Hilfe statt Worte!

28. Juni 2013

Deutsch-Bulgarischer Verein in Hochfeld

Deutsch-Bulgarischer Verein in Hochfeld

Vor gut einem Monat haben ich und einige andere DAL-Mandatsträger den damals neugegründeten Verein der türkischstämmigen Bulgaren in Hochfeld besucht um uns zu informieren und zu sehen wie die Hilfe zur Selbsthilfe für den Verein aussehen könnte.

Damals habe ich auch spontan 500 Euro aus eigener Tasche an den Verein gespendet weil ich überzeugt bin, dass die Menschen Unterstützung brauchen wenn sie sich trotz schwieriger Umstände selbst helfen wollen. Der Deutsch-Bulgarische Verein für Jugend- und Sozialarbeit bekam auch schon von anderen Parteien und Verbänden Besuch und bat natürlich auch diese um Hilfe für seine Arbeit. Angeblich versprachen auch einige dieser Besucher, dass sie sich um finanzielle Hilfe für den Verein kümmern wollen.

Gestern traf ich zufällig den Vorsitzenden des Vereins und der erzählte mir, dass der Verein mehrere Kurse für die bulgarischen Bürger in Hochfeld auf die Beine gestellt hat und zu einem wichtigen Anlaufpunkt für viele geworden ist. Doch finanzielle Hilfe hat er bis heute nur von privaten Spendern bekommen. Der Vermieter der Vereinsräume ist mehr als langmütig was die Miete angeht und einzelne Bürger haben auch schon wie ich selbst etwas Geld gespendet. Nur die großen Parteien und die Stadt haben außer warmen Worten und diffusen Versprechungen noch nichts getan um die Arbeit der Vereinsaktiven, die auch selbst finanziell nicht gut da stehen, zu unterstützen. Der Vorsitzende teilte mir mit, dass er nicht weiß wie lange er und seine Mitstreiter die Durststrecke noch durchhalten können.

Wieso ist es nicht möglich einige hundert Euro im Monat für die wichtige Sozial- und Jugendarbeit in Hochfeld aufzutreiben? Es sind doch eine Million Euro für „Integrationsprojekte“ beschlossen und auch schon verteilt worden. Doch offensichtlich landet das Geld wieder bei den üblichen großen Verbänden und Behörden, also AWO, RAA (Landesbehörde) und andere. Ehrenamtliche Selbsthilfe der Betroffenen scheint da schlechte Chancen auf Förderung zu haben obwohl sie selbst am besten wissen wie sie ihre Landsleute erreichen und welche Hilfen konkret benötigt werden. Aber scheinbar ist die offizielle Integrationsarbeit immer noch mit ein bischen Bevormundung verbunden.

Sollte der Deutsch-Bulgarische Verein für Sozial- und Jugendarbeit in Hochfeld scheitern weil er außer schönen Worten von Stadt und großer Politik keine Hilfe bekommt werden viele Menschen in Hochfeld wieder ohne Anlaufstelle und praktische Hilfsangebote da stehen. Das wäre wahrscheinlich am Ende noch teurer als ein paar hundert Euro im Monat.

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Da verschwindet viel Geld

Da verschwindet viel Geld

Der MSV hat viele Schulden und braucht viel Geld. Städtische Gesellschaften haben in der Vergangenheit viel geholfen und auf Forderungen verzichtet um den Spielbetrieb in der zweiten Liga zu sichern.

Doch nun hat alles nichts genützt und die Vereinsoberen vom MSV Duisburg haben es mit großem „Können“ geschafft die Lizenz für die zweite Bundesliga zu verspielen. Was werden jetzt wohl Stadt, Stadtwerke und Wirtschaftsbetriebe machen, die viel Geld beim MSV reingepulvert haben?

Gerüchteweise lässt sich im Rathausflur vernehmen, dass SPD-Oberbürgermeister Link nach Wegen sucht zusätzlich zu den schon geleisteten umfangreichen finanziellen Hilfestellungen wieder mehr Geld von Sparkasse, Stadtwerke und Wirtschaftsbetriebe für den Spielbetrieb des MSV in der dritten Liga lockerzumachen, denn sonst landet der MSV in der vierten oder fünften Liga wenn keine finanziellen Sicherheiten vorgewiesen werden können. Im Klartext: die Sparer, Müllgebührenzahler und Stromkunden in Duisburg werden aller Wahrscheinlichkeit nach für die Misswirtschaft der MSV-Spitze zahlen dürfen. Bei einer derzeit immer noch wahrscheinlichen Insolvenz des MSV könnten 20 Millionen Euro verloren sein, also versucht man jetzt den Verein mit weiteren Geldspritzen am Leben zu halten. Nur ist das fair gegenüber den vielen anderen Sportvereinen der Stadt und den Gebührenzahlern, die ihr Geld vielleicht gar nicht für einen Fußballverein mit schlecht wirtschaftender Führungsspitze und schlecht spielenden Angestellten auf dem Rasen hergeben möchten?

Bald werden wir erfahren wieviel Geld zusätzlich fließen wird und wieviel Altschulden städtische Gesellschaften endgültig abschreiben müssen und was Versprechungen des Duisburger Oberbürgermeisters Link uns allen kosten.

Webseite Sören Link

Falsche Versprechungen

6.650.000 EURO brutto (in Worten: sechs Millionen sechshundertfünfzigtausend) kostet der „neue Stil“ des Oberbürgermeisters Link im Falle des Bahnhofsvorplatzes aktuell, ein weiterer Rechnungsposten neben den ganzen teuren Parteibuchbesetzungen in Verwaltung und städtischen Gesellschaften.

Ein teurer neuer Stil

Ein teurer neuer Stil

Besonders pikant an der Summe von über sechseinhalb Millionen EURO ist der Umstand, dass die SPD-Herrscher in Duisburg noch vor nicht mal anderthalb Jahren ganz laut aufschrien als die damals geplante Gestaltung des Bahnhofsplatzes drei Millionen EURO kosten sollte. Jetzt ist es mehr als das Doppelte. Was wurde da vor einem Jahr von den Heuchlern der SPD und der Grünen auf die Innenstadtentwicklungsgesellschaft geschimpft weil der Kostenrahmen gesprengt worden sei und die Wasserflächen fehlten. Jetzt wird es viel teurer und Wasserflächen sind im neuen Entwurf auch nur mit der Lupe als „Wasserband“ zu sehen. Dafür hat man Fördergelder des Landes verfallen lassen und die Kosten kräftig in die Höhe getrieben. Die Genossenherrschaft in Duisburg wird immer teurer, nicht nur im Rathaus und auf der Bahnhofsvorplatte.

Geldverschwendung im Duisburger Rathaus

Kritik an der Geldverschwendung im Rathaus

Auch beim MSV haben die linken Wohltäter aus dem Rathaus Millionen versenkt, und werden aller Voraussicht nach noch mehr Geld hinterherwerfen, das Geld der Bürger natürlich. Dafür hat man die Grundsteuer innerhalb weniger Monate zweimal erhöht und die höchste Gewerbesteuer der Republik in Duisburg gegen große Widerstände durchgedrückt. All das passiert in Verantwortung eines blassen Parteisoldaten in der Rolle des Oberbürgermeisters, der zunehmend ratlos agiert und außer Steuer- und Gebührenerhöhungen sowie großem Wehklagen keine Lösungen für drängende Probleme präsentieren kann.

Ich bin jetzt sehr gespannt wie heute im Ausschuss für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Verkehr die „link“en Herrscher im Rathaus die dramatische Kostensteigerung wie Zeitverschwendung bei der Gestaltung des neuen Bahnhofsplatzes rechtfertigen werden.

Bürgerkrieg?

2. Juni 2013

Polizeigewalt gegen Demonstranten

Polizeigewalt gegen Demonstranten – Bildquelle: http://occupygezipics.tumblr.com/

Was passiert da zur Zeit in der Türkei? Warum geht die türkische Polizei so brutal gegen Demonstranten in Istanbul vor, dass die ganze Welt erschrocken ist?

Die Informationen über die Hintergründe der Proteste sind etwas widersprüchlich sowie oberflächlich: angeblich ging es nur um ein paar Bäume in einem Park in Istanbul, die einem Bauprojekt weichen sollten, und nun steckt die Türkei in einer tiefen Staatskrise mit vielen Demonstrationen in anderen Großstädten in der Türkei und ganz Europa. Tatsache ist, dass die Regierung in Ankara jetzt versucht die Berichterstattung über die immer noch anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten in einigen türkischen Großstädten zu unterdrücken. Die wichtigsten Nachrichtensender im türkischen Fernsehen verschweigen vieles und in der Türkei funktionieren zeitweise die Zugänge zu Facebook, Twitter und anderen Internetdiensten nicht mehr.

Die Protestwelle hat offensichtlich auch größere Teile der Türkei erreicht, und es geht längst nicht mehr um ein paar Bäume sondern um den Sturz der islamistisch-konservativen Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Ein Bündnis von linken Aktivisten, Sozialdemokraten, Gewerkschaftern und vor allem modern gesinnten Jugendlichen gehen gegen die Regierung auf die Straße um gegen eine angeblich bevorstehende islamistische Diktatur zu demonstrieren sowie den Ausverkauf der türkischen Wirtschaft.

Haben sie aber auch die Bevölkerung hinter sich? Tatsache ist, dass der türkische Ministerpräsident bei allen Wahlen der letzten Jahre die Mehrheit der Wähler hinter sich hatte. Allerdings hat er dadurch keinen Freibrief für eine Politik der Islamisierung bekommen. Die Mehrheit der türkischen Bevölkerung möchte auch weiterhin ein liberales gesellschaftliches Klima, und so rudert der türkische Ministerpräsident zurück und bedauert die angeblich eigenmächtige übertriebene Härte der Polizei, die mit scharfer Munition und gewaltigen Mengen von Tränengas, auch zum Schrecken von Touristen wie ausländischen Nachrichtenkorrespondenten, mitten im Istanbuler Stadtzentrum gegen die vielen jungen Demonstranten vorgingen.

Ich weiß nicht wie sich die Türkei entwickeln wird, aber ich hoffe, dass sie den modernen Weg den einst Mustafa Kemal Atatürk einschlug nicht verlassen wird, denn gerade das relativ liberale Klima und eine tolerante Version des Islams haben das Land auch für fremde Menschen attraktiv gemacht. Alkoholverbote, Zensur und die Alleinherrschaft einer Partei passen da nicht rein. Das sollten sich Ministerpräsident Erdogan und seine Gefolgsleute gut merken wenn sie das Land nicht in einen dauerhaften schweren Konflikt fallen lassen wollen.

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