Hat der Dezernent gelogen?

9. Oktober 2015

Hat der Duisburger Jugenddezernent Lügen verbreitet um einen bestimmten politischen Beschluss herbeizuführen?

Ein schlimmer Verdacht besteht seit einigen Tagen in der Duisburger Kommunalpolitik: die Aktivisten des Homberger Bauwagenplatzes wollen laut Zeitungsberichten Strafanzeige gegen den Duisburger Jugenddezernenten Krützberg stellen weil der angeblich „Falschaussagen“ über die Wagenburg neben dem Abenteuerspielplatz Tempoli in einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses im letzten Jahr getätigt haben soll um einen politischen Beschluss zur Kündigung des Pachtvertrages für das Grundstück auf dem sich seit 20 Jahren die Wagenburg befindet herbeizuführen. Von „extrem schwierigen und unhaltbaren hygienischen Zuständen“ sprach der Dezernent laut Protokoll. Ebenso sei ein „lange eingefordertes Energie- und Sanitärkonzept“ nie vorgelegt worden. Und um den ganzen die Krone aufzusetzen soll sogar ein Kind längere Zeit in der Wagenburg übernachtet haben was die Jugendamtsverwaltung zum Eingreifen gezwungen hätte.

All diese Beschuldigungen führten denn auch in den politischen Gremien zum klaren vom Jugenddezernenten gewünschten Beschluss den Mietvertrag der Wagenburg zu kündigen.

Die Homberger Bezirksvertreter von CDU, FDP und der parteilose Bezirksvertreter Bißling fühlen sich nach eigenen Nachforschungen inzwischen arglistig getäuscht und haben in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung große Zweifel an der Richtigkeit der Behauptungen des Jugenddezernenten Krützberg und den daraus resultierenden Folgen geäußert. Der Verdacht, dass die Verwaltung mit einem ihrer Dezernenten die politischen Vertreter absichtlich mit Falschangaben sowie schlimmen Anschuldigungen in die Irre führte ist meiner Ansicht nach so schwerwiegend, dass der Jugenddezernent in seinem Amt unhaltbar ist wenn sich herausstellen sollte, dass dieser böse Verdacht zutrifft.

Völlig unabhängig davon wie man zu der Wagenburg und ihrem alternativen Wohnkonzept steht darf es nicht sein, dass politische Beschlüsse durch Manipulation seitens der Verwaltung und ihrer oberen Chefs herbeigeführt werden, dass die gewählten politischen Vertreter so an der Nase herumgeführt werden.

Es macht mich stutzig, dass ich noch keinerlei Dementis oder Klarstellungen von seiten des Jugenddezernenten vernommen habe. Nimmt er die Anschuldigungen etwa auf die leichte Schulter?

Hier ist die aktuelle Presseerklärung des Vereins „Experimentelles Wohnen e.V.“ vom 08.10.2015; warum da nun ein Mitglied der „Piraten“ angegriffen wird ist auch erstaunlich:

33. Pressemitteilung Duisburg, 8.10.2015
Das Veröffentlichen einer nicht fundierten Lesermeinung (in der WAZ vom 7.10.2015) sagt vieles über die Zeitung und deren Redakteure aus.

Lieber Herr Ulrich Scharfenort aus Rheinhausen,

der Kündigungsbeschluss für die Wagenburg in Duisburg beruht auf Falschaussagen. Von daher bleibt es unser gutes Recht die Verleumder gerichtlich zu verfolgen und Rücktritte zu fordern.

Wir leben seit über 20 Jahren friedlich und ökologisch in Homberg. Aus welchem Grund soll unser Gelände verkleinert werden?

Warum sprechen Sie in diesem Zusammenhang von einem Kompromiss?

SPD, Grüne und Linke entschieden ohne unsere Mitwirkung und über unsere Köpfe hinweg.
Wir suchten schon im Frühjahr nach einem Fläche, die wir kaufen möchten und freuen uns, wenn Sie uns ein Grundstück anbieten.

Wieso reißen Sie unsere Informationsflyer ab?
Mit welchem Recht unterbinden Sie unsere Öffentlichkeitsarbeit?

Experimentelles Wohnen e.V.
fredwalt@gmx.de
http://www.bauwagenplatzduisburg.blogsport.eu
Schon über 1680 Unterschriften auf unserer Online-Petition:
http://www.avaaz.org/de/petition/Oberbuergermeister_Soeren_Link_B
ezirksvertretung_Homberg_IMD_ua_Der_Bauwagenplatz_DuisburgH
omberg_muss_bleiben/?tAxqBib

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Eine Antwort to “Hat der Dezernent gelogen?”

  1. ulrics Says:

    Tja da ist wohl jemand mein Leserbrief sauer aufgestoßen.

    Um die Frage mal hier zu beantworten. Wer an fremden Eigentum ohne Erlaubnis des Eigentümers Plakate anbringt darf sich über ein Bußgeld bis zu tausend Euro freuen.


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