Keine Besserung in Sicht

12. April 2016

Eine ehemalige Landmarke

Ein Bild aus vergangenen Tagen

Ca. 16.000 Armutszuwanderer aus Südosteuropa leben derzeit in Duisburg, von denen die allermeisten von Sozialleistungen abhängig sind um über die Runden zu kommen weil es an Arbeitsplätzen mangelt und die Menschen aus Bulgarien und Rumänien häufig kaum über berufliche Qualifikationen verfügen, sogar Analphabeten sind darunter. Gleichzeitig muss unsere Stadt auch noch mehr Flüchtlinge aufnehmen.

Gestern nachmittag war ich in der Integrationsratssitzung, und irgendwie war die Tagesordnung leicht deprimierend was die Inhalte angeht. Die Linken wie die SPD-Apparatschiks waren natürlich ziemlich sauer auf mich als ich darauf hinwies, dass unsere Stadt zum Anziehungspunkt für arme Menschen aus anderen Ländern geworden ist was längst nicht mehr mit den bekannten Mitteln zu regulieren ist. Genau das hatte aber zuvor schon der Referent vom NUREC-Institut mit zugegebenermaßen wissenschaftlichen Begriffen dargelegt. Selbst die Migranten, die vor vielen Jahren in unserer Stadt ihr Zuhause fanden sind schon von den vielen Armutszuwanderern aus Südosteuropa genervt. Anhand des Beispiels von Marxloh wurde dann erklärt wie schlecht das Klima zwischen den Bevölkerungsgruppen geworden ist. Wer sich in Marxloh umsieht kann das aber auch ohne wissenschaftliche Studie relativ leicht erkennen wenn er mutig genug ist mal in die Seitenstraßen jenseits der Weseler Straße oder der Kaiser-Wilhelm-Straße zu laufen und unbeschadet wieder rauszukommen.

Überhaupt fand ich die gestrige Sitzung schon ziemlich nahe an einer Realsatire. Bei 16.000 (in Worten: sechzehntausend) Armutszuwanderern und ca. 5000 Flüchtlingen in der Stadt ist unsere Fachverwaltung und die linke Mehrheit im Integrationsrat stolz auf Integrations- und Bildungsprogramme für 200 bis 300 neue Zuwanderer. Immerhin gab der Vertreter des Integrationsreferates ehrlich zu, dass die Programme natürlich viel zu bescheiden sind um eine nachhaltige Verbesserung der Lage zu bewirken.
Den linken Vertretern im Integrationsrat fiel nichts besseres ein als mir eine Nähe zur AfD zu unterstellen und zu betonen man müsse alle Zuwanderer mit offenen Armen empfangen. Ich frage mich in welchem Paralelluniversum die Genossen eigentlich leben?

Dazu passt auch, dass die Stahlindustrie in der Stadt Angst hat bald gegen die Konkurrenz aus Fernost den Kürzeren zu ziehen und sich die Funktionäre von Gewerkschaft und SPD, was ja fast das selbe ist, auf öffentlichen Protestveranstaltungen in der ersten Reihe als Kämpfer für die Arbeiterklasse inszenieren während sie mit ihren politischen Entscheidungen die Verantwortung dafür tragen, dass die Energiekosten für die Unternehmen immer höher wurden.
Der Stadtwerketurm wird bald nicht mehr leuchten, wenn wir Glück haben überleben die Stadtwerke die nächsten Jahre nur dank gesteigerter Fernwärmeversorgung.
Wo sollen die nötigen Arbeitsplätze also herkommen um zehntausende Zuwanderer und Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren?

Darauf hat bis heute niemand eine Antwort. Obwohl eine SPD-Vertreterin, die gleichzeitig auch bei der EG DU arbeitet wusste zu beruhigen: Duisburg habe schon immer gut mit Zuwanderung umgehen können und werde das auch weiterhin tun.

Ich hoffe sie hat Recht.

 

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Eine Antwort to “Keine Besserung in Sicht”

  1. JDoe100 Says:

    Realitätsferne, Naivität, verantwortungslose Argumentation. Verquere Vorstellungen von Menschlichkeit, vermischt mit Heuchelei. Ständig ein bedrückendes, unqualifiziertes Gerede, ohne zu irgendeiner Lösung zu den seit Jahren sich immer höher auftürmenden Migrationsproblemen beizutragen. Linke, SPD und Grüne werden bald keine Zeit mehr haben, zu begreifen, dass, abgesehen von einer geringen Zahl, ihrer willkommen geheißenen Unberührbaren kein Demokratieverständnis und Integrationswillen, geschweige denn eine Bereicherung für die aufnehmende Gesellschaft in irgendweiner Form zu erwarten ist. Sie werden für ihre falsche Einschätzung der Lage, fahrlässig oder nicht, nicht mehr zu den „besorgten Politikern im breiten Bündnis gegen Rechts“ gehören können. Der zu erwartende Verlust von Freiheit und demokratischem Selbstverständnis wird auch ihre eigene Lebensgrundlage und die ihrer Nachkommen spürbar beeinträchtigen. Die Macht der zu befürchtenden kommenden Verhältnisse wird sie mit Realitäten konfrontieren, die man sich nicht auszumalen braucht. Ein Blick in die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Herkuntsländer der massenhaft nach Deutschland einreisenden Menschen sollte doch jedem vorausschauenden Politiker einen realistischen Eindruck vermitteln können. In diesen Ländern werden diese Menschen ständig mit Gewalt aus verschiedensten Anlässen konfrontiert. Sie haben so zwangsläufig gelernt, dass mit Gewalt und Illegitimtät fast alles zu erreichen ist, also auch das Eindringen in andere soziale Gemeinschaften. So trifft Gewalt und Illegalität aus den Herkunftsländern auf Naivität und Heuchelei in den Ankunftsländern. Davon werden alle Menschen betroffen sein, die in den Ankunftsländern ihre Heimat gefunden haben. Also alle, die sich als Deutsche und ehemalige Migranten über Jahre hinweg mit solider Arbeit, Mühe und Geschick erfolgreich integriert haben und einfach nur gute Bundesbürger sein wollen. Hier wird sich Frage nach der Verantwortung für diese sich bereits jetzt abzeichenden Probleme bald von selbst erledigen, weil die Beherrschung der Verhältnisse mehr und mehr unmöglich wird. Linke, SPD und Grüne werden feststellen müssen, dass man mit schulmeisterlichem Gerede von der hohen Kanzel nichts, aber auch garnichts an Positivem erreichen kann. Auch ihre immer verzweifelter werdende Postenjagd wird obsolet werden, es sei denn, sie solidarisieren sich derart mit den zu erwartenden neuen politischen Verhältnissen, dass sie absolut keine Rücksicht mehr auf ihr Wahlvolk nehmen muß. Ob es dann noch die alten und neuen deutschen Parteiennamen geben wird, ist eine weitere Frage.


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