Der 9. November 2013 in Duisburg

10. November 2013

Gedenken

Gedenken

Was haben uns die Bundesverfassungsrichter da nur angetan? Gleich zwei rechte Aufmärsche in Duisburg am 75. Jahrestag der Reichsprogromnacht!

Demo in Rheinhausen am 09.11.2013 in Rheinhausen

ProNRW hat Duisburg ausgerechnet am 75. Jahrestag der Reichsprogromnacht seine Aufwartung gemacht um gegen Zuwanderer zu hetzen und die Probleme der Armutszuwanderung aus Südosteuropa zur Verbreitung ihrer rassistischen Parolen zu nutzen. Das Demonstrationsverbot der Duisburger Polizeipräsidentin ist letztendlich am Bundesverfassungsgericht gescheitert was natürlich neben den ProNRW-Demos auch zu entsprechenden Gegendemos geführt hat. Die Polizei hat deswegen weiträumig die Straßen abgesperrt was viele Autofahrer in Neumühl und Rheinhausen zur Verzweiflung trieb. Hunderte Polizisten auf der Straße, Straßensperren an allen Ecken und Hubschrauber in der Luft, das war sicher nicht ganz billig. Damit ein paar Rassisten ihren braunen Geist verbreiten und das Klima in der Stadt vergiften dürfen ist heute mindestens eine halbe Million Euro an Kosten entstanden. Demokratie ist nicht billig, und auch Rassisten dürfen sie unter Polizeischutz leider für ihre Zwecke nutzen. Überhaupt die Polizei, sie musste sich auch mit einigen krawallbereiten Antifa-Aktivisten rumärgern, die soweit ich das mitbekommen habe sich einen Spaß daraus machten Wege zu finden um die Polizeisperren zu umgehen weil sie die direkte Konfrontation mit ProNRW suchten.

gedenken

Da war mir die Aktion des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage wesentlich lieber ein friedliches Gedenken zu veranstalten und die verschiedenen Gedenkstätten wie Stolpersteine in Neumühl und Rheinhausen abzulaufen um deren Geschichte zu erläutern. Dabei sah ich zwar auch viele SPD-Politiker, was ich unangenehm finde, aber um gegen Rechtsextremismus ein Zeichen zu setzen nehme ich auch solche Unannehmlichkeiten in Kauf. Denn das Gedenken war weniger kostenintensiv als die Gegendemos sowie lehrreicher, auch haben die braunen Geister keinen Vorteil dadurch, während die Gegendemos von Antifa und linksextremen Gruppierungen letzten Endes nur Verärgerung in der Bevölkerung und unfreiwillige Publicity für ProNRW brachten.

Rheinhausen

Advertisements

2 Antworten to “Der 9. November 2013 in Duisburg”

  1. Nadeschdaj Says:

    Eine Demokratie muss auch missliebige Demonstrationen aushalten! Verfassungsfeindlich wäre ein Verbot der Veranstaltungen gewesen. Verfassungsfeindlich ist die linke Mischpoke, die nicht in der Lage ist, Ihre Meinungen verbal zu formulieren.
    Und das nervt mich, wegen einiger spinnerter Schläger muss die <Polizei antreten und muss die Rechten schützen. Ohne dieses linke Pack könnten die Rechten marschieren, kaum einer würde sie registrieren und ernstnehmen.

    • rai30 Says:

      Richtig ist, dass die Demokratie Auseinandersetzungen aushalten muss und es weitgehende Meinungsfreiheit gibt. Aber rechtsradikale Gruppierungen wie ProNRW befinden sich schon in einer Grauzone was die Werte unserer Verfassung angeht. Ich will das Gebahren einiger Linksautonomer nicht verteidigen, Gewalt darf niemals in der politischen Auseinanadersetzung erlaubt sein, aber Gegendemonstrationen sind auch erlaubt. Es gibt auch ein Recht friedlich(!) gegen rassistische Hetze zu demonstrieren. Trotzdem denke ich auch manchmal, dass es vielleicht viel besser wäre das kleine Häuflein der Rechtsextremen mit Verachtung zu bestrafen und keine öffentliche Notiz von denen zu nehmen. Dann hätten die keine Publicity und die Demos würden vielleicht weniger werden.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: