Sonnenuntergang

Endlich habe ich sowas wie Urlaub und konnte gestern abend meinen ersten Sonnenuntergang am Schwarzen Meer erleben!

Die Woche war bis gestern eher stressig denn erholsam: mein kleiner Anarchist hatte seine Beschneidung und die damit verbundenen Schmerzen in den ersten zwei Tagen nach dem Eingriff, das Wetter war fast eine Sintflut, so sehr regnete es, und meine Bekannten hatten kaum eine freie Minute Zeit irgendwo mit mir hinzufahren.

Aber seit gestern abend bin ich mit meiner Frau, meinem Benny und der Familie meiner Schwägerin im Ferienhaus an der Schwarzmeerküste. Ein kleiner Ort namens Inkum, nur 10 km von Bartin entfernt. Das Wetter ist endlich sommerlich und meine Schwägerin war heute morgen schon im Wasser und hat bestätigt, dass es warm ist. Also werde ich auch gleich mal eine Runde Schwimmen gehen. Die Kinder sind schon seit Stunden im Meer.

Der Urlaub hat endlich angefangen!

Dunkle Wolken

Wohin geht es?

Alle Welt hatte damit gerechnet, dass die türkische Regierung wieder die Wahl gewinnen wird. Allerdings sieht es so aus als ob der Sieg doch nicht so vollkommen ist wie es einige erwartet hatten

Meine Schwaegerin ist natürlich als überzeugte Sozialdemokratin sauer wegen des Wahlsieges der AKP und machte ihrem Schwiegersohn schwere Vorwürfe weil er nicht sozialdemokratisch gewaehlt hatte. Ich bin aus Neugier mit ihm zum Wahllokal gefahren um zu sehen wie es da aussieht. Die Wahlhelfer waren auch sehr auskunftsfreudig und zeigten mir sogar den Stimmzettel, nur fotografieren durfte ich nicht!

Jetzt sehe ich mir im Fernsehen die Ergebnisse aus allen Landesteilen an und verfolge die Diskussionen meiner Bekannten mit, die damit rechnen, dass die AKP mit Hilfe von „unabhaengigen“ Abgeordneten versuchen wird die Verfassung zu aendern. Mal sehen ob diese Befürchtungen sich erfüllen werden!

Jetzt ist endlich für mich die politikfreie Zeit angebrochen, das Haus an der Schwarzmeerküste ist schon angemietet!!!

Wahlwerbung auf türkisch

Da hatte ich mich schon auf eine politikfreie Zeit im Urlaub gefreut und lande inmitten eines heftigen Wahlkampfes!

Morgen wird ein neues Parlament in der Türkei gewaehlt, und die Werbung der Parteien laeuft auf allen Strassen und öffentlichen Plaetzen auf Hochtouren. Wobei der Kampf von den Sozialdemokraten, der Partei der nationalen Bewegung und den regierenden Islamisten der AKP des Ministerpraesidenten Recep Tayyıp Erdoğan am energischsten geführt wird. Da es eine 10 %-Hürde im türkischen Wahlrecht gibt werden wohl auch diese Parteien im Parlament über die Regierungsbildung entscheiden.

Wahlkampf

Viele mit denen ich gesprochen habe glauben, dass wieder die AKP die Wahl gewinnen wird. Es gibt aber auch Anzeichen dafür, dass es sehr knapp werden könnte. Deswegen sind die Parteien auch bis zur letzten Minute auf den Strassen und an den Haustüren aktiv. Gestern liefen mir in Safranbolu Anhaenger der türkischen Sozialdemokraten über den Weg waehrend wenige Meter weiter die MHP mit voll aufgedrehten Lautsprechern für sich warb. Auffaellig fand ich auch die sehr professionelle und sehr praesente Werbung der Regierungspartei, die sicher sehr teuer war. Trotzdem waren sich noch viele Leute darüber unsicher welcher Partei sie ihr Vertrauen schenken sollen.

Es könnte morgen abend bei der Stimmenauszaehlung also spannend werden. Und danach ist hoffentlich ein wenig Ruhe angesagt!

Jagdfieber

2. Juni 2011

Graffiti aus dem Karl-Lehr-Tunnel

Graffiti aus dem Karl-Lehr-Tunnel

„Duisburg kann sich auf einen heißen Sommer einstellen“ verkündet der SPD-nahe WAZ-Medienmonopolist, und jeder weiß auch schon welches Thema damit gemeint sein könnte: die mediale Menschenjagd auf den Duisburger Oberbürgermeister geht in die nächste Runde!

Auch wenn es bis heute keine neuen Ermittlungsergebnisse gibt, die dem Duisburger Oberbürgermeister eine besondere Schuld bei der Loveparade-Katastrophe vom letzten Jahr nachweisen setzen SPD/Linke und Grüne ihre Kampagne vom letzten Jahr fort und schreiben sogar auf Landesebene die Gemeindeordnung um mit dem Ziel den Posten des Rathauschefs in Duisburg wieder zur Beute der SPD zu machen, die ja ohnehin schon locker 80% der Posten in Verwaltung und städtischen Gesellschaften hat.

So läuft eben alles seinen üblichen Gang in Duisburg mit den zur Gewohnheit gewordenen Anti-Sauerland-Artikeln in den SPD-Propagandablättern WAZ/NRZ und diversen Theateraufführungen der SPD-Fraktion im Duisburger Rathaus wie dümmlichen Redebeiträgen und Boykotten städtischer Empfänge. Wobei die Heuchler der SPD aber keine Probleme damit haben attraktive Dienstreisen nach Cannes und anderen Zielen mitzubestreiten. Boykottiert wird nur wenn es eh im Rathaus ist oder man sein Ticket selber zahlen soll!

Bald wollen diese selbsternannten Moralwächter und SPD-Spendenexperten wieder wie letztes Jahr nochmal auf allen öffentlichen Plätzen herumstehen und die Bürger mit Polemik wie Scheinargumenten zu Unterschriften für ein Abwahlverfahren drängen. SPD und Linke werden vor allem alle ihre Funktionäre in den Verbänden aufbieten und die Logistik von AWO, Gewerkschaften, Mieterbund und anderen wieder für ihre machtpolitischen Ziele in unserer Stadt nutzen. Ich sehe schon den weltweit bekannten Israel-Experten Hermann Dierkes und seine Verbündeten von der Duisburger SPD im Verein mit stadtweit bekannten „Ketchup-Spritzern“, wie sie auf Wochenmärkten Stimmung zu machen versuchen werden. Was die Genossen und ihre merkwürdigen Bündnispartner nur nicht begreifen können ist die Tatsache, dass die meisten Bürger absolut keinen Bock haben sich für erkennbar parteipolitische Kampagnen einspannen zu lassen, auch wenn WAZ und NRZ jeden Tag die Werbetrommel dafür rühren.

Die ganze rot-ROT-grüne Anti-Sauerlandtruppe offenbart zudem ein sehr beschränktes Demokratieverständnis: wenn man mit den offziell legalen Verfahren mangels Mehrheit keinen gewählten Oberbürgermeister stürzen kann ändert man einfach schnell die Gesetze rückwirkend um mit gut organisierten Minderheiten und verbündeten Medienkonzernen wie der WAZ nachträglich missliebige Amtsträger zu stürzen, die zuvor von demokratischen Mehrheiten gewählt wurden.

nicht-öffentlich

Jedes mal wenn ich über Ratssitzungen oder überhaupt politische Gremienarbeit schreibe muss ich mich selbst zensieren weil nicht alles was so passiert an die Öffentlichkeit darf.

Das hat vor allem gesetzliche Gründe, denn aus mit dem Etikett „nicht-öffentlich“ versehenen Papieren darf nicht zitiert werden, ebenso auch nicht aus „nicht-öffentlichen“ Sitzungen! Manchmal verstehe ich das auch. Wenn es um Kaufpreise, Personenangaben oder mehrere Bieter bei Kaufverhandlungen geht ist Diskretion gefragt um finanziellen Schaden für die Stadt zu vermeiden.

Aber manchmal verstehe ich die „Geheimhaltung“ nicht. Mal davon abgesehen, dass die SPD-Propagandablätter WAZ/NRZ sowieso ständig Details aus nicht-öffentlichen Sitzungen verbreiten und durch Informanten in der Stadtverwaltung häufig vorab über städtische Pläne wie Projekte informiert werden sind manche Infos sowieso schon lange durch Mundpropaganda verbreitet worden. Zudem bewirkt Geheimhaltung häufig nur, dass wildeste Spekulationen wie Befürchtungen durch die Öffentlichkeit gejagt werden. Aktuelles Beispiel ist die GEBAG und ihr „Schuhkarton“ auf der Küppersmühle, den die FDP auch schon „das teuerste Museum der Welt“ nennt. Alle Welt spekuliert seit Wochen darüber ob die GEBAG, oder besser gesagt ihre Mieter am Ende die Zeche zahlen werden für die völlig aus dem Ruder gelaufenen Kosten. In der öffentlichen Ratssitzung hieß es noch, dass alles unter Kontrolle sei, aber im nicht-öffentlichen Teil kamen dann seltsame Andeutungen zur Sprache, die alle Ratsmitglieder das Schlimmste befürchten ließen und zu den positiven Infos aus der öffentlichen Sitzung nicht passen wollten. Das Schlimmste bei schwierigen Situationen ist eben Unklarheit, und Geheimhaltung verschärft dann die Situation nochmal, denn nun glauben noch mehr Leute, dass die städtische GEBAG in Gefahr ist. Die Lokalpresse hat eh schon viele Details der „nicht-öffentlichen“ Ratssitzung veröffentlicht, da sollten die Verantwortlichen von Stadt und GEBAG besser gleich reinen Tisch machen und alle Fakten offen legen um die negativen Spekulationen zu beenden. Die Mieter und Bürger in dieser Stadt würden das wahrscheinlich sogar begrüßen auch wenn es schlechte Fakten wären!

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