Moschee in Marxloh

Morgen vormittag um 10 Uhr will ich zusammen mit einigen Freunden von der DAL die Moschee in Marxloh besuchen um der Moscheegemeinde zu zeigen, dass wir auch in Zeiten der Bedrohung und der Angriffe von Rechtspopulisten an ihrer Seite stehen!

Nun sind wir schon öfters dort gewesen, aber morgen wollen wir extra früh dort sein da wieder die Islamhasser von „ProNRW“ dort in unmittelbarer Nähe ihre Hetze gegen Muslime verbreiten wollen. Den Typen werden wir aber selbstverständlich aus dem Wege gehen, denn das haben die natürlich gerne, dass alle Welt uber sie berichtet und sie durch Gegendemonstrationen extra aufwertet.

Wir werden das nicht tun und auch nicht demonstrieren, sondern nur durch unseren Besuch und das Gespräch mit Gemeindemitgliedern zeigen, dass wir an der Seite der DITIB-Moschee in Marxloh stehen. Hoffentlich kommen viele!

Ausländerfeindlichkeit einmal ungewohnt: eine blonde Schweizer Rechtspopulistin mit eindeutig rassistischen wie ausländerfeindlichen Tendenzen schimpft öffentlich auf die Deutschen, die in der Schweiz arbeiten und leben.

Nun sind Angstaussagen wie „die nehmen uns die Arbeitsplätze weg“ oder „wir haben ein Zuwanderungsproblem“ auch in Deutschland bekannte Sätze. Dass die sich aber auch mal gegen Deutsche richten könnten, die zudem in einem Nachbarland arbeiten dessen Landessprache offiziell auch deutsch ist verwundert hier dann doch. Zumal die Schweiz, das Mutterland der Nummernkonten, die deutschen Arbeitskräfte auch benötigt um viele freie Arbeitsstellen dort besetzen zu können. Denn wirtschaftlich sieht es in der Schweiz derzeit sehr gut aus!

Screenshot der Homepage von Nationalrätin Natalie Rickli

Screenshot der Homepage von Nationalrätin Natalie Rickli

Aber offenbar müssen bestimmte politische Kräfte immer die Angst vor Zuwanderern schüren um die eigene Basis und den vermeintlichen Volkswillen bedienen zu können. Und die Schweizer Bevölkerung hat anscheinend große Angst von den Deutschen „überfremdet“ zu werden. Frau Rickli, ihres Zeichens Nationalrätin (was wohl mit einer Bundestagsabgeordneten hier vergleichbar ist) und rechtspopulistische Politikerin der „Schweizerischen Volkspartei“ hat es jedenfalls geschafft mit ihren deutschfeindlichen Angriffen große Beachtung auf beiden Seiten der gemeinsamen Landesgrenzen zu finden und das ehemals positive Bild, das viele Deutsche von der Schweiz hatten nachhaltig zu trüben.

Vielleicht werden jetzt auch hier einige Leute schlauer und erkennen leichter wie dumm Ausländerfeindlichkeit und Fremdenangst sein können wenn auch Deutsche davon betroffen sind.

Screenshot wz-online

Screenshot wz-newsline.de

Es gibt Nachrichten, die sucht man in den SPD-Propagandamedien des WAZ-Konzerns vergeblich: während schon seit mindestens zwei Tagen verschiedene Medien die Meldungen von dem, vorsichtig ausgedrückt, unpassendem Verhalten des Innenministers und Duisburger SPD-Chefs Ralf Jäger auf der Loveparade veröffentlicht haben, wird bei WAZ/NRZ und Radio Duisburg nichts dazu an die Öffentlichkeit gelassen.

Die gleichen Medien, die in den letzten anderthalb Jahren jedes noch so abstruse Gerücht über die Loveparade verbreiteten auch ohne irgendeinen Beweis zu haben unterschlagen jetzt brandaktuelle Neuigkeiten, die die Hintergründe der Loveparade-Katastrophe vom 24.07.2010 ziemlich ungünstig für den noch amtierenden Landesinnenminister und Duisburger SPD-Chef Jäger aussehen lassen.

Die „Westdeutsche Zeitung“ aus Düsseldorf berichtet dafür sehr ausführlich wie  der Innenminister Jäger die Lage vollkommen falsch einschätzte, und selbst 40 Minuten vor den ersten Toten, als schon die ersten Alarmmeldungen kamen noch vor laufender Kamera von den „top vorbereiteten Einsatzkräften“ der Polizei schwärmte auf die er stolz sei. Zum gleichen Zeitpunkt ging es schon an den Polizeisperren am Karl-Lehr-Tunnel gefährlich zu.

Auf der WZ-Online ist der Artikel http://www.wz-newsline.de/home/politik/nrw/loveparade-unglueck-wie-ahnungslos-war-der-minister-1.970671 nachzulesen!

Liegt es vielleicht an dem innigen Verhältnis zwischen dem Minister Ralf Jäger und dem WAZ-Lokalchefredakteur Schmeer, dass die Duisburger Bürger vom WAZ-Medienkonzern über die neuen für den Minister ziemlich ungünstigen Erkenntnisse im Dunkeln gelassen werden?!

Besuch beim Castor

25. April 2012

Gesellschaft für Nuklearservice

Gesellschaft für Nuklearservice

Gestern hat die DWG-Fraktion die Gelegenheit genutzt mal bei der „Gesellschaft für Nuklearservice“ in Duisburg-Wanheim, nur einen Steinwurf weit von „Tiger & Turtle“, vorbeizuschauen und uns augiebig zu informieren wie den Betrieb unter die Lupe zu nehmen.

Und wir wurden von der Geschäftsleitung mehr als ausgiebig wie erschöpfend informiert. Die ganzen Bequerel- und Microsievert-Werte haben auch mehr verwirrt als erklärt. Beruhigt haben eher Tatsachen wie die strenge Kontrolle des Betriebes durch die Bezirksregierung und das Nicht-Vorhandensein von abgebrannten Brennstäben aus Atomkraftwerken. Die GNS ist an neun Standorten, darunter auch Gorleben, tätig und gehört den großen Energiekonzernen RWE, Vattenfall, EnBw und E.ON, also den Betreibern der Atomkraftwerke. Im Klartext bedeutet das also, dass die Kunden der GNS ihre Besitzer sind! Ein Konstrukt, dass die Politik so gewollt hat um die Entsorgung des Atommülls nur in einer Hand zu lassen weil so die Kontrolle der Einhaltung aller strengen Sicherheitsauflagen besser funktionieren soll.

In Wanheim werden auch nur schwach und mittelschwer strahlende Abfälle aller Art aus Kernkraftwerken verarbeitet, sprich für die Endlagerung im Schacht Konrad ordentlich und sicher verpackt. Die Strahlenbelastung im Umkreis von 3 Kilometern um die Anlage herum wird streng kontrolliert und ist nicht höher als zum Beispiel bei einem Flug nach Mallorca oder einer Röntgenuntersuchung im Krankenhaus. Ich habe dann auch gefragt wie lange die Arbeiter schon im Betrieb tätig sind und ob sie alle gesundheitlich fit sind, denn wenn es bei der GNS gefährlich sein sollte müssten die Arbeiter, die ständig mit dem Atommüll in Kontakt kommen ja am ehesten betroffen sein. Einer der Chefs erklärte dann auch, dass „niemand sich seine Gesundheit abkaufen lasse“ und ordentliche Löhne gezahlt werden, die sich aber im üblichen Tarifrahmen bewegen. Ebenso arbeiten die Beschäftigten teilweise schon seit Jahrzehnten im Betrieb und erfreuen sich immer noch guter Gesundheit.

Der Transportverkehr hält sich ziemlich in Grenzen, angeblich fahren nur 5 LKW´s im Jahr zur GNS und das meiste Material kommt mit Güterwagons der Bahn. Angesichts der Tatsache, dass der Logport mit seinem intensiven Güterverkehr nebenan liegt spielt das Thema also kaum eine ernsthafte Rolle.

Trotzdem gilt die GNS in der Politik als „unerwünschter Betrieb“ und wird deswegen sogar auch im rot-grünen Koalitionsvertrag erwähnt. Das und einige andere Dinge beklagten dann auch unsere Gastgeber. Alles was mit Atomkraft zu tun hat ist eben ziemlich unbeliebt und mit vielen Ängsten behaftet. Aber die Realität sieht anders aus als viele denken: in Wanheim jedenfalls werden nur Schrotte, Putzmaterial, getragene Schutzanzüge und anderer Kleinkram verarbeitet. Und irgendwohin muss der Kram von irgendjemanden gebracht werden. Also macht das die GNS unter strenger staatlicher Kontrolle.

Die aufwändige Sicherheitstechnik beim Rundgang durch den Betrieb war auch überzeugend, nur die alten Rechner mit Floppydiskettenlaufwerken wirkten retro. Ein Museum für Computertechnik des letzten Jahrhunderts würde die sicher gerne nehmen. Allerdings sollen die alten Rechner immer noch sehr zuverlässig und vor allem auch bewährt sein. Die Hallen wirkten vorbildlich sauber, die Brandschutzbestimmungen werden übererfüllt. Die Castorbehälter aus der Nähe zu betrachten war ebenfalls interessant, dass die alten Dinger schon ausgemustert waren störte nicht weiter, auf einem stand als nächster Prüftermin das Jahr 2001.

Nach über 5 Stunden Besuch bei der GNS ging es dann endlich wieder nach Hause, die Sicherheitsschleuse hatte uns am Ende des Betriebsrundgangs noch etwas aufgehalten, aber nicht weil wir verstrahlt waren sondern weil die Prozedur in der Schleuse doch etwas langwierig ablief. Mit einer Null auf dem Dosimeter und der bestandenen Sicherheitsüberprüfung waren wir alle zum Schluss erleichtert wie erschöpft.

Mitreden und mitbestimmen

19. April 2012

CDU-Aktive fordern mehr Demokratie

Screenshot: CDU-Aktive fordern mehr Demokratie - http://www.mitgliederprinzip.de.vu

Der rauhe politische Alltag ist wieder in Duisburg eingekehrt: beim wichtigsten Thema unserer Stadt, also der bevorstehenden Oberbürgermeisterwahl geht scheinbar alles weiter seinen gewohnten Gang.

SPD, CDU, Grüne und Linke haben Parteisoldaten oder Parteiveteranen als Kandidaten nominiert, die eigentlich das genaue Gegenteil von einem versprochenen „Neuanfang“ sind. Insbesondere die rot-rot-grünen Heuchler und Bürgerverarscher von SPD/Linke und Grünen müssten jetzt vor Scham im Boden versinken angesichts ihres dreisten Wortbruches der Öffentlichkeit gegenüber. Jeder halbwegs intelligente Mensch kann nun deutlich erkennen, dass es bei der anderthalbjährigen Menschenjagd auf den früheren Oberbürgermeister Sauerland nur um bloße Machtpolitik und die Restaurierung der früheren SPD-Herrschaft ging.

Aber auch die CDU hat die Chance auf einen Neubeginn nicht genutzt. Angesichts des offensichtlichen Betruges der linken Parteien und ihrer dämlichen „Hiwis“ von der inzwischen geteilten BI Abwahl an den Bürgern dieser Stadt hätte sie mit einem unverbrauchten neuen Kandidaten viele Pluspunkte sammeln und Verbündete finden können. Aber auch sie hat es vorgezogen im kleinen Kreise einen altgedienten wenn auch ehrbaren Oberbürgermeisterkandidaten aufzustellen. Und so sehr ich Benno Lensdorf als Menschen und honorigen Mann schätze, ich hätte mir einen jüngeren Kandidaten gewünscht, der auch neue Energie und neue Ideen mitbringt um die schwierigen Aufgaben in unserer Stadt zu lösen.

Offensichtlich sehen das auch einige CDU-Mitglieder so, denn im Internet habe ich eine Seite gefunden — www.mitgliederprinzip.de.vu — auf der ganz klar die mangelnde Beteiligung der Basis bei der Auswahl des Kandidaten beklagt wird. Die lokale CDU-Führung hat es scheinbar versäumt ihre Mitglieder bei der Suche nach guten Kandidaten miteinzubinden.

Nun können mir ja die internen Probleme der Duisburger CDU egal sein, aber ich finde es traurig und enttäuschend, dass in dieser Stadt fast alle Parteien unfähig zu sein scheinen im Dialog auch unabhängige wie fähige Persönlichkeiten zu finden um Duisburg nach anderthalb Jahren heftigster Grabenkämpfe wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Diese Aufgabe bleibt wohl den Wählergemeinschaften überlassen, die Vorbereitungen laufen dazu, auch wenn ich jetzt erstmal nicht näheres sagen kann bevor nicht alles in trockenen Tüchern ist.

Die Duisburger Bürger aber merken sich hoffentlich gut wie sie von SPD/Linken und Grünen an der Nase herumgeführt wurden, und machen den Strategen Jäger(SPD), Schneider(Grüne) und Dierkes(Linke) einen dicken Strich durch die Rechnung. Auch wenn bis jetzt noch kein wirklich überzeugender neuer Oberbürgermeister in spe bekanntgemacht wurde. Das könnte sich ja noch ändern, ansonsten habe ich keine Hoffnung mehr für diese Stadt!

Leben

Leben

 

Die Feiertage zum Osterfest haben sonnig begonnen, hoffentlich irren sich die Wetterexperten, die Kälte, Regen und Wind vorausgesagt haben. Ich werde jetzt mit meiner Familie die zwei freien Tage, die ich habe nutzen und in die Natur fahren sowie die Moscheefeiern in Wanheim und Rheinhausen besuchen. Allen christlichen Freunden und Kollegen wünsche ich natürlich auch frohe Ostern!

Leben

Leben

 

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