Mikro

Reden!

Gestern war eine Pressekonferenz der sogenannten „Bürgerinitiative“, die den Oberbürgermeister stürzen möchte. Im Netz habe ich mir dazu den Videoclip angesehen. Natürlich waren fast ausschließlich linke Parteifunktionäre am Reden!

Den Anfang machte der Herr Theo Steegmann, früher Betriebsrat bei Krupp und natürlich auch langjähriges SPD-Mitglied. Ich habe ihn oft genug auf Parteitagen gesehen. Und auch gestern redete er fast die ganze Zeit, im Videoclip redet er praktisch 90% der Zeit.

Neben ihm sitzt der frühere SPD-Ratsherr Hartmut Pietsch, der auch heute noch zu den Strippenziehern in der Duisburger SPD gehört, er redet auch lange und spielt gerne den allwissenden Experten.

Dann sitzen da auch noch der SPD-Landtagsabgeordnete Bischoff, in seiner Rolle als DGB-Vorsitzender, der Linke-Ratsherr Thomas Keuer, der DGB-Funktionär und natürlich auch SPD´ler Ulrich Rieger, der ver.di-Vertreter und langjähriger Personalratsvorsitzende Heinz Lauer (natürlich ist auch der SPD-Mitglied). Das ganze Podium besteht fast ausschließlich aus SPD/Linke-Mitgliedern, soviel zur Überparteilichkeit. Die einzige nicht SPD/Linke-Angehörige ist Frau Fitzek von den Grünen, die früher für die Grünen im Stadtrat saß.

Die Inhalte der Reden waren ziemlich dünn und aus der Vergangenheit schon bekannt. Angeblich hat man kaum Geld für die Kampagne zur Verfügung, aber für Flyer, Buttons, Plakate und geheizte Zelte für wochenlangen Dauereinsatz ist doch genug Geld vorhanden. Woher das Geld kommt kann man sich schon denken, die Besetzung des Podiums mit SPD-Leuten ist da schon ein deutlicher Hinweis!

Werbeanzeigen
Moby Dick

Bildquelle: Wikimedia Commons

Wer hätte gedacht, dass die Duisburger Kommunalpolitik jemals mit großer Weltliteratur in Berührung kommen könnte?! Dank dem Duisburger FDP-Fraktionsvorsitzendem Bies und der WAZ sowie „derWesten.de“ wissen wir nun, dass Käpt’n Ahab auch in Duisburg auf Wa(h)ljagd geht um Moby Dick zu erlegen.

Auf das kommunalpolitische Geschehen in Duisburg übertragen stelle ich mir die Rollenverteilung allerdings etwas anders vor als Herr Schmeer von der hiesigen WAZ, der offenbar die Komplexität und Vielschichtigkeit des Romans „Moby-Dick“ von Herman Melville nicht ganz begriffen hat. Dabei ist die Grundstruktur der Geschichte recht einfach: der Kapitän eines Walfangschiffes, Käpt’n Ahab, ist ganz besessen und voller Hass auf der Jagd nach einem riesigen weißen Wal namens „Moby Dick“, der ihm einst ein Bein abriss. Zusammen mit einer recht bunten Mannschaft, die aus Menschen unterschiedlichster Herkunft besteht ist dieser Käpt’n Ahab auf kommerzieller Waljagd aber dabei dermaßen in seinem Hass auf Moby Dick verblendet, dass er um Rache nehmen zu können andere lukrative Möglichkeiten zum Walfang opfert. Seine Mannschaft ködert er mit einer Golddublone um sie für seine persönliche Abrechnung mit dem weißen Wal zu gewinnen.

Wenn ich dieses Schema auf die derzeitige Lage in Duisburg übertrage ergibt sich für mich folgende Rollenverteilung:
Käpt’n Ahab wäre hier der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende und frühere Stadtdirektor Brandt, der seine Posten bei der Stadt sowie die letzte Wahl verloren hat weswegen er nun auf Rache sinnt und deshalb seiner Mannschaft die Golddublone, sprich neue lukrative Jobs bei der Stadt sowie städtischen Gesellschaften für ihre Jagdunterstützung anbietet.
Der erste Maat Starbuck könnte der SPD-Fraktionsvorsitzende Mettler sein, der eher nüchtern sachlich agiert um der Pflicht willen die Jagd unterstützt ohne dabei aber fanatisch zu werden.
Die Rolle des Ismael könnten sowohl Ratsfrau Leiße oder auch Ratsfrau Diesterhöfft übernehmen, die ähnlich naiv wie gutmütig bei der Jagd mithelfen.
Und die Schiffsmannschaft wären dann die „Abwahlinitiative“ sowie die sie unterstützenden SPD/Linke-Funktionäre, die sich Hoffnungen auf die Golddublone, also die lukrativen Posten machen.

Am Ende der Geschichte stürzen alle ins Verderben weil sie mit ihrer Jagd nicht aufhören können und jede Vernunft verlieren. Auch das passt zum Verhalten der SPD/Linken wie der sogenannten „Abwahlinitiative“, die auch schon jedes Maß verloren haben und von ihrer Jagd nicht ablassen können selbst wenn sie der Stadt Schaden damit zufügen.

Zu guter letzt erspare ich es mir nun zu enthüllen wer Moby Dick, also das Jagdziel ist, das am Ende aber doch entkommt und seine Jäger überlebt. Der aufmerksame Leser wird es schon ahnen!
😉

Mediales Theater im Rathaus

18. Oktober 2011

Im Duisburger Rathaus gesehen

Im Duisburger Rathaus gesehen

Gestern war die große theaterreife Aufführung der Übergabe der Unterschriftenlisten im Duisburger Rathaus. Schon bei der Suche nach einem Parkplatz ganz am Anfang wurde klar, dass es einen medialen Massenansturm auf das Rathaus geben würde.

Medienbelagerung

Im Ratssaal drängten sich dann die Medienvertreter sowie ein paar Dutzend Politaktivisten der sogenannten „Abwahlinitiative“ vor dem Podium sowie auf den Zuschauertribünen. Viele Ratsleute gingen nach draußen als die Anführer der Anti-Sauerland-Kampagne ihre Fensterreden hielten und sich von ihren Leuten rhythmisch im Takt beklatschen ließen. Eine fast schon bizarre Szenerie mit einstudierter Dramaturgie für die Kameras der TV-Sender. Die Reden waren natürlich der Rundumschlag in denen der Oberbürgermeister praktisch für alles Unglück in dieser Welt verantwortlich gemacht wurde. Diese Inszenierung wollten sich viele, darunter auch ich nicht antun. Während aber viele rausgingen blieb ich und trank demonstrativ ganz entspannt meinen Kaffee und sah mir die schönen Glasfenster mit den bunten Wappen im Ratssaal an.

Als der ganze Reigen endlich vorbei war musste die SPD mit ihren Verbündeten von der Linken und den Grünen natürlich auch noch einen total hohlen Antrag durchsetzen in dem die Stadt aufgefordert wird beim Abwahlverfahren alle gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten. Demnächst sollte ich auch mal Anträge stellen in denen einfach nur Gesetzesinhalte zitiert werden. Was tut man nicht alles für effektive Öffentlichkeitsarbeit!

Über die eigentlichen wichtigen Themen wird natürlich in den Medien so gut wie gar nichts geschrieben: eine strenge Baumschutzsatzung, die den Bürgern verbietet wie sie ihre Gärten gestalten wollen wenn mittelgroße Bäume darin stehen, oder die Wiedereinführung der Ghettoschulen, sprich die Schulbezirksgrenzen, die den Eltern vorschreiben auf welche Schule sie ihre Kinder schicken sollen was natürlich in Stadtteilen wie Marxloh oder Hochfeld dafür sorgen wird, dass das Wohnghetto auch in den Schulen fortgesetzt wird. Aber das kümmert weder die rot-rot-grünen Ideologen noch deren Propagandamedien des WAZ-Konzerns, und so merkt auch der Bürger nichts von diesen Themen! Bis sie ihm auf die Füße fallen.

Aber dafür hat die SPD heute zwei Ratsleute im Wahlprüfungsausschuss durch zwei hauptamtliche SPD-Funktionäre ersetzt, die dann wahrscheinlich alles tun werden um auch ungültige Unterschriften gültig zu machen, schließlich ist Duisburg eine „SPD-Stadt“ wie es so schön in internen Strategiepapieren heißt, und ein Oberbürgermeister mit CDU-Parteibuch kann niemals erlaubt werden.

%d Bloggern gefällt das: