Duisburg hat zuviel Geld!

12. Februar 2014

Schauinsland

506.672 EURO aus der Stadtkasse für ein Stadion

6 Millionen EURO für Asylheime trotz tausender leerer Wohnungen im Stadtgebiet, neue Ämter, neue Chefpositionen in Ämtern und städtischen Gesellschaften mit milionenschweren Folgekosten und nun auch auch eine Fußball- und Sportarena für eine halbe Million Euro, nachdem schon vorher immer wieder städtisches Geld hineingepumpt wurde…

MSV-Arena

Die teure Schauinsland-Reise-Arena

Eigentlich kann man keinem Bürger mehr gegenüber behaupten, dass Duisburg kein Geld hat. Selbst wenn nicht Millionengräber wie die neue Mercatorhalle oder das „Kunstwerk“ Küppersmühle am Innenhafen angesprochen werden muss man zugeben, dass die Stadt und ihre Gesellschaften mit dem Geld der Bürger nur so um sich werfen wenn es der politischen Mehrheit im Rathaus mit ihrem blassen Oberbürgermeister an der Spitze gefällt.

Das neueste Husarenstück der Stadtspitze ist die „Schauinsland-Reisen-Arena“ in Wedau, die nun mehrheitlich in städtischen Besitz übergehen soll. Mit den hohen Betriebskosten und Schulden, die auf der Arena lasten. Auch wenn mich jetzt alle MSV-Fans hassen werden, ich sehe es nicht ein, dass schon wieder städtisches Geld für den MSV und das Stadion fließen sollen. Auch wenn es nur ein „Schuldenschnitt“ und eine schlappe halbe Million EURO Kaufpreis sind. Der wievielte „Schuldenschnitt“ allerdings, da kann schon der Überblick verloren gehen angesichts der vielen Schuldenschnitte und Zahlungsaufschübe, die in den letzten Jahren für den MSV und „sein“ Stadion organisiert wurden während städtische Gesellschaften die Gebühren für die Bürger erhöhen aber genug Geld für den MSV übrig haben.

Kann eine hochverschuldete Stadt eigentlich auf Forderungen verzichten? Oder ein Stadion kaufen obwohl das nun wirklich nicht zu den städtischen Aufgaben gehört? Diese und einige andere Fragen stelle ich mir gerade. Ich bin nicht bereit diese Abenteuer der politischen Mehrheit im Rat der Stadt mitzutragen. Auch wenn die vielen MSV-Fans sich kurz vor der Kommunalwahl für die öffentliche Geldspritze der Stadt begeistern werden bin ich nicht bereit diese wiederholten Wohltaten auf Kosten der Stadt und ihrer Bürger mitzumachen. Selbst wenn ich der einzigste im Rat der Stadt sein sollte, der sich einer neuen finanziellen Hilfe für den MSV und dem Stadion verweigert.

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46 Antworten to “Duisburg hat zuviel Geld!”

  1. Annette Kaminski Says:

    Bitte vor so einem Post erst mal richtig über die Fakten informieren. Außerdem war es damals auch die Stadt und das Land die diesen wahnsinnigen Vertrag mit der total überhöhten Miete unterschrieben hat. Wenn damals irgendjemand sich mit der Materie ausgekannt hätte, wäre diese Miethöhe nie durchgekommen. Und noch mal. Insolvenz ist wesentlich teurer. Wäre auch toll, wenn für die Pleiten wie Küppersmühle, Mecartorhalle etc die Verantwortlichen mal endlich persönlich haften müssten. Wie sehr der MSV mit den Menschen verwurzelt ist, hat man doch wohl letzten Sommer gesehen.

    • rai30 Says:

      Dann sollten die vielen MSV-Fans sich auch dazu durchringen ihren Verein zu retten und das nicht wieder von der Gesamtheit der Steuerzahler verlangen. Dem Verein und seiner Profiabteilung wurde schon öfters in den letzten Jahren geholfen. Aber für die Fehler einer Geschäftsführung der privatwirtschaftlichen Spielbetriebsgesellschaft kann nicht immer die Stadt haften. Das wäre übrigens auch ungerecht gegenüber den vielen anderen Vereinen in der Stadt, die auch dringend finanzielle Hilfe benötigen.

  2. Oliver Gritschke Says:

    Natürlich muss man mit Steuergeldern pfleglich umgehen. Allerdings muss man doch auch die Tragweite und die Folgen seines Handelns bedenken. Wenn der MSV in die Insolvenz geht, dann fällt das Stadion an die Stadt aufgrund der Erbpacht. Da kein Verein dort spielen wird und auch eine andere Nutzung nicht möglich ist, hat die Stadt keine Möglichkeit der Einnahme. Sondern ganz im Gegenteil es entstehen Ausgaben, Instandhaltung, eventuelle Umzäunung oder durch einen eventuellen Abriss. Hinzu kommt noch,dass das Land als Bürger für den laufenden Kredit in Anspruch genommen wird.Fazit. Durch ein Nein werden höhere Kosten verursacht!

    • rai30 Says:

      Warum wird da kein anderer Verein spielen? Warum findet sich kein weiterer privater Investor? Warum ist keine andere Nutzung möglich? Bedeutet das nicht, dass wir uns als Stadt so ein Stadion eigentlich nicht leisten können? Und müssen wir als Stadt Verpflichtungen für den Erhalt des Spielbetriebs eines privatwirtschaftlichen Vereins eingehen wenn jetzt schon wieder millionenschwere Liquiditätslücken ruchbar werden?

      Es ist gar nicht so sicher, dass durch ein Nein zum Stadionkauf wirklich höhere Kosten entstehen. Man muss eventuell andere Partner für den Betrieb des Stadions suchen. Immer alles auf den Steuerzahler zu schieben kann auch keine dauerhafte Lösung sein.

  3. ratzi Says:

    Wenn es den MSV nicht mehr gibt fehlen der Stadt zig Mio. an Steuereinnahmen (Gehälter ) und sie muss sich um ein Stadion kümmern das nicht benutzt wird !!! Das Land muss 12,5 Mio. an Bürgschaften bezahlen !!! Duisburg hat wieder ein paar Arbeitslose mehr zu bezahlen und an Spieltagen gehen rund um die Veranstalltung auch tausende über den Tisch die sonst mit dem Hintern vor dem Fernseher sitzen.
    Wer nur ein bisschen Rechnen kann wird schnell merken das 500 000 € nicht sind im Vergleich zu den Kosten die sonst anfallen !!!

    • rai30 Says:

      Werter „ratzi“,

      es geht nicht nur um die 500.000 Euro die für den Stadionkauf anfallen sondern um die Verpflichtungen, die sich aus dem Betrieb der Arena ergeben. Das Problem ist eben, dass die Arena nicht kostendeckend betrieben werden kann und die Profiabteilung des MSV mit ihrer Geschäftsführung ständig finanzielle Probleme hat. Dafür kann die Stadt und der Steuerzahler nicht dauerhaft haftbar gemacht werden.

  4. Blochsberg Says:

    Ich bin MSV-Fan, aber „hassen“ tue ich Sie nicht. Sie sind einfach schlecht informiert schreien das aber heraus.

    So Leute, die dann auch noch Lautsprecher sind sollten sich schämen ihr Halbwissen nach aussen zu rufen!

    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal still sein und sich die Mühe machen in die Materie einzusteigen.

    Als ein Beispiel: Wieviele Schuldenschnitte haben Sie gezählt?

    • Marc Says:

      Wenigstens einen Kommentar traut er sich freizuschalten

    • rai30 Says:

      Schlecht informiert sind Sie, Herr oder Frau Blochsberg. Das werfe ich Ihnen aber nicht vor weil viele Infos über vergangene Hilfen für den MSV und seine Profiabteilung nicht öffentlich bekannt gemacht wurden. Das ärgerliche ist ja, dass die Öffentlichkeit in den letzten Jahren kaum mitbekommen hat was die Stadt und ihre Unternehmen alles unternommen haben um auszuhelfen.

  5. Chris22474 Says:

    Ein kurzes Statement dazu:

    a: lässt beim Verfasser die Rechtschreibung doch sehr zu wünschen übrig ….( bitte, bitte..siehe letzter Satz!! Es heisst immer der „Einzige“, nie der „Einzigste“!!

    b: mich würde interessieren, bei wievielen „Duisburger Fehlinvestitionen“ Sie Ihre Stimme abgegeben haben?

    c: haben Sie schon einmal den sozialen Aspekt beleuchtet, der eine Rettung des Vereins zur Folge hätte?

    d: zum guten Schluss würde mich interessieren, wie Sie denn damals zur Loveparade im Stadtrat standen?

    So long

    • rai30 Says:

      Um es kurz zu machen: ich lerne auch aus Fehlern, und deshalb werde ich nicht nochmal einer Fehlinvestition zustimmen. Es gibt viele andere Vereine, die auch Hilfe benötigen und keine bekommen weil die Stadt nicht dazu da ist Fehler in der Wirtschaftsführung von privaten Vereinen auszubügeln.

  6. MSV - Fan Says:

    Ach weshalb denn hassen? Wir sollten viel mehr aufklären als hassen.

    Der wievielte Schuldenschnitt? Der erste!

    Der Kauf der Stadionanteile erfolgt im Rahmen der öffentlichen Daseinsfürsorge wie Theater, Zoo etc. Der Zoo bekommt jährlich einen städtischen Zuschuss von 2 bis 2,5 Mio Euro. Wie sah da eigentlich ihr Abstimmungsverhalten aus.

    Als Ratsmitglied sollte man gut informiert in eine Ratssitzung gehen und auch die Steuergelder im Blick haben. Eine Insolvenz des MSV käme der Stadt viel teurer.

    Der MSV gibt den Menschen dieser Stadt viel. Er hat es verdient gerettet zu werden und nicht zur nächsten Bauruine zu werden. Eine Insolvenz macht die Stadt und ihre Kassen nicht reicher, sondern noch ärmer. Arbeitsplätze, die verloren gehen. Hohe Instandhaltungskosten für das Stadion ohne erzielbare Mieteinnahmen…

    • rai30 Says:

      Die hohen Instandhaltungskosten haben wir schon heute, und die Einnahmen reichen offenbar nie aus. Warum sonst wird wieder eine Liquiditätslücke von bis zu 5 Millionen EURO ruchbar? Das ärgerliche ist ja, dass die Öffentlichkeit in den letzten Jahren kaum mitbekommen hat was die Stadt und ihre Unternehmen schon alles unternommen haben um auszuhelfen. Vieles davon wurde absichtlich verschwiegen.

  7. Anonym Says:

    Interessant, dass sie von einem ersten Schuldenschnitt sprechen, den es gar nicht gibt. Scheinbar muss man nicht viel im Leben schaffen, um im Stadtrat zu sitzen.

    • rai30 Says:

      Sie wissen leider nicht was schon alles von städtischen Unternehmen für den MSV gemacht wurde. Das werfe ich Ihnen nicht vor da diese Entscheidungen häufig nicht-öffentlich waren.

  8. Martin Müller Says:

    Wenn Sie die Hintergünde nicht im Detail und die Folgen einer MSV-Insolvenz für den Steuerzahler kennen, sollten Sie nicht so einen Müll schreiben.

    • rai30 Says:

      Ihr Problem, Herr Müller ist, dass Sie offenbar nicht wissen welche Verpflichtungen die Stadt sich und dem Steuerzahler mit dem Stadionkauf aufhalst und welche Hilfen schon in der Vergangenheit von der Stadt und ihren Unternehmen geleistet wurden um auszuhelfen.

  9. MSV - Fan Says:

    Ach weshalb denn hassen? Wir sollten viel mehr aufklären als hassen.Der wievielte Schuldenschnitt? Der erste!Der Kauf der Stadionanteile erfolgt im Rahmen der öffentlichen Daseinsfürsorge wie Theater, Zoo etc. Der Zoo bekommt jährlich einen städtischen Zuschuss von 2 bis 2,5 Mio Euro. Wie sah da eigentlich ihr Abstimmungsverhalten aus.Als Ratsmitglied sollte man gut informiert in eine Ratssitzung gehen und auch die Steuergelder im Blick haben. Eine Insolvenz des MSV käme der Stadt viel teurer.Der MSV gibt den Menschen dieser Stadt viel. Er hat es verdient gerettet zu werden und nicht zur nächsten Bauruine zu werden. Eine Insolvenz macht die Stadt und ihre Kassen nicht reicher, sondern noch ärmer. Arbeitsplätze, die verloren gehen. Hohe Instandhaltungskosten für das Stadion ohne erzielbare Mieteinnahmen…

    • rai30 Says:

      Hohe Kosten für das Stadion sind schon heute Teil des Problems. Wieso soll die Stadt sich diese hohen Kosten als Verpflichtung für die nächsten Jahre antun wenn eine Geschäftsführung der Profiabteilung des MSV nichts geregelt bekommt und schon wieder millionenschwere Liquididätslücken ruchbar werden? Die ständige Drohung mit der Insolvenz zeigt doch nur, dass kaum einer noch auf die wirtschaftlichen Fähigkeiten dieser Geschäftsführung vertraut und private Sponsoren nicht noch mehr Risiken auf sich nehmen wollen. Warum sollen die Stadt und ihre Unternehmen das tun? Ist das wirklich wichtig für das öffentliche Wohl eine große Sportarena zu betreiben?

  10. Marc Says:

    Sehr geehrter Herr Grün,

    ich bin erschrocken darüber wie wenig in der Stadt Duisburg und im Umfeld dieser Stadt nachgedacht wird. Ihnen ist doch hoffentlich bewusst was mit dem Stadion des MSV Duisburg passiert, wenn der Verein in die Insolvenz geht? Und das wird der Verein wenn das Stadion weiterhin in der Hand der aktuellen Gesellschafter ist.

    Der Verein geht insolvent und das Stadion fällt dann automatisch in die Hände der Stadt. Was dann damit? Leer stehen lassen? Dies kostet die Stadt dann geschätzte 750.000 EUR Instandhaltungskosten. Und das für ein leer stehendes Stadion.

    Oder doch lieber abreißen? Auch das kostet wesentlich mehr als die genannten 500.000 EUR.

    Oder soll die Stadt doch lieber Asylwohnungen, Kindergärten oder Sozialwohnungen in der MSV Arena unterbringen?

    Vielleicht denken Sie mal über den Tellerrand hinaus. Auch wenn es Ihnen vielleicht schwer fällt wie man an Ihren Blogs unschwer erkennen könnte.

    • rai30 Says:

      Warum geht denn alles den Bach runter? Wenn die Stadt und ihre Unternehmen nicht eingreifen ist das Stadion also nicht zu halten. Ist es Aufgabe der Stadt große Sportarenen für privatwirtschaftliche Proficlubs zu betreiben? Persönliche Angriffe auf Andersdenkende helfen nicht bei schlechten Argumenten. Übrigens würde nicht der MSV als Verein pleite gehen sondern nur die Stadiongesellschaft bzw. die „Spielbetriebsgesellschaft“. Das Problem liegt bei einer nicht besonders erfolgreich agierenden Geschäftsführung der Profiabteilung, um es mal sehr vorsichtig auszudrücken. Dafür kann nicht der Steuerzahler haftbar gemacht werden.

  11. WoB Says:

    Wieder jemand der die sich zu diesem Thema äußern möchte?
    Vielleicht beantworten Sie mal die Frage, „Was passiert mit der Arena, wenn der einzige Mieter (MSV) in die Insolvenz geht“? Die Stadiongesellschaft müßte dann ebenfalls insolvens anmelden, da keine Einnahmen mehr generiert werden können.
    Die Arena würde an die Stadt Duisburg als Miteigentümer fallen. Unterhaltskosten für die Stadtkasse von ca. 1 Million pro Jahr müßten aufgebracht werden. Dieses dann aber ohne Einnahmen.
    Wie ich es sehe hilft sich die Stadt hier an erster Stelle selber und damit zusätzlich auch einem ihrer wichtigten Aushängeschilder (diese sitzen nähmlich nicht in irgendwelchen Stadtgremien).
    Ich möchte hier auch daran erinnern, daß die Stadt Duisburg maßgeblich für den Bau der Arena mitverantwortlich ist.
    Sehr gut erinnere ich mich an die gemeinsamen öffentlichen Auftritte der damaligen Oberbürgermeisterin und dem Bauunternehmer W. Hellmich, der gleichzeitig als der große „Heilsbringer“ für den MSV Duisburg gehandelt wurde.
    Mit dem Ergebniss dieser „Zusammenarbeit“ müssen wir MSV Fans nun schon seit Jahren leben.
    Übrigens, haben Sie auch schon einen Kommentar zu den Subvensionen in Millionenhöhe für das Theater/Oper usw.
    geschrieben?
    Oder zu den Glanzleistungen der GEBAG usw.?

    • rai30 Says:

      Gegenfrage: Wieso gibt es in der Arena nur einen Mieter?

      Und ein einfacher Bürger könnte noch zusätzliche Fragen stellen: Wieso muss die Stadiongesellschaft Insolvenz anmelden? Wieso sollen immer die Stadt und ihre Unternehmen finanziell einspringen wenn es nicht gut läuft? Wieso kann die Profiabteilung des MSV ihren Geschäftsbetrieb nicht ohne öffentliche Hilfen aufrecht erhalten?

  12. Manifred Says:

    Oh Mann, kein Hintergrundwissen und grundsätzlich gegen Alles. Mit solchen Ratmitgliedern wird mir Angst und Bange um Duisburg.

  13. Gabriel Says:

    Ich empfinde es als Sauerrei, dass die Steuerzahler wieder für einen Fussballverein aufkommen soll!
    Kann man diesem Gebaren nicht Einhalt gebieten?

  14. Brause Says:

    Mein lieber Herr Gesangsverein, nicht nur das Sie Schwächen in der Rechtsschreibung haben, nein, Sie wollen auch noch Meinungsmache mit Halbwissen betreiben. Es ist so offensichtlich, dass Sie inhaltlich komplett daneben liegen, dass einem Angst und Bange werden kann, wenn man sich vor Augen führt, dass Sie ein offizielles Amt in der Stadt bekleiden!

    Sie hassen? Weit weg davon. Mitleid trifft es am ehesten.

  15. Ortin Smur Says:

    Ich hasse Sie nicht, Sie tun mir nur leid. Können Sie sich überhaupt mit Duisburg identifizieren? Oder stärkt es nur ihr Ego im Rat der Stadt Duisburg zu sein? Hier wird der Stadt mit Sponsoring über SIL die Möglichkeit gegeben, mehrheitlich eine wertvolle Event-Immobilie zu erwerben.

    Störenfried – der Name ist Programm!

    • rai30 Says:

      Ich brauche ihr Mitleid genauso wenig wie die Stadt die MSV-Arena. Wenn das eine so wertvolle „Event-Immobilie“ ist, wieso stehen private Anleger nicht Schlange um diese zu erwerben?

  16. Johnny Says:

    Mein Gott ey, Sie kennen aber schon die Bedeutung des Wortes Politik? In diesem Kontext ist es definitiv die Aufgabe der Stadt, sich um das Überleben ihres einzig wahren Aushängeschilds zu kümmern. Der MSV ist nicht nur für viele Einwohner identitätsstiftend, sondern auch ein Kulturgut, dessen Bedeutung sämtliche städtischen Großprojekte der Vergangenheit um Lichtjahre übertrifft. Wenn Sie ihren Blick schon primitiverweise nur auf die Ausgabenseite richten, dann sollten Sie sich vielleicht eher auf Finanzierungen beziehen, denen nicht ein vergleichbarer Gegenwert entgegensteht wie das beim Meidericher SV der Fall ist. Neben Arbeitsplätzen und Leidenschaft, sind damit vor allem ansehnliche Steuerzahlungen in Vergangenheit und Zukunft gemeint, die es verbieten, den Verein auf kommunales Schmarotzertum zu reduzieren.
    Nichts hat eine vergleichbare Gesellschaftliche Bedeutung für diese Stadt, wie der MSV Duisburg. Deshalb ist es als Politiker ihre gottverdammte Aufgabe, sich um die Existenz dieses Vereins zu bemühen. Aber vermutlich geht ihre Leidenschaft lieber fremd…vielleicht nach Gelsenkirchen oderso?

    • rai30 Says:

      Es ist Aufgabe der MSV-Mitglieder ihren Verein am Leben zu halten. Und bisher haben die Stadt und ihre Unternehmen schon öfters finanziell ausgeholfen. Das ist nicht alles öffentlich bekannt. Die Politik in der Stadt muss die Interessen aller Bürger berücksichtigen, auch die der Nicht-MSV-Fans.

  17. Ingo Benninghoff Says:

    Lieber rai30, sie sind sich schon dessen bewusst, dass eine Insolvenz des MSV und die damit einhergehende Bauruine der Stadt Duisburg nicht unwesentlich teurer zu stehen kommt!? Und dass dieses Stadion bei Aufrechterhaltung der Spielstätte bzw. des Spielbetriebs selbst Einnahmen generieren kann/wird!? Nach loveparade, Küppersmühle etc. wäre übrigens doch so ein Aus des MSV Duisburgs ein weiterer Baustein für ein immer schöner werdendes Image der Stadt! Klasse Meinung, die sie da vertreten!!

    • rai30 Says:

      Wir wissen nicht ob eine Insolvenz der Profiabteilung des MSV wirklich teurer würde als ein jahrelanger Betrieb des Stadions mit enormen Verlusten unter städtischer Verantwortung. Ob der Spielbetrieb in der Arena überhaupt kostendeckend zu organisieren ist muss mit großen Fragezeichen versehen werden. Wenn ich höre, dass Herr Kassner angeblich schon Millionen investieren muss um alles am laufen zu halten schwant mir böses.

  18. Gürtelrose Says:

    Wie uninformiert der Verfasser ist sieht man schon allein daran, das er das Stadion nach Wedau verfrachtet. Es steht in Neudorf. Nur weil der angrenzende Sportpark „Wedau“ heißt, steht das Bauwerk noch lange nicht in diesem Stadtteil. Ortskundige Menschen wissen das…

    Zum Rest sage ich mal lieber nichts. Ich empfehle ihnen es wie Diether Nuhr zu halten: „Wer keine Ahnung hat … „

    • rai30 Says:

      Dieser Leser weiß mehr. Also raus mit den Infos. Wie soll die Profiabteilung des MSV demnächst ohne große Verluste und Liquiditätslücken den Spielbetrieb aufrecht erhalten und eine kostendeckende Stadionmiete zahlen können ohne dass die Stadt und ihre Unternehmen ständig Verluste beim Stadionbetrieb werden ausgleichen müssen???

  19. hector 1902 Says:

    vorallem hat keines der oben aufgeführten millionengräber mit der aktuellen blassen stadtspitze zu tun.
    hier schreibt doch ganz klar jemand der in den gazetten nur die überschriften liesst.
    soviel halbwissen ist ja schon gefährlich.

    • rai30 Says:

      Wieso hat das nichts mit der aktuellen Stadtspitze zu tun? Die Dezernenten sind fast alle gleich. Ebenso die verantwortlichen Amtsleiter. Es hat nur der OB gewechselt. Die Verwaltung ist weitgehend die Gleiche geblieben. Bei allen Pleiten der letzten Jahre in Duisburg waren SPD-Apparatschiks immer an vorderster Stelle beteiligt.

  20. ich Says:

    Schon mal nachgedacht? Wenn es nach Ihnen ginge, geht mit dem MSV nicht nur ein Proficlub den Bach runter, sondern ein Sportverein. Mit Breitensport und vielen Angeboten, ganz besonders für Kinder und Jugendliche. Da wird hervorragende Arbeit geleistet. Insbesondere auch auf dem Feld der Integration! Und das wollen Sie „vor die Hunde“ gehen lassen?! Ausgerechnet Sie und Ihre „Mitstreiter“. Und das vor dem Hintergrund Ihrer eigenen kulturellen Wurzeln! Unglaublich!!! Oder wird umgekehrt ein Schuh draus? Ihnen ist die gute Jugendarbeit beim MSV ein Dorn im Auge. Weil Sie und Ihresgleichen in Wirklichkeit gegen jedwede Integration sind? Am Ende dieses Tages glaube ich, dass dies die einzig plausible – gleichwohl nicht nachvollziehbare – Erklärung dafür ist, warum Sie gegen den aktuellen MSV-Rettungsplan stimmen wollen. Tun Sie es. Hier dürfen Sie es. Wir leben hier zum Glück in einer Demokratie. Was man unzweifelhaft auch daran erkennt, dass Sie und ich unsere Meinungen äußern können. Im Internet. Ohne staatliche Zensur!

    • rai30 Says:

      Ich will gar nichts „den Bach runtergehen lassen“. Die Profiabteilung des MSV muss lernen wie jeder andere Verein auch ihren Betrieb wirtschaftlich selbstständig zu führen. Die Stadt und ihre Unternehmen haben in den letzten Jahren oft genug auf verschiedene Weise geholfen. Es ist meiner Meinung nach nicht zu verantworten immer wieder einem Verein finanziell zu helfen während viele andere Vereine in der Stadt, die auch viel wertvolle Arbeit im Jugendbereich leisten im Regen stehen zu lassen. Im Übrigen muss der MSV nicht untergehen wenn er das Stadion nicht halten kann. Die anderen Sportabteilungen des MSV könnten auch weiterhin ihre Arbeit fortsetzen. Es hängt doch nicht alles an der Fuball-Profiabteilung.

      • ich Says:

        Meine an Sie gerichtete Eingangsfrage lautete: Schon mal nachgedacht? Ihre vorstehende Antwort bestätigt meine Anfangsvermutung: Nee, haben Se nicht!!! Siehe Ihre Ausführungen: “ Im Übrigen muss der MSV nicht untergehen wenn er das Stadion nicht halten kann. Die anderen Sportabteilungen des MSV könnten auch weiterhin ihre Arbeit fortsetzen. Es hängt doch nicht alles an der Fuball-Profiabteilung.“
        Informieren Sie sich endlich und steigen Sie aus dem Populistenzug aus!!! Wird der vorliegende Rettungsplan nicht angenommen, geht der Meidericher Spielverein von 1902 als Ganzes in Folge der ganzen Verflechtungen und Abhängigkeiten den Gang zum Vereinsgericht: Löschung aus dem Vereinsregister!!! Wer anderes behauptet, hat entweder keine Ahnung oder ist wirklich „nur“ ein Störenfried!

      • rai30 Says:

        Offenbar sind Sie Herr oder Frau „ich“, ziemlich schlecht informiert. Die Profiabteilung des MSV und die Stadiongesellschaft sind private Kapitalgesellschaften, die auch bei einer Pleite, nicht den Verein MSV zwingend mit in den Abgrund ziehen müssen. Es könnte also für den Verein weitergehen, auch ohne Stadion und Profifußballabteilung. Davon mal ab stellt sich immer noch die Frage warum kein privater Investor Anteile am Stadion kauft? Es ist jedenfalls nicht Aufgabe der Stadt eine teure Sportarena zu betreiben, die ganz überwiegend von einer privatwirtschaftlichen Profifußballgesellschaft genutzt wird. Es ist die Aufgabe der Fans und MSV-Mitglieder den Profifußball des MSV zu retten. Die Stadt und ihre Unternehmen sind finanziell schon seit Jahren mehr als genug engagiert gewesen. Viel mehr als bislang öffentlich bekannt.

  21. kamener Says:

    Da muss ich mich meinem Vorschreiber einfach mal anschließen. Schlechter recherchiert geht ja gar nicht. Ich hasse sie nicht bin als gebürtiger Duisburger (heute Kamener) immer wieder erschrocken wie wenig Duisburger sich mit dem MSV sachlich auseinandersetzen. Ich behaupte das von mir obwohl ich so bekloppt bin und mindestens 20 Spiel des MSV pro Saison sehe. Dortmund wäre viel leichter, ist aber nicht meine Heimat. Wie gesagt mir würde schon reichen, wenn die Leute, die sich ein Urteil über den MSV erlauben ein bisschen mehr recherchieren bevor sie solche Halbwahrheiten wie hier verbreiten. Müsste doch in DU leicht sein wenn ich das aus der Ferne schaffe. Was mir auch imer wieder auffällt, die vielen SchwarzGelben, Schalker, Bochumer …in meinem Wohnumfeld drücken uns eher die Daumen als viel Duisburger die sich immer wieder hinter dem Ofen hervortrauen wenn es grad mal ein bisschen aufwärts geht. Das sind doch nicht meine Duisburger?

    • rai30 Says:

      Auch wenn es schwer fällt zu begreifen: die Stadt und ihre Gesellschaften sind dem öffentlichem Wohl verpflichtet und nicht nur für einen Verein und seine Profiabteilung da. Die Stadt und ihre Unternehmen haben dem MSV über viele Jahre immer wieder mit besonderen Konditionen und Hilfsmaßnahmen geholfen. Vieles davon ist öffentlich nicht bekannt weil Verträge zwischen dem MSV bzw. der Stadiongesellschaft und städtischen Unternehmen natürlich nicht öffentlich im Detail bekannt werden. Jetzt aber das ganze große Stadion mit seinen Betriebskosten mehrheitlich an die Stadt zu übergeben geht einfach zu weit. Die Geschäftsführung der Profiabteilung beim MSV muss erstmal vernünftig wirtschaften und ihren Teil der Verpflichtungen erfüllen bevor schon wieder Hilfsmaßnahmen auf Kosten der Allgemeinheit beschlossen werden.

  22. kamener Says:

    Ich muss noch eine winzige Kleinigkeit vergessen. Habensie mal daran geadachr das sie mit diesem Artikel die Menschen treffen, die beim MSV kein Fussball spielen und trotzdem ihr täglich Brot mit dem MSV verdienen?

    • rai30 Says:

      Werter Herr Kamener,

      ich bin als Ratsmitglied für das Wohl der Stadt und ihrer Einwohner mitverantwortlich, und das sind 488.000 Menschen, die nicht alle MSV-Fans sind. Zudem geht es nicht um den ganzen Verein sondern um das Stadion, das mehrheitlich zur Stadt mit allen verbundenen Risiken wechseln soll. Wenn die Profiabteilung des MSV nicht vernünftig wirtschaften kann ist es nicht Aufgabe der Stadt und ihrer Unternehmen immer wieder finanziell einzugreifen. Das ist in der Vergangenheit schon oft genug geschehen.


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