Während ein Häuflein von SPD-DGB-Funktionären mit Megafonen und dümmlichen Parteiparolen viel Lärm veranstaltete fand im Duisburger Rathaus der gut besuchte Arbeitnehmerempfang statt.

Auch wenn die lauten Politdemonstranten vor der Rathaustür mit ihren langen Spruchbändern den Gang ins Rathaus erschwerten weil sie schlicht im Wege standen gingen trotzdem viele Arbeitnehmervertreter zum Empfang, ich sah jedenfalls viele Leute mit Ehrennadeln und DGB-Anstecker am Revers. Der Oberbürgermeister war auch souverän beim Umgang mit den DGB-Boykottaufrufen und wies daraufhin, dass es beim Arbeitnehmerempfang darum ginge das Gemeinsame zu betonen und von seiten der Stadt den Arbeitnehmern in Duisburg Respekt zu zollen. Alle Anwesenden waren in gelöster Stimmung und ließen sich vom Getöse vor der Tür nicht weiter beeindrucken!

Ich jedenfalls bin froh da gewesen zu sein, ohne SPD-Funktionäre sind städtische Empfänge auch schön!

30.04.2011, 07:00 Uhr: Gerade habe ich die Wiederholung der Lokalzeit im WDR-Fernsehen gesehen. Die WDR-Journalisten haben „vergessen“ zu erwähnen, dass die „demonstrierenden Arbeitnehmer“ vorm Rathaus vor allem Parteifunktionäre der SPD und Linken waren! Da wurden dann auch SPD-Ratsleute interviewt ohne zu erwähnen, dass es sich um Parteipolitiker handelt! Entweder sind die Journalisten beim WDR unfähig zu recherchieren, oder sie handeln im SPD-Parteiauftrag!


Sarrazin als SPD-Finanzsenator in Berlin

Die SPD hat es wieder einmal geschafft ihre Mitglieder und Freunde zu verärgern. Erst verkünden „Spitzengenossen“, dass ein Sarrazin mit seinen rassistischen Thesen nichts in der SPD zu suchen hat um dann überraschend vor den Osterfeiertagen klein beizugeben und das ganze vorher angestrengte Parteiausschlussverfahren überraschend abzublasen!

Bei meiner Recherche im Netz stieß ich auf einige Artikel von Noch- und Ex-SPD-Mitgliedern, die sich sehr verbittert über das überraschende Ende des Parteiauschlussverfahren gegen den Pulloverexperten Dr. Thilo Sarrazin zeigten, der schon seit einigen Jahren gerne gegen Migranten und Menschen mit geringem Einkommen hetzt. Wie soll das zur sozialdemokratischen Gedankenwelt passen wenn man Menschen, die aus dem Orient stammen unterstellt sie seien nur als Gemüsehändler zu gebrauchen und hätten nur Kinder mit wenig Intelligenz, die dann „deutsche“ Kinder sozusagen mit ihrer Dummheit anstecken würden?! Ganz so als ob Intelligenz was mit Herkunft zu tun hätte, das kann man auch getrost als Rassismus bezeichnen. Aber mit ein paar beigefügten Statistiken akzeptiert die SPD solche Aussagen und lässt SPD-Karrieristen wie Sarrazin weiter unbehelligt ihr Unwesen als Buchschreiber und prominentes Parteimitglied treiben.

Nur mit der Glaubwürdigkeit ist es erstmal vorbei und weitere Werbung bei Migranten kann sich die SPD getrost sparen. Diesen Freifahrtschein für Hetze gegen andere Menschen, nur weil sie arm sind und die „falsche“ Herkunft oder Religionszugehörigkeit haben wird bei den Migranten nicht so schnell vergessen werden. Im Netz fand ich auch einen Artikel aus der „Jüdischen Allgemeine“ in der ein Sergey Lagodinsky seinen Austritt aus der SPD erklärt, das obige Zitat im Titel stammt von ihm, und er zeigt sich sehr enttäuscht, dass sein Verständnis von sozialdemokratischen Grundsätzen, eine gleichberechtigte Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlicher Herkunft in der SPD wohl nicht mehr möglich ist. Und dabei erschreckt ihn am meisten der Umstand, dass die heutige SPD sich eben nicht traut den Stammtischen zu trotzen und rassistischen Stimmungen in der Bevölkerung auch entgegenzutreten. Wahrscheinlich auch weil es nicht wenige Parteimitglieder gibt, die selbst solchen Stimmungen positiv gegenüberstehen.

Ich hoffe nur, dass jetzt viel mehr Menschen merken, dass die heutige SPD schon lange nicht mehr sozialdemokratisch ist, sondern nur noch ein Schatten ihrer glorreichen Vergangenheit!


Sarrazin als Finanzsenator in Berlin auf der Homepage des Berliner Senats

Der SPD-Mann Sarrazin, seines Zeichens Ex-Bundesbanker und Ex-Finanzsenator in Berlin hat mit seinen rassistischen Thesen nicht nur für sehr viel Ärger im Land gesorgt sondern es auch fertiggebracht seine Partei bundesweit zu blamieren!

Aber nun sind offensichtlich Sarrazins Beschimpfungen der Kopftuchmädchen und arabischen Gemüsehändler gar nicht mehr so schlimm, der Mann, dem vor gar nicht allzulanger Zeit von der SPD-Spitze bescheinigt wurde, dass seine Thesen nicht mit sozialdemokratischen Grundprinzipien vereinbar sind darf weiter in der SPD bleiben.

So blamieren sich die Spitzengenossen im ganzen Land: erst wird auf den „Parteifreund“ heftig geschimpft und sein Parteiausschluss angekündigt um dann in aller Ruhe vor den Osterfeiertagen mal zu verkünden, dass alles erledigt sei. Jetzt darf der SPD-Karrierist Sarrazin also weiter machen und auf weitere Karrieresprünge hoffen, wie auch schon die letzten Jahrzehnte. Denn seine Angriffe auf Migranten und Menschen mit wenig Einkommen laufen schon einige Jahre und haben seiner Karriere bis zum Bundesbankvorstand nicht geschadet!

Vielleicht ist das aber auch nur folgerichtig! Denn auch in der SPD gibt es nicht wenige Menschen, die Migranten nicht mögen, ich denke bis heute noch an einen SPD-Mandatsträger, der vor 10 Jahren auf einem Parteiseminar nach einigen Bierchen ganz heftig auf die „Polacken“ schimpfte, und auch die „Genossen“, die früher im Homberger SPD-Ortsverein rumerzählten man könne so einen wie mich nicht wählen da ich ja immer „mit den Türken zusammen bin“ habe ich nicht vergessen! Die Öffentlichkeit hat solche rassistischen Tendenzen in der SPD bisher aber kaum mitbekommen.

Nur jetzt wird die SPD in aller Öffentlichkeit zeigen, dass sie auch prominente Rassisten in ihren Reihen duldet wenn sie nur genug öffentliche Fürsprache finden und genug Bücher mit rassistischem Inhalt verkaufen! Ich bin mal gespannt wie sich die ernsthaften Sozialdemokraten, die den inhaltlichen Grundsätzen noch Bedeutung beimessen nun verhalten werden. Immerhin werden nun hoffentlich auch die vielen Migranten nun merken wie verlogen die These von der angeblich „migrantenfreundlichen“ Partei immer schon gewesen ist!

25 Jahre Atomdiskussion

26. April 2011


Bildquelle: Flikr, Carl Montgomery, http://flickr.com/photos/83713082@N00/535916329

Zufall oder göttliche Fügung: die Atomkatastrophe von Fukushima hat pünktlich zum 25. Jahrestag von Tschnernobyl die Atomangst in Deutschland weiter angeheizt und selbst notorische Kernkraftbefürworter dazu genötigt für einen Atomausstieg zu plädieren!

Das erinnert mich daran wie aufgeregt vor 25 Jahren nach der Katastrophe von Tschernobyl die Diskussionen um einen Atomausstieg gerieten. Alle hatten Angst vor der Atomwolke, die westwärts zog, und jeder wusste auf einmal was „Bequerel“ bedeutet sowie, dass man von Pilzen besser die Finger lassen sollte! Damals beschloss dann auch die SPD gegen erhebliche innerparteiliche Widerstände den Atomausstieg obwohl ihre Leute bis heute auch bei den Energiemonopolisten RWE großen Einfluß haben. Interessanterweise scheint RWE trotz der vielen SPD-Funktionäre in seinen Konzerngremien bis heute der absolute Atomhardliner zu sein!

Vor 25 Jahren steckte ich auch noch in meiner Ausbildung zum Bergmechaniker und durfte auch schon unter Tage arbeiten, die Bergbaugewerkschaft war natürlich sehr SPD-lastig aber auch gleichzeitig auf Atomkurs, „notwendiger Energiemix“ wurde das genannt. Denn die Atomkraft ist bei aller Gefährlichkeit bis heute ein wichtiger Bestandteil der sogenannten „Grundlast“, die dafür sorgt, dass permanent Spannung auf den Stromleitungen ist, also auch zu jeder Zeit elektrische Energie zur Verfügung steht. Nun müssen neue Kraftwerke gebaut werden um die Atomkraftwerke überflüssig machen zu können. Ich bin jetzt schon gespannt wieviele Bürgerinitiativen sich bilden werden um den notwendigen Bau von Pumpspeicher- und Wasserkraftwerken, Windparks sowie Gas- und Kohlekraftwerken in der Nachbarschaft zu verhindern!

Davon mal ab: wenn wie von einigen SPD-Politikern vorgeschlagen die Kohlekraft weiter ausgebaut wird, was mehr CO2 bedeutet, können wir uns unsere Klimaschutzziele für die nächsten Jahrzehnte schenken was dann üblerweise zu einem weiteren Anstieg der Meere führen und in gar nicht so ferner Zukunft Millionen von Menschen in Bangladesh, auf den Malediven sowie Ozeanien heimatlos machen wird. Aus diesem Grund gibt es sogar prominente Umweltschützer wie Sir Bob Geldof und Stewart Brand, die sich für(!) Atomkraft einsetzen weil sie befürchten, dass ein weiterer Einsatz von fossilen Brennstoffen zur Energieversorgung global noch katastrophalere Folgen haben würde als Tschernobyl und Fukushima zusammen.

Ist eben eine komplizierte Welt, selbst wenn man für den Atomausstieg ist lässt sich nicht leugnen, dass das nicht so einfach geht und die Alternativen für die Kernkraft erst mal geschaffen werden müssen. Aber spätestens wenn Münster zum Nordseehafen geworden ist werden alle merken, dass nicht nur Tschernobyl und Fukushima zeigen, dass sich was an unserer Energiepolitik nachhaltig ändern muss!

Bennys erstes Osterfeuer

25. April 2011

Heute hat Benny endlich „sein“ Osterfeuer gesehen.

Darauf hat er die ganze Woche gewartet und mich und meine Frau seit Tagen ständig gefragt wann es denn nun endlich ein großes Osterfeuer geben wird. Heute bin ich mit ihm zum Osterfeuer der Kirchengemeinden in den Haesen gegangen! Katholiken und Protestanten haben es gemeinsam ausgerichtet, und da es öffentlich war bin ich mit Benny einfach hingegangen!

Benny hatte seinen Spaß und wollte gar nicht mehr weg. Manche Bräuche sind eben auch heute noch attraktiv, es waren zum Glück auch etliche andere Kinder da!

Sonne, Sonne und jede Menge Schweiß. Wenn man mal vom kleinen Regenguss in der Nacht absieht ist das Wetter einfach herrlich!

Auch wenn ich leider wieder einmal übers Wochenende und die Feiertage arbeiten darf, so genieße ich trotzdem mein bischen Freizeit mit der Familie. Benny möchte morgen zudem unbedingt zum Osterfeuer und sich natürlich auch in der freien Natur austoben! Das ist sein letztes unbeschwertes Jahr bevor es dann im Sommer zur Schule geht!


Schafe, am frühen Morgen gesehen

Ostereier hat er natürlich auch schon versteckt um sie morgen selbst wieder zusammenzusuchen. Ich nutze die Zeit zum Fotografieren und entdecke dabei auch Schafe und wunderschöne Sonnenaufgänge!

Ansonsten genießen ich und meine Frau natürlich auch gemeinsam die schönen Tage bis es ab Dienstag wieder weiter geht mit dem Stress!

Ganz wie es der Zeitgeist nun verlangt fährt jetzt auch mein Sohn einen Wagen mit Elektroantrieb!

Auch wenn der kleine Wagen nur Schritttempo fährt ist Benny total begeistert davon und zum Schwarm der Mädchen seiner Altersklasse avanciert.

Jetzt wo er bald sechs wird kann er so schon mal fahren lernen und lernt dabei gleich auch den Fahrzeugantrieb der Zukunft kennen. Denn wenn er groß wird dürften auch die „richtigen“ Autos alle einen Elektroantrieb haben. Hoffentlich sind die dann auch etwas schneller. Mal sehen wie weit die Technik dann sein wird!

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