Ist Separatismus die Lösung?

14. März 2014

Homberg und Baerl fühlen sich schon seit langem von Duisburg nicht gut behandelt. Zudem sind die alten Bindungen nach Moers und dem niederrheinischem Hinterland immer noch sehr ausgeprägt.

Der Antrag der Wählergemeinschaft „Deine Stimme“ hat diese Gemengelage genutzt um auch schon im Vorfeld öffentlich die Möglichkeit einer „Loslösung“ Homberg und Baerls von Duisburg per Antrag prüfen zu lassen.

Modernes Wohnen nach Art der SPD Homberg

Ich finde das ziemlich populistisch weil es in Wirklichkeit keines der Probleme in den linksrheinischen Stadtteilen löst. Als alteingesessener Hochheider und gebürtiger Moerser bin ich der Überzeugung, dass alle unsere Probleme auch da wären wenn wir zu Moers oder dem Kreis Wesel gehören würden. Und alleine könnten wir erst recht nicht die gewaltigen wie kostenträchtigen Probleme in Hochheide lösen. Ganz alleine könnte Homberg nicht die „Weißen Riesen“ sanieren. So unzufrieden wir auch als Homberger und Hochheider mit Duisburg sein dürfen, es würde uns nicht helfen sich von der Großstadt zu lösen und die eigene Unabhängigkeit auszurufen. Keines der realen Probleme würde sich dadurch auflösen.

Hochheide

Hochheides Wahrzeichen: ein SPD-Bauwerk

Nebenbei bemerkt weiß ich als alter Rheinpreussensiedler noch, dass es die Homberger SPD mit ihrem Klüngel war, die zu Zeiten der alten Stadt Homberg den Bau der Weißen Riesen in Hochheide vor über vierzig Jahren beschloss und am liebsten die ganze Zechensiedlung dem Wahn des SPD-Baulöwen Kun geopfert hätte. Unsere Bezirkspolitiker vor Ort müssen also nicht unbedingt kompetenter sein als ihre Genossen im Duisburger Rathaus.

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3 Antworten to “Ist Separatismus die Lösung?”

  1. Esbee Says:

    Guten Morgen Herr Grün, guten Morgen liebe Mitleser.

    Ja, Herr Grün, da bin ich ganz bei Ihnen- das wird/würde wohl kaum eine Lösung der Probleme und Mißstände hier vor Ort bringen, bestimmt nicht.
    Auf der anderen Seite spiegelt dies indikativ die (gefühlte) Situation der Bürger wieder:
    Verzweiflung.
    „Wenn etwas anders wird, muss es nicht zwangsläufig besser werden- aber damit es besser werden soll, muss es definitiv anders werden.“
    Es ist wahrscheinlich ein Mischmasch aus o.g. Satz, sowie aus romantischen Erinnerungen, aus vergangenen Tagen, als wir hier noch ein kleines, friedliches,feines Städtchen waren.
    Die „Alten“ hier werden sich bestimmt noch erinnern und vielleicht gibt es ja auch noch eine Chance auf diese Renaissance ==>
    HOMBERG, DIE STADT IM GRÜNEN

    Das würde ich mir wünschen, weil die Menschen die hier leben genau das verdient haben.

    Esbee

    • rai30 Says:

      Eine Rückkehr zu früheren Zeiten funktioniert in der Realität nicht. Armutszuwanderung, wirtschaftlicher Wandel sowie soziale Probleme haben kaum was mit Bezirksgrenzen und Stadtzugehörigkeiten zu tun. Auch wenn wir zu Moers gehören würden hätten wir wahrscheinlich genau die gleichen Probleme. Was die Lösung dieser Probleme angeht brauchen wir andere politische Mehrheiten. Sowohl in Homberg als auch in Duisburg gibt es seit Jahrzehnten eine nahezu ununterbrochene SPD-Herrschaft deren negative Folgen sich beiderseits des Rheins unübersehbar zeigen. Auch in Moers gibt es übrigens gewaltige Probleme.

  2. Esbee Says:

    Da haben Sie in allen Punkten recht, Herr Grün.
    Meine Meinung ist ja auch nicht, dass ein Wechsel oder eine Loslösung etwas an den Umständen ändern würden- ich habe mir nur Gedanken gemacht, woher solche Ideen kommen könn(t)en.
    Aber zumindest ist dies

    a) ein gesetzter Akzent

    und

    b) sind wir hier nun einmal, der vergessene, verkaufte und verschaukelte Stadtteil. SPD hab´ „Dank“ dafür.


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