Freitag, der vierzehnte!

14. Oktober 2011

Trübe Aussichten

Trübe Aussichten!

Zwei schwarze Katzen haben mich heute morgen um halb vier bei der Arbeit daran erinnert, dass wir Freitag, den vierzehnten haben.

Bei kaltem Wetter, kurz nach meinem vierten Kontrollgang sah ich die vermeintlichen Unglücksbringer an meinem Wachobjekt vorbeischleichen. Zum Glück fühle ich mich aber nicht unglücklich, auch wenn ich bei der Arbeit fror, schlecht verdiene und mein fast 20 Jahre alter Honda es wohl nicht mehr lange machen wird. Aber was solls, mein Arbeitsvertrag läuft ja sowieso zum Jahresende aus und meine Arbeitssuche kommt eh nur schleppend voran.

Also warte ich auf ein Wunder und überlege wie meine Zukunft als Prekarianer oder Hungerlöhner aussehen könnte. Ob arbeitslos oder nicht macht vom Geld her kaum einen Unterschied, und wenn nichts geht muss ich eben in anderen Landesteilen nach einem besseren Job suchen. Wobei das ohne Auto auch schwer werden könnte, aber wer sagt denn dass das Leben einfach ist. Seit 2002 schlage ich mich nun mit Hungerlohnjobs durch und denke jetzt auch ernsthaft daran nach Süddeutschland, falls keine Besserung in Sicht ist, zu ziehen wo der Arbeitsmarkt etwas besser aussieht. Nächstes Jahr werden ich und meine Familie diese Entscheidung vielleicht treffen müssen. Oder ich habe Glück und die zwei schwarzen Katzen heute morgen waren Glücksbringer, die mir einen baldigen gutbezahlten Arbeitsplatz in der Umgebung ankündigten.

Am Ende dieser 60-Stunden-Arbeitswoche werde ich auf jeden Fall die Freizeit für intensive Bewerbungen nutzen sowie für eine Vorbereitung auf die Ratssitzung am Montag. Immerhin soll dieses Wochenende schönes sonniges Wetter sein, das ist auch eine Form von Glück.

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Auf der Arbeit lässt trotz Feiertagsprozenten die Stimmung deutlich zu wünschen übrig, jedenfalls sind die trüben Aussichten was den Arbeitsplatz angeht nun das beherrschende Thema beim Schichtwechsel!

Von einem älteren Kollegen, der wohl dem Betriebsrat angehört, habe ich heute morgen gehört, dass es viel zuwenig Arbeit gibt um alle derzeitigen Beschäftigten mit ausreichend Arbeitsstunden zu versorgen!

Er meinte dann auch noch er hätte es ja schon vorher gewußt, dass man nicht mehr Leute einstellen könne. Und bei mir meinte er sogar er hätte dem Bereichsleiter gesagt es gäbe nicht genug Arbeit als es letztes Jahr um meine Einstellung in die Firma ging. Im Klartext: er war dagegen mir einen Arbeitsvertrag zu geben!

Das bestätigt ja auch nur meine schon vorhandene Abneigung gegen Betriebsräte. Das sind eben vor allem Interessenvertreter für die etwas bessergestellten Arbeitnehmer!

Aber auch denen kann der Kollege Betriebsrat jetzt nicht mehr helfen. Die ersten Kollegen haben schon unschöne Post bekommen. Aber das ist wahrscheinlich immer noch besser als wenn man den ganzen Monat nur 22 Arbeitsstunden hat und den ganzen Jahresurlaub verbraten muss weil man sonst mit seinem Monatslohn weit unter das Existenzminimum fallen würde! So habe ich es gestern von einem anderen Kollegen erfahren.

Leider wird sich das wohl auch nicht bessern, denn nun wird in vielen Betrieben Kurzarbeit gefahren, und da braucht man dann auch weniger Sicherheitspersonal. Also von meiner gestrigen Hoffnung ist schon nicht mehr viel übriggeblieben!

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