Happy End! Mehr Geld!

12. Februar 2008

Arbeit!

Da konnten wir doch helfen!„. Das konnten sie in der Tat, die beiden Betriebsräte, die sich meine Lohnabrechnung ansahen und mit mir über meine Situation sprachen!

Erst mal kriege ich mehr Geld raus weil in der Tat die Abrechnung die Mindeststundenzahl nicht berücksichtigte und es gibt doch noch Arbeit. Der Vorschlag zu kündigen und wieder einzustellen wurde da auch schnell fallengelassen denn im April wird es wieder jede Menge Überstunden zu kloppen geben! Und damit auch wieder ordentlich Geld. Bis dahin verbrate ich meine Urlaubstage und kriege Stunden von Kollegen! Ein kleines Happy End sozusagen!

Und jetzt gleich fahre ich zur Arbeit!

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Kleine Erfolge!

11. Februar 2008

Hoffnung!

Man soll die Hoffnung eben doch nie aufgeben! Heute hat mir der Betriebsrat klar gesagt, dass die Lohnabrechnung fehlerhaft ist und korrigiert werden muss. Morgen wird es dazu in der Firma ein klärendes Gespräch geben!

Und da bereits im März wieder ein größerer Auftrag in Sicht ist kann mein Arbeitgeber es sich auch nicht leisten Werkschützer zu verlieren. Das müsste mir ein wenig helfen bei meinem Verlangen nach mehr Geld. Im Übrigen lasse ich jetzt wieder einige Bewerbungen raus um dann auch vehement wieder mit Kündigung drohen zu können! Denn die Unverschämtheit 372 Euro als Monatslohn auszuzahlen lasse ich der Firma auf keinen Fall durchgehen!

Glück hatte ich heute auch wieder beim Tanken an der Rheinhausener Jet-Tankstelle: 1 Liter Normalbenzin für 1,28 Euro während bei Shell zeitgleich 1,36 Euro dafür verlangt wurde! Da habe ich ja was gespart, und wieder einmal bestätigt bekommen, dass man den Multis besser aus dem Wege geht.

Kleingeld

Wofür arbeite ich eigentlich?! Was nützt mir ein solcher Arbeitsplatz?!

Das war ein Schock als ich die Post öffnete und die Lohnabrechnung sah: ganze 372 EURO Monatslohn kriege ich da raus. Weil im Januar nichts los war hat mich mein „werter“ Arbeitgeber, dem ich am liebsten das Büro xxxxxxxx jagen würde, zu hause warten lassen. Trotz ständigen Nachfragens wurde ich nicht zum Dienst bestellt. Aber anstatt wegen Arbeitsmangels zu kündigen hat man mich mit Ausreden und falschen Hoffnungen hingehalten! Die ganze Zeit durfte ich mich bereit halten um jetzt einen absolut schäbigen Hungerlohn zu bekommen!

Nun darf ich wohl zum ersten Mal in meinem Leben mit „HARTZ IV“ Bekanntschaft machen. Es sei denn mein Arbeitgeber lässt sich wirklich was einfallen denn ich habe ihm klar gesagt, dass ich nun kein Geld mehr für Benzin habe und nicht weiß ob ich es noch schaffe zur Arbeit zu kommen. Im Übrigen ist mein Wagen jetzt auch kaputt! Ab sofort!

Doch der Bereichsleiter vertröstet mich schon wieder und faselt was von Gesprächen mit der Geschäftsleitung und möglichen Fehlern in der Abrechnung nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich diese Abrechnung als Kündigungsgrund ansehe und nicht mehr zur Arbeit kommen kann da mein Autotank leer ist. Am Montag soll alles geklärt werden höre ich da. Offenbar nur damit ich meinen Dienst auch übers Wochenende weitermache. Ich spüre nur noch Wut in mir!

Ein ereignisloser Tag!

29. Januar 2008

Duisburg relaxt

Wenn man mal von den hektischen Meldungen in den Medien absieht, die immer noch nicht begreifen wollen, dass viele Menschen die asoziale „Reform“politik in diesem Lande ablehnen und deswegen der Linken ihre Stimme geben, so war das gestern ein ruhiger Tag!

Ich habe meine Schwägerin zum Arzt fahren müssen weil ihr der Brustkorb schmerzte und so auch beim Gang über den Sonnenwall in Duisburg festgestellt, dass es auch in Duisburg-Zentrum leere Ladenlokale gibt. Zum Glück aber nicht soviele wie in Hochheide und Homberg! Und meinem Kleinen gefiel es über die Kö und die Beekstraße zu laufen. Solange mein Arbeitgeber keine Arbeit für mich hat kann ich mir solche Rundgänge ja auch leisten. Der Schreck kommt dann mit der nächsten Lohnabrechnung Mitte Februar.

Und bei Ebay versuche ich eine günstige Spiegelreflexkamera zu ersteigern da meine 20 Jahre alte Ricoh Probleme mit dem Verschluss hat. Nur irgendwie verschwinden die Angebote bei Ebay plötzlich. Entweder weil in letzter Minute noch ein höheres Angebot kommt oder weil der Artikel für den ich geboten habe auf einmal gar nicht mehr zu finden ist. Obwohl ich zuletzt das höchste Angebot abgegeben hatte! Scheint nicht so ganz mein Glückstag gewesen zu sein.

Hoffentlich wird es heute besser. Denn heute ist mein großer Auftritt im Beirat für Zuwanderung und Integration. Und heute wollen wir ja auch den Nokia-Boykott für Duisburg anleiern. Da muss selbst Ebay warten!

Wohin geht es?!

Heute kam ausgerechnet von der Gewerkschaft „ver.di“ die niederschmetternde Nachricht, dass ich nicht selbst kündigen darf obwohl der Arbeitgeber sich weigert mir ausreichenden Lohn zu zahlen!

Der „werte“ Arbeitgeber hat also in diesem Lande das Recht dank asozialer Gesetzgebung seine Mitarbeiter zur ARGE zu schicken damit sie sich dort ihre Existenzsicherung holen können. Und braucht selbst nur einen kümmerlichen Minilohn von 60 Arbeitsstunden auszuzahlen. Der Arbeitnehmer hat aber trotz drohender Armut durch Nicht-Lohnzahlung kein Recht zu kündigen ohne eine Sperre vom Arbeitsamt zu riskieren! Sowas nennt sich „Sozialgesetzgebung“! Der Unternehmer lässt sich seine „stille Reserve“ von den Sozialkassen finanzieren!

Das „Teilzeitgesetz“ macht sowas möglich! Wenn im Arbeitsvertrag irgendwo von „Teilzeit“ oder „teilzeitbeschäftigt“ die Rede ist sollte man bloß nicht unterschreiben, denn sonst kann der Arbeitgeber bei schlechter Auftragslage sogar laut Gesetz nach Auskunft von „ver.di“ seine Arbeitnehmer mit 40 bezahlten Arbeitsstunden im Monat(!) abspeisen. Also deutlich unter 400 EURO!

Bei so einer asozialen Gesetzeslage hilft nur sofortiger Arbeitsplatzwechsel. Denn da trifft man die Arbeitgeber an ihrer empfindlichen Stelle: wenn jeder sofort den Arbeitsplatz wechselt und so jede Planungssicherheit des Arbeitgebers zerstört kann dieser seine Aufträge nicht mehr kalkulieren da er ja nicht mehr weiß ob er noch in zwei Wochen genügend Leute zur Verfügung hat. Und da es immer im Wachgewerbe noch freie Arbeitsplätze gibt kann ich meinen „werten“ Chefs bald die eigene Kündigung auf den Tisch legen. Vorausgesetzt ich habe in meinen nächsten Vorstellungsgesprächen Erfolg!

Mein Kündigung habe ich schon bereit gelegt! Vielleicht fange ich schon übermorgen woanders an!

Da sitzt die ARGE Rheinhausen drin!

Heute waren die ARGE-Mitarbeiter richtig freundlich und entgegenkommend. Das war im Gegensatz zu gestern heute ein fast schon positives Erlebnis. Nach Schilderung der Lage bekam ich ruckzuck die notwendigen Antragsunterlagen und sogar Verständnis für meine Lage. Und das alles nach nur kurzer Wartezeit!

Beim Gespräch hatte ich dann auch den Eindruck, dass selbst viele ARGE-Mitarbeiter der Sozialgesetzgebung kritisch gegenüberstehen! Jedenfalls bekam ich mehrfach den Satz zu hören „wir müssen das leider fragen“ oder „die Gesetze verlangen sowas von uns„! Da ich über kein Vermögen verfüge und außer dem Sparbuch meines Sohnes auch nichts an die Seite legen konnte brauche ich die Nachfragen auch nicht zu fürchten.

Aber mein „werter“ Arbeitgeber, der mich bis heute immer noch nicht kündigen möchte, kann sich darauf gefasst machen, dass ich ihn wegen fehlenden Lohnes verklagen werde. Und die Chancen scheinen auch nicht schlecht zu stehen. Dann brauche ich die Kohle von der ARGE eventuell gar nicht erst in Anspruch zu nehmen. Denn dass finde ich einfach unmöglich, dass sich Firmen um die Lohnzahlung drücken und die Leute zur ARGE schicken mit den Worten „da können Sie Geld kriegen!„. Da stimmte mir auch die Sachbearbeiterin bei der ARGE zu!

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