YouTube – ein Hort von Amokvideos!

„Amok (malaiisch: meng-âmok, in blinder Wut angreifen und töten) ist eine psychische Extremsituation, die durch Unzurechnungsfähigkeit und absolute Gewaltbereitschaft gekennzeichnet ist.“So die Definition des Begriffes „Amok“ in Wikipedia!

Was passierte eigentlich mit den Jungs aus der Oberschicht, die bisher in Erfurt, Emsdetten und nun Winnenden bei Stuttgart durchdrehten. Unauffällig und meist aus gutem Elternhaus ballern sie auf einmal wild und rücksichtslos um sich.

Rücksichtslosigkeit und offensichtliche Verachtung für das Leben anderer Menschen können nicht von selbst gekommen sein. Das muss was mit dieser Gesellschaft zu tun haben wenn männliche Jugendliche trotz guter Bildung und sicherem sozialem Umfeld dermaßen brutal Blutbäder anrichten.

Ich bin ja mal gespannt ob es auch darüber eine öffentliche Diskussion geben wird, oder wie nach den letzten Amokläufen alles auf Versäumnisse bei Familie und Schule abgeschoben wird!!!

Auf „YouTube“ finden sich übrigens jede Menge Videoclips, die das Amoklaufen verherrlichen und eine brutale kalte Weltsicht offenbaren:

…An irgendeinem Platz wo viele Leute sind egal ob Alte, Kranke oder Frauen mit Kind schiesse ich einfach in die Menge rein die Menschen sind entsetzt und fangen an zu schreien…

Textbeispiel aus einem Musikclip einer Gruppe „mono“!
Im selben Stück finden sich auch Passagen in denen beschrieben wird wie schön es ist Polizisten zu erschiessen und Angst und Schrecken zu verbreiten!

Farbe und Dunkelheit...

Heute kam nun der zu erwartende Bescheid vom Thyssen Werkschutz und damit der Einstieg in die Armut: das Werksverbot bleibt bestehen und offensichtlich wird meiner Aussage nicht geglaubt während die Falschaussagen der Kollegen vor zweieinhalb Jahren abgenommen werden. Jetzt verliere ich zum zweiten Mal deswegen meine Arbeit weil ich für einen gefährlichen Schläger gehalten werde. Da spielt es keine Rolle, dass ich derjenige war der den Vorfall beim Werkschutz meldete und mit einem Messer angegriffen wurde. Und meine Firma tut nichts für mich und hat auch keine Arbeit für mich!

Doch der wahre Schock kam dann heraus als ich meinen Chef fragte wie denn meine Bezahlung diesen Monat aussieht wenn ich nicht zu Einsätzen gerufen werde: ganze 60 Arbeitsstunden für den Monat November kriege ich nur ausgezahlt. In dem Moment wäre ich am liebsten Amok gelaufen. Eine unbändige Wut machte sich bei mir bemerkbar. Jetzt soll ich allen Ernstes mit einem Monatslohn von vielleicht gerade mal 400 EURO überleben. Und im Dezember sieht es auch nicht besser aus!

Und dann kriege ich auch noch den tollen Tipp mich beim Arbeitsamt oder der ARGE zu melden um „Überbrückungsgeld“ zu beantragen. „Geben Sie mir sofort die Kündigung!“ war meine Antwort . „Aber im Februar brauchen wir Sie schon wieder, dann wird bei der BP genug Arbeit da sein.“ kam es zurück. Bis dahin soll ich allen Ernstes wohl von 400 EURO im Monat leben!

Es ist unglaublich was Arbeitgeber sich heutzutage erlauben. Die Menschen sehenden Auges in die Armut abrutschen zu lassen ist doch wohl das Niederträchtigste was man sich denken kann. Jetzt muss ich um Geld betteln gehen nur weil die große Weltfirma ThyssenKrupp mir nicht die Erlaubnis gibt auf dem Werksgelände zu arbeiten und mein Arbeitgeber mich nicht rechtzeitig kündigt und überhaupt nicht informiert was für negative Folgen das für mein Einkommen hat.

Ich kann das immer noch nicht fassen und suche mir jetzt sofort einen neuen Job und verklage meinen Arbeitgeber. Lebe ich hier wirklich in Deutschland? Oder ist das hier schon eine kapitalistische Bananenrepublik ohne soziale Rechte?!

Meine Kopfschmerzen werden jetzt immer heftiger und ich erwische mich selbst bei sehr dunklen Gedanken…

Amok, überall Amok!

20. November 2007

Was ist los in dieser Gesellschaft?! Wieso verspüren selbst die Schüler schon die Lust in der Gegend rumzuballern und Blut zu vergießen???!!!

Heute kommt schon wieder die Meldung von einem weiteren vereitelten Amoklauf an einer Schule in Kaarst. Da denkt man doch an ruhige idyllische Landschaften und Dörfer mit intakten sozialem Umfeld. Wer hätte nicht eher auf Marxloh, Köln-Ehrenfeld oder Berlin-Kreuzberg getippt bei Stichwörtern wie „Amok“ und „Schüler“!

Aber es sind nicht die sogenannten „sozialen Brennpunkte“ wo die Schüler durchdrehen und mit Knarren und viel Munition auf alles schießen was sich bewegt! Es war ein ehrwürdiges Gymnasium in Erfurt wo ein Schüler Lehrer und Mitschüler erschoß und dann sich selbst. Ebenso die anderen Amokläufe der letzten Jahre, an Gymnasien oder Realschulen (Emsdetten!). Kann es sein dass diese eher den besseren Gesellschaftsschichten vorbehaltenen Schulformen die wirklichen Problemgebiete dieser Gesellschaft sind?

Zumindestens was die Wertschätzung menschlichen Lebens angeht?

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