Bevormundung?! — Nein danke!

30. Januar 2011

Die meisten Mitglieder des Integrationsrates sind verärgert und ratlos zugleich angesichts der arroganten Haltung der Ratsfraktionen von SPD, Grünen und Linken ihnen gegenüber!

Nach der mehrfachen unbegründeten Ablehnung des eigenen Vertreters für den Landesintegrationsrat durch die rot-rot-grüne Mehrheit im Stadtrat haben ich und andere viele Gespräche mit Vereinen und politischen Vertretern von verschiedenen Kultur- und Moscheevereinen geführt und dabei festgestellt, dass große Enttäuschung über das ignorante Vorgehen der Duisburger SPD und ihrer Verbündeten vorherrscht. Ausgerechnet die Parteien, die sich sonst in der Öffentlichkeit als große Vorkämpfer für die Rechte der Migranten aufspielen zeigen ganz offen ihre Geringschätzung für deren gewählte Vertreter. Ob da wohl Ärger bei den linken Parteien im Spiel ist weil sie die Wahlen zum Integrationsrat deutlich verloren haben?!

Tatsache ist nun mal, dass eine Mehrheit der Migranten bei den Wahlen zum Integrationsrat im Februar 2010 ihre Stimme konservativen und religiösen Gruppierungen gegeben hat während Linke und Grüne nicht mal einen Sitz bekommen konnten und die SPD deutliche Verluste beklagen musste. Dass die Gewinner der Integrationsratswahl nun auch ihre Mehrheit nutzen um ihre Leute in die Landesvertretung des Integrationsrates zu entsenden kann da eigentlich nicht allzu sehr verwundern und entspricht ganz normalen demokratischen Gepflogenheiten. Nur die Duisburger SPD und die mit ihr verbündeten Grünen und Linken scheinen da ein Problem mit der Demokratie zu haben wenn sie ohne offzielle Begründung einfach über den Umweg des Stadtrates versuchen dem Integrationsrat ihren Willen aufzuzwingen. Den Einigungsversuch und das Gesprächsangebot des Integrationsrates am letzten Dienstag haben die linken Möchtegern-Demokraten leider auch einfach boykottiert.

Angesichts solch einer arroganten wie ignoranten Geisteshaltung müssen jetzt viele Duisburger Vertreter von Moscheevereinen, türkischen Kulturvereinen und anderen sogenannten „Migrantenselbstorganisationen“ erkennen, dass in Duisburg auch linke Parteien versuchen sie politisch zu bevormunden und ganz schnell üble Gerüchte gestreut werden wie „Rechtsextremisten„, „Nationalisten“ und andere Totschlagargumente um eine Bevormundung zu rechtfertigen. Warum nur haben diese scheinheiligen Musterdemokraten nicht den Mut sich der Diskussion im Integrationsrat zu stellen. Da könnten sie ja auch mal ihre Beschuldigungen los werden! Oder traut man sich nicht offiziell seine Gründe zu nennen?! Denn während SPD, Linke und Grüne einfach die Sitzung des Integrationsrates boykottierten kamen CDU, FDP und die Duisburger Wählergemeinschaften zum Gespräch. Haben es linke Parteien nicht nötig mit Migranten zu reden?! Akzeptiert man nur dann Mehrheiten wenn sie einem genehm sind?!

Auf jeden Fall wollen sich das die meisten Mitglieder des Integrationsrates nicht mehr gefallen lassen und planen jetzt öffentlichkeitswirksame Aktionen um den Bürgern dieser Stadt gleich welcher Herkunft klarzumachen, dass Integration nur dann funktionieren kann wenn auch die Mehrheit der eher konservativen Duisburger Bürger mit Migrationshintergrund und ihre Vertreter dabei beachtet wie respektiert werden. SPD, Linke und Grüne müssen lernen, dass sie nicht auf Dauer herablassend über die Köpfe der Migranten hinweg darüber bestimmen können was sie dürfen sollen und was nicht. Diese (linke?) Bevormundung muss aufhören!

Das wollen viele Vereine mit internationalem Hintergrund nun auch öffentlich machen!

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13 Antworten to “Bevormundung?! — Nein danke!”

  1. haesener Says:

    Wegen persönlicher Angriffe auf mich dulde ich keine Kommentare dieses Herrn in meinem Blog!

    gez. rai30

    • rai30 Says:

      Der Gewählte ist 10 Jahre lang in verschiedenen Funktionen in der SPD gewesen!
      Und die verlogenen SPD-Spezialdemokraten hatten bis vor kurzem überhaupt keine Probleme damit in den Vereinen, die sie jetzt als „rechtsextrem“ verleumden lassen ganz heftig und intensiv um Stimmen zu werben!

    • rai30 Says:

      Ich finde das sowieso schon ziemlich merkwürdig, dass immer wenn es um Postenbesetzungen geht die SPD und ihre Propagandamedien des WAZ-Konzerns alte Beschuldigungen ausgraben.
      Wieso sagen die Spezialdemokraten denn nicht in der Sitzung des Integrationsrates warum sie den Menschen ablehnen, der bis vor kurzem 10 Jahre lang bei ihnen in der Partei war???!!!

      • B. Boulanger Says:

        Niemand, der privat oder beruflich noch etwas zu verlieren hat, wird öffentlich etwas gegen einzelne Migranten oder Migrantengruppen sagen.

      • rai30 Says:

        Was ist das denn für eine Argumentation???
        In der Zeitung dann aber üble Gerüchte zu verbreiten ist dann wohl kein Problem!

        Dabei kann man im Integrationsrat eigentlich fast alles sagen, und bisher waren die Diskussionen auch recht offen!

      • jakobswege Says:

        > Niemand, der privat oder beruflich noch
        > etwas zu verlieren hat, wird öffentlich
        > etwas gegen einzelne Migranten oder
        > Migrantengruppen sagen.

        Diese Meinung muss respektiert werden. Sie bedarf jedoch der Erläuterung und ein-sichtige Antworten wie „ziemlich merkwürdig“ sind abzulehnen.

        Wie sehr sind wir doch alle im Proll-Geist des Reviers verfangen?

      • rai30 Says:

        Ich bleibe dabei: es ist ziemlich merkwürdig wenn SPD, Linke und Grüne immer bei Postenbesetzungen in den SPD-Propagandamedien des WAZ-Konzerns ihre üblen Behauptungen verbreiten. Und das über Leute und Vereine in denen sie noch vor gar nicht so langer Zeit heftig um Stimmen geworben haben!

  2. BB. Boulanger Says:

    Konkrete Namen der Gerüchteverbreiter sind doch nicht bekannt, oder? Die political correctness ist en vogue und niemand wird sich seinen Mund verbrennen. Ob es sich bei den Boykottaktionen um Pöstchenschacherei, persönliche Ressentiments oder nur mangelndes Demokratieverständnis handelt, ist mir sowieso total egal, aber ich befürchte, die Schlagzeilen, die der Integrationsrat macht, tragen zu einer negativen Reputation bei. Wenn es so weiter geht, kriecht evtl. die braune Brut aus ihren Löchern und wird die Rückstufung zu einem Integrationsbeirat fordern.

    • rai30 Says:

      Jeder weiß wessen Meinungen in den Blättern des WAZ-Konzerns verbreitet wird!

      Außerdem gab es da einen gewissen SPD-Ratsherrn, der mir erzählen wollte ich seie wohl auch ein „Rechter“!

      Wenn die linken Brunnenvergifter aus SPD, Linken und Grünen Andersdenkende in Presseberichten und durch Mundpropaganda als „Rechtsextremisten“ und „Nationalisten“ diffamieren ist wohl ziemlich klar wer das Gremium Integrationsrat mutwillig beschädigt!

  3. Hubie Says:

    Ich habe auch eine so merkwürdige Meinung wie der Boulanger. Meiner Wahrnehmung nach, werden Einzelpersonen öffentlich allenfalls Andeutungen von Migrantenkritik von sich geben. Ich meine allerdings, diese Meinung ist nicht merkwürdig, sondern denkwürdig.

    • rai30 Says:

      Von „merkwürdigen Meinungen“ hat niemand was geschrieben! Es ist nur merkwürdig, dass manche Beschuldigungen nur dann erhoben werden wenn es um Mandate geht.

      Und dass dann gewisse Leute ausgerechnet diejenigen beschuldigen bei denen sie vorher noch für sich geworben haben!

      Im Übrigen kann im Integrationsrat durchaus frei gesprochen werden.


  4. WAZ 23.05.2006 / LOKALAUSGABE / DUISBURG

    Viele erdulden Diskriminierung aus Angst

    Durch Präventionsarbeit Kulturen und Menschen zusammenbringen
    Von Nadja Kremser

    „Natürlich ist Rassismus ein Problem in Duisburg und es war schon immer eines“,sagt Şenay Samarsin, Mitarbeiterin des Anti-Rassismus Informations-Centrums (ARIC).

    Auf der Website von ARIC können Fälle von Diskriminierung gemeldet werden. Die Daten werden zum Schutz der Personen vertraulich behandelt. Doch nicht alle würden gemeldet. Deshalb geht der Verein von einer Dunkelziffer aus.

    Gerade im privaten Bereich, etwa Sportvereinen, erdulden ausländische Mitbürger die Diskriminierung, weil sie ihre Kinder schützen wollen oder Angst haben. Doch Rassismus gebe es in allen Bereichen des Lebens.

    ARIC versucht mit Vorträgen und Schulungen die Menschen in Schulen, Betrieben oder Verbänden zu sensibilisieren. Dahinter steckt die Idee: Rassismus bekämpfen und Präventionsarbeit leisten. Angst und Vorurteile vor Religionen oder Nationalitäten müssten ausgeräumt werden. …

    Was waren das für schöne Zeiten. Heute ist im Ruhrgebiet alles tod.

    Liebe Grüße an Şenay Samarsin aus Homberg.

    • rai30 Says:

      Herzliche Grüße nach Bremen!

      Ich freue mich als Vorsitzender der DAL wenn Migranten sich entschließen aktiv am politischen Leben in diesem Lande teilzunehmen.

      Denn nur als Machtfaktor werden Migranten auch von der bisherigen politischen Elite ernst genommen. Die Vorurteile der alteingesessenen Mehrheitsbevölkerung können letztendlich nur durch mehr Infos und Ehrlichkeit begrenzt werden. Probleme im alltäglichen Zusammenleben dürfen nicht verschwiegen werden wenn sie gelöst werden sollen!


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