Arbeit und Politik

26. März 2016

Rote Herrschaft auf Kosten der Bürger

Licht und Schatten

Es ist schwer genug Zeit für Politik, Arbeit und Familie zusammen zu finden

Da es aber immer schwerer wird mit den Dienstplänen meiner derzeitigen Firma ein funktionierende Familienleben zu führen und meine politische Arbeit fortzusetzen habe ich mich entschlossen mir wieder eine neue Arbeitsstelle mit besseren Arbeitszeiten zu suchen. Ständig 12-Stunden-Schichten zu absolvieren wird einfach zuviel. Zumal ich in den letzten Tagen feststellen musste, dass die Verantwortlichen in der Führungsebene mir auch nach über anderthalb Jahren immer noch keine feste Arbeitsstelle geben wollen und ich auf ewig für wenig Geld hin und her pendeln soll. Dass man als Sicherheitsmitarbeiter jeden Tag in den Asylunterkünften für wenig Geld seine Haut riskiert erfährt keinerlei Wertschätzung. 10,90 € die Stunde, natürlich brutto, sind Gesundheit und Leben eines Wachmanns wert.

Jetzt durchsuche ich wieder eifrig die Stellenbörsen und werde wenn alles klappt schon nächste Woche kurzfristig kündigen um bei einem besseren Arbeitgeber anzufangen. Heutzutage ist das häufig die einzige Art sich als Arbeitnehmer gegen ungerechte Behandlung zur Wehr zu setzen.

Ein Glück, dass der Arbeitsmarkt zurzeit so gut aussieht!

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Freitag, der vierzehnte!

14. Oktober 2011

Trübe Aussichten

Trübe Aussichten!

Zwei schwarze Katzen haben mich heute morgen um halb vier bei der Arbeit daran erinnert, dass wir Freitag, den vierzehnten haben.

Bei kaltem Wetter, kurz nach meinem vierten Kontrollgang sah ich die vermeintlichen Unglücksbringer an meinem Wachobjekt vorbeischleichen. Zum Glück fühle ich mich aber nicht unglücklich, auch wenn ich bei der Arbeit fror, schlecht verdiene und mein fast 20 Jahre alter Honda es wohl nicht mehr lange machen wird. Aber was solls, mein Arbeitsvertrag läuft ja sowieso zum Jahresende aus und meine Arbeitssuche kommt eh nur schleppend voran.

Also warte ich auf ein Wunder und überlege wie meine Zukunft als Prekarianer oder Hungerlöhner aussehen könnte. Ob arbeitslos oder nicht macht vom Geld her kaum einen Unterschied, und wenn nichts geht muss ich eben in anderen Landesteilen nach einem besseren Job suchen. Wobei das ohne Auto auch schwer werden könnte, aber wer sagt denn dass das Leben einfach ist. Seit 2002 schlage ich mich nun mit Hungerlohnjobs durch und denke jetzt auch ernsthaft daran nach Süddeutschland, falls keine Besserung in Sicht ist, zu ziehen wo der Arbeitsmarkt etwas besser aussieht. Nächstes Jahr werden ich und meine Familie diese Entscheidung vielleicht treffen müssen. Oder ich habe Glück und die zwei schwarzen Katzen heute morgen waren Glücksbringer, die mir einen baldigen gutbezahlten Arbeitsplatz in der Umgebung ankündigten.

Am Ende dieser 60-Stunden-Arbeitswoche werde ich auf jeden Fall die Freizeit für intensive Bewerbungen nutzen sowie für eine Vorbereitung auf die Ratssitzung am Montag. Immerhin soll dieses Wochenende schönes sonniges Wetter sein, das ist auch eine Form von Glück.

Wann ist man zu alt?!

12. Oktober 2010

Gerade habe ich in den Fernsehnachrichten erfahren, dass eine Arbeitnehmerin vor dem Arbeitsgericht erfolgreich gegen ein Universitätsklinikum geklagt hat, dass ihre Bewerbung ablehnte weil sie wohl mit 49 Jahren als zu alt galt!

Ich freue mich für die Frau und frage mich auch schon seit langem warum so viele Arbeitgeber glauben man seie zu alt für einen Arbeitsplatz sobald man sich dem fünfzigsten Lebensjahr nähert und die vierzig überschritten hat. Da fällt mir mein eigenes Erlebnis mit einem Arbeiterverleiher, auch Zeitarbeitsunternehmen genannt, ein, der vor Jahren zu mir meinte „…was wollen Sie denn? Sie sind doch schon bald vierzig, und dann will Sie keiner mehr!…“, so als Motivation auch einen Job für 6,50 EURO die Stunde anzunehmen. Zum Glück habe ich mich nicht davon einschüchtern lassen und habe trotzdem einen besser bezahlten Arbeitsplatz gefunden. Aber der Umgang der Firmen mit „älteren“ Arbeitnehmern hat sich wahrscheinlich nicht gebessert.

Vor Jahren erzählte mir auch ein Abteilungsleiter bei Thyssen, dass die Chefetage angeblich allen Abteilungsleitern über 50 horrende Abfindungen angeboten haben soll damit sie ihre Arbeitsplätze freiwillig räumen. Wieso macht ein Weltkonzern so etwas? Zählen Erfahrung und jahrzehntelange Loyalität heute so wenig, oder ist das immer noch der Irrglaube, dass die Jugend alles besser kann, der die Verantwortlichen in den Chefetagen zu so einem hirnrissigen Verhalten verleitet?!

Dabei gibt es sicher genug Beispiele dafür, dass auch Menschen über vierzig, fünfzig oder gar über sechzig noch sehr produktiv und zuverlässiger als manch junger Schnösel arbeiten können. Ich habe jedenfalls als früherer Projektleiter häufig die Erfahrung gemacht, dass die älteren Kollegen fleißiger und engagierter arbeiteten als manch junger, der sein Handy auch während der Arbeit nie aus der Hand legte!

Hoffentlich lernt die Wirtschaft mal langsam umzudenken!

Arbeitsleben

17. Dezember 2009

Die ersten beiden Arbeitstage habe ich überstanden und einige Kollegen kennengelernt. Der Job ist stressig aber auch interessant!

Von den neuen Kollegen erfahre ich auch, dass die Firma nach jeder Lohnerhöhung die Objektzulagen so kürzt, dass man nach der Lohnerhöhung weniger Lohn bekommt! Ist schon ärgerlich, dass Unternehmer überall die gleichen Methoden drauf haben! Wieso findet sich kein besserer Job mehr mit ordentlicher Bezahlung?!

Ich werde mich auch weiterhin nach einer besser bezahlten Arbeit umsehen!

Interessant fand ich heute aber die Story vom Besuch des DGB-Vorsitzenden Sommer, der meinen Kollegen sehr herablassend behandelte und ihn böse anging weil er nicht sofort einen Parkplatz bekam und ein paar Meter laufen sollte. So sind wohl oberste Gewerkschaftsfunktionäre: als einfacher Arbeitnehmer nützen sie einem nichts, und bei Pförtnern spielen sie sich wie große Chefs auf.

Ich selbst habe bisher nur einen Fritz Pleitgen aus der Nähe gesehen. Mal sehen welche Promis mir demnächst über den Weg laufen werden!

Schnee zum Neujahr!

2. Januar 2009

2009 ist da und bringt erstmal Schnee! Was sonst noch kommt ahnen wir wahrscheinlich schon alle! Aber die Auswirkungen der Krise und das unfähige Gebaren unserer Kapitaldiener von der Bundesregierung werden wir auch später noch oft genug beklagen können!

Und bis dahin nutze ich mit meiner Familie die Gelegenheit um im Schnee zu spielen soweit meine knappe Freizeit es zulässt.

Und positiv kann ich schon mal feststellen, dass wenigstens bis zum März mein Arbeitsplatz noch sicher ist!

Arbeit wird weniger…

11. Dezember 2008

…und damit wohl auch der Lohn! In Verbindung mit dem stark steigenden Krankenkassenbeitrag wird das wohl ab Januar einen deutlichen Lohnverlust zur Folge haben!

Aber ich möchte nicht alles so negativ sehen und denke daher auch an das Mehr an Freizeit das ich dann mit meiner Familie verbringen kann.

Hoffentlich ist der Verlust an Arbeitsstunden nur eine rein winterliche Erscheinung wie mancher Kollege meinte!

Neue Arbeit

Seit einigen Tagen bin ich nun auf mehreren verschiedenen Einsatzorten für meinen neuen Arbeitgeber tätig, und ich kann mich über Abwechslung nicht beklagen!

Da sitze ich mal in Konzernzentralen an der Außenpforte gezwungenermaßen mit Krawatte um am nächsten Tag auf einem stillgelegten Teil eines Stahlwerkes in Kampfmontur Jagd auf Kabeldiebe zu machen.

Und da gibt es dann auch noch ein Rechenzentrum das einem großen Telekommunikationsunternehmen gehört wo auch viele Beamte arbeiten. Deren Status lautet offiziell „in sich beurlaubt“ was wohl nur ein Bürokrat logisch nachvollziehen kann. Denn natürlich ist die Arbeit dort kein Urlaub.

Aber dafür stimmt die Atmosphäre und die Kollegen verhalten sich auch einem Neuling gegenüber offen. Jedenfalls habe ich innerhalb der letzten Tage eine Menge Sicherheitseinrichtungen kennengelernt und erfahren, dass überall gute Arbeitsplätze in billige Hungerlohnjobs umgewandelt werden. Die Technik und der Service werden auf Fremdfirmen übertragen während die eigene Truppe von der Konzernspitze abgebaut wurde. Da haben nur noch die Beamten die Sicherheit vor der drohenden Arbeitslosigkeit.

Interessanterweise sind manche Konzerne auch so geizig, dass sie sich sogar lieber die Kupferkabel in gewaltigen Dimensionen klauen lassen anstatt ihren Werkschutz mal auszubauen oder mehr Leute vom Sicherheitsdienstleister zu bestellen. Aber obwohl der Schaden schon Millionenhöhe erreicht haben soll lässt sich der betroffene Stahlkonzern von gerade mal zwei Sicherheitsfachkräften seine kilometerlangen Kabelstränge bewachen. Und natürlich zum niedrigen Wachtarif von 7,53 EURO die Stunde!

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