SPD/Linke und Grüne verlangen Assimilation statt Integration und Gleichberechtigung!

27. März 2012

Gestern haben SPD/Linke und Grüne im Duisburger Rathaus ihr wahres Gesicht gezeigt: statt Integration und Gleichberechtigung anzubieten verlangen sie von den Migranten die Aufgabe ihrer Sprache und Kultur!

Neben einigen anderen sehr wichtigen Themen wie zum Beispiel den großen Problemen die die Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren nach Hochfeld verursachen wurde gestern auch die seit über zwei Jahren(!) geplante Zielvereinbarung zwischen Rat der Stadt und Integrationsrat behandelt. Wie nicht anders zu erwarten kamen die Spezialisten von SPD/Linke und Grüne natürlich wieder kurzfristig mit neuen Änderungsanträgen an, die die Zielvereinbarung dermaßen verändern würden, dass daraus eine kaum verhüllte Aufforderung zur Assimilation werden würde. Die Muttersprachen der Migranten sollten dann im Schulwesen auf den Rang einer „zweiten Fremdsprache“ degradiert werden, die es dann in den Schulen, wenn überhaupt, nur noch als „optionales“ Angebot am Nachmittag in irgendwelchen AG´en außerhalb des regulären Unterrichts geben würde. Bei der Kultur und dem Integrationsrat sollten sogar finanzielle Kürzungen in die Zielvereinbarung reingeschrieben werden.

Als ich und der Vorsitzende des Integrationsrates in der gestrigen Ratssitzung klarmachten, dass eine solche Zielvereinbarung niemals vom Integrationsrat akzeptiert wird und sie damit praktisch schon gestorben sei mussten wir uns von SPD und Grünen böse Unterstellungen gefallen lassen. Die Ratsfrau der Grünen, Aksu, sagte sogar ziemlich unverblümt, dass der Rat der Stadt den Integrationsrat „kontrollieren“ müsse. Offensichtlich haben es die linksextremen Migranten bei den Grünen nie verwunden, dass sie bei der Integrationsratswahl vor über zwei Jahren eine schwere Abfuhr von den Wählern bekamen. Ebenso die Linken und die SPD, die jetzt zum wiederholten Male versuchen, die politische Interessensvertretungg der Migranten in Duisburg zu bevormunden und in ihrer Arbeit zu behindern.

Ich werde jetzt mit den Freunden aus dem Integrationsrat zusammen beraten wie wir gegen diesen Angriff von SPD/Linken und Grünen in Duisburg auf die Kultur, Sprache und Identität der Duisburger Bürger mit Migrationshintergrund vorgehen werden!

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16 Antworten to “SPD/Linke und Grüne verlangen Assimilation statt Integration und Gleichberechtigung!”

  1. Rheinhauser Says:

    „Die Muttersprachen der Migranten sollten dann im Schulwesen auf den Rang einer “zweiten Fremdsprache” degradiert werden“

    Wie sieht denn die Lösung der DaL aus?

    • rai30 Says:

      Zunächstmal ist eine Muttersprache keine „zweite Fremdsprache“, eine Muttersprache gehört zur Identität der Kinder und ist die Grundlage für jeden weiteren Lernerfolg wie auch weiteren Spracherwerb! Deswegen gehört die Muttersprache der Migrantenkinder auch nach Möglichkeit in die Hauptunterrichtszeit, oder zumindestens direkt daran anschließend.
      Dass SPD/Linke und Grüne sich in Duisburg nun dafür hergeben die Kultur und Sprache der Migranten dermaßen abschätzend zu behandeln und deren Kultur als „optional“ in den Nachmittag der Schule zu verschieben sagt viel über deren Ignoranz und Unkenntnis. Wir werden die Duisburger Bürger mit Migrationshintergrund über das wahre migrantenfeindliche Gesicht der Duisburger SPD/Linke und der Grünen informieren.

      • Rheinhauser Says:

        Wenn ich die DaL also richtig verstehe, dann setzt diese sich z.B. für spanisch, bulgarisch etc. in der Hauptunterrichtszeit ein. Was machen denn die Nicht-Migrantenkinder in dieser Zeit? Haben diese frei?

        „…eine Muttersprache gehört zur Identität der Kinder und ist die Grundlage für jeden weiteren Lernerfolg wie auch weiteren Spracherwerb!“

        Wenn in den anderen Fächern aber die Muttersprache nicht gesprochen wird und die führende Sprache vom Kind nicht gesprochen wird, dann ist die Muttersprache keine Hilfe! Ich kenne viele Migranten die sagen „Deutsch muss mein Kind können und dann die Muttersprache. Es soll schließlich etwas aus meinem Kind werden!“

      • rai30 Says:

        Sie können es offensichtlich nicht verstehen: erst wenn ein Kind auch seine Muttersprache beherrscht kann es weitere Sprachen lernen. Das ist eine sprachwissenschaftliche Tatsache! Auch soll nicht der gesamte Hauptunterricht in den Herkunftssprachen der Migrantenkinder stattfinden. Es soll einmal die Woche zwei Unterrichtsstunden muttersprachlichen Unterricht geben, und das in der Zeit in der die Kinder auch eh schon in der Schule sind.
        Organisatorisch ist das nun wirklich nicht unmöglich, im Übrigen sagen alle Eltern, auch die Migranten, dass die Kinder Deutsch können müssen um weiterzukommen. Mir ist noch nie einer begegnet, der etwas anderes sagt. Aber die Gleichung „keine Muttersprache, dafür aber Deutsch“ geht nicht auf wie sich seit Jahrzehnten im Schulsystem beobachten lässt.

        Und unabhängig davon sollten wir alle mal langsam begreifen, dass mehrsprachige Kinder eine Chance für ein exportorientiertes Land wie Deutschland in einer immer mehr und mehr vernetzten Welt sind.

      • Rheinhauser Says:

        „Sie können es offensichtlich nicht verstehen: erst wenn ein Kind auch seine Muttersprache beherrscht kann es weitere Sprachen lernen. Das ist eine sprachwissenschaftliche Tatsache!“

        Könnten Sie das einmal belegen?

        Was hat denn die Muttersprache mit weiteren Sprachen zu tun? Also kann ein türkisches Kind nur Deutsch lernen, wenn es Türkisch kann?
        Ich habe übrigens Bekannt in den USA, bei denen kann das Kind kein Deutsch, sondern nur Englisch! Wie haben die das wohl gemacht 😉

      • rai30 Says:

        Auch wenn Sie als Assimilationsbefürworter es nicht begreifen wollen: die Muttersprache ist die wichtigste Voraussetzung für den Fremdsprachenerwerb. Wenn die Muttersprache nicht, oder nur fehlerhaft vorhanden ist klappt es mit einem guten Fremdsprachenerwerb nur sehr schwer bis gar nicht.

        siehe dazu auch: Butzkamm, W. & Caldwell, J. A. W.: The Bilingual Reform. A Paradigm Shift in Foreign
        Language Teaching. Tübingen 2009

        oder

        Fhenakis, Wassilios u.a. (1985): Bilingual- bikulturelle Entwicklung des Kindes. En Handbuch für Psychologen, Pädagogen und Linguisten. München, Hueber Verlag.

  2. taosnm Says:

    Eine solche Debatte, wie sie in Duisburg geführt wird, ist in den klassischen Einwanderungsländern undenkbar. Wer in die USA geht, spricht Englisch, im Kindergarten und in der Schule. Die Muttersprache muss den von Eltern vermittelt werden und wird, jedoch nicht überall, als zweite oder dritte Fremdsprache angeboten. Das gewährleistet eine Integration ohne grosse Komplikationen und hat gar nichts mit Assimilation zu tun.

    • rai30 Says:

      Die USA mit ihren tiefen sozialen Konflikten sollten wir besser nicht als Vorbild nehmen. Wir sind in Deutschland gut beraten nicht eine Assimilation von oben zu fordern. Zudem lässt sich das amerikanische Bildungssystem, das auch alles andere als vorbildlich ist, nicht so einfach mit dem in Deutschland vergleichen.
      Aber gut zu wissen, dass Sie Integration und Assimilation gleichsetzen und eine Monokultur wollen.

  3. Luise Malgret Says:

    Wer muttersprachlich geführten Unterricht haben möchte, kann diesen in seinem Muttiland haben.
    Ich lebe seit 6 Jahren in Deutschland, meine Muttersprache ist Französisch, ich spreche mittlerweile fließend Deutsch, auch so meine Kinder. Wir haben kaum einen französischen Akzent, wir sind also, wie Sie es meinen, assimiliert und wir sind es gerne.
    Ich hielte es für vermessen, dass meine Kinder hier in Deutschland in der französischen Sprache unterrichtet würden.

    • rai30 Says:

      Werte Frau Luise Malgret,

      Sie haben offenbar etwas falsch verstanden: muttersprachlicher Unterricht heißt nicht, dass der gesamte Unterricht in der Herkunftssprache geführt wird sondern es einmal in der Woche zwei Unterrichtsstunden speziellen Unterricht für Kinder mit Migrationshintergrund gibt damit sie ihre Muttersprache auch korrekt lernen und so die Basis für weiteren Fremdsprachenerwerb bekommen. Denn wenn ein Kind nicht einmal die eigene Muttersprache kann lernt es auch keine Fremdsprache und ist in seiner Lernentwicklung behindert.

  4. negationmark Says:

    Aus gegebenem Anlass ein aktuelles Problem, Herr Hochheider Ratsherr Rainer Grün (Verzeihung, off-topic, aber wichtig):

    Ich setze ein NEINZEICHEN gegen die Schließung der Hubbrücke über die Zufahrt zum Rheinpreußen Hafen in Homberg.

    Kann mir bitte jemand erklären, warum einst die Hubbrücke errichtet wurde.

    Genau! Ich bin überzeugt, dass unsere Stadtverwaltung dazu einen Beitrag über immer noch geltendes alt-preußisches Wegerecht leisten kann und daraus die Pflicht des Hafenbetreibers zur Instandsetzung herleitet, so meine Meinung als einzige Alternative für die Nicht- und Ungültig-WählerInnen zu den Oberbürgermeisterkandidaten von Duisburg. Ich verpflichte mich, die Mehrheit von Duisburgs Wahlberechtigen zu unterstützen – auch als bekennender Prämigrant.

    Gefordert wird Bürgerbeteiligung und -einfluss bei der Zukunft der Hebebrücke am Rheinpreußen Hafen.

    In diesem Zusammenhang verwende ich den Begriff PARTEIPARASIT im Aristotelischen Sinn: Ein Parteiparasit ist ein Herd- oder Tischgenosse, der eben am Tisch der Partei sitzt – und nicht am (runden) Tisch der Einwohner und Bürger.

    Wir alle müssen uns an diese, unsere morgen- und abendländische Leitkultur besinnen.

    Treue ist „Das-Sich-Erinnern-Wollen“, so die leitkulturelle Empfehlung an diese, unsere Volksparteien und Stadtverwaltung in Duisburg.

    (Aristoteles hat den Begriff Parasit nie bei seinen Forschungen über Schädlinge von Mensch und Tier benutzt. Das heutige Verständnis von Parasit entstand erst Mitte des 18. Jahrhunderts. )

    Statt administrativer Assimilation und politischer Integration der Einwohner und Bürger von Duisburg verlange ich Inklusion: Bürgereinbezug und -beteiligung in Homberg und Duisburg.

    • rai30 Says:

      Der Kommentar ist aber wirklich offtopic, obwohl die Idee mit der Inklusion interessant klingt. Zur Brücke kann man nur soviel sagen: es geht hier um Privateigentum, da ist also der Eigentümer gefragt wenn es um Instandsetzung, Pflege und die Kosten dafür geht. Natürlich wollen alle politischen Kräfte im Bezirk die Hubbrücke erhalten, nur das Geld dafür wird die Stadt kaum aufbringen können, und den Eigentümer dazu zu zwingen ist auch erstmal ungewiss.

      Was übrigens die „morgen- und abendländliche Leitkultur“ angeht so wäre ich schon froh wenn die Mehrheitsgesellschaft auch mal begreifen würde, dass die Muttersprachen der Migranten keine Gefahr sondern eine Bereicherung für unser Land sind. Mehrsprachigkeit sollte als Qualifikation gesehen werden und nicht als Gefahr!

  5. taosnm Says:

    Es ist ziemlich irritabel, wenn Sie grundlegende Integrationsmerkmale mit Assimilation gleichsetzen. Niemand wehrt sich gegen die Erlernung der Muttersprache der Migranten, doch diese muss nach wie vor im Elternhaus vermittelt werden. Das ist eine absolute Forderung an die Migranten. Deutsch ist die Umgangssprache in diesem Land, und Deutsch muss erlernt werden, auch wenn man es nicht mag, und auch das ist eine absolute Forderung an die Migranten. Gelernt und gelebt wird in Deutschland, d.h. mit der deutschen Sprache. Das schliesst ein Fördern der Muttersprache als zweite oder dritte Fremdsprache nicht aus, geschieht allerdings auf freiwilliger Basis. Es ist hohe Zeit, dass Migranten sich der Bringschuld, die sie an unser Land haben, bewusst werden. Migranten können natürlich immer ihre Muttersprache, ihre Religion und ihre Kultur pflegen und sollten dies auch tun. Jedoch steht zuvorderst die Integration, damit sie ihr Leben in Deutschland selbst gestalten und bewältigen können und nicht auf unsere Sozialleistungen angewiesen sind. In anderen Zuwanderungsländern gibt es keine Sozialleistungen an Migranten, sondern nur die Alternative, wieder auszureisen.

    Und Sie, Herr Grün, werden natürlich diesen Beitrag, wie viele andere vorher, nicht veröffentlichen, weil er Ihren Intentionen widerspricht. Und genau damit verhindern Sie die ehrliche Diskussion über Integrationsdefizite mit ihren üblen Folgen.

    • rai30 Says:

      Hier hat der anonyme Schreiber „taosnm“ aber mal klar gemacht wie er Migranten sieht. Jetzt weiß jeder, dass der anonyme Schreiber Integration mit Assimilation gleichsetzt und letztendlich eine Monokultur im öffentlichen Leben anstrebt, in der die Sprache und Kultur der Migranten nicht erwünscht sind.

      So eine Gesellschaft ist heute zum Glück nicht mehr durchzusetzen. Auch hat das Festhalten an der eigenen Kultur überhaupt nichts mit Sozialleistungen zu tun. Das kann eigentlich nur eine bösartige wie rassistische Unterstellung sein Kultur, Sprache und Identität mit dem Abkassieren von Sozialleistungen in Verbindung zu bringen.
      Da ich hier keine rassistischen Kommentare dulde war dieser Kommentar, werter „taosnm“, auch Ihr letzter.

      • Rheinhauser Says:

        Muss ich nun eine andere Sprache lernen, damit Integration funktionieren kann?
        Was ist denn mit der Integration in Marxloh? Hat diese dort funktioniert nur weil man dort andere Sprachen spricht wie im Süden von Duisburg? Marxloh ist doch das beste Beispiel, dass es nicht funktionieren kann bzw. nicht funktioniert hat!

      • rai30 Says:

        In Marxloh läuft längst nicht alles so schlecht wie viele gerne behaupten, was wäre denn der Stadtteil ohne Zuwanderer? Er wäre längst gestorben weil immer mehr Menschen aufgrund fehlender Arbeitsplätze wegzogen. Auch die Migranten haben Marxloh wiederbelebt. Das sollte bei allen Problemen nicht vergessen werden. Diese ständige Angst vor allem was anders ist wirkt auch übertrieben. Keiner der Migranten fordert auch von der deutschen Bevölkerung, dass sie nun Fremdsprachen lernen sollen. Alle Migranten, die ich kenne, und das sind schon recht viele, sehen auch die Notwendigkeit die deutsche Sprache zu beherrschen. Dass hier anonyme SPD-Funktionäre unterschwellig Überfremdungsängste schüren finde ich schon sehr bemerkenswert!


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