Deutschland ein paar Tore schießt! —

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Politik statt Freizeit

6. Oktober 2010

Irgendwelche anonymen Helden haben vorgestern abend mit Kreide „Rattenhaus“ auf dem Asphalt vor dem Rathaus geschrieben. Als ich das sah habe ich mich gefragt ob diese Zeitgenossen jemals auf die Idee gekommen sind, dass die meisten Menschen im Rathaus, seien es nun die Mitarbeiter oder auch die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker eine Menge Zeit investieren um was für Duisburg zu leisten!

Natürlich bekommt man als Kommunalpolitiker auch ein bischen Geld dafür, aber dass ist nun wirklich nicht mehr als eine Aufwandsentschädigung wenn man bedenkt, dass dafür fast jeden Tag stundenlang Papierberge an Verwaltungsvorlagen durchgelesen werden dürfen und mehrmals in der Woche halbe Tage im Rathaus in diversen Ratsausschüssen oder Fraktionsarbeitskreisen verbracht werden um die Zukunft der Stadt zu gestalten und zu kontrollieren was in Verwaltung und städtischen Gesellschaften geschieht. Gestern gab es zum Beispiel im Rechnungsprüfungsausschuss ein Thema zu behandeln, dass man nur als Skandal bezeichnen kann. Leider war alles nichtöffentlich, und damit darf ich nichts konkretes dazu schreiben.

Ich kann nur sagen, dass es was mit der jahrzehntelangen absolutistischen SPD-Herrschaft in Duisburg zu tun hat und den skandalösen Strukturen, die sie hervorgebracht hat!

Aber diese Zeiten sind hoffentlich überwunden! Ich überlege jedenfalls wie man den Bürgern besser vermitteln kann was wir als ehrenamtliche Kommunalpolitiker eigentlich jeden Tag leisten um trotz leerer Kassen das Angebot und die Infrastruktur unserer Stadt zu verbessern. In den letzten Tagen ging es vor allem darum die Berufsausbildung in der Stadtverwaltung zu sichern um mehr junge Menschen in die Ämter zu holen. Denn bald werden nicht wenige städtische Mitarbeiter in den Ruhestand gehen.

Das andere große Thema sind Schulschließungen verbunden mit diversen Protesten der Eltern. Dabei sollte allen klar sein, dass bei sinkenden Schülerzahlen Schulschließungen unvermeidbar sind. Aber bei unpopulären Entscheidungen sind Proteste vorprogrammiert. Trotzdem müssen Kommunalpolitiker auch Entscheidungen treffen, die weh tun und bei manchen Bürgern Verärgerung auslösen. Vielleicht passiert ja auch ein kleines Wunder und die neue Landesregierung sorgt wirklich für mehr Geld in den Kommunen wie von der SPD im Wahlkampf versprochen.

Leider ist aber noch nichts passiert, ganz im Gegenteil: das Land streicht bei „HARTZ IV“ sogar noch Gelder für Duisburg. Und auch die neue grüne Regierungspräsidentin hat den städtischen Haushalt, der ja von einer rot-rot-grünen Ratsmehrheit beschlossen wurde bis heute immer noch nicht genehmigt. So ist das wohl mit Wahlkampfversprechungen!

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