…und 200 Meter davon entfernt am Mahnmal am Rabbiner-Neumark-Weg anlässlich der Progromnacht von 1938.

Das Gedenken zum 09. November habe ich gestern natürlich auch mitverfolgt, und bin auch beim Schweigemarsch zum Rabbiner-Neumark-Weg mitgegangen. Wie auch in den letzten Jahren!

Aber irgendwie finde ich die bekannten Rituale langsam langweilig, Vorträge, Musik- und Lesebeiträge wirkten einfach nicht. Trotzdem war der Ratssaal voll und bis auf den letzten Platz belegt. Offensichtlich bin ich mit meiner Meinung was die Gestaltung der Gedenkveranstaltung angeht alleine. Aber bin ich wirklich der einzige, der sich ein Gedenken wünschen würde das auch Bezüge zum aktuellen Geschehen herstellt und nicht nur in der Vergangenheit bleibt.

Auch wenn die Schülerinnen und Schüler sich sehr bemühten, irgendwie sprang da kein Funke über. Ich hätte mir einfach provokantere Reden gewünscht, die auf die heutigen Tendenzen eingehen bestimmte religiöse Minderheiten zu Sündenböcken abzustempeln und aufzuzeigen was die Verfolgung der Juden in Nazi-Deutschland 1938 auch heute noch bedeutet. Also die Lehre wozu Ablehnung oder gar Hass auf Menschen anderen Glaubens führen und warum auch heute Antisemitismus und Rassismus in unserer doch so modernen aufgeklärten Gesellschaft immer noch vorhanden sind.

Aber vielleicht passiert das ja nächstes Jahr, ich werde es sehen!

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