Hochheide in 2013 — Schießereien und Krawall?

9. Januar 2013

Licht und Schatten

Was bringt die Zukunft

Stürzt Hochheide völlig ab, oder ist die Lage besser als die Stimmung?

Am Wochenende war ich noch in Hochheide einkaufen und hatte nicht den Eindruck, dass es zu dramatischen Verschlechterungen im Stadtteil gekommen sei. Es sieht zwar wie schon seit langem nicht gerade glamourös aus aber man kann noch in die Läden gehen und die Warteschlangen vor den Kassen bei Kaufland sind noch genau so lang wie letztes Jahr.

Aber offensichtlich gibt es ein paar Leute im Stadtteil, die bei bestimmten Gelegenheiten auch schon mal austicken und mit einer Knarre durch die Gegend ballern wenn sie sich bedroht fühlen, und es gehört seit einigen Jahren wohl auch leider zum ortsüblichen Sylvesterbrauch Schaufensterscheiben zum Jahreswechsel einzuschlagen. Ein Brauch, der jetzt laut Medienberichten dazu führt, dass Geschäftsleute in Hochheide sich andere Orte suchen.

Glasbruch in Hochheide

Da war mal ein Schaufenster

Glasbruch in Hochheide

Glasbruch in Hochheide

Wenn also in wenigen Jahren nicht nur Wettbüros, Teestuben, illegale Glücksspieltreffs und leere Ladenlokale die örtliche Szenerie total beherrschen sollen muss jetzt möglichst schnell gehandelt werden um die paar Kriminellen im Stadtteil daran zu hindern weiter Schaden anzurichten. Wenn Menschen Angst haben auf die Straße zu gehen und Ladeninhaber aus dem Stadtteil fliehen wird es weiter bergab gehen. Ich will das nicht hinnehmen und hoffe, dass ich da nicht alleine stehe.

Glasbruch in Hochheide

Glasbruch in Hochheide

Neben sozialen Maßnahmen bin ich daher auch dafür an bestimmten Stellen in der Hochheider Ladenstadt und auf den Kreuzungen Moerser Straße/Ottostraße und Moerser Straße/Kirchstraße sowie an weiteren Punkten auch eine Kameraüberwachung zu installieren um Straftäter abzuschrecken und Straftaten besser aufzuklären. Natürlich ist einiges zu tun um das zu bewerkstelligen. Ich werde versuchen mit anderen politisch Handelnden aus der Bürgerschaft und Parteien gemeinsam aktiv zu werden. Mal sehen ob sich Mitstreiter in Hochheide finden lassen.

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Eine Antwort to “Hochheide in 2013 — Schießereien und Krawall?”

  1. synsas Says:

    Guten Morgen zusammen.

    Ich bin in Hochheide aufgewachsen und habe dort fast mein ganzes Leben verbracht; jetzt lebe ich seit vier Jahren in Rheinland-Pfalz, lese jeden Tag die WAZ, höre Radio-DU und lese zwei-, dreimal die Woche diesen Blog.

    Als ich noch in Hochheide gewohnt habe, da war das alles (die Zustände, die Kriminalität) „normal“ für mich- wenn ich jetzt jedoch alle paar Wochen Mutti besuchen fahre, dann bekomme ich das kalte Grausen, was in dem einst heimeligen Städtchen abgeht.
    Es macht mich tief traurig, was aus meiner Heimat, der Stadt im Grünen geworden ist.
    Fassungslos konstatiere ich eine unfähige, teilnahmslose „Regiererei“ der Verantwortlichen, wo Zuständigkeiten hin und her geschoben werden, um schlussendlich doch in einer Mischung aus Desinteresse und Resignation zu versiegen.

    Meine grosse Hoffnung ist, dass irgendwann einmal (vielleicht in sehr, sehr ferner Zukunft) ein gestandener Mensch den Abriss der „weissen Riesen“ durch- und umsetzt, resp die Wohneinheiten in so weit saniert, dass dort wieder anständige Menschen hinziehen.

    Ich möchte die jetzigen Bewohner dort keinesfalls diskreditieren- ganz im gegenteil: Sehr, sehr viele Bewohner dort haben sich das Geld für Ihre Wohnungen dort im Schweisse Ihres Angesichts vom Munde abgespart, nette Menschen, die man in der Kneipe oder auf dem Wochenmarkt trifft, die Ihr ganzes Leben geschuftet haben; aber im Umkehrschluss wissen wir doch alle, dass hier die „Wurzel allen Übels“ zu finden ist- und dazu muß man nicht Sherlock Holmes sein, um auf diesen Trichter zu kommen.

    Die Maßnahme, dass in der Ladenstadt nun Kameras installiert werden sollen, die glaube ich jedoch erst, wenn ich die montierten Cameras sehe. Wahrscheinlich wird es jedoch nicht lange dauern, bis eben diese Cameras kaputtgeschlagen werden, von denselben Mitbürgern, die von ihnen gefilmt werden sollen.
    Der Tenor, der daraus folgen wird, den kennen wir auch schon alle: Die Stadt wird (mal wieder) kein Geld haben, um die zerstörten Cameras instand zu setzen.

    Mit traurigen Grüssen aus dem „Exil“

    synsas


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